Wieso zahlen einige Krankenkassen Homöopathie, wenn keinerlei Wirksamkeit belegt ist?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo thauglor, 

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Vorab: Weil hier einige User geschrieben haben, die Kassen würden das gar nicht übernehmen: Das ist nicht richtig, die meisten zahlen die homöopathische Behandlung beim Arzt und Zuschüsse zu den Mitteln bis zu einem jährlichen Limit. 

Die Liste, welche Kassen das sind  - und in welchem Umfang das jeweils erstattet wird - kann man hier nachlesen: 
http://www.xn--homopedia-27a.eu/index.php/Artikel:Krankenkassen

Also: Dass die überwiegende Mehrheit der Kassen zahlt, das ist einfach Fakt. 

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Stellt sich also die Frage, warum sie es tun. 

Erstmal: Sie dürfen es aufgrund gesetzlicher Sonderregelungen, die die Gesetzgeber extra für die besonderen Therapierichtungen im Sozialgesetzbuch V geschaffen haben. Ohne diese Sonderregelung dürften die Kassen das ohne Wirksamkeitsnachweis gar nicht. 

Gegen diese Sonderregelungen haben damals die Ärzte sogar protestiert. Bereits in diesem Protest kann man die wichtigste Ursache der gesetzlichen Sonderregelung nachlesen: 

http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/Beschlussprotokoll_100_DAeT_Eisenach_1997.pdf

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In letzter Minute in das Gesetzgebungsverfahren eingebrachte Veränderungen ermöglichen sämtlichen Gruppierungen unkonventioneller Heilverfahren auf der Ebene der von ihnen reklamierten  Binnenanerkennung  in großem Umfang diagnostische und therapeutische Verfahren den Leistungen des Sozialversicherungssystems zugänglich zu machen.

Diese Verfahren halten einer Prüfung auf Sinnhaftigkeit und Wirksamkeit nicht stand und sprengen somit die Grenzen des ohnehin bis an den Rand der Leistungsfähigkeit strapazierten Sozialversicherungssystems. Es wird nicht verkannt, daß ein Teil der Bevölkerung sich zu dieser Art Diagnostik und Therapie hingezogen fühlt. Die Finanzierung dieser Wünsche kann jedoch nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung gehen, wenn man nicht die Grundlagen einer wissenschaftlich orientierten Medizin in Frage stellen will.

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(Hervorhebung von mir)

Ja, es war und ist die Beliebtheit des Verfahrens, in Kombination mit einer enormen Lobbyarbeit durch die homöopathischen Verbände und -Hersteller. Die Homöopathie ist die umsatzstärkste Pseudomedizin im Lande, mit der dreistellige Millionenbeträge umgesetzt werden. 

Für Politiker ist es attraktiv, sich neben sanft lächelnden Homöopathen ablichten zu lassen und blumige Worte zum "Pluralismus der Verfahren" von sich zu geben. Die Kosten zahlt ja nicht die Politik oder der Staat... sondern die Versicherten über unsere Beiträge, in denen dann auch die Zusatzkosten auflaufen, die durch Selektivverträge mit den homöopathischen Verbänden entstehen. Und das ist der zweite Grund: 

So lange sich Patienten damit zufrieden geben, dass sie sich zwischen empathischen Ärzten und nutzloser Behandlung (=Homöopathie) und kurz angebundenem Arzt und wirksamer Behandlung (=Medizin) entscheiden müssen, so lange freut es den demokratisch gewählten Politiker, viel Geld zu sparen, das man ins Gesundheitswesen stecken müsste, um dem seriös arbeitenden Arzt seine Patientengespräche ähnlich gut zu vergüten wie die des Homöopathen, der sich locker mal eine Stunde oder mehr Zeit nehmen kann. Ist doch toll: Man macht sich beim Wähler beliebt, schwurbelt von "Therapienvielfalt" und spart auch noch (staatliches) Geld. 

Die Kassen wiederum haben in der Möglichkeit, beliebte, aber nutzlose Verfahren anbieten zu können, ein Merkmal auf dem freien Markt, mit dem sie werben können. 

