Wieso wollen Ostdeutsche (20,1%) die AfD deutlich häufiger als Westdeutsche (8,3%) wählen?

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Das ist das Texas Phänomen. Wenn du in deinem Freundeskreis 3 Türken und einen Muslim hast, dann hast du nichts gegen ausländer.

Wenn du aber niemals einen Ausländer gesehen hast, dann ist es viel einfacher, Angst vor denen zu haben. Du bist viel einfacher beeinflussbar von Menschen die dir erzählen wie gefährlich Ausländer sind.

Gleiches gilt in den USA mit Mexikanern und schwarzen. In den Einöden Von Texas kennen die Menschen keine Einwanderer, und so können sie Angst davor haben. Wer in NY wohnt der arbeitet wahrscheinlich tagtäglich mit mehreren Menschen aus allen Nationen und hat selbstverständlich keine Angst vor ihnen.

Deshalb wählen die amis in den Städten Blau und auf dem Land Rot.

In Deutschland funktioniert es ähnlich. In Sachsen gibt es am wenigsten Flüchtlinge, deshalb ist die Angst dort am größten.

Weil die Mentalitäten zwischen West und Ostdeutschen oftmals verschieden sind. Genauso wie die Mentalitäten zwischen Amerikaner aus Nord und Südstaaten oftmals anders ist. Andere Region, andere Umwelteinflüsse, andere Historie, andere Realitäten.

Wobei Berlin da wohl eine geographische Ausnahme bildet.

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Vielleicht möchten einige (!) Ex-DDR‘ler uns damit zeigen, das sich seit der ddr -für sie!- nicht allzuviel geändert hat..?

mit mehreren Kollegen sich einen Arbeitsplatz teilen - das war früher so, ubd heute heißtest ‚Maßnahme‘ Und kommt vom Jobcenter, den privaten Konsum in Bezug auf Luxus runter fahren (früher fehlte die D-Mark, heute der Euro, zumindest in der benötigten Menge…)

Dadurch kommt halt die Erkenntnis, das früher eben nicht alles. ‚Besser‘ war… und was kommt, wenn der Sozialismus einen nicht glücklich machen konnte, und der Kapitalismus auch mit einem lästigen Übel untrennbar verknüpft ist, das viele von denen auch nicht wollen - ARBEIT! ?

dann probiert man es halt mit System Nummer drei… dem Faschischmus … da reicht es -in deren Augen- wenn man laut krakelt und Stärke vorspielt

am Ende sind es ganz ganz arme wichte die nichts in ihrem Leben auf die Kette bekommen …

Weil der Westen den Osten ausbeutet, das begann schon nach der Wende und ist auch mit ein Grund warum dort mehr die AFD wählen.

1994 wird die Treuhand geschlossen. Ihre Bilanz: mehr als drei Millionen vernichtete Arbeitsplätze und ein Schuldenberg von sage und schreibe 264 Milliarden D-Mark.
Die Geschichte der Treuhand ist aber vor allem eine Geschichte einer gigantischen Umverteilung: Das einstige Volkseigentum ist zu 85 Prozent an Westdeutsche, zu 10 Prozent an internationale Investoren und nur zu knapp 5 Prozent an Ostdeutsche übertragen worden.

https://www.mdr.de/zeitreise/treuhand110.html

in Westdeutschland hat man diese Sauerei nie in den Unterricht eingebaut sondern still schweigend alles unter den Teppich gekehrt. Das ist mit der Grund warum im Westen kaum einer den Osten versteht wegen unwissen. Im westen glauben alle an die "Friede freude Eierkuchen" Vereinigung und Mauerfall und wundern sich dass dort die AFD gewählt wird.

Das war unfair, da gebe ich dir recht.

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Das ist die grosse Frage. Ich vermute es hat mit den Besatzungsmächten zu tun.

Falls nicht denke ich das Ostdeutsche Misstrauischer sind aufgrund ihrer Geschichte und politische Punkte mehr hinterfragen. Und siehe da die AfD schneidet gut ab. Westdeutsche sind anfälliger für Medienpropaganda. Hier im Forum werden ja Zeitungsartikel als Quelle des Wissens dargestellt.

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