Wieso wird Burning Series nicht gesperrt?

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5 Antworten

Das hat viele Gründe. Erstens war ja längere Zeit umstritten, ob Streamen überhaupt illegal ist. Zweitens hosten die ja nicht direkt Videos, sondern verlinken und embedden nur welche, was zulässig ist. (Kino.to haben die ja auch nur dran gekriegt, weil die Betreiber gleichzeitig auch Video-Host-Seiten betrieben haben, die auf Kino.to dann verlinkt wurden.) Auf Server im Ausland können die Behörden auch nicht ohne weiteres zugreifen. Da