Vor allem aber kann sich keine Kasse leisten, ein Marktsegment, das beim Kunden beliebt ist, nicht zu bedienen. Zumal die Homöopathiewerbung oft auf junge Familien zieht - und die sind gern gesehene Kunden der Kassen, weil oft ein stabiles Einkommen und (noch) wenig chronische Krankheiten zu behandeln sind. Junge Familien haben Kassen lieber als Kunden als 80 jährige Rentner.Gerade aber bei Babys und Kindern liegt die große Hauptzielgruppe der homöopathischen Werbung. Weil viele Eltern auch verunsichert sind und Angst vor Nebenwirkungen haben, greifen hier viele aufgrund der so positiv besetzten Werbung ("sanft, natürlich, nebenwirkungsfrei") zu und fragen nach Zusatztarifen. Weil die homöopathische Werbetrommel nicht vergisst, auch mit scheinbar wissenschaftlichen Arbeiten zu wedeln, ist vielen Patienten gar nicht klar, wie wenig plausibel das Verfahren eigentlich ist und wie überzeugend die Datenlage ist, dass Homöopathika reine Placebos sind. (Rund die Hälfte hält es für Naturheilkunde)

Und jetzt kommt's: Die homöopathischen Verbände haben keine Hemmungen, Kassen, die nicht mit ihnen zusammenarbeiten, die Kunden aktiv abzuwerben. Sie nehmen sie praktisch bei der Hand und geleiten sie zur Kasse, die kooperiert hat. Und dieses aktive Abwerben, das kann sich nun wirklich keine Kasse mehr leisten, dafür ist der Markt zu sehr umkämpft. 

Hier wurde das eindrucksvoll recherchiert: 
http://www.ardmediathek.de/tv/REPORT-MAINZ/Hom%C3%B6opathie-Kassen-zahlen-trotz-zweife/Das-Erste/Video?bcastId=310120&documentId=29907760

Entstehen den Kassen denn zusätzliche Kosten durch die Verträge mit dem DZVhÄ? Ja, enorme sogar. Das belegt eine Studie an über 44 000 Patienten der TK. 

http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0134657

For all diagnoses, costs were higher in the homeopathy group than in the control group (...) Compared with usual care, additional homeopathic treatment was associated with significantly higher costs. 

Aber: Wenn sie nicht mitmachen, verlieren die Kassen Kunden aus dem attraktivsten Kundensegment. Und das kann eben noch höhere Kosten verursachen... vor allem halt, weil man die dann nicht mehr so einfach über höhere Beiträge wieder rein holen kann. 

Also zahlt man lieber die Homöopathie, behält die Kunden... und erhöht halt ggf. die Beiträge.

Außer den im "Binnenkonsens" besonders behandelten "besonderen Therapierichtungen" haben keine "CAM"-Verfahren eine ausreichend starke Lobby, um derartige Regelungen durchzudrücken. 

Falls Dich das Thema interessiert: Das Buch von Norbert Schmacke "Der Glaube an die Globuli" enthält ein sehr gutes Kapitel dazu, der auch in unsere Nachbarländer blickt. Und auch dieser alte Spiegel-Artikel, der damals beschrieb, "wie das alles begann": 

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8716404.html

Grüße

Sehr guter Beitrag, sehr interessant zu lesen. Schade dass man trotz dieser Fakten viele Leute nicht davon überzeugen kann, dass Homöopathie keine Wirkung zeigt - wenn dann sind es die Therapeuten, die schon fast wie Psychologen wirken.

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@Ireeb

Ja, klingt immer alles sehr belesen, was uteausmünchen zum Thema Homöopathie zu sagen hat. Sie hat auch immer auf alles und verblüffend schnell eine Antwort parat, meist in Form eines Links, der belegen soll, wie sehr die H. doch Hokuspokus sei.

Aber auch sie wird mit noch so vielen Links negieren können, dass bei meiner Frau über 2 Jahre Behandlung beim Schulmediziner keine Besserung gebracht haben, dagegen die Behandlung mittels H. bis heute wenigstens eine relative Besserung erreicht hat. Eine Sorte dieser Globuli war sogar D30-potenziert.

@thauglor

Es gibt ein sog. "Nikolaus-Urteil" des BVerfG, wonach gesetzliche Krankenkassen jede Therapie zu bezahlen haben, bei der eine Heilung "nicht allzu fern liegt" (sinngemäß zitiert).

Das allerdings führte zu Missbrauch und jeder Menge Gerichtsprozesse, weil nun jeder meinte, er dürfe sich auf Kosten der Kassen z.B. auch Engelsfigürchen und einen Wohnzimmeraltar anschaffen. ...,KÖNNTE ja auch heilen, gell?!

