Wieso wird Sport in der Schule bei allen gleich bewertet und keine Rücksicht auf benachteiligte genommen?

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14 Antworten

Warum begrenzt Du diese Frage auf den Sport? Das Übel ist doch, dass überhaupt verglichen und bewertet wird. Nur ist dies leider die Funktion der Schule. Das fällt unter die dritte der nachfolgend genannten Funktionen:

  • Vorbereitung auf (berufliche und gesellschaftl.) Anforderungen
  • gesellschaftlich erwünschte Verhaltensweisen (Erziehung)
  • Selektion (man kann auch Auslese sagen) und Zuweisung sozialer Positionen in der Gesellschaft
  • Sicherung der Loyalität gegenüber dem Staat

Das es dabei nicht gerecht zugeht, versteht sich von selbst. Dies wird jedoch billigend inkauf genommen. Jenseits aller sonntäglichen Sprechblasen von individueller Förderung u. ä. ging in der Schule noch nie um das Individuum.

Gruß Matti

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Sport als Schulfach ist schon etwas spezielles. Wenn man nicht so sportlich ist wird man eher eine schlechte Note bekommen und hat im Vergleich zu anderen Fächern weniger Möglichkeiten etwas dafür zu tun, dass man besser wird, finde ich.

Wenn man Probleme mit Biologie hat kann man Nachhilfe nehmen, Wenn man Probleme mit Mathe hat kann man üben, üben, üben. Für den Schulsport in der Freizeit Kugelstoßen oder Hochsprung zu üben ist da schon komplizierter.

Man sollte die Note im Schulsport nicht zu wichtig nehmen. Für eine 5 oder eine 6 müsste schon etwas gewaltig schief laufen, denke ich. Man sollte einfach sein Bestes geben und wenn man dann die Note 3 oder 4 erreicht ist das auch nicht weiter Schlimm. Später wird das kaum relevant sein.

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Kommentar von regenbrause19
18.05.2017, 00:34

Naja, für die nächsten 2-3 Jahre ist es schon relevant um eine Ausbildung zu finden oder für den weiteren Berufsweg.

Das unfaire daran ist aber, dass jemand, der eine 1 in Sport bekommen hat, theoretisch in wenigen Monaten 50 Kilo zunehmen kann. Im Zeugnis steht die 1, aber wenn er wieder Sport machen würde, hätte er mit 50kg mehr eine 6 bekommen.

Andersrum ist es genau so. Jemand der in Sport schlecht war, kann trainieren und wenige Monate später sportlich sein.

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Eine schlechte Sportnote wird wohl kaum jemandem die Zukunft versauen.

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Dabei geht es doch aber in sport.

Die körperlich schwachen werden mit der zensur für den arbeitgeber als "weniger stark" markiert. Wenn jetzt jemand 300 kg hätte und sich z.B. bei der polizei bewirbt, sehen diese auf dem zeugniss "sport 1" und denken dann das er sportlich wäre. Während ein dünner sportlicherer typ mit 2 den job nicht bekommt.

Das wäre so ähnlich wie als würde man in mahte benachteiligtenausgleich machen. Jeder hat eine 2 in mathe, aber der eine ist ein mathegenie und der andere kann nicht mal wirklich zählen... wenn sich jetzt beide für ein job bewerben, in dem mathe wichtig ist, haben die arbeitgeber keine ahnung wer nun gut und wer schlecht ist

Mal davon abgesehen sollen noten ja nicht nur bewerten, sondern auch fordern/motivieren. Wenn du 300kg wiegst und in sport immer eine 2 bekommst, strengst du dich irgendwann nicht mehr richtig an.

Außerdem wird in sport auch das Engagement bewertet

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Kommentar von regenbrause19
18.05.2017, 00:11

Für so etwas gibt es Vorstellungsgespräche und Einstellungstests. Bei einem Vorstellungsgespräch würde ja sofort auffallen ,wenn jemand 300 Kilo hat.

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ich finde schon das es darauf Rücksicht genommen wird, habe noch nie erlebt das jemand der krass unsportlich eine 5 oder 6 bekommen hat wie du es sagst, nicht mal von den unsportlichen und faulen.. wenn unsportliche sich anstrengen und der Lehrer das sieht, kann er es auch schaffen eine 2 zu bekommen, vorallem im Abi können die unsportlichen dann bei den Klausuren richtig Punkten

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Kommentar von mastermind2016
18.05.2017, 00:38

Kommt auf den Lehrer an...ich hatte beide Extreme: Einen der nur nach Ehrgeiz bewertet hat und eine Lehrerin, die nur nach ihrer Tabelle bewertet hat. Aber hast recht, in den meisten Fällen ist es schon so wie du schreibst.

