Wieso wird geglaubt, dass ein Teilchenbeschleuniger sicher ist, wenn doch Katastrophen wie als sicher geltende Titanic oder Chernobyl Irrtum zeigen?

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7 Antworten

Dein Beispiele sind Belege für menschliches Versagen, aber nicht technisches Versagen.

Naturgesetze lassen sich nicht "verbiegen".

Die Diskussion zu Katastrophenszenarien in Bezug zum LHC,
insbesondere der angeblichen Gefahr durch Schwarze Löcher,
wurde von einigen Medien dagegen geradezu ausgeschlachtet. Das mediale Interesse liegt dabei aber wohl weniger bei der seriösen Vermittlung physikalischer Zusammenhänge, als vielmehr an den guten Verkaufszahlen von Weltuntergangsszenarien.

http://www.lhc-facts.ch/index.php?page=schwarze_loecher

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Es ist richtig, dass man mit Hilfe von Teilchenbeschleunigern heute sogar Antimaterie herstellen kann. Wer sich aber vor Augen führt, in welch extrem geringen Mengen das nur möglich ist, wird beruhigt sein:

Es sind nur wenige  M i l l i a r d s t e l  eines Gramms — eine Menge,
die kaum ausreichen würde, eine Glühbirne wenige Minuten leuchten zu lassen  und deren Zusammenbringen mit Materie (zwecks Verstrahlung) nicht gefährlicher ist, als ein Streichholz anzuzünden.

Mit der heute weltweit möglichen Antimaterie-Produktionsrate würde es 10.000-mal so lang dauern, wie unsere Universum alt ist, genügend zu bekommen, eine Bombe zu konstruieren, die mit einer einfach zu schaffenden Atombombe hinsichtlich Sprengkraft konkurrieren könnte. 
 
Bei Zerstrahlung Antimaterie würde nämlich nur etwa 10-Milliardstel der zu ihrer Produktion nötigen Energie frei — und das, obgleich Annihilation (das gegenseitige Auslöschen von Materie und Antimaterie) der effizienteste Energielieferant ist, den die Natur kennt. 
 
Ähnliches gilt für möglicherweise bei einer Teilchenkollision entstehende Schwarze Löcher: Sie enthalten derart wenig Energie, dass sie sofort (d.h. in wirklich winzigen Bruchteilen einer Milliardstel Sekunde) garantiert verstrahlt sein werden: sog. Hawking Strahlung lässt sie "verdampfen".

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Bei einem Schiff weiß man, dass es untergehen kann. Bei einem KKW weiß ma, dass es explodieren kann.

Vom Teilchenbeschleuniger ist keine prinzipielle Gefahr bekannt. Der kann nicht explodieren und auch nicht untergehen.

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Schon wieder? Du solltest mal ne anständige Frage stellen und nicht nur wirre Überschriften.

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Weil ich auch glaube das man mit eiuner Axt sicher Arbeiten kann obwohl immer wieder schwere Unfälle mit einer Axt passieren. Aber der Vorteil überwiegt den Nachteil. Auch nach der Titanic wurden Schiffe gebaut.....

Aber jetzt erkläre endlich warum du Teilchenbeschleuniger für soooooo! gefährlich hältst? Aber bei der Prostituierten auf das Gummi verzichtest?

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Da hab ich auch schon dran gedacht weil so Winzig auch mal das Universum angefangen hat und die Kernspaltung nicht nur für friedliche Zwecke benutzt wurde!

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Kommentar von Ursusmaritimus
21.02.2016, 09:47

...und den elektrischen Strom zum Töten (auf dem elektrischen Stuhl). Womit betreibst du deinen Computer?

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Man muss eine Risikobewertung durchführen: Welche Risiken gibt es, was sind die Folgen, wenn das Ereignis eintritt und wie wahrscheinlich ist es, dass es eintritt?

Beim Vergleich Atomreaktor <> Teilchenbeschleuniger sieht man dann schon den wesentlichen Unterschied, dass es im Teilchenbeschleuniger keine radioaktiven Stoffe gibt, die freigesetzt werden könnten.

Völlig sicher ist ein Teilchenbeschleuniger deshalb nicht. Er strahlt ja durchaus und es gibt eine Aufaktivierung. Außerdem kann man sich den Kopf daran stoßen, die Finger einklemmen und noch 100 andere Risiken, die es zu bewerten gilt. 

Aber zuhause bleiben ist auch keine Alternative - im Haushalt passieren ja sogar die meisten Unfälle...

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