Wieso wird eigentlich davon abgeraten, roadkills zu essen. Man kann sie doch braten, dann sind sie doch unbedenklich oder liege ich da falsch?

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5 Antworten

Wenn es Wildtiere sind, die dem Jagdrecht unterliegen, darf sie sich (auch in diesem Zustand) nur der Jagdberechtigte aneignen. Manche fallen sogar unter die Fleischbeschau-Pflicht.

Unterliegen sie nicht dem Jagdrecht, dann unterliegen sie dem Naturschutz. Hier ist Aneignung - auch tot, verboten.

Haustiere (Katzen, Hunde etc) hast Du bereits in einer anderen Frage beantwortet bekommen. Ebenso nicht zulässig.

Von der Lebensmittelhygiene mal ganz abgesehen.


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Kommentar von DudelFlanders
10.03.2016, 12:57

In meiner anderen Frage ging es aber nicht um den Verzehr... auch wenn das komischerweise die meisten angenommen haben. Ich habe bei der anderen Frage nie etwas von Verzehr erwähnt.

Danke

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Weil überfahrene Tiere nicht wirklich genießbar sind. Wenn ein Tier nicht ausbluten kann, gerinnt das Blut im Muskelgewebe und das Fleisch wird hart und ungenießbar.

Zusätzlich können viele Organe beim Überfahren werden zu Schaden kommen und mit ihren Inhaltsstoffen das Aas kontaminieren und sich auf Geschmack und Qualität auswirken. Die Gallenblase zum Beispiel kann das ganze Fleisch nach Erbrochenem schmecken lassen, von Magen und Darm und deren Inhalten ganz zu schweigen.

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Ich bin nicht ganz sicher, aber ich meine, irgendwo in den USA (oder Australlien?) gäbe es sogar ein "Restaurant", dass Roadkills serviert.

Allerdings dürfte es nicht ganz einfach sein, ausreichend "geeignetes Material" zu bekommen, das z. B. nicht

  • vollkommen zermatscht (und damit a) unansehnlich und b) von Knochensplittern durchzogen),
  • von Würmern, anderen Kleintieren oder Bakterien befallen
  • sonst irgendwie krank (es könnte ja einen Grund haben, dass das Tier nicht wegrennen konnte)

ist.

Könnte allerdings sein, dass das nur ein Marketing-Gag ist ...

https://en.wikipedia.org/wiki/Roadkill\_cuisine

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Kommentar von claushilbig
13.03.2016, 00:13

In Deutschland wäre das aber wohl nicht möglich.

Dann es gibt gewissen Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit Fleisch "offiziell" dem Verzehr zugeführt werden darf.

http://www.gesetze-im-internet.de/tier-lmhv/BJNR182800007.html

"Fallwild" (so der offizielle Begriff) erfüllt diese Bedingung zum allergrößten Teil nicht.

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salmonellen, parasiten, fäulnisbakterien, würmer, anderes ansteckendes.

du weisst ja nie - war das tier zu doof oder zu krank zum ausweichen.

und die meisten dieser tiere sind eh nicht lecker und ein teil steht unter schutz. fuchs, dachs, waschbär, marder usw... ein reh könntest du essen, darfst aber nicht, weil das kein niederwild ist. gleiches gilt für hirsche, wildschweine und hasen. unfälle damit sind meldepflichtig.

bleiben kaninchen und ente.

wildente wird selten überfahren. kaninchen sind meist schon auf dem speiseplan von krähen und elstern gelandet.

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das Fleisch wird nicht von innen gebraten. Die ganzen Würmer und Fliegen was weiß ich was alles in so einen Kadaver reingeht, die überleben den Bratvorgang deswegen solltest du die nicht essen. Außer du willst lauter Kleintiere mit edlichen Krankheiten mitessen.

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Kommentar von DudelFlanders
10.03.2016, 12:50

Naja... also für die Kerntemperatur gibt es ja genügend Thermometer. Bratenthermometer zum Beispiel. Oder man macht es eben nach Gefühl

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Kommentar von Bitterkraut
10.03.2016, 13:09

Den Wurm oder Fliege oder was auch immer, das den Garvorgang überlebt, möchte ich sehen.

Klar, Fleisch gar, Fliege hat überlebt... oh, mann...

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