Wieso wollen so wenig Deutsche Kinder haben/ bekommen. Das rächt sich doch spätestens im Ruhestand?

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16 Antworten

Diese Frage wird perfekt und recht ausführlich beantwortet im Buch von Eberhard und Eike Hamer: "Der große Crashratgeber". Darin wird auch das Problem mit dem Generationenvertrag und der Rentenumlage beschrieben. Obwohl das Buch eher als Finanzratgeber zu lesen ist, wird dennoch sehr klar beschrieben wie als Folge der 68-er Bewegung in der Nachkriegsgeneration ein Unwillen gewachsen ist, die Denk- und Lebensweise der Eltern zu übernehmen. Es waren ja schließlich die Eltern, die Deutschland und halb Europa in Schutt und Asche gelegt hatten.

Die "Selbstverwirklichung", das "Kommuneleben", die neue Lebensmöglichkeiten, die mit Nachdruck geförderte Studiermöglichkeiten für Frauen, und danach die Grünen mit ihren fixen Ideen von der Unvereinbarkeit von Umweltschutz und Kinder haben (mehr Menschen machen mehr Dreck) haben alle dazu geführt, dass viele Paare auf Fortpflanzung verzichtet haben. Weniger aus Kostengründen, zumindest nicht zu der Zeit, als es noch die "fette Jahre" waren.

Die wenige die sich an Kinder wagten, waren nach einem Kind meistens seh frustriert, das es an Kinderbetreuungsplätze fehlte. Als ich 1976 nach Deutschland kam war ein Thema in einem der ersten Sendungen die ich im Fernsehen sah: "Die Notwendigkeit mehr Kindergartenplätze zu schaffen". Das ist vierzig Jahre her. Weder Helmut Schmidt noch unter Schröders Rot-Grüne Koalition wurde da Abhilfe geschaffen, wo es doch gerade diese Parteien waren, die am lautesten nach "Studienplätze für allen", Frauenrechte etc. schrieen. Aber emanzipierte Frauen wollen zwar arbeiten gehen, können ihre Kinder aber nicht ans Bett fesseln, also verzichteten sie auf Kinder. Die CDU hat zwar auch eingeschwenkt auf die Welle der Frauenrechtler, war aber ursprünglich eher der Meinung, dass es auch reichen sollte, wenn es ein Hauptverdiener in einer Familie gibt.  So haben sie die Frage nach der Kinderbetreung eher nachrangig behandelt.

Der Einbruch der Zahlen beim Nachwuchs ist entstanden durch eine komplett falsche Familienpolitik. Das bisschen Kindergeld ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. 

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Schau dir das Leben noch vor 20-30 Jahren an und heute. Wenn du heute im Recht bist, dann überlegst du dir vor Gericht zu gehen, weil das eben ne Stange Geld kostet. Es ist im "normalen" Leben nicht anders. Hast du für 100 Mark deinen Einkaufswagen gefüllt, war er voll bzw. einiges hat nicht mehr reingepasst und heute zahlst du schon alleine bei Zugfahrten das 20-fache.

In anderen Worte... ein Kind kostet Geld und Zeit. Wir haben zwar nicht weniger Geld als vor ein paar Jahren aber die Preise gehen in die Luft, dazu arbeiten viele länger und/oder verlieren 2-3 Stunden alleine für den Weg. Frag mal die Jugend von heute (~15) was ein JUZ ist - ich bin mir sicher 50% haben noch nie davon gehört und damals hatte jedes Dorf so etwas, zumindest hier bei uns.

Es gibt Länder, die das Problem erkannt haben. Putin zum Beispiel hat sich hingesetzt und nach einer Lösung gesucht, sich islamische Länder wie Libyen angesehen und das Problem bereits heute gelöst.
Wenn ein Kind geboren wird, dann kommt jemand vom Staat und gibt dir einfach mal 5000€ in die Hand, als Starthilfe (ich glaube in Russland sind es bereits über 10.000€). Würdest du das mit Deutschland vergleichen, dann wäre das hier in etwa das dreifache (verglichen am Lohn) - also rund 30.000€.

