Wieso wollen sich Einzeller teilen bzw. sich vermehren?

4 Antworten

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Dieses "Wollen" ist kein Begriff der Darwinschen Evolutionstheorie, höchstens indirekt. Beispielsweise spricht Richard Dawkins von egoistischen Genen. Dies ist gewissermaßen ein anderer Begriff von "Wollen": Die Gene bringen die aus ihnen konstruierten Lebewesen dazu, für eine möglichst starke Vervielfältigung der Gene zu sorgen.

Die Darwinsche Evolutionstheorie kennt eigentlich nur den Begriff der Anpassung bzw. der Fitness. Alternativ dazu gibt es die modernere Systemische Evolutionstheorie: http://knol.google.com/k/systemische-evolutionstheorie

Die hat für das "Wollen" den Begriff des "Reproduktionsinteresses".

Das Problem ist nämlich, dass die Darwinsche Evolutionstheorie auf der Bevölkerungslehre von Malthus beruht. Malthus nahm an, dass alle Menschen so viele Kinder haben wollen, wie sie ernähren können. Darwin übertrug das auf die restliche Natur. Auch die Theorie der egoistischen Gene gemäß Dawkins nimmt nichts anderes an: Alle Lebewesen versuchen sich so oft zu reproduzieren (zu vermehren), wie es ihnen möglich ist. Man könnte sagen: Alle "wollen" maximal.

Die Systemische Evolutionstheorie hält das für falsch. Beispielsweise könnten sich die Individuen in sozialen Gemeinschaften arbeitsteilig verhalten: Einige setzen die Nachkommen in die Welt (sie haben ein hohes Reproduktionsinteresse), während andere ganz andere Aufgaben übernehmen (z. B. Nahrungssuche, Feindabwehr etc.).

Dieses Wollen, wovon du sprichst, heißt also in der Systemischen Evolutionstheorie "Reproduktionsinteresse". Bei ganz einfachen Organismen wie Einzellern ist dieses üblicherweise fest programmiert. Da laufen intern Programme ab, die z. B. messen, wieviel Energie und andere Stoffe angesammelt wurden. Wenn dann Schwellwerte überschritten sind, beginnt sich die Zelle automatisch (programmiert) zu teilen.

Nun fragst du, wo das Reproduktionsinteresse (das Wollen) herkommt? Das hat sich durch die Evolution ausgebildet. In der Evolution haben sich nur die Einzeller durchgesetzt, die über Programme zur automatischen Teilung, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, verfügen. Die Einzeller, die das nicht taten, schieden in der Evolution aus. Da die Programme bei Einzellern auf Genen beruhen, wurden sie vererbt.

Etwas lustig finde ich hier die Hinweise, nur höhere Lebewesen würden "wollen". Das ist aber nur eine unterschiedliche Feinheit beim Reproduktionsinteresse. Eine Frau würde z. B. denken, es wäre doch jetzt schön, ein Kind zu haben. Dann spricht sie mit ihrem Freund darüber. Der hat aber überhaupt keine Lust dazu. Sie ist dann enttäuscht, weswegen sie sich emotional von ihm löst. Irgendwann läuft ihr ein anderer Mann über den Weg. Schon bald stellt sie fest, dass der offenkundig sehr kinderlieb ist. Und schon nähert sie sich an ihn an.

Das ist das Gleiche, wie das Programm bei den Einzellern, nur halt viel viel komplexer mit viel mehr Variablen und Einflussgrößen.

Bevor irgendjemand das alles schluckt, sollte man folgendes wissen: Es gibt in der Wissenschaft übrigens keine Kontroverse darüber, ob die systemische Evolutionstheorie stimmt, oder nicht. Peter Mersch weigert sich bis heute, seine Theorie einer wissenschaftlichen Prüfung zu unterziehen.

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@DarkSepia

Wissenschaft? Meinst du diesen Club, wo es die Dr.-Arbeiten für Politiker umsonst gibt?