Dadurch hat der Gesetzgeber leider sein Nikolaus-Urteil in großen Teilen revidiert, was aber die Kassen nicht hinderte, H. als sog. Satzungsleistung weiter anzubieten.

Sie hat auch ihre Berechtigung! Selbst wenn man konstatiert, dass bei hohen Potenzierungen nichts mehr an Wirkstoffen auf den Zuckerkügelchen vorhanden ist, ist es nunmal ein Faktum, dass auch Einbildung helfen kann. Und zwar weit mehr, als man zuerst vermutet hatte.

Bei der zunehmenden Zahl psychischer Belastungen und Erkrankungen der Menschen kann es auch schon helfen, einen Therapeuten gefunden zu haben, der nicht wie bei Schulmedizinern die statistischen 8-Minuten-Konsultationen durchzieht aber für seinen Patienten nicht wirklich "ein Ohr" hat, sondern zuhört und versucht, der womöglich psychischen Ursache eines körperlichen Leidens auf die Spur zu kommen.

TCM, auch Ayurveda, sind für mich völlig unterschätzte Verfahren, die es - evtl. wegen der Intervention mächtiger Kreise aus dem Pharma-Bereich - nicht in die Liga der sog. "evidenten" Therapien geschafft haben. Diejenigen, die bei uns auf "Evidenz" testen, sind nicht unbefangen und neutral genug (schon aus Kostengründen), um nicht bei Studien evtl. zu tricksen.

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@Suedstadtindio

Bei psychischen Problemen wäre ein Psychologe der geeignetere Ansprechpartner. Wenn es einen Menschen stattdessen zu einem Homöopathen zieht, weil dessen Placebos so schön aussehen, dann sollte er das bitteschön auch selber bezahlen und die nicht Gemeinschaft der Versicherten!

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@Suedstadtindio

Da Trat dann aber die Besserung durch den Therapeuten ein, nicht durch die Globuli. Und außerdem ist H. nicht die einzige Alternativmedizin. Man hätte auch zu Naturheilkunde greifen können, dort gibt es zumindest einen nachweisbaren Effekt, und zusammen mit dem Glauben an die Kraft der Natur kann das wahrscheinlich besser helfen, als nur der Glaube allein.

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@Ireeb

Da Trat dann aber die Besserung durch den Therapeuten ein, nicht durch die Globuli

Da gebe ich dir völlig Recht!

Mir persönlich ist es aber herzlich egal, ob und welche Placebos irgendwer schluckt - sofern nicht die Allgemeinheit zur Kasse gebeten wird. Meinetwegen kann der Betreffende auch mit einem Voodoo-Priester tanzen. Unverantwortlich wird das erst, wenn davon Dritte betroffen sind, z.B. die Kinder eines "Gläubigen"!

Natürlich gibt es eine ganze Reihe wirksame Naturheilkräuter, weshalb ich es ohnehin paradox empfinde, warum manche Menschen auf Homöopathie schwören.

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@nax11

Das ist doch ein schwachsinniges Argument! Dann zahlt künftig jeder adipöse Mensch seine Hypertonie- und Diabetes-Folgen selbst. Und der Motorradfahrer, der Sturzfolgen auf Kosten der Allgemeinheit kurieren lassen möchte, ebenso.

Ich könnte auch bestreiten, dass die längst in die "richtige" Medizin eingeführten Licht- oder Klangtherapien wirkungsvoll sind und gefälligst selbst zu zahlen sind.

Aber die Solidargemeinschaft steht nicht dafür, was kompetenzferne Beitragszahler zur Verwendung der Beitragsmittel meinen!!

Es zieht die Leute mitnichten wg. schöner Globuli zum H., sondern weil sie sich bei den "Glanzleistungen" schulmedizinischer Betreuung und "evidenter" Therapien oft keinen anderen Rat mehr wissen.

Stimmt, ein Psychologe könnte evtl. eine Alternative zum D30-Globulum sein. Fragt sich nur, ob er dann auch Ahnung von den somatischen Folgen der psychischen Erkrankung hat.

Und...: Hast Du schon mal versucht, beim Psychologen einen Termin zu bekommen?

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@Ireeb

Da Trat dann aber die Besserung durch den Therapeuten ein, nicht durch die Globuli.

Das kannst Du sicher nicht beurteilen. Aber selbst wenn es so wäre, stellt sich doch die Frage, wieso sich "richtige" Ärzte das Geld der Selbstzahler nicht verdienen wollen?!

