Wieso wurden Elektronenröhren in der Rundfunktechnik länger verwendet als anderswo?

7 Antworten

Röhren haben eine wesentlich höhere Grenzfrequenz als Transistoren, deswegen wurden sie bis in die frühen 80er Jahre oft noch im Tunerteil verwendet z.B. in der Mischstufe und bei diversen Oszillatorschaltungen. Erst mit der Einführung des ersten Germanium-UHF- Transistors (AF239S oder AF139) änderte sich das. Jetzt gibt es Transistoren, welche bis weit in den Gigahertzbereich arbeiten. In der Sendetechnik werden Röhren heutzutage immer noch eingesetzt, meistens Tetroden oder Pentoden. In Mikrowellenherden zB. verrichtet ein Magnetron seinen Dienst, eine selbstschwingende Röhre im Kupfergehäuse, welche aus der Radartechnik kommt. Röhren werden heutzutage immer noch oft verwendet, in der Satellitentechnik, weil sie unempfindlich gegen die Strahlung aus dem Weltraum sind, sie sind Temperaturunempfindlicher als Halbleiter und geradezu prädestiniert als Sendestufen für höchste Frequenzen. Auch in modernen Röntgengeräten tun Röhren als Röntgenröhren ihren Dienst.....

und was waren die ersten Transistorgeräte ,--in meinem Fall Anfang 60 er Jahre -,-ein Grundig -Taschenradio --so schweineteuer --

Über 100 DM --:Ich mußte quasi ca 100 Std, dafür arbeiten . ------irgendwann gab es die Dinger umsonst von Firmen als Werbegeschenke ....

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Transistoren wurden 1949 etwa erfunden.Die ersten die ich in die Hand bekam waren Anfang der 60ger Jahre welche die knapp 10mW aufbrachten.Damit ging wenig.Man hat am Anfang wenig damit anfangen können.Auch ihre Grenzfrequenz lag bei ca 10Mhz...also nix mit UKW...sie waren sehr empfindlich und gingen schnell kaputt. Leistung und Frequenz haben sich nach oben verschoben aber auch heute erreichen sich lange nicht die Grenzwerte wie Röhren.Eingefleischte Audiofans schwören auch auf das oberwellenarme Spektrum und würden nie auf den Röhrenverstärker im Audiobereich verzichten.Für Transistoren spricht ,kleine Abmasse,einfache Spannungsversorgung und mittlerweile gute Leistungsparameter.

Weil Transistoren die unangenehme Eigenschaft besitzen zu schmelzen wenn die sich selber mit zig Kilowatt beheizen. Das innere von Röhren kann viele hundert bis tausend Grad heiß werden und die Energie in Form von Strahlung abgeben.

---als " Radiobastler " 60 er Jahre erlebt beim " Umstieg " von Röhren aut Transistortechnik :

Die ersten " Germanium-Transistoren " gingen oft schon beim Einlöten kaputt. Man mußte mit einer Zange am Draht die Hitze zwischen Lötstelle und Transistor abgreifen ..

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