Wieso wird der Immobilienmakler vom Käufer bezahlt, wenn der Verkäufer den Auftrag erteilt?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Häufig ist es ja auch so, dass Makler auf Immobilieninserate reagieren und dem Verkäufer anbieten, für ihn das Haus zu verkaufen. Der Verkäufer würde das dann wahrscheinlich nicht machen, wenn er dafür zahlen soll. Daher wird die Maklercourtage meistens vom Käufer getragen... Der Käufer hingegen ist ja auch nicht gezwungen, eine Immobilie von einem Makler zu kaufen...

HerrDeWorde 02.04.2012, 14:36

Hallo Halbwissender, was soll das Gerede mit dem "gezwungen"? Ich werde den ganzen Tag lang zu einer Menge nicht gezwungen. Die Provision an jemanden zu zahlen, der für mich nichts tut, sondern den Preis im Eigeninteresse hoch treibt, das soll ich müssen.

0
Halbwissender 02.04.2012, 14:42
@HerrDeWorde

naja, wenn du die Immobilie haben möchtest, die dir der Makler anbietet, dann musst du eben auch die Maklercourtage zahlen...du kannst dir ja auch eine Immobilie aussuchen, die Privat verkauft wird, dann sparst du dir die Courtage...

in der Tat, der Makler leistet für das Geld, dass er bekommt zu wenig bis gar nichts...

0
HerrDeWorde 02.04.2012, 15:00
@Halbwissender

Es geht nicht darum, wie es (leider) läuft, sondern wie es laufen sollte bzw. worauf man sich berufen kann (auf Recht, Praxis oder Kodex).

0

Das ist ganz einfach zu beantworten: Ansichtssache!

Der Makler vermittelt Dir die Gelegenheit ein Haus zu kaufen. Dass ist der Job, ob der Aufwand groß ist oder nicht spielt erst einmal keine Rolle.

Anders herum: Der Makler verkauft für den Verkäufer das Haus, in seiner Berufungs als Vertriebsprofi.

Ja, es werden in manchen Fällen die Provisionen geteilt. Wenn Du dem Makler, wie ich Deinem Posting entnehmen kann, nur böses wirtschaften unterstellst, sie es doch mal anders herum:

Wenn Du später für Dein Haus € 30.000€ mehr bekommst, wirst Du darauf verzichten? Vielleicht sind es ja auch die bösen Eigentümer die den Hals nicht vollkriegen oder für Ihre Bruchbuden ein fetten Preisaufschlag wollen ...?

HerrDeWorde 02.04.2012, 15:30

a) Wenn ich als Verkäufer mehr bekomme, dann werde ICH dem guten Vermittler etwas von den 30000 abgeben und nicht sagen: "Hols dir auch noch beim Käufer!"

und b) Der Verkäufer legt den Mindestpreis (ohne Preisaufschlag) fest. Der Makler versucht, mehr rauszuschinden.

0
speeedi 02.04.2012, 16:45
@HerrDeWorde

a) Wenn ich als Verkäufer mehr bekomme, dann werde ICH dem guten Vermittler etwas von den 30000 abgeben und nicht sagen: "Hols dir auch noch beim Käufer!"

Das passiert automatisch über die Provision.

und b) Der Verkäufer legt den Mindestpreis (ohne Preisaufschlag) fest. Der Makler versucht, mehr rauszuschinden.

Jein, meist nur um in den Kaufpreisverhandlungen Platz für Verhandlungen zu haben um die Möglichkeit zu haben Entgegenkommen zu zeigen.

0
HerrDeWorde 02.04.2012, 15:43

Zurück zur Frage: Es geht hier und heute nicht um die Höhe der Provision oder des Kaufpreises. Es geht ein bisschen um Fairness und Moral. Vor allem aber geht es um Ehre und Selbstverpflichtung und Abhängigkeit. Wer mit wem? Und wieso arbeitet der Vermittler nicht für den, der ihn bezahlt? Das war die Frage.

Wäre der Vermittler ein Anwalt (auch nicht grade billig), so würde dem gekündigt, wenn er sich mit der Gegenpartei einlässt. Und nun stellt sich die Frage, wer die Gegenpartei ist: Der Zahler oder der Auftraggeber? Beim Anwalt sollte dies dieselbe Person sein - und diese Person auf der gleichen Seite stehen wie der Anwalt.

0
speeedi 02.04.2012, 16:49
@HerrDeWorde

Wer mit wem? Und wieso arbeitet der Vermittler nicht für den, der ihn bezahlt? Das war die Frage.

Der Makler darf für beide Seiten tätig sein und von beiden Seiten Provision verlangen.

