Wieso wird die "Bild-Zeitung" so scharft beurteil?

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10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hi, Bild ist meinungsbildend, ein Meinungsmultiplikator. Traditionell konservativ und israelfreundliche Einstellung. Geiselte scharf den Mauerbau, nannte die "DDR" lange nur SBZ (sowjetisch besetzte Zone) b zw. in Gänsefüßchen, zählte jahrelang die Tage seit Mauerbau. Sowas war den Linken, Sozialisten ein Dorn im Auge. Nannte die 698er Krawalle als Halbstarkenrandale. Daher die volle Wut der linken Inelligenzija auf Bild und Springer. Bild wird der Vorwurf des Populismus gemacht. Jedoch: Vox Populi, Vox Dei. Siehe Link. Gruß Osmond http://www.wissen57.de/axel-springer-erfindet-die-bild-zeitung.html Zitat: Die Bild-Zeitung orientierte sich bei ihrer Gründung im Jahr 1952 an den britischen Boulevardzeitungen. Der Zeitungsverleger Axel Springer hatte die Blätter während der englischen Besatzungszeit in Hamburg kennen und schätzen gelernt. Er gestaltet das Layout und erfindet den Namen BILD für eine Zeitung, die es in dieser Form vorher noch nicht in Deutschland gegeben hatte. Die erste BILD wird am 24. Juni 1952 kostenlos verteilt, danach für 10 Pfennig verkauft. Als Zeitung, die nur im Straßenverkauf angeboten wird, muss sie vor allem durch ihre Schlagzeile beim Leser Neugier und Interesse wecken. Die Schlagzeilen verfehlen ihre Wirkung nicht. Schon ein Jahr nach der Gründung werden täglich mehr als 1 Million Exemplare von der Bild-Zeitung verkauft. 1962 sind es bereits vier Millionen. Ein kometenhafter Aufstieg.

Die DDR war für die BILD der größte Feind

Axel Springer will mit seinem Blatt die breite Masse ansprechen und wählt für die kurzen Artikel deshalb einen Sprachstil, der leicht verständlich ist. Daneben nehmen großformatige Fotos, Sexgeschichten und andere Themen des Boulevard wie Stars und Sternchen sowie der Sport eine zentrale Rolle in der Aufmachung und im Inhalt der BILD ein. Als Ende der 1950er Jahre viele DDR-Bürger vor dem Mauerbau nach Westdeutschland flüchten wird die Bild-Zeitung politischer.

Nach dem Bau der Mauer am 13. August 1961 steht die DDR als Feind für die BILD an erster Stelle. Bis in die Mitte der 80er Jahre wird das Wort DDR in der Bild-Zeitung nur in Anführungszeichen geschrieben. Die DDR war für Axel Springer bis zu seinem Tod kein souveräner Staat, die Teilung Deutschlands war für ihn ein Akt der willkürlichen Gewalt.

Die Bild-Zeitung erreicht eine Auflage von 5 Millionen

Zwischen 1960 und 1980 erreichte die Bild-Zeitung ihre höchsten Auflagen und verkaufte täglich bis zu fünf Millionen Stück. Jeder dritte Deutsche las in dieser Zeit die BILD. Der politische Einfluss der Bild-Zeitung erreicht einen Höhepunkt unter ihrem damaligen Chefredakteur Peter Boenisch. Ab 1966 gerät die BILD in den Sog der Studentenproteste.

Die BILD definiert die Studentenproteste als Krawalle von Halbstarken und bezeichnet die Militanz der Studenten als SA-Methoden. Als Rudi Dutschke am 11. April 1968 niedergeschossen wird, machen die Studenten die Springer-Presse dafür verantwortlich und zünden Lieferwagen des Konzerns an, um die Auslieferung der BILD zu verhindern.

Günter Wallraff ermittelt Undercoveragent bei der BILD

Nicht nur die Studenten schießen sich auf die Bild-Zeitung ein. Heinrich Böll nennt Chefredakteur Boenisch den „Hetzer des Boulevard“. Immer wieder wird der BILD unlautere Recherche vorgeworfen, stellvertretend von Günter Wallraff, der sich als Undercoveragent in die Bildredaktion Hannover einschleicht und deren zwielichtige Arbeitsweise anprangert. Auch der Deutsche Presserat kritisiert regelmäßig die Berichterstattung der Bild-Zeitung. Im Internet werden unter Bildblog.de die Falschmeldungen der immer noch auflagenstärksten deutschen Zeitung aufgedeckt.