Antwort ( und das weiß ich von der Medizin studierenden Tochter!): Weil sie keinste Ahnung von Naturheilkunde und schon gar nicht von Homöopathie haben! Also muss das, von dem man keinste Ahnung hat, mindestens zweifelhaft oder gar betrügerisch sein, um möglichst viele Leute davon zu überzeugen, dass nur Herr/Frau Dr.med. die wahre Kompetenz zur Heilung besitzen.

Das geht ja sogar mir als Augenoptikermeister so..., nichts von all dem, was ich studieren musste und nach 44 Jahren wirklich beherrsche, ist den Augenärzten genug, um mit ihnen auf Augenhöhe über teilweise Schwachsinnsverordnungen zu diskutieren.

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@nax11

Sorry, Du hast offensichtlich keine Ahnung.

1. Es gibt Potenzierungen von Wirkstoffen auf Globuli, mit denen ich Dich ohne weiteres vergiften könnte

2. Das bereits erwähnte "Nikolaus-Urteil" hat dem Bürger das Recht zugestanden, über seine Therapien mitzuentscheiden. Das schreibt übrigens auch das SGB V vor. Dass es letztendlich scheiterte, lag nur an der unglücklichen Formulierung mit der "nicht allzu fern liegenen" Heilungschance. Wo will man da eine Grenze ziehen?

Die fehlende Antwort auf diese Frage rechtfertigt aber nicht, alles, was ihr nicht versteht, in den Bereich des Schmarotzertums und der Betrügereien zu schieben. Wer in Anspruch nehmen möchte, homöopathisch behandelt zu werden und dies bei einem anerkannten Therapeuten machen lässt, soll die Kosten dafür wenigstens großteils ebenso erstattet bekommen wie der Patient, dem man für 1400 Euro Lucentis verschrieben hat, obwohl es Avastin für 50 Euro auch getan hätte (das fällt in meinen Bereich, deshalb kann ich mir dieses Urteil erlauben)

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@Suedstadtindio

1. Es gibt Potenzierungen von Wirkstoffen auf Globuli, mit denen ich Dich ohne weiteres vergiften könnte

Ja - nur sind das dann aber für homöopathische Verhältnisse sehr niedrige Potenzen - spätestens bei D24 oder C12 Potenzen kann man auch mit den stärksten Giften wie z.B. Botulinumtoxin niemand mehr vergiften.

Natürlich klappt das mit Arsen D3 wenn man nur genügend Globuli Arsen D3 schluckt.

Nur hat das nichts mit Homöoopathie zu tun sondern ist eine schlichte Arsenvergiftung - ob man das Arsen schrittweise in 3 Stufen auf 1 : 1000 verdünnt und verschüttelt oder in einem Rutsch auf 1 : 1000 verdünnt und stattdessen umrührt - es ist für die Wirkung von Arsen D3 vollkommen egal.

Noch weniger eignet sich Arsen D3 um eine Arsenvergiftung (oder eine andere Vergiftung) zu kurieren.

Fazit:

Es gibt einige Substanzen die in für homöopathischen Verhältnissen extrem niedrigen Potenzen tatsächlich eine chemische Wirkung haben - die allerdings nicht mit der Lehre der Homöopathie zu tun hat.

Und diese Substanzen wirken auch nicht (wie es die Homöopathie lehrt) stärker je stärker man sie verdünnt. Das Gegenteil ist der Fall.

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@Suedstadtindio

Das kannst Du sicher nicht beurteilen. 

Das kann im Einzelfall niemand beurteilen - auch nicht Homöopathen die gerne Stein und Bein darauf schwören dass es ihre Globuli waren.

Was man aber machen kann ist in Versuchen mit vielen  Patienten bei einem Teil der Patienten die verordneten Globuli durch Zuckerpillen auszutauschen - und dann auswerten ob es irgendwelche erkennbaren Unterschiede zwischen den beiden Patientengruppen bzgl. des Behandlungsverlaufs gab.

Solche Tests wurden wiederholt durchgeführt (auch von Homöopathen selbst) und haben regelmässig gezeigt dass es egal ist ob mit Globuli oder mit Placebozuckerpillen behandelt wird.

Aber selbst wenn es so wäre, stellt sich doch die Frage, wieso sich "richtige" Ärzte das Geld der Selbstzahler nicht verdienen wollen?!

