Wieso wird mir deswegen Antisemitismus vorgeworfen?

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20 Antworten

Deine Frage, warum du mit dieser Frage konfrontiert wurdest, wäre eine, die du explizit deinen Professor stellen solltest. Dieser kann dir am ehesten Begründen, warum er dich dies fragte. Unter Umständen war diese auch weniger als Vorwurf zu verstehen, sondern eher als Prüfung deiner Intention - Antisemitismus ist schließlich auch heute noch ein Thema und endete nicht nach '45. Ausschließen kann man eine solche Motivation, hinter dieser Verweigerung nicht und diese zu ergründen ist prinzipiell nicht falsch.

Weiterhin ist Deutschland schlicht und ergreifend historisch vorbelastet, was den radikalen Antisemitismus betrifft. Das Resultat daraus ist eine besondere Sensibilität, die sicherlich an vielen Stellen streitbar ist aber von der Hand weisen kann man diese nicht. 

Schlussendlich ist das Spektrum der Motivation, eine solche Frage zu stellen, so vielfältig wie jenes, eine solche Schweigeminute zu verweigern. Entsprechend mein Rat: Frage ihn, deine Fragen werden sich so am ehesten beantworten lassen.

In den Antworten auf deine Frage, wurde auch die Verweigerung der Schweigeminute an sich aufgegriffen - ich möchte mich dazu ebenfalls äußern. An und für sich halte ich die Verweigerung für legitim und würde diese nicht verurteilen wollen. Eine Schweigeminute, so empfinde ich sie, ist ein intimer Moment, der den ehrlich Trauernden vorbehalten sein sollte. Sie ist ein Moment der Stille, indem man gemeinschaftlich einem oder mehren Toten gedenkt.

Dieser Moment sollte auch jenen vorbehalten sein. 

Einer Schweigeminute beizuwohnen aus einem "Gefühl des Zwangs" heraus oder auch ohne ehrlich zu trauern, ist nicht zielführend und eine Verweigerung anzuklagen, ist der Weg, der aus diesem Moment der Stille für Trauernde eine Anstandsveranstaltung macht, in der Anstand schwerer wiegt als Trauer. 

Das wird weder den Trauernden, noch den Betrauerten gerecht.

Ausgenommen ist natürlich die bewusste Störung einer Schweigeminute. Das ist ein Angriff auf die Trauernden und geht über die Verweigerung hinaus. Bereits vorher jedoch den Raum zu verlassen, ist völlig legitim in meinen Augen.

Kurzum - ich sehe keinen Antisemitismus in deiner Verweigerung, um allerdings zu verstehen, wie diese Frage danach zustande kam, solltest du deinen Professor ansprechen.

Liebe Grüße.

Stern für dich incoming, danke!

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@deraladini

Vielen Dank für das nette Feedback. Freut mich, wenn ich helfen konnte.

Liebe Grüße.

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vielen dank für diese Antwort

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Hi,- ich möchte mich mal bewußt in die Nesseln setzen und dir vom Grundsatz her beipflichten.

Auch ich möchte mir mein unabhängiges Denken nicht verbieten lassen - gleichgültig welche Schublade von welcher "Sortiermaschine"
auch immer da schon offen steht, um hineingesteckt zu werden. Ich finde deine Abneigung gegen Symbolik, die für Dinge steht mit denen ich nicht übereinstimme richtig. Ich finde es ebenso richtig da keine faulen Kompromisse zu machen und mit "offenem Visier" für die eigene Meinung zu stehen - egal gegen wen oder was das geht. Es ist ja gerade diese Form der "faulen Kompromisse" im Alltag, die, um mit Hannah Arendt zu sprechen, "die Banalität des Bösen" erst möglich macht und immer wieder das Schmiermittel darstellt, wie dieses Böse in die "gepflegte Welt des braven Bürgers" hineinsickert.

Trotz aller Historie in Sachen Israel gibt es keinen Grund, das Schlechte Gut zu nennen. Da hast du recht.