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@Ursulala

Das wäre nur lustig, wenn es Nobelpreise umsonst gäbe. Aber weder haben Doktortitel etwas mit Rechthaben zu tun, noch werden genauso vergeben, wie Artikel geprüft werden, sondern von Universitäten im Rahmen einer Ausbildung. Es gibt auch Diplome in Schöpfungswissenschaft, WEIL sich die internationale Wissenschaft nicht einmischen kann.

Ich meine viel mehr den Club, der uns täglich davor schützt, unwirksame Medikamente einer ernsthaften medizinischen Behandlung vorzuziehen, dass wir nicht funktionierende Maschinen kaufen, oder dass wir Opfer einer Ideologie werden.

Genau an diesen Club könnte sich Mersch einmal wenden, anstatt zu hoffen, dass niemand irgendwelche Fehler entdeckt. Wovor habt ihr bloß Angst?

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"Wollen" ist eine etwas kompliziertere Leistung, als einzelne Zellen vollbringen können. Die wollen nicht, die machen einfach, z.B. fressen sie und wachsen. Auslöser für Zellteilungen sind meistens gute Ernährung und das Überschreiten einer gewissen Größe. Einzeller, die nicht gelernt haben, sich zu teilen, brechen irgendwann auseinander und können sich nicht vermehren, d.h. sie sind ausgestorben bzw. haben sich nie entwickeln können. Auch die elementarsten Lebensvorgänge sind Ergebnisse der Evolution. "Wollen" ist eine Kunst, die erst Tiere mit einem großen Gehirn entwickelt haben.

"Wollen" ist eine Kunst, die erst Tiere mit einem großen Gehirn entwickelt haben.

Nie und nimmer ...

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Wenn etwas sich nicht vermehren will, stirbt es aus. Es genügt wenn 1 von 1'000'000 sich vermehren will, dann bekommt der Nachwuchs die Adaption, sich ebenfalls zu vermehren.

Das ist eben Evolution, wir wollen uns vermehren, weil es unsere Vorfahren schon gewollt und gemacht haben. Und deren Vorfahren u.s.w.

Leben Wir in einer Matrix Welt?

Hallo Community,

vorab möchte ich erwähnen, dass ich mehrere Fragen stelle, um deutlich zu machen, in welche Richtung so meine Gedankengänge gehen. Doch möchte ich auch darauf aufmerksam machen, wieso ich keine explizite Frage gestellt habe, ganz einfach weil ich der Meinung bin, dass solch komplizierte oder nennen Wir sie abstrakte Themen, nicht einfach so vermittelt werden können.

Ist unsere Humane Gesellschaft theoretisch nicht ein Organisches Geflecht aus Informationen, die sich durch durch neue Erkenntnisse vieler Individuen weiter entwickelt?

Ich denke, dass Wir nicht mehr ''nur'' als Individuen leben, sondern uns zu einem riesen Organismus entwickelt haben, so eine Art lebende Kolonie auf einem Planeten.

Doch was ist, wenn nur ein Individuum existiert bzw. durch seine Gedanken eine eigene Welt erschafft, in der es immer weiter neue Erfahrungen macht, ist das möglich? Wie kann das Individuum, wenn es so wäre, neue Erfahrungen machen, ohne wirklich reale Erfahrungen zu machen (als auch keine reale Fantasie besitzen, jedenfalls nicht in der vorgestellten Welt) und zugleich seine fiktive Welt weiter auszubauen?

Bsp: Ein Neugeborenes Baby, was nicht hören,sehen, riechen, fühlen (nicht emotional) und schmecken kann. Dieses Baby ist zudem in einer art Koma, schon seit es im Mutterleib ist. Im laufe der Zeit wird das Baby älter und entwickelt ein ''Bewusstsein'', es ist und war aber die ganze Zeit im Koma. Wäre es somit nicht möglich, dass ein Baby, Kind, Erwachsener in diesem Fall im Schlaf (Koma) eine art Matrix entwickelt hat?

Sicherlich werden alle oder fast alle diese Fragen beneinen, was auch kein Problem ist, jedoch ist mir dieser Gedanke mal gekommen, deswegen bitte ich um Verständnis und um Sachliche als auch nicht angreifende Kommentare, vielen Dank.

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