Wieso wurden Plattenbaugebiete zu soz. Brennpunkten?

5 Antworten

Zu DDR-Zeiten waren Wohnungen in Plattenbauten begehrt, weil der Komfort  (Einbauküchen, Bad, Zentralheizung) dort besser war als in den heruntergekommenen Häusern aus der Vorkriegszeit. Heruntergekommen deswegen, weil der Staat als Eigentümer der alten Häuser (nach Enteignung der vorherigen Besitzer) nichts für eine Modernisierung tat. Die Mieter hatten ja keine andere Wahl, als in den Wohnungen zu bleiben.

Der Nachteil der Plattenbauten war deren schlechte Bauqualität: Dünne Betonwände, undichte Fenster, nicht regulierbare Heizkörper. Statt die Temperatur der Heizkörper zu regulieren, öffnete man im Winter die Fenster. War ja egal, Heizung würde nicht nach Verbrauch abgerechnet. 

Nach der Wende wurden dann zuerst die Altbauten saniert, und wer es sich leisten konnte, zog dort hin.

Die Quelle ist leider nur mein persönliches Gedächtnis. Ich bin zwar ein Wessi, habe aber nach der Wende einige Wohnungen gesehen und mit den Mietern gesprochen. 

Hast du mal in einem gewohnt?
Dann könntest du dir die Frage selbst beantworten.

Die Wohnungen haben Mindestmaß an Fläche, sind hellhörig und im Grunde preiswert.

Je nachdem wie viele Stockwerke vorhanden sind bekommst du viele Leute auf wenig Fläche unter. Bei vielen Familien mit vielen Kindern ist der Rest erledigt.

Aber nicht alle Neubaugebiete sind Brennpunkte.

In der DDR wurden die Leute mit einer Wohnung in der Platte "belohnt". Dort lebte also nicht die Unterschicht, sondern eher die gut ausgebildeten Leute. 

Nach dem die Grenze offen war, gingen die Besten dieser Leute in den Westen oder sie gründeten eigene kleine Firmen im Osten und zogen dann in eigenen Wohnraum um. Auf jeden Fall verließen beide Gruppen die Platte. 

Zurück blieben Alkoholiker, allein stehende Frauen mit Kindern oder kinderreiche Familien ohne Geld und ohne Zukunft. 

Heute leben wieder mehr und mehr "normale" Leute in der Platte. Denn die Wohnungen sind qualitativ relativ gut, haben eine gute Anbindung an die Innenstädte und eine gute Infrastruktur. Zudem sind die Mieten relativ günstig.

warum gab es in der ddr nur plattenbau?

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