Was die israelische Politik macht ist, freundlich ausgedrückt, Apartheid a la Süd-Afrika der 60iger Jahre. Aber in jedem Fall ist es Unrecht und es gibt gute Gründe, Perez als Teil dieses Unrechts zu sehen. Und ein Problem besteht auch sicher darin, dass diese israelische Politik Israel mit Jüdisch immer wieder gleichsetzt. Und auch das ist falsch - aber wirksam. Insofern ist es deine Aufgabe, zwischen jüdisch und israelisch zu unterscheiden und auch zwischen den 40% der Israelis, die einen gerechten Frieden mit den Palestinensern anstreben und den 60%, die aktuell auf dem Größenwahn-Trip sind - so wie "die" USA nicht = Trump sind und Deutschland nicht = 33 bis 45 oder = Lederhose und Sauerkraut ist.

Ich kenne dich nicht. Aber wenn du diese Haltung auch lebst wenn du Zeuge anderer Ungerechtigkeiten in deinem Alltag wirst - auch derer, denen du dich verbunden fühlst - dann: Hut ab! Es sind nie die vergleichsweise kleinen Gruppen der "Protagonisten des Grauens", die dem Bösen die Entfaltungsmöglichkeiten geben sonder die Buckel derjenigen die mit ihren "kleinen schmutzigen und selbstberuhigenden Kompromissen" die Bühne für ihre Show bilden. - Bleib so. ;-)

Gruß

Danke und keine Sorge ich vertrete immer meine Meinung, mir egal ob es anderen gefällt oder nicht.

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@deraladini

Na dann ist ja alles gut ;-) - Und ja: dein Prof hatte nicht das Recht, dich zu einer Bekundung zu nötigen, die a) nicht die deine ist und b) für den intellektuellen Anspruch eines Prof´s auch eigentlich sehr unreflektiert daherkommt. Perez war Teil dieses Systems. Er hat keinen Respekt verdient. Eindeutiger wäre es allerdings im Fall Netanjahu gewesen. Der ist nicht besser als jeder andere "Fascho", den die Geschichte kennt.

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@deraladini

Das ist dir unbenommen. Dann akzeptiere auch die Tatsache, dass Menschen den Islam kritisieren - wenn es ohne Polemik stattfindet, hast du auch diese Meinung zu tolerieren.

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@SturerEsel

Ich hoffe, dass in deinem Fall nicht "Nomen est Omen" gilt. Wenn du meinen Beitrag gelesen hast wirst du feststellen, dass ich die unabhängige Haltung hervorgehoben habe. Einzige Bedingung: sie sollte qualifiziert sein und nicht nur affektives Gepöbel.

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Ihr könnt den islam kritisieren, auch wenn ich nicht verstehe was das hiermit zutun hat? Die hauptsache ist das man sachlich bleibt und das tun die wenigsten, aber mir ist das sowas von egal, ich lebe meinen glauben so oder so.

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Im Prinzip hast du doch genauso empfindlich reagiert, wenn du die Nachfrage gleich als Unterstellung siehst.

Wenn deine Schilderung so stimmt, habt ihr das Problem doch vorbildlich gelöst, wie es sich für zivilisierte Erwachsene gehört.

Du hast eine Reaktion gezeigt, die der andere nicht einordnen konnte. Also hat er neutral nachgefragt und dir die Gelegenheit gegeben, das zu erläutern. Das ist das Gegenteil von Unterstellung.

Dann hast du deine Haltung sachlich erläutert und der Prof. hat sich das angehört, ein sachliches Urteil gefällt und hat deine Meinung akzeptiert bzw. sich davon überzeugt, dass du eben kein Antisemit bist. Und das obwohl ihr in der eigentlichen Sache, nämlich den verstorbenen Ministerpräsidenten zu ehren, völlig gegensätzlicher Auffassung wart.

Wo ist das Problem?

Ja der Professor ist auch ein guter, ich frage mich nur wieso halt bei Juden Antisemitismus unterstellt wird. wäre derjenige Christ was hätte er dan gefragt?

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@deraladini

Die reagieren halt auf Antisemitismus sehr empfindlich, was ich auch verstehen kann. Genauso reagieren aber auch wir empfindlich auf die Nazikeule.

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Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen was sie nicht hören wollen.

Das ist leider der normale Reflex, man ist israelkritisch und wird sofort mit der Antisemitenkeule erschlagen. Dabei ist es von enormer Bedeutung Israel permanent daran zu erinnern, daß im eigenen Land Unrecht geschieht. Das hat nichts mit Judenfeindlichkeit zu tun, aber es ist für manche so bequem.