Auf der anderen Seite wird das Ego hier immer größer. Schaust du dir Sendungen an, welche auf RTL2 laufen, dann hast du eigentlich Angst alt zu werden. Die Rechnung gibt es dann, wenn du älter wirst. Wer mal in ein Altersheim geht, um dort zu helfen, der kann nur traurig werden, wenn er dort mit den Leuten spricht.

Als Exportweltmeister brauchst du aber Arbeitskraft und wenn jedes Jahr 200.000 - 300.000 sterben, es immer mehr Menschen gibt, welche ü65 sind, dann brauchst du Ausländer, um das auszugleichen, da es sonst auseinander bricht.

Zu sagen "die Bildung ist wichtig" ist gar nicht mal so falsch aber das Argument "die Bildung leidet darunter" ist einfach nur lächerlich.

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Kinder = Zukunft = Vorsorge = Anti-vergreisung = fördern Wachstum

Welch eine Logik!

Kinder = wenig Geld mit dem man leben muss = keine Vorsorge = keine Ausbildung + kein Job für die Kinder + man muss die Kinder noch wenn sie älter sind mitversorgen = fördert Arbeitslosigkeit

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Kommentar von 2233569
02.03.2017, 19:08

So ein Blödsinn stell dir Mal vor deine Eltern hätten so gedacht !

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Kommentar von alphonso
02.03.2017, 19:52

Was hat er denn für eine Ausbildung?

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"Wieso wollen so wenig Deutsche Kinder haben" weil zu wenige Anreize dazu gesetzt werden.

"das Rächt sich doch spätestens im Ruhestand?" Möglicherweise, vielleicht wird es aber auch durch die Digitalisierung und den technischen fortschritt ausgeglichen 

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Kommentar von Kajawizu
02.03.2017, 18:56

warum verteufelt man dann die deutschen das sie nicht geburtenfreudig sind, wenn man andererseits aber absichtlich anreize dagegen setzt?

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Kommentar von ehrsam
02.03.2017, 19:07

Sorry, an den Anreizen kann es wohl nicht liegen,
wenn ich nachdenke wie schwierig wir es hatten 1960-1970 und trotzdem 2 Kinder.
Auf einen Ausflug hörte ich mal auf ein Gespräch mit der Diskussion
wir können uns keine Kinder Leisten, zur gleichen Zeit kaufte er sich einen Bonsai für 1700 €.
Sorry, wenn man da keinen dicken Hals kriegt.
Ich glaube Anreize sind heutzutage super gut, mit Kindergeld etc.

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Kommentar von alphonso
02.03.2017, 19:40

Richtig! Von den heutigen Verhältnissen könnten meine Eltern vor 40 Jahren nur träumen. Es gab weder Elterngeld noch Ganztagsbetreuung. Trotzdem haben sie zwei Kinder vernünftig groß ziehen können, gingen beide arbeiten und hatten dennoch Zeit für Kinder, Haushalt, garten und Urlaub.

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Nicht immer. Manche haben ja auch gar keinen Kontakt mehr zu den Eltern oder wollen die nicht unterstützten etc. Gibt viele Möglichkeiten. Es spielt auch der Partner eine Rolle. Ich möchte später nur Kinder haben, wenn ich einen Mann habe. Ich möchte das meine Kinder mit beide Elternteile aufwachsen die zusammen sind. Das kann auch ein Faktor sein. Kein Partner=keine (Wunsch)Kinder.
Klar kannst du auch durch ONS Kinder bekommen aber ich denke eher das du es so meinst

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Das ist ein gesellschaftliches Problem. Nur so zum Beispiel, bis zur Wende hatte die ehemalige DDR mit der Geburt von Kindern kein Problem. Nach der Wende aenderte das sich schlagartig, die Anpassung an den westlichen Standard fand sofort statt. Man braucht die Gruende hier nicht verklickern, jeder kennt sie.

Fakt ist, es sterben in DE jedes Jahr 220 Tsd. Menschen mehr wie geboren werden.

Die Chance: Grossspurig wurde von Politikern verkuendet, durch die Aufnahme der Fluechtlinge haben wir die naechsten 40 Jahre kein demoskopisches Problem mehr.

