Wieso wurde die Schweiz im 2.WK verschont?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das wäre militärisch zu viel Aufwand gewesen.

Davon abgesehen war die Scheizer Regierung ja auch sehr kooperativ.

Bei solchen ENtscheidungen geht es um die  Kosten/Nutzen-Analyse.

Und auf der Kostenseite steht das völkerechtliche Problem, einen neutralen Staat anzugreifen durchaus!!! Gegenbeispiele wie die Niederlande sind kein Argument, da die Niederland eben von großer strategischer BEdeutung waren! (Nutzen)

Schweiz, Schweden, Spanien waren wichtig für die deutsche Wirtschaft (Finanzpartner, Devisenbeschaffung, Rohstoffe) -> Nutzen

Für diese neutralen Staaten war der WK2 ein Ritt auf der Rasierklinge, es gab für alle diese Staaten grobe deutsche Pläne für eine mögliche Invasion - sollte es notwendig sein.

Generell gibst Du eine zu grobe Sicht wieder, die Schullehrbücher leider vermitteln: "Hitler nahm Länder in Besitz" . Das militärische Engagement der Wehrmacht in Norwegen, auf dem Balkan, in Nordafrika war aus der Not geboren, den Briten , die entgegen der ursprünglichen strategischen Planung nicht stillhielten, nicht in die Flanken der Achsenmächten einfallen zu lassen. (In Norwegen war man den Briten nur um STunden mit einer Invasion zuvorgekommen!) Um Eroberung ala Römisches Reich oder Kolonialisierung ging es bei diesen militärischen Handlungen nicht. Auch wenn man dann bei Gelegenheit natürlich die Länder ausplünderte, war die Besetzung der Gebiete wirtschaftlich ein Zuschußgeschäft für Deutschland!  

Also die Kosten für Einnahme und Besetzung eines Landes sind enorm - es bindet viele Divisionen, Verwalter, Beamte, Bau-Kapazitäten


Die Schweiz hat keine Bodenschätze, da konnte nichts ausgebeutet werden. Dann war unser Land für Nazideutschland aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen sehr interessant und nicht zuletzt waren die deutschen Machthaber an unseren intakten Transitwegen zum Achsenpartner Italien interessiert ... ja sogar angewiesen.

Was möchtest Du wissen?