Leider verlernt die junge Generation in Israel gerade wegen solcher Betonköpfe, Kritik an Israel und dem Judentum auseinanderzuhalten.

Evelyn Hecht-Galinski sagt Dir etwas ? Sie ist selbst Jüdin, ihr Vater war Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland. Sie ist auch israelkritisch, dafür ignoriert Israel sie. Gerne würde man sie dort mundtot machen, aber sie steht wie ein Fels und schweigt nicht zum Unrecht.

Du bist in bester Gesellschaft.

Wenn der nächste deutsche Politiker stirbt, empfehle ich Dir eine Gedenkminute für ihn auszurufen.

In diesem Punkt sind Juden einfach wahnsinnig sensibel.

Ich glaube das kann man gar nicht wirklich erklären, aber das was daamls im 3.Reich geschehen ist, war so verletzend, das diese Verletzung von generation zu Generation übertragen wird. Und die Angst, das so etwas wieder geschehen kann, sehr groß.

Damals wurden Juden, die seid Generationen in Deutschland gelebt haben, die assimiliert und integriert waren, die für Deutschland im 1.WK gekämpft hattenm die sich als Deutsche fühlten nur und wirklich nur auf Grund des Glaubens diskriminiert, verhaftet und getötet.

Ich glaube, diese Angst ist so unendlich groß, das man heute da einfach sehr empfindlich ist.

Gut und bewundernswert, das der Professor später mir dir darüber geredet hat und sich nicht schmollend verzogen hat. Alle Achtung, auch dir, das du deinen Standpunkt vertreten hast!

Danke, ich verstehe mich auch gut mit ihm, er schätzt an mir grade meine ehrlichkeit und das mit den juden ist tragisch, das stimmt.

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Ich finde, wenn man an einer Schweigeminute nicht teilnehmen will, dann soll man dafür sorgen, dass man zum fraglichen Zeitpunkt nicht im Saal ist, und kein Theater machen.

Wenn man schon drinnen ist, dann muss man halt mitschweigen, alles andere verstösst gegen den Anstand, finde ich. Tut ja auch nicht weh.

Man kann dann schon im Nachhinein thematisieren, was man von der Person hält.

Im übrigen hat Peres sich während seiner gesamten politischen Karriere sehr für die Palästinenser eingesetzt. In de 90er Jahren ist er durch die Welt gezogen, um Spenden für den sich aufbauenden palästinensischen Staat zu sammeln, er ist war ein grosser Anwalt für die palästinensischen Anliegen, sowohl in Israel als auch in der Welt, vielleicht manchmal zu einem Grad, der geradezu naiv war. Er hat sich 94 für die Bewaffnung der palästinensischen Polizei eingesetzt, was dann zu einer Riesen-Attentats-Welle in Israel führte, weil in der Westbank jeder eine Knarre hatte (so Amira Hass).

Geschichtsbedingt. Solche achen bleiben lange haften und brenne sich tief in das kulturelle Gedächtnis aller Beteiligten. Es ist klar, dass viele Juden keine gleichberechtigte Behandlung erwarten und auch viele nicht-Juden das so sehen. Was soll man machen. Es ist verständlich. Nicht zuviel aufregen, klar argumentieren und sich seine Gedanken nicht verbieten lassen und auch nicht sie offen zu äußern.

Und wenn der Professor um eine Schweigeminute bittet, dann ist das sein persönliches Anliegen, denn es hat nichts mit dem Lehrbetrieb zu tun und - völlig richtig - er kann dich nicht dazu zwingen.

Ich würde aber nicht zu hart mit den Anti-Anti-Semiten ins Gericht gehen. Ich kann sie verstehen. Nur eben sollte man klar seine Meinung sagen, ohne dass ich verlangen würde, dass sie sich jetzt fundamental ändern. Nur dass sie die Situation anerkennen, dass die Sonderbehandlung ein kulturelles und historisches Produkt ist, das keine absolute Wahrheit verlangen kann.

Step by step and nobody will be hurt

Wieso? Dir wurde doch gar nicht Antisemtismus vorgeworfen. Du wurdest einfach wertfrei gefragt, ob du ein Antisemit bist, bzw. ob du dich als Antisemit definierst...