Unter dem aktuellen Chefredakteur Kai Diekmann wird der Bild-Zeitung häufig der Vorwurf des Populismus gemacht. Diekmann erwidert darauf, dass eine Zeitung, die täglich 12,3 Millionen Leser ereiche, nicht gegen die Leser schreiben könne und dürfe. Dem stimmen Medienwissenschaftler wie Siegfried Weischenberg zu, der davon ausgeht, dass Politiker und Journalisten von der BILD weitaus mehr beeindruckt seien als der gewöhnliche Mensch auf der Straße.

So viel Text für ein derartiges Schmierenblatt, hat man dich dafür bezahlt, das du ausgewogene PR für die machst?

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@Sajonara

Böll hat entschieden mehr als das hier genannte gegen die "BLÖD" Zeitung unternommen, sein Roman, "die verlorene Ehre der Katharina. Blum" macht deren hetzerisches, einseitiges Gebaren zum Zentrum seiner Anklage, in der seine Haupt Protagonistin einen "BLÖD "Reporter erschießt. -

Günter Wallraff hat in seiner Dokumentation, "der Mann der bei der BLÖD Hans Esser war" unglaubliche redaktionelle Gebahren, Einschüchterung am Arbeitsplatz der Mitarbeiter dort, Zwang zur Sensationsreportage um jeden Preis und vielfältige unlautere journalistische Methoden und Praktiken dort aufgedeckt.

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@Sajonara

Noch ein Zitat von Wallraff über "BLÖD":

"Manchmal schafft Wallraff es, Artikel in seinem Sinne ein wenig zu verändern. Aber vor allem dokumentiert er, wie eine Zeitung Mitarbeiter und Leser manipulieren kann: "Die Macht des Blattes ist unheimlich. Das ist meiner Ansicht nach also eine politische Macht, wie wir sie stärker hier überhaupt nicht haben."

Günter Wallraff hat übrigens damals einen Rechtshilfe-Fonds für Blöd-Opfer ins Leben gerufen. Er hilft zum Beispiel bei schweren Fällen von Rufmord und das bis heute.

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Danke für den Stern, lgO

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Wenn Du die Artikel der "Bild" mit anderen Zeitungen zum selben Thema vergleichst, wirst Du feststellen, dass sie total übertrieben sind und oftmals nicht (wie sich das für eine Zeitung gehört) unparteiisch!

Du bist-glaube ich mal-ein Mann, daher schreibe ich was für Männer an der Bildzeitung am besten ist:

  1. Sportteil
  2. Seite 1 girl und ganz oft auch "andere girls"
  3. Die Bildzeitung ist die einzige Zeitung, die man auch in 30 Min. Mittagspause lesen kann und die wenig kostet (ich meine nur den Gesamtpreis! Nicht den Preis pro Seite/Inhalte!!)

Die Bildzeitung schreibt einige Dinge bevor sie den anderen Zeitungen bekannt sind, da die BILD "größer" ist und nicht selten verkaufen Informanten an die Bild, statt an andere Zeitungen.

Die richtige Mischung macht also den "wählerischen Leser" aus, die Bildzeitung einfach mischen mit seriösen Blättern, und schon ist man bestens informiert. Selbst Geschäftsmänner lesen also neben der FAZ, der Zeit und anderen auch die BILD. Außerdem ist die die "internationalste" Deutsche Zeitung, also in den meisten Ländern erhältlich. Natürlich sollte man nicht NUR bild lesen, das wäre doof..

Wie man bei BLÖD von Lesen und Leser schreiben kann, ist mir schleierhaft, ich würde es eher "buchstabieren" nennen, Und das sie eher an "Informationen" gelangen als andere halte ich für ein selbst inszeniertes Gerücht aber wer wissen will was die Marke der Unterhose der Freundin eines Fußballspielers ist oder wieviel PS dessen Fahrzeug "wirklich" hat ist dort sicher "gut "aufgehoben.

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