Antwort ( und das weiß ich von der Medizin studierenden Tochter!): Weil sie keinste Ahnung von Naturheilkunde und schon gar nicht von Homöopathie haben!

Erstens ist Homöopathie keine Naturheilkunde - jedenfalls nicht laut der "Stiftung Homöopathiezertifikat" und auch diverser anderer Homöopathieverbände.

Zweitens kann man von Homöopathie gar keine Ahnung im Sinne von "Wissen" haben - genausowenig wie man Ahnung von Geistern oder rosafarbenen Einhörnern oder Zaubersprüchen haben kann.

Man kann natürlich die entsprechenden Rituale erlernen die sich irgendwann mal jemand ausgedacht hat.

Aber weder in dem man das homöpathische Verschüttelungs und Verdünnungsritual erlernt noch wenn man sämtliche Zaubersprüche und ihre Anwendungsgebiete aus allen Harry Potter Romanen auswendig lernt wird daraus kein medizinisches Wissen.

Also muss das, von dem man keinste Ahnung hat, mindestens zweifelhaft oder gar betrügerisch sein, um möglichst viele Leute davon zu überzeugen, dass nur Herr/Frau Dr.med. die wahre Kompetenz zur Heilung besitzen.

Wie gesagt - auch Homöopathen selbst wissen nichts über Homöopathie im Sinne von medizinischem Wissen das einer objektiven Überprüfung standhalten würde.

Es gibt keine "Kompetenz" auf dem Gebiet der Homöopathie weil es nichts zu wissen gibt ausser dass die homöopathischen Mittel nicht über einen Placeboeffekt hinauskommen.

Das geht ja sogar mir als Augenoptikermeister so..., nichts von all dem, was ich studieren musste und nach 44 Jahren wirklich beherrsche, ist den Augenärzten genug, um mit ihnen auf Augenhöhe über teilweise Schwachsinnsverordnungen zu diskutieren.

Als Augenoptikmeister verfügen Sie ja über reichlich fundiertes Wissen auf dem Gebiet der Optik  und (ich kenne mich da nicht aus) wohl auch über die Funktionsweise und Störungen des menschlichen Auges.
Dieses Wissen welches Sie besitzen hat sich nicht irgendwann mal ein "Guru" ausgedacht und man muss es einfach glauben - nein die Richtigkeit dieses Wissens läßt sich (und wurde auch) experimentell überprüft.

Fragen Sie mal einen "kompetenten" Homöopathen nach einem einzigen konkreten Beispiel für Fachwissen auf dem Gebiet der Homöopathie dass einer objektiven und unabhängigen Überprüfung wiederholt standgehalten hätte.

Sie hätten auf ihrem Gebiet wohl keinerlei Probleme zig solcher Beispiele zu nennen.

Aber noch nie konnte mir ein Homöopath auch nur ein einziges derartiges Beispiel verraten.

Da fragt man sich doch worin die Kompetenz von Homöopathen eigentlich liegen soll? 

Im Nachbeten irgendwelche Rituale die sich irgendwelche Gurus vor 200 Jahren ausgedacht haben?

Wenn Ihnen ein "Alternativoptiker" erzählen würde, dass eine Linse das Licht umso stärker bricht je flacher sie ist dann würden Sie wohl auch die Stirn runzeln.

Wenn ein Homöopath hingegen behauptet, ein Mittel würde seine Wirkung verstärken je mehr man es verdünnt dann ist das mindestens genauso abstrus.

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Wieso, homöopathische Mittel wirken doch? Du musst nicht jeden Mist glauben, den hier Leute mit aufgeblasenen Backen posten - auch wenn sie tapetenlang schreiben, es sei so wenig drin, dass es nicht wirken könne. Stimmt nicht - es wirkt, denn das Wirkprinzip ist ein anderes als bei den Produkten von Big Pharma. 

Die Placebo-Ausrede gilt da eher für symptomunterdrückende Mittel - wenn sich da einer einbildet, er sei 100 % gesund davon geworden, ist er dem Placebo-Effekt aufgesessen. (Wenn bei einem Auto der Auspuff qualmt und man steckt einen Korken hinein, damit es aufhört und glaubt, sein Auto sei jetzt wieder heil - das macht doch kein Autobesitzer, oder? )

Wikipedia blockiert seit langem Updates der Seite über Homöopathie, um Belege über die Wirksamkeit zu unterdrücken, und mobbt damit alle interessierten User. Es läuft eine Petition dagegen...