Wenn du die Verweigerung der Schweigeminute für den verstorbenen israelischen Staatspräsidenten so begründest, wie du sie dem Professor gegenüber begründet hast, bist du auf keinen Fall ein Antisemit.  Die Frage ist, ob ein israelischer Professor in einem deutschen Hörsaal überhaupt eine Schweigeminute für Peres fordern durfte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein französischer Professor in einem deutschen Hörsaal eine Schweigeminute anberaumen würde, falls Präsident Hollande plötzlich und unerwartet verstirbt.

Etwas noch zur Frage des Antisemitismus: Zuzugeben ist, dass Juden oder auch Philosemiten äußerst empfindlich sind, wenn Deutsche gegenüber Juden in irgendeiner Form eine kritische Haltung einnehmen. Im Hinblick auf Hitler ist so etwas sicher verständlich.

Allerdings ist es m. E. an der Zeit, dass man den Begriff Antisemitismus endlich mal etwas enger fasst, d.h. nur eindeutig abfällige rassistische Äußerungen gegenüber Juden als Antisemitismus auffasst und nicht irgendwelche kritischen Haltungen gegenüber dem Staat Israel oder gegenüber Juden, ohne dass gleich ein rassistischer Hintergrund erkennbar wäre.

Allerdings wird ein solcher "Hintergrund" immer gleich und vorschnell unterstellt (nach meiner Beobachtung weniger von Juden selbst als von sog. Philosemiten, die allerdings - das wissen Juden ohnhin - in Wahrheit keine echten Freunde der Juden sind); das ständig Greifen nach der Antisemitismus-Keule, auch bei nichtigen Anlässen, dürfte nicht im Interesse der Juden sein.


Ich glaube deiner Geschichte nicht ein Wort. 

Perez war deiner Meinung nach also ein rechter Politiker? Das waere genau das gleiche wenn man sagen wurde die AFD ist linksliberal! Den Perez war nie gegen Palaestinenser und suchte den Kontakt, was ihn nicht ueberall beliebt machte. Also irgendwas stimmt in deiner Geschichte ueberhaupt nicht. 

Auch ist es sehr merkwuerdig wie du dich deinem Prof gegenueber verhaeltst. 

Auch kann ich das nicht glauben das ein Professor in einer Deutschen Uni eine Schweigeminute abhaelt. Zudem es wahrscheinlich nichts mit dem Studium zu tun hat. Oder studierst du Judaistik? So viel ich noch aus meinem Studium weiss duerfte man so eindeutige Statements als Lehrkoerper gar nicht haben. Aber das war ja auch nicht in Deutschland. Da D aber fuer alles Gesetze und Regeln hat kann ich mir das nicht vorstellen. Und wenn ich mir deine anderes Posts so ansehe habe ich noch mehr den Verdacht das du ein Troll bist. 

Aus deiner Schilderung geht hervor dass er dir überhaupt nichts vorgeworfen hat, er dich bloß gefragt. Wer will es ihm verdenken, in muslimischen Kreisen ist Antisemitismus überdurchschnittlich häufig zu beobachten. Ist doch klar dass er dann nachfragt.

Wenn ich richtig gelesen habe, hat der Prof. Dich gefragt ob Du.., er hat nicht gesagt Du bist.. Ich habe auch meine eigene Meinung zu Israel insgesamt, aber einem Menschen der von uns geht, dem kann man durchaus eine Schweigeminute widmen.

Ich glaube Deine ganze Story NICHT, da sie sehr unrealistisch ist.

Du betätigst Dich schon lange als Islam-Provokateuer, daher muß man noch zusätzliche Fragezeichen machen.

Erstens glaube ich dir nicht, daß Du Student bist.

Zweitens ist es sehr unrealistisch, daß ein Student einem Professor so frontal ins Gesicht trotzt. Studenten wollen was werden und verhalten sich daher "angepaßt".

Drittens ist ziemlich unwahrscheinlich, daß so ein Professor überhaupt Gedenkminuten fordert für einen israelischen Staatschef. Professoren sind in der Regel zum Glück nicht religiös.