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Viele haben eben keine Lust Kinder zu bekommen und nicht jeder ist dafür überhaupt geeignet oder findet sie toll. Warum soll man Kinder haben, wenn man gar keine will? Jeder kann sein Leben so gestalten wie er es möchte.

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Das ändert sich gerade scheinbar. Die Geburtenrate steigt langsam an. Wir sind schon nicht mehr auf dem letzten Platz.

Das Problem liegt u.a. darin, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Außerdem will man den Kindern ja auch was bieten können. Daher wird oft Karriere vorgezogen, damit später genügend Geld für Kinderförderung und ein Haus da ist. Wiederum andere fürchten die Verantwortung die daraus folgt.

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Kommentar von Kajawizu
02.03.2017, 18:53

woran liegt das?

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Kommentar von martinzuhause
02.03.2017, 19:13

"Das ändert sich gerade scheinbar."

eigentlich ändert sich das gerade nicht. es bekommen die falschen immer mehr kinder. hier im haus leben welche: eltern beide alg2, sind aber gesund.

inzwischen 5 kinder, die drei in der schule wollen später das gleiche wie die eltern machne - also vom staat leben. was nutzen da die 5 kinder?

ein arbeitskollege , verheiratet, 2 kinder. monatlich über 600€ für kinderbetreung. da läuft was falsch

vllt wäre es eine lösung für kinder keine  sozialleistungen mehr in bar zu gewähren. dafür kita und alles kostenlos. dann bekommen vllt die rchtigen mehr kinder

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was nutzen dir 3 kinder je erwachsener wenn die meisten davon keine arbeit haben ? dann muss nicht nur ein rentner versorgt werden, sondern die drei kinder ohne arbeit auch noch

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Kommentar von alphonso
02.03.2017, 19:42

In Deutschland herrscht nahezu Vollbeschäftigung. Also was soll das dumme Geschwätz??

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Weil bei vielen die berufliche Karriere im Vordergrund steht.

Ich vertrete allerdings die Meinung, dass das Eine das Andere nicht ausschließen muss.

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Viele Kinderlose haben keine Lust, Verantwortung zu übernehmen. Im Egoismus lebt es sich halt sehr einfach! Das Gejammer wegen des Geldes kann ich nicht mehr hören. Hätten unsere Großeltern vor 70-80 Jahren so gedacht, wären wir heute ausgestorben. Wie viel Geld und welche Perspektiven hatten die damals??

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Es rächt sich zumindest finanziell gesehen nur gesamtgesellschaftlich, nicht für den Einzelnen, Vereinsamung im Alter ist ein anderes Thema, hängt aber auch vom Freundeskreis ab.

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Vllt in einem Agrarland... bzw in Entwicklungsland hat das halt die folge, dass noch mehr Menschen hungern müssen.

 

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Sowas nennt sich demografischer Wandel.

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Das ist beileibe kein Spezifikum der Deutschen, sondern aller entwickelten Gesellschaften mit hohem Lebensstandard.

Auch in Ländern, die sich dynamisch positiv wirtschaftlich und sozial entwickeln, kollabiert die Geburtenentwicklung. Siehe z.B. die der Türkei...

Möchte man das ändern, müsste man rigoros sämtliche Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben beseitigen und Kinder bekommen und haben in jeder Hinsicht massiv von betriebswirtschaftlicher Kostenstigmatisierung befreien...

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Kommentar von Kajawizu
02.03.2017, 19:16

genau damit dreht man ja den spies um, frauen die sich durch kinder kriegen benachteiligt fühlen sagt man einfach: bekommt keine kinder und macht karriere und lasst euch nicht unterdrücken, ihr könnt auch wie männer sein und müsst nicht im haushalt ... verweilen

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Kommentar von muhamedba
03.03.2017, 05:04

2010 73,722,988 +1.60%
2011 74,724,269 +1.36%
2012 75,627,384 +1.21%
2013 76,667,864 +1.38%
2014 77,695,904 +1.34%
2015 78,741,053 +1.35%
2016 79,814,871 +1.36%

Ja, die Türkei hat echt ein Problem.

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Ich hasse Kinder einfach, deswegen würde ich nie Kinder haben wollen :D

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