Wieso wird das Kinderkriegen nie von der Gesellschaft hinterfragt?

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11 Antworten

Niemand zwingt einen ein Kind zu bekommen. Das ist deine eigene Entscheidung und viele Paare entscheiden sich auch gegen Nachwuchs.

Nun, über deine Aussage, dass das Leben nicht schön ist...

ich bin froh, dass meine Eltern mich bekommen haben. Das Leben ist nicht leicht, das ist es gewiss nicht. Es enthält aber so viel Schönes, so viel Lebenswertes, dass diese Dinge die Schrecken für mich in den Schatten stellen. Und jeder ist etwas Besonderes. Ob intelligent oder nicht, ob gut aussehend oder nicht, jeder Mensch hat seine persönlichen Stärken und Schwächen.

Auch kommt es immer darauf an, was man mit seinem Leben macht. Letzten Endes kommt es auf einen selbst an, ob man Erfolg hat oder nicht.

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Hallo!

Ich stelle mir diese Frage auch immer.. ich habe mich schon mit 15 Jahren ganz bewusst gegen eigene Kinder entschieden, weil ich damit nichts anfangen kann & es mir auch nicht vorstellen kann, die Vaterrolle selbst gut auszuüben. Außerdem gibt es noch 'nen Problem das für mich persönlich zu dem Entschluss führte.. naja, egal!

Ansonsten einpaar Zeilen die meine Ansicht reflektieren ------> es gehört halt zum "guten Ton", das Ideal des "Familienglücks" zu erfüllen ------> "mein Haus, meine beiden Autos, meine drei Kinder die Abitur machen, mein Hund, meine Frau die natürlich wieder arbeiten ging als die Kinder ein halbes Jahr alt wurden, mein Boot usw...".. Ist nicht meine Welt!

Angeblich ist das aber lt. der Meinung vieler das Nonplusultra. Ich seh' das anders & gehe diese Weg auch bewusst NICHT. Dieses Statusdenken ist nix für mich.

Fehler und Macken hat übrigens jeder Mensch.. so wie jeder Hund Flöhe hat. Die Angst davor, ein evtl. behindertes, lernschwaches oder sonst wie "retardiertes" Kind zur Welt zu bringen wäre für mich nicht der Grund wieso ich keine Kinder haben möchte. Der hängt eher mit meiner eigenen frühen Kindheit zusammen die ein paar sehr prägende unschöne Erlebnisse durch meine Eltern für mich "zu bieten hatte". Außerdem sehe ich z.B. an meinen jüngsten Cousins/Cousinen die noch in der Schule sind, die durchweg nachteiligen Auswirkungen der "Leistungsgesellschaft" und möchte das keinem Kind wirklich zumuten.. zumindest nicht meinen eigenen.

Allerdings liegt in Kindern tatsächlich die Zukunft & eine Gesellschaft die Kinderkriegen verpönt schafft sich ihr eigenes Grab. In abgeschwächter Form sieht man das schon: Aus der Alterspyramide der Ära Helmut Kohl wurde ein Alterspilz --------> das liegt aber nicht an allgemeiner "sexueller Unlust" oder Kinderfeindlichkeit, sondern daran dass der Staat das Kinderkriegen schlicht unattraktiv werden ließ: Wenn er werdenden Eltern Anreize schafft, muss er das nicht über Elterngeld und Kitaplätze/Betreuungsangebote tun, sondern über Aktive Handlungen, die Eltern und Kindern wirklich zugute kommen.

Der gesellschaftliche Druck wirkt sich übrigens auch auf den Nachwuchs allerdings dermaßen harsch aus, dass sie dem oft nicht gewachsen sind: Jedes Kind muss Sport treiben, mindestens ein Instrument früh erlernen, dies und das können, in allem der Beste sein.. nee, das ist mir total suspekt!

Genauso ist es m.E. nicht der Sinn der Sache Kinder in die Welt zu setzen, wenn man sie mit 'nem halben Jahr schon in fremde Hände zur Erziehung gibt & sich wieder ins Büro hockt. Das ist doch - sorry - nix als Kontraproduktiv, echt jetzt..!!

Meine Meinung!

Sorry für den "Roman", aber das war mir jetzt wichtig.

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Eine Gesellschaft, die das Ziel favorisiert, keine oder kaum Kinder zu bekommen, wendet sich gegen das Leben, ist also unnatürlich. Wenn die meisten Menschen und Gattung zu dieser Sicht kommen würden, wird die Erde aufhören zu existieren. Da hört auch die Weisheit von Kant auf.

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Diese Entscheidung steht Dir frei. Um so mehr sie deine eigene ist, desto besser. 

Es hat einen Grund, warum, insbesondere von unseren eigenen Eltern, die Elternschaft favorisiert wird. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass man gerade erst durch die Verantwortlichkeit selber Eltern zu sein, Kinder zu zeugen, zu gebären und groß zu ziehen, sie kurzfristig in ihrer Entwicklung zu leiten und zu begleiten, den weltlichen Kreislauf von Sein und Vergehen besser erkennt, eine Wertigkeit sieht, die besser hilft, das Wesentliche von Unwichtigem zu unterscheiden. 

selbstverständlich stimme ich dir zu, dass nur wenige in einer vermeintlichen Pool Position starten dürfen; materieller Wohlstand, attraktives Äußeres, eine gute Ausbildung, Gesundheit. Alles vom Feinsten. 

Aber  glaube mir bitte, selbst die, die mit dem so genannten 'goldenen Löffel' geboren werden, haben ihre Laster, ihre Herausforderungen, und damit auch ihre Aufgaben zu erfüllen. Materieller Wohlstand und passendes Äußeres sind natürlich sehr angenehm, wenn man aber auf die Kernarbeit zurückgreift, wird jeder ein gleiches Werk zu verrichten haben. Wie auch  immer das jeder für sich definiert, ob durch den eigenen Glauben, eine eigene Überzeugung, Gehörtem, Gelesenem etc, einerlei, keiner von uns kommt da herum. 

Geld und Attraktivität können in vielem sehr hilfreich und beruhigend sein. Ebenso birgen sie allerdings das Potenzial, abzulenken und völlig verpeilt am eigenen Ziel vorbei zu existieren. So sind die Regeln.

Kinder sind weder Lösung noch Garant für das Erreichen des persönlichen Lebensziels. Mit ihrer Aufgabenstellung hat man allerdings die Möglichkeit, nah an der Lebensader zu sein, und da gibt es wunderschöne Momente. 

Ich glaube weniger, dass das Leben Dir etwas vorenthält, bei den vielen Möglichkeiten, Glück zu erfahren und zu lernen und zu unterscheiden, was man selber dafür tun kann, glücklich zu sein. Bei allem, was augenscheinlich dagegen stehen mag. Vergleiche ich allerdings meine Lebenssituation mit der von anderen, die das haben,  was man selber weniger hat, wird man immer der Verlierer sein. 

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Dann bekomm doch einfach kein Kind. Niemand zwingt dich. Vielleicht ist deine Familie da extrem oder du nimmst es falsch auf. Wenn meine Mutter mir sagt, dass es toll ist Kinder zu haben, dann ist das eher ein Kompliment für mich als eine Aufforderung. Du klingst irgendwie pessimistisch, als würdest du gar nicht leben wollen... Genieße einfach mal die schönen Dinge im Leben ;) auch als armer, dummer hässlicher Mensch kann man ein glückliches erfülltes Leben führen.

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Wieso wird das Kinderkriegen nie von der Gesellschaft hinterfragt?

Natürlich wird das hinterfragt!

Wenn dem nicht so wäre, würden keine Kinder mehr geboren werden!

Das Leben ist leider nicht schön oder ein Geschenk.

Wer sagt das?

Ich habe schon echt miese Zeiten erlebt, und trotzdem bin ich froh, dass meine Familie und ich leben und das Leben geniessen.

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Kommentar von Solnnis
12.12.2015, 21:56

Gerade weil das Kinderkriegen keine rationale Entscheidung des Verstandes ist, werden Kinder geboren.

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Ob Deine Familie von Dir erwartet, Kinder zu bekommen, wissen wir nicht. Aber die Aussage, wie schön es sei, Kinder zu haben, ist eine Erfahrung, die eltern nachvollziehen können und weitergeben.

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Wieso glaubst du, dass das Kinder bekommen von der Gesellschaft nicht hinterfragt wird?

Ich meine gerade in Deutschland sinkt die Geburtenrate doch ständig, immer mehr Paare entscheiden sich bewusst gegen Kinder zu Gunsten der eigenen Selbstverwirklichung.

Das spricht doch vollkommen gegen deine These in deiner Fragestellung!


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Naja wenn niemand mehr Kinder bekommt stirbt die Menschheit aus, der einzige Grund, weshalb wie Kinder kriegen ist wegen der Evolution, damit unser Bestand erhalten bleibt

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Kein Problem, mach doch, was du willst. Aber komm dich nicht beschweren, wenn du im Alter einsam bist und sich niemand um dich kümmert.

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