Krankenkassen wissen selbst, dass homöopathische Mittel viel preisgünstiger sind als die Medikamente von Big Pharma. Und nicht jeder Mensch verträgt die starken Geschosse, oft reicht das richtige Mittel in schwacher Dosierung, um rasch Linderung und Heilung zu bringen. Meine Kasse erstattet bis zu einem bestimmten Budget u.a. auch diese Mittel, sofern sie vom Arzt verordnet wurden und eine Diagnose auf dem Rezept steht. Sie sind ja auch nicht unbedingt teuer - zur Not könnte man sie auch selbst finanzieren.

Es läuft eine Petition dagegen...

Hahahaha! :-)

An dem Tag wo wikipedia vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird, dass im Artikel über Homöopathie drin stehen muss dass die Globuli wirken geh ich auf die Straße oder in ein freies Land.

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Nach der eigenen Theorie sind die Hersteller von homöopathischen Arzneimitteln die größten Verschmutzer von Wasser mit Arzneimitteln, denn die stark verdünnten Reste werden wohl verklappt - und dabei weiter verdünnt - also potenziert und noch stärker wirksam - da müßten längst alle Krankheiten ausgerottet sein. 

Extrem teure Zuckerkugeln - oder niedrige Potenz - und damit Arzneilich wirksam.

Keine evidenzbasierte Therapie - leider wird die redende Medizin nicht angemessen bezahlt - würde häufig auch weiterhelfen. 

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Spielwiesen, 

lass mich nur kurz ein paar Sätze korrigieren...

Wieso, homöopathische Mittel wirken doch?

Nein, nicht besser als Placebo. 

https://motherboard.vice.com/de/article/xygeqd/studie-entzaubert-homoeopathie-forscher-finden-keinen-beleg-fuer-wirksamkeit-749

Du musst nicht jeden Mist glauben, den hier Leute mit aufgeblasenen Backen posten - 

Völlig richtig. User können sich auch mal irren. Aber zum Glück haben wir ja schließlich Studienergebnisse. 

auch wenn sie tapetenlang schreiben, es sei so wenig drin, dass es nicht wirken könne.

Nicht richtig. Es ist nicht "wenig" drin. Es ist gar nichts drin. 

Und nein, auch keine Informationen, Schwingungen, Nanopartikel, Resonanzen, Gravitonen, oder Quanten oder was sonst noch von Homöopathen als Scheinerklärung missbraucht wird. 

das Wirkprinzip ist ein anderes als bei den Produkten von Big Pharma. 

Ja. Es heißt... abwarten, bis der Patient von allein gesund wird. Und nebenher kriegt er noch ein bissi psychologische Betreuung.

Übrigens gehören die homöopathischen Konzerne zur Pharma. Schwabe ist meines Wissens der 25. größte Pharmakonzern.

Die Placebo-Ausrede gilt da eher für symptomunterdrückende Mittel - 

Nein. Medizin behandelt viele Beschwerden ursächlich. 
Aber danke, dass Du noch einen wichtigen Aspekt veranschaulichst, warum die Homöopathie so beliebt ist: Weil ihre Vertreter die wirksame Konkurrenz beim Patienten diskreditieren und Patientenängste befördern.

Wikipedia blockiert seit langem Updates der Seite über Homöopathie, um Belege über die Wirksamkeit zu unterdrücken, und mobbt damit alle interessierten User. Es läuft eine Petition dagegen...

 Richtig ist vielmehr, dass die gründlichsten Übersichtsarbeiten (siehe oben) keinen Nachweis einer Wirksamkeit über Placebo hinaus finden können. Zusammen mit der naturwissenschaftlichen Einschätzung und den inneren Widersprüchen des Verfahrens ein stimmiges Gesamtbild. 

Die Petition läuft übrigens nicht, sie lief 2014. Und Jimmy Wales, der Gründer von Wiki hat eine sehr deutliche Antwort darauf gehabt: 

No, you have to be kidding me. Every single person who signed this petition needs to go back to check their premises and think harder about what it means to be honest, factual, truthful.

Wikipedia's policies around this kind of thing are exactly spot-on and correct. If you can get your work published in respectable scientific journals - that is to say, if you can produce evidence through replicable scientific experiments, then Wikipedia will cover it appropriately.

What we won't do is pretend that the work of lunatic charlatans is the equivalent of "true scientific discourse". It isn't.