Viertens kann sich ein Professor in einem vollen Hörsaal kaum Studenten merken, die nicht "mitschweigen" und nach Stunden-Ende, wo alles sich erhebt und rausläuft, frontal auf diese zusteuern. Es ist auch unplausibel, daß so ein Schweigebrecher während der Schweigeminute hochauffälliges Halligalli macht. Vielmehr wird er mitschweigen - so wie jeder Student im Hörsaal schweigt, wenn er nicht direkt gefragt wird.

Islam Provokateur ja? wo denn? es ist mir gleich was du glaubst, aber wenn du lieber den mund hälst als deine meinung zu sagen, tust du mir leid, es gibt was namens Meinungsfreiheit.

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@deraladini

Die Wirrnis Deines Kommentars beweist vollständig, daß Du KEIN Student bist sondern politische Schaumschlägerei betreibst und Trollfragen stellst. Trollfragen (Lügen) sind übriges was völlig anderes als "Meinungsfreiheit".

Meinungsfreiheit bedeutet, daß der Staat niemand bestraft, der bestimmte politische Ansichten äußert (solange nicht andere Gesetze dadurch verletzt werden).

Falsche Aussagen darf man aber trotzdem als falsche Aussagen kennzeichnen. "Schweigen" lasse ich mir selbstverständlich nicht befehlen von Dir, auch wenn Dir die Wahrheit peinlich ist.

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Gut, Ihr Internet Experten dann bin halt euerer meinung nach kein Student. Da die Aussage aber nicht falsch ist, ist dein Kommentar sinnlos.

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@deraladini

@ deraladini

Soll ich Dir Fachfragen stellen, die nur ein Student beantworten kann?

Verzichten wir auf diese Peinlichkeit für Dich - Du bist kein Student.

Ein Student könnte sich viel logischer und treffsicherer ausdrücken. Und ein Student weiß, wie es an einer Uni zugeht: Daß dort politische und religiöse Betätigung jeder Art verboten ist. Und ganz besonders durch einen Professor. Deine Story ist Unfug. KEIN Professor würde nach der Vorlesung die Hörsaaltreppe hochstürmen und einen Studenten am Kragen packen wegen irgendwelcher Grimassen oder Gemurmel.

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Aus deinem Profil:

"...Meine Meinung lässt sich nicht verbiegen. Respektiere jeden der mich respektiert. Respektiere NICHT wer meine Religion grundlos beleidigt, meine Familie beleidigt oder wer meint er müsse Ausländerfeindliche Parolen schwingen. Wenn ich Fehler mache gib mir die Schuld nicht meinem Glauben. ..."

Du möchtest also respektiert werden, bist aber nicht in der Lage, Menschen anderer Glaubensrichtungen zu respektieren.

Du hast dich respekt- und würdelos verhalten.

Genau das meinte ich. Ich habe NICHT wegen seiner die Minute boykotiert, sondern wegen seinen Taten! Wäre das ein Glaubensbruder von mir gewesen, hätte ich genauso gehandelt? wieso bin ich respektlos weil ich eine Gedenkminute für einen Kriegstreiber machen?

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@deraladini

Überlege mal! Deine Einstellung kann ich voll respektieren und akzeptieren, aber die Frage nach dem Antisemitismus beantwortest Du Dir doch schon selber. 

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 na ja, nicht selten tarnt sich der Antisemitismus als Antiisraelismus. Das heißt, das kommt oft vor. Das ist den Leuten sogar selbst oft gar nicht bewusst. Man merkt es immer dann, wenn ein ganz normaler deutscher Jude wegen der Israelpolitik angegangen wird. "Hören Sie mal, Herr Stein, also was ihr da in Israel macht...." Herr Stein ist ein deutscher Arzt jüdischen Glaubens.  Er hat einen deutschen Pass, wählt (leider) CDU, hat ein Eigenheim in einem guten Viertel, ist im Tennisclub. Aber er wird wegen Israel angehauen.  Was hat Herr Stein mit Israel zu tun?

Ich habe einen guten Freund, der es vehement abstreiten würde, Antisemit zu sein. Aber er ist gegen Israel. Kann er ja auch sein, obwohl ich es ziemlich einseitig finde. Jedenfalls waren wir gemeinsam in Budapest, wo ein jüdisches Straßenfest stattfand. Es war viel Trubel dort und er meinte: "Die verdienen aber heute gut Geld. Na ja, von Geld verstehen sie ja was. "

Ich habe mich fast verschluckt.

Ich will hier keinen politischen Streit über Israel anzetteln, aber wenn ich lese: "
Abschlachtung der Palästinenser" werde ich sauer.  Man kann sehr viel gegen die Politik Israels sagen, tu ich auch, aber abgeschlachtet wird niemand. Die Hamas ist auch nicht gerade schuldlos an dem Konflikt.

Gegen Israel sein, heisst ja nicht unbedingt gegen die Juden zu sein.

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@UBFranke

Nein, das sage ich auch keineswegs. Ich finde die Politik Israels auch äußerst beklagenswert, aber, wie ich es schon erklärt habe, oft tarnt sich der Antisemitismus als Antiisraelismus.

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Du hast ja wirklich keine Ahnung. Nichtmal Shimon Peres kannst du richtig schreiben.

Wenn dir schon so elementare Kenntnisse fehlen, woher willst du die Kenntnisse haben, um zu beurteilen, ob du bei so einer Schweigeminute teilnehmen willst oder nicht?

Du bist total unglaubwürdig.

Eine Schweigeminute kann man respektieren, auch wenn man denjenigen, dessen die anderen gedenken, nicht schätzt. Ich finde diese Aktion eines anständigen Menschen nicht würdig.

Nein, siehst du genau das ist es! Du würdest genau so wenig eine gedenkminute für ihn opfern wie ich für perez.

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@deraladini

Du hast meine Bereitschaft, deine obige Frage zu beantworten völlig falsch interpretiert, so als ob ich mit dir diskutieren würde. Und es spricht nicht für deine Intelligenz, wenn du mir unterstellst, ich würde deine Schweigeminute nicht achten. Das habe ich nicht gesagt, aber ich habe keine Lust, auf so einem Niveau eine Diskussion zu führen.

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Wenn es nach dir ginge sollte man also bei jeder Schweige Minute mitmachen? Egal ob derjenige ein Terrorist oder ein Mörder von 50 Kinder ist? ich verstehe nicht auf was du hinaus willst.

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@deraladini

Ich habe dich schwer im Verdacht, dass du Terroristen und Mörder von Kindern und unschuldigen Zivilisten glorifizieren würdest, wenn sie nur auf deiner Seite sind...

Deshalb nehme ich dir deine "menschliche Empörung" nicht so ganz ab.

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Dahika... Weder habe ich den professor dafür verantwortlich gemacht, jedoch machen dies durch aus einige bei den muslimen, ich rede aus Erfahrung. und ja du hast recht amri ist im Gegensatz zu perez ein kleiner fisch.

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Es gibt Völker, die empfindlicher sind als die meisten anderen. Dies mag aus einer schrecklich erlebten Vergangenheit herrühren. Allerdings sollten sie dann nicht ebenfalls Verbrechen an ihren Nachbarn begehen.

Ich finde es sehr bequem und billig für einen Deutschen (?), die Politik Israels mit den Verbrechen der Deutschen von 1933 bis 45 zu vergleichen.

Es ist so praktisch zu sagen, "Ja, meine Vorväter hätten dich umgebracht, einfach weil du jüdisch bist, wenn du zwischen 1933 und 45 einen Fuss nach Deutschland oder in die von Deutschland eroberten Gebiete gesetzt hättest, aber du hast nicht das Recht, dich gegen Luftangriffe aus dem Nachbarstaat oder gegen terroristische Attentate zu verteidigen. Warum hat die Lektion meiner Ahnen dich nicht geläutert?"

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@Accountowner08

Erstmal das Eine: Meine Vorfahren haben keinen Mitbürger umgebracht, mussten aber notgedrungen Soldat spielen, vielleicht dabei auch Menschen töten, was ich allerdings aufgrund ihrer Einsätze nicht glaube.

Zu diesen Mitbürgern zähle ich auch die jüdischen Mutbürger, die bekanntlich sogar im 1.Wk., genauso wie die Soldaten der Wehrmacht im  2.Wk ihren Kopf hinhalten MUSSTEN. Gefragt wurden sie nämlich nicht, ob sie das wollten. Von ein paar freiwilligen Idioten mal abgesehen.

Außerdem habe ich Nazi-Verbrechen nicht mit heutigen Verbrechen des Staates Israel - so wie der Terroristen - verglichen, sondern nur diese erwähnt. Ich denke, solche Dinge lassen sich nicht gegeneinander vergleichen oder gar aufrechnen.

Soweit mir bekannt ist, würde etwa die halbe jüdische Bevölkerung Israels sehr wohl gerne mit den Palästinensern in Frieden leben-  dies wird aber nur möglich sein unter Anererkennung der Zwei-Staaten-Theorie und ohne weitere, immer schlimmere  Gebietsansprüche. Hier wie dort wird Gott als Zeuge berufen, auch wenn er verschiedene Namen hat.

Die Radikalinskis auf beiden Seiten finde ich gleich schlimm, bei für mich sich durchaus ähnelnden Symptomen und Äußerlichkeiten.

Wenn einem Volk großes Unrecht widerfahren ist, gibt es ihm deshalb noch lange nicht das Recht, mit seinen Nachbarn und sogar mit den von ihm vertriebenen ursprünglichen Bewohnern der okkupierten Gebiete gesetzwidrig zu verfahren.

Ich darf dich mal daran erinnern, dass die Gründer dieses Staates - wie Golda Meir, Ben Gurion u.a. nach 1945 bei Engländern und Franzosen sogar als Terroristen angesehen und bekämpft wurden. Nicht meine Einschätzung und auch keine der Deutschen von damals oder gar von irgendwelchen Nazis, sondern von den damaligen gewählten Führern westlicher Demokratien.

Vielleicht würde es deutlich weniger oder keine Raketenangriffe aus dem Nachbarstaat? geben, wenn man den Menschen dort die Luft zum Atmen ließe. Wofür braucht Israel übrigens atomwaffenfähige Unterseeboote deutscher Herkunft und mit Sonderkonditionen erworben? Etwa zur Verteidigung?

Eine Mauer bauen, die den Bewohnern dort zig kilometerweite Umwege zumutet, bzw. ihnen viele Ziele gänzlich versperrt - das Ganze obendrein noch auf deren eigenem Gebiet, was nicht mal die DDR Sowjets sich wagten,  sich als gottgewollte Besatzer aufspielen, den Menschen ihre Lebensgrundlagen zerstören, indem Olivenplantagen platt gemacht werden, ihnen kaum Wasser zukommen zu lassen, was eine der schlimmsten Schandtaten ist, ja, solche Dinge sorgen für Widerstand und Terror.

"Siedler" erfreuen sich ihres pools, Palästinenser haben zu wenig Trinkwasser. Was für ein Affront gegen die Menschlichkeit.

Aber nun beginnt ja ab morgen die Ära, auf die der Herr Netanjahu schon so sehnlichst wartet. Die einen dürfen sich alles erlauben, die anderen sind nur Terroristen. Das nächste Veto kommt schnell. Wäre doch einen zusätzlichen Feiertag wert, oder?

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@Sonnenstern811

Wo sind bitte die Quellen dazu, dass Golda Meir und Ben Gurion von den Franzosen UND Engländern als Terroristen betrachtet wurden?

Das höre ich zum ersten mal.

Das mit der Luft zum atmen hat man probiert, die Folge davon: Raktenangriffe. Die Palästinenser haben 1994 ganz besonders intensiv Friedensbemühungen sabotiert (Riesige Terror-Welle, gezielt gegen unschuldige Zivilisten gerichtet, ebenso wie die Terror-Wellen davor, die sich teilweise auch ganz gezielt gegen Juden ausserhalb Israels richteten, etc.). 

1948 hat man Israel lieber angegriffen, als im Frieden zu leben, ebenso 1956 und 1967... da hätten die arabischen Staaten doch langsam begriffen haben können, dass sie nicht stärker sind und das mit dem Hinhauen besser sein lassen sollten. 

1949 bis 1967 hätte die Palästinenser locker Zeit gehabt, ihren Staat zu gründen. Warum haben sie es damals nicht gemacht? Weil Jordanien und Ägypten die Gebiete annektiert hatten und nicht daran interessiert waren. Genauso wie die "arabischen Brüderländer" auch nicht daran interessiert sind, Kindern, die in ihrem Land geboren sind oder deren Kindern Bürgerrechte oder auch nur gleiche Rechte zu geben. Bis vor kurzem hatten Palästinenser in Libanon keine normale Arbeitserlaubnis, auch wenn sie seit ca. 60 Jahren dort leben, in den anderen arabischen Staaten ist es ähnlich. Wenn man solche Freunde hat, wozu braucht man dann noch Feinde?

Nach 1967 wurden von arabischer Seite Verhandlungen verweigert (3 faches Nein von Khartum: keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung von Israel, kein Friede mit Israel).

Hamas ist bis heute nicht an Frieden interessiert und hat sich die Vernichtung von Israel auf die Fahnen geschrieben.

Das ginge dann ähnlich zu wie in deinem Land unter deinen Vorfahren. Aber dir kann es ja egal sein, du lebst sicher in Deutschland, und was stört es dich, wenn jetzt woanders auf der Welt wieder systematisch Juden ermordet werden?

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Ja, so etwas ist Antisemitismus in Reinkultur.

Hitler hat ja auch die Judenvernichtung mit der angeblichen Weltherrschaft dieses Volkes begründet. Du scheinst anscheinend auch nicht viel anders zu sein als er.

Selbst wenn du die verstorbene Person nicht respektierst, war das in meinen Augen dem Professor gegenüber respektlos. Man kann auch 60 Sekunden einfach mal die Klappe halten, ohne ein politisches Statement abgeben zu müssen. Und wenn das überhaupt nicht geht, dann geht man in der Zeit eben still raus.

Es geht ums Prinzip. Ich würdige keinen Menschen der das Blut von tausender an seinen Händen hat und mehrmals mit meinem land ein Militär Konflikt hatte.

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@deraladini

Dann hättest du genauso gut kurz rausgehen können, statt deswegen den Aufstand zu proben.

Dein Professor hat dein schlechtes Verhalten sehr gelassen genommen, aber du wirst noch lernen, dass man manchmal zwischen Idealismus und gesundem Menschenverstand entscheiden muss. Manchmal ist es für alle Beteiligten besser, sich seinen Teil zu denken und nicht alles auszusprechen.

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Also willst du mich mundtod machen? Lächerlich was heißt er hat locker reagiert? hätte er mich abstechen sollen? Ich sage meine Meinung und halte keine Gedenkminute für jemanden den ich nicht schätze.

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@deraladini

Der Mann benotet dich. Du bist aktuell beruflich in gewissen Maßen von ihm abhängig. Ein Student sollte eigentlich genug Grips haben um einzusehen, dass stures "mit dem Kopf durch die Wand" nicht immer der beste Weg ist.

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Der Mann ist ein guter Professor, er benotet mich immer fair und er meinte sogar mal er schätzt meine ehrlichkeit. Wenn es nach dir ginge sollte ich meine Meinung untergraben, alles mitmachen nur für gute Noten? Interessant.

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@deraladini

Irgendwann wirst du mit deinem aggresiven Verhalten gehörig auf die Fresse fallen. Viel Spaß dabei.

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@SerenaEvans

@Serena, finde deine Haltung nicht verständlich . Genau dieses Verhalten sorgt dafür, dass Menschen keine eigene Meinung entwickeln, und alles so hinnehmen, wie es ist .

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@LoparkaLisa

Du bestätigst dabei gerade wieder so wunderbar meine Haltung. Eine sachliche Diskussion ist mit dir gar nicht möglich, weil du alles extrem negativ interpretierst und vollkommen auf Krawall gebürstet bist.
Na ja ... vielleicht wirst du auch irgendwann erwachsen.

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Danke Lisa! Wo bin ich den auf Krawall gebürstet? du bist eher darauf aus meine Meinung zu verbieten.

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@deraladini

Es geht nicht um deine Meinung, sondern wie du diese umsetzt. Aber, dass du damit im Leben nicht weiterkommst, wirst du früher oder später selbst lernen.

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Das du des öfteren erwähnst, das ich nicht weit komme, liegt es nahe dass du mit dir selber nicht zufrieden bist. Weil das machen oft diese art von Leuten so. Meine Umsetzung war friedlich und diplomatisch, also verstehe ich nicht was du meinst. Zum Glück sieht der Professor meine Ehrlichkeit als etwas Gutes und sieht in mir potenzial. Aber du weißt es sowieso bestimmt besser.

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