Und nun stellt sich die Frage, wer die Gegenpartei ist: Der Zahler oder der Auftraggeber? Beim Anwalt sollte dies dieselbe Person sein - und diese Person auf der gleichen Seite stehen wie der Anwalt.

Ich weiss, was Du meinst. Nimm den Anwalt und bringe ihn in die Position des Mediators. Hier verlangt der Anwalt auch von beiden Seiten Abschläge von den alten Forderungen zu machen, gibt der einen Patei und der Anderen etwas. Dann stimmt der Vergleich wieder.

0
HerrDeWorde 02.04.2012, 16:57
@speeedi

Schön, dass wir zu einer gemeinsamen Position finden konnten: Der Makler sollte unabhängig Richtung Mitte und Einigung verhandeln und dafür von beiden Seiten anteilig bezahlt werden.

Macht er aber nicht.

0

weil der Verkäufer nicht den Auftrag erteilt sondern der Käufer/Mieter.

niemand zwingt dich das Objekt zu kaufen/Mieten.

HerrDeWorde 02.04.2012, 14:33

ziemlich verworrene bzw. maulfaule Antwort. Ich weiß besser, wer den Auftrag erteilt hat. Der Verkäufer, der zur Bank gegangen ist und gesagt hat: Verkauft mein Haus.

Und was soll der restliche Schwachsinn?

0
ProfDrHouse 02.04.2012, 14:40
@HerrDeWorde

eben das ist sein gutes Recht zu sagen Verkauf mein Haus. und der Interresent der zur Bank geht und sagt ich will ein Haus kauft es dann. dann hat der Käufer kontackt zur Bank gesucht und einen Auftrag abgesetzt.

und wo ist jetzt das problem?

und der Restliche Schwachsinn bezieht sich auf du musst nicht zur Bank gehen!!

0
ProfDrHouse 02.04.2012, 14:45
@HerrDeWorde

was ich ne sauerei finde ist nicht die Provision die ich zahlen muss sondern die Höhe ist nicht der leistung angepasst.

0
HerrDeWorde 02.04.2012, 15:07
@ProfDrHouse

In jedem anderen Gewerbe ist es so: Wer etwas in Auftrag gibt, zahlt den Künstler. Freilich versucht man, dass dann hintenrum wieder rein zu holen; aber da ist zumindest klar, wer mit wem unter einer Decke steckt.

Wenn ich monatelang auf die Folter gespannt und hingehalten werde, während der Makler mit dem Verkäufer ausdiskutiert, wie man den Preis steigern kann, und nicht auf dem Laufenden gehalten werde - wieso soll ich dem Geld abgeben?

Die Höhe der Provision in % ist ja im Einzelfall vorgegeben bzw. hat in Rahmen der Branche Spielraum und dazu kann ich NEIN sagen.

Es muss aber einen Unterschied zu der Verfahrensweise geben, wo ICH den Makler beauftrage, etwas für mich zu suchen. Dann muss ich seine Leistung, die er für mich erbringt, bezahlen. Das ist logisch. - Den Unterschied gibt es aber nicht. Egal, wer den Auftrag erteilt: Der Käufer, der ohnehin geschröpft wird, muss blechen.

0
ProfDrHouse 02.04.2012, 15:40
@HerrDeWorde

Wenn ich monatelang auf die Folter gespannt und hingehalten werde, während der Makler mit dem Verkäufer ausdiskutiert, wie man den Preis steigern kann, und nicht auf dem Laufenden gehalten werde - wieso soll ich dem Geld abgeben?

das ist der falsche Gedankengang!! du musst dich fragen wiso sollte ich von den beiden überhaupt etwas kaufen oder den beiden überhaupt geld geben? Ich weiss weil dir das Haus gefällt und das ist eben das problem. wenn mir etwas nicht passt verlasse ich das Geschäft es gibt noch 1000 andere und das ist eben beim Hauskauf anders, es gibt keine 2 gleiche Häusser, man muss ewig warten bis man für seine Ansprüche das passende findet, dann hat man es und dann kommt noch so ein fauler Makler.

Es muss aber einen Unterschied zu der Verfahrensweise geben, wo ICH den Makler beauftrage, etwas für mich zu suchen.

Wie bist du dann an das Haus gekommen?

0

Nein, letztendlich zahlen immer die Endverbraucher, und das sind die Käufer.

HerrDeWorde 02.04.2012, 14:31

"Letztendlich" ist mehr egal, so lang es um Teamwork geht. Ich möchte wissen, wer mein Partner ist und wer alles weitertratschen darf, was besprochen wird.

0

Was möchtest Du wissen?