Krankenkassen wissen selbst, dass homöopathische Mittel viel preisgünstiger sind als die Medikamente von Big Pharma.

Die Mittel ja, die Behandlung nein. Anamnesegespräche schlagen ordentlich zu Buche. Insgesamt lassen sich keine Einsparungen für die Kassen nachweisen. Im Gegenteil.

 oft reicht das richtige Mittel in schwacher Dosierung, um rasch Linderung und Heilung zu bringen.

Wie gesagt: nicht "schwach dosiert" - niemals eingenommen. 

Sehr viel sinnvoller wäre es hier aber, besser zu bezahlen, was dem Patienten tatsächlich hilft: Das Arzt-Patientengespräch.

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Jetzt werden aber Verschwörungstheorien ausgepackt. Und Wikipedia ist keine Instanz die über die Wirksamkeit von Medikamenten entscheidet. Bei Homöopathie ist nicht die Frage, ob es medizinisch wirkt, es ist einfach in diesem Universum physikalisch nicht möglich, dass ein Lösungsmittel die Eigenschaften von einem Stoff übernimmt, der sich nicht mehr darin befindet. Damit funktioniert das Prinzip der Homöopathie einfach nicht. Die einzige Erklärung wäre Magie. Da lass ich mich dann lieber gleich von Madam Pomfrey behandeln.

Wenn Homöopathie wirken würde, wie kann es dann sein, dass man eine ganze Packung Globulis o.ä. in sich hereinschütten kann, ohne dass man eine zu starke Wirkung, oder überhaupt eine Wirkung bemerkt?

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Die Placebo-Ausrede gilt da eher für symptomunterdrückende Mittel - wenn sich da einer einbildet, er sei 100 % gesund davon geworden, ist er dem Placebo-Effekt aufgesessen. 


Es ist immer wieder faszinierend festzustellen, dass Homöopathiegläubige felsenfest davon überzeugt sind man könnte ohne eine (am besten natürlich homöopathische) Behandlung oder mit einem Placebo gar nicht gesund werden.

Dabei heilt ein Großteil aller Erkrankungen auch vollkommen ohne Behandlung ganz von alleine - und verabreicht man zusätzlich noch Zuckerpillen oder andere Placebos sind es noch ein pro Prozent mehr bzw. die Heilung verläuft schneller.

Aber die natürlichen Selbstheilungskräfte scheint es für Homöopathen nicht zu geben. Verabreichen Homöoapathen jemandem mit Schnupfen ein Glaubuli und dem geht es drei Tage danach besser und nach 5 Tagen ist der Schnupfen geheilt dann war es ganz klar das Glaubuli dass dieses "Wunder" vollbracht hat.
Immerhin mit dem praktischen Nebeneffekt das man deswegen das Wunder auch in Rechnung stellen kann.


(Wenn bei einem Auto der Auspuff qualmt und man steckt einen Korken hinein, damit es aufhört und glaubt, sein Auto sei jetzt wieder heil - das macht doch kein Autobesitzer, oder? )


Ein Homöopath würde hingegen (gemäß homöopathischen "Ähnlichkeitsprinzip") ein brennendes Räucherstäbchen in den Auspuff des "kranken" Autos schieben.

Denn schließlich verursacht so ein brennendes Räucherstäbchen im Auspuff von "gesunden" Autos ähnliche Symptome wie beim "kranken" Auto - nämlich viel Qualm aus dem Auspuff.

Was die Ursache für den vielen Rauch aus dem Auspuff des "kranken" Autos ist spielt hingegen aus homöopathischer Sicht absolut keine Rolle.

Homöopathie ist eine ausschließlich an Symptomen orientierte Pseudolehre - was die Symptome verursacht interessiert die Homöopathie nicht denn sie "weiß" ja eh dass (egal ob Schnupfen oder Hirntumor) eine "Verstimmung der Lebenskraft" der Grund ist

Hngegen habe ich noch keine Kfz-Werkstatt ("Schulmedizin") kennengelernt die versucht hätte das Problem mit einem Korken im  Auspuff zu lösen....



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Ich bin auch dagegen, aber nicht aus dem gleichen Grund: nur weil dann die Preise nach oben purzeln. Echte Homöopathie ist sehr günstig, die Mischungen künstlich viel zu teuer. In Österreich wird sie von der KKK nicht bezahlt, nur von Privatversicherungen.

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