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naja stell dir vor jemand wiegt 300 kilo und kann nichtmal ein bein vors andere bewegen und der Sportlehrer trägt dir ne 1 ein weil du trotzdem alles gegeben hast... irgendwie passt das doch nicht

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Kommentar von regenbrause19
18.05.2017, 00:14

Ja schon, aber in so einem Fall wäre es besser Sport gar nicht zu benoten.

Wenn ein 300 Kilo Schüler in allen Fächern eine 1 oder 2 hat und in Sport eine 6 bekommt, hat er keinen Abschluss und bekommt nie einen Job. Falls der Schüler sehr intelligent ist, könnte er dadurch niemals Abitur bekommen.

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Ach komm, unverschuldetes Übergewicht ist doch eher selten. Und ich war zum Beispiel immer der Kleinste in der Klasse, und bin trotzdem höher und weiter gesprungen als die großen der Klasse. War allgemein in allem besser. Bis auf das wo es um reine Kraft ging, wie Kugelstoßen oder dergleichen.

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Trainingswissenschaftlich gesehen ist der Sportunterricht an den Schulen sowieso Schwachsinn.

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ach nöö - was soll denn noch alles in einer grundbewertungen berücksicht werden? kind hat eine nhamster gehabt oder mußte mit hundeli gassi gehen???

über benachteiligte kann man sich trefflich streiten, aber es müssen eckpunkte einfach gelten. eine norm ist nix schlechtes und benachteiligte nix neues.

aber wir sollten mal über die berühmte kircheim dorf nachdenken.

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Ich finde auch dass körperliche Benachteiligungen in Sport stärker berücksichtigt werden sollten. .

Meine Lehrer haben aber durchaus auf Faktoren wie Einsatz, Disziplin, Teamfähigkeit, Fairness etc. geschaut.

Natürlich sollte aber auch die Leistung nicht völlig unberücksichtigt bleiben. Diejenigen die besonders begabt waren, haben auch meist die 1er erhalten. Wenn jemand zumindest regelmäßig Einsatz gezeigt hat, gab es i.d.R. zumindest eine 3 (bei manchen Lehrern auch so gerade eine 2).

Die Noten 4-6 wurden bei uns meist nur verteilt, wenn jemand sich kaum angestengt hat etc..

Eine 3-4 in Sport wäre in einem Beruf wo Sport nicht an erster Stelle steht auch kein "Beinbruch".

Darüber garkeine Note zu geben kann man auch diskutieren. Ich finde Sport grundsätzlich wichtig und Schulsport sollte injedemfall erhalten bleiben.

So wird sichergestellt dass sich die Schüler mehr bewegen und es fördert Kompetenzen wie Teamfähigkeit. Dies sollte in Sport m.M.n. auch im Vordergrund stehen.

Man könnte Schülern die besondere Leistungen zeigen auch am Ende des Schuljahres entsprechend auszeichenen und es im Zeugnis entsprechend vermerken.

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alle jammern sie das man nicht gleichberechtigt behandelt wird. Doch wen es dan hart auf hart kommt heißt es ja aber ich hab dies oder bin so uzw.

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Unverschuldet Übergewicht?

Abgesehen davon bin ich mit dir einverstanden, ich finde auch, dass das Engagement der Schüler mitbewertet werden sollte, also wenn man sieht, dass sich jemand wirklich anstrengt, dann sollte sich das auch in der Note widerspiegeln. Bei uns war das zum Glück auch so und man konnte die Note auch mit einer Präsentation verbessern.

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Kommentar von mastermind2016
18.05.2017, 00:35

Mit dem Übergewicht ist das so eine Sache ...da tragen bei Minderjährigen zu einem großen Teil die Eltern die Verantwortung, finde ich. Davon abgesehen ist Übergewicht im Schulsport jetzt auch nicht soo ein großes Hindernis.

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Also bei uns ging es weniger nach Leistung, sondern viel mehr nach Einsatz. Wer beteiligt sich, verbessert sich, hat immer seine Sachen dabei usw.


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Aber wie sollte man so an den Noten erkennen können, dass ein Schüler besonders unsportlich ist?

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Kommentar von regenbrause19
18.05.2017, 00:08

Um das zu sehen, kann der Arbeitgeber ein Praktikum verlangen.

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