Wieso wird in der Schule der Begriff "Präteritum" verwendet, wieso nicht Imperfekt?

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6 Antworten

Eigentlich gibt es das "imparfait" im Französischen (aber nicht im Deutschen als eigene Zeitform), denn dort gibt es noch das "passé simple". Im Deutschen gibt es nur eine Präteritum-Form (und nicht zwei).

j'étais = ich war; "imparfait"
je fus = ich war; passé simple

Aus dem Französischen übernahm man den Begriff "Imperfekt", aber das bedeutet ja eigentlich "nicht abgeschlossen", im Deutschen kann man den Gegenwartsbezug lediglich durch das Perfekt ausdrücken (das gibt es im Französischen noch zusätzlich > j'ai été, ich bin gewesen), aber nicht mit einer Form von "ich war" (das wird im Deutschen als abgeschlossen empfunden).

Vom imparfait kann man (wie vom Präsens) noch den subjonctif bilden (que je sois, que je fusse = dass ich sei (Präsens), dass ich wäre).

Da wir im Deutschen nur diese eine Präteritum-Form haben (und diese abgeschlossen ist), ist der Begriff "Präteritum" passender.

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z.B. weil der Satz "Das Schloss wurde 1567 fertiggestellt" (der Satz steht im Präteritum) eben KEINE "imperfekte" Handlung darstellt, sondern eine abgeschlossene.

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Präteritum und Imperfekt ist dasselbe. Nur manche verwenden eben den Begriff Präteritum und andere den Begriff Imperfekt

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"Imperfekt" wäre nicht perfekt, da ein Satz wie: "Er war vorgestern sehr glücklich" nicht nicht abgeschlossen ist.

Da passt "Präteritum" (übersetzt: das Vergangene) besser.

Gruß, earnest

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Beide Begriffe werden synonym verwendet - ob nun 100 % ig korrekt oder nicht.

Ebenso verhält es sich mit "Substantiv" und "Nomen", obwohl auch hier graduelle (Mini-)Unterschiede bestehen.

pk

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