Wieso wird nach Abschluss gezahlt und nicht nach Aufgaben?

11 Antworten

Ganz einfach:

Je höher der Abschluss und je besser die Noten, desto mehr hat man gelernt und desto größer wird die Wahrscheinlichkeit sein, dass die Arbeitsergebnisse dann auch von hoher Qualität sind.

Wenn jemand z.B. Software implementiert, kann der Code, den unterschiedliche Personen produzieren, ganz unterschiedlich gut wartbar sein. Je besser er wartbar ist, desto geringer sind für den Auftraggeber später die Wartungskosten (über die gesamte Nutzungszeit jener Software hinweg gerechnet werden sie ein Vielfaches der Erstellungskosten betragen). Es lohnt sich also, die Implementierungsaufgabe gut ausgebildeten Leuten zu übertragen, auch wenn man denen mehr zu bezahlen haben wird.

Im Studium hat man halt viele Tatsachen und Möglichkeiten kennengelernt, von denen weniger gut ausgebildete Mitarbeiter in aller Regel noch nie gehört haben.

Ganz einfach:

Wenn es so einfach wäre, dann wäre es ja überall so. Gibt aber durchaus Länder, die das völlig anders gestalten. In den Niederlanden oder in GB war meine Arbeitserfahrung so, dass die Abschlüsse eigentlich niemanden interessiert haben. Da wurde nach Können und Leistung bezahlt.

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@GedankenGruetze

Auch Können muss erst mal nachweisen, wer eine Arbeitsstelle sucht. Und dafür gibt es hatlt nur zwei Wege: Zeugnisse oder überzeugende Arbeitsproben (wobei letztere kaum einer gesammelt hat).

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@GedankenGruetze

Hab ich auch so aus Amerika gehört. Finde ich schade, dass es hier nicht so ist. Ein Kollege von mir hat seinen Dr. an der Uni Richtung Informatik und er bastelt jetzt Excel Tabellen. Er meinte ihm hätte inhaltlich das ganze studieren nichts gebracht, es war nur dafür da den Abschluss zu haben und so an interessante Jobs zu kommen.

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@Esxalon

Ist in vielen Bereichen so, ja. Ich selbst beschäftige viele ITler und suche einfach Leute, die die Arbeit können, die ich zu vergeben habe.

Mein bester "Mann" ist im Augenblick ein 21 jähriger Ungar, der mal mit 16 ein Auslandsjahr in Deutschland gemacht hat, kaum die Schule geschafft hat und nie auf ner Uni war. Er programmiert aber schon seit seinem achten Lebensjahr und das besser als alle anderen.

So jemand mag jetzt vielleicht die absolut krasse Ausnahme sein, aber es gibt viele Talente, die echt gut sind und in anderen Ländern werden die auch gerne genommen, während die in Deutschland leider oft auch untergehen.

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@Esxalon

Er hat sich ganz offensichtlich den falschen Arbeitgeber ausgesucht. Ideale Arbeitgeber für promovierte Informatiker sind die großen IT-Beratungs-Unternehmen.

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@grtgrt

Ach naja, ein großer weltweiter bekannter Konzern, 35std Woche und lockerer Gleitzeitregelung ist auch nicht soo schlimm. Er hat während seines Studiums Drillinge bekommen und meinte er wollte deshalb eine Arbeit machen die dahingehend locker aber nicht langweilig ist und trotzdem gut bezahlt. So hat er mir das jedenfalls erzählt.

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@Esxalon

Der Punkt ist halt: Selbst wenn er jetzt nur EXCEL-Sheets ausfüllt (als jemand aus dem mittleren Management), hätte er diese Stelle, wenn sie gut bezahlt ist, ohne seine gute Ausbildung ja wohl gar nicht bekommen. Dass sein Arbeitgeber ihn nicht so richtig zu fordern scheint, ist eine andere Sache. Er soll halt wohl in erster Linie Verantwortung tragen und steuern.

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Arbeitgeber sind bereit den vermeintlichen Wissensvorsprung eines MA zu bezahlen. Des Weiteren können Titel auch bei der Vermarktung hilfreich sein und es hat den Background der vermeintlichen Haftbarkeit. So wäre es z.B. ein no Go einen wissenden und könnenden Quereinsteiger einzustellen, da man als Verantwortlicher keinen schriftlichen Nachweis für sein können hat und somit für das Verhalten des MA haftbar gemacht werden kann, auch wenn die Handlung im Bereich der Tätigkeit und der Verantwortung des MA liegt. Gerade in der IT ist das ein heikles Thema.

Im praktischen gehen viele so damit um: Projekte machen und praktisches und theoretischen Wissen sammeln und dann entsprechend die eigene Kariere voran treiben.
Wenn du denkst, nur weil du aus deiner Sicht das Gleiche machst wie der Kollege mit besserem Abschluss und daher auch die gleiche Bezahlung verdienst, so mag das vom moralische Standpunkt ja richtig sein, ist jedoch tatsächlich wenig hilfreich und bringt dich nicht wirklich weiter.

Nun es ist eben so, das man auch heute noch in den meisten Fällen nach der Spitzenleistung der erbrachten Intelligenz bezahlt wird, hier halt der Abschluss als Bachelor oder Master auch Dr. oder etwas derartiges.
Ich persönlich hatte mal mit einem Dr. im Tätigkeitsfeld der Technologie zu tun der seinen Dr. in einem anderen Feld gemacht . Das erfährt man jedoch nur wenn man auch gezielt nachfragt.

Das ist leider aber schon seit Jahren so. Die Sache ist halt, dass man im Studium schon mehr lernt als in der klassischen Ausbildung. Und da ein Studium rein theoretisch gesehen schwieriger ist als eine klassische Ausbildung wird auch so gezahlt. Das einzige was einen dann trennt ist der Abschluss. Bei einer Weiterbildung gibt es ja bisher nur als Beispiel einen Fachwirt. Mittlerweile hat man das aber so geregelt, dass der Fachwirt, gleichzeitig auch noch einen Bachelor Professional bekommt, da die Inhalte ähnlich, aber nicht gleich sind.

Den Vorteil haben die Absolventen einer klassischen Berufsausbildung. Es gibt ja auch das duale System, also das duale Studium. Ist halt ähnlich wie jene Ausbildung, nur halt das du gleichzeitig ein Studium machst. Dahingehend hast du damit aber bereits Berufserfahrung.

Naja meinst du ein Bachelor Professional wird so angesehen wie ein normaler Bachelor? Ein Personaler könnte mit ersterem vielleicht gar nichts anfangen oder?

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@Esxalon

Das kann ich dir leider nicht sagen weil ich es nicht weiß. Die Sache ist halt, dass du mit einem oben genannten Abschluss mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt hast. Es gibt wohl auch FH die dich dann direkt zum Masterstudium zulassen würden. Welche das sind, keine Ahnung. Schau mal nach dem DQR, das ist der deutsche Qualifikationsrahmen. Ein Fachwirt ist mit einem Bachelor auf einer Ebene. Der Betriebswirt mit dem Master. Denke das das auch ein Grund war, warum man dafür ne schönere Berufsbezeichnung gemacht hat.

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Das geht nicht um Fairness und die Arbeit ist nicht die Schule, wo es für Leistung Noten gibt. Da gibt es so viele Faktoren. Die Region, die Branche, die Firmengröße, wie es der Firma geht zur Zeit wo eingestellt wird, wer zu dieser Zeit darüber entscheidet, wie gut der Arbeitnehmer verhandeln kann, seine Qualifikationen, seine Berufserfahrung, wie viele Arbeitnehmer es gerade am Markt gibt für den Bereich in der Region etc. pp. Da entstehen dann riesige Schwankungen.

Da macht dann ggf. der Kollege im KMU im Norden oder Osten zum Einstieg 24k p.a. während jemand im Süden in einer großen Firma in einer lukrativen Branche mit Studium ggf. mit 50k aufwärts einsteigt und ein Einhorn Glück hat und ein Remotejob bei einem Tech-Konzern aus dem Valley ergattert und 250k aufwärts macht. Und vielleicht machen sie fachlich quasi die gleiche Arbeit und sind gleich gut.

Letztlich verhandelt man das Gehalt ja eh bevor man weiß was der Arbeitnehmer kann und der weiß auch noch nicht wirklich wie es in der Firma läuft. Das alles sind nur Versprechungen, im Idealfall hat man ein wenig Papier um diese zu untermauern.

Aber es ist ja nicht so als wenn das Gehalt gekürzt wird, wenn die Leistung doch nicht so pralle wäre. Und genauso geht das Gehalt nicht zwangsweise hoch, wenn man wesentlich bessere Arbeit leistet, dafür sind meist Wechsel nötig usw. Wäre mir auch lieber, wenn das anders laufen würde.

Oh man du weißt gar nicht wie der staat bezahlt das ist zum aufregen

zb ei er mit matura bekommt automatisch 1/3 mehr egal wie schlau er ist oder dumm

Wenn einer in einer anderen einrichtung war zb post oder bundesheer und dort schon 20 jahre war kriegt der mei der neuen stelle glrichviel bezahlt als hätt er dort schon 20 jahre gearbeitet und einer der dort wirklich schon 10 jahte war kriegt um ne ecke weniger - kann aber den einschulen

Und man bekommt auch nicht nach leistung bezahlt sondern nur nach dienstjahren und ausbildung

Woher ich das weiß:Beruf – Ich beschäftige mich mit Geld für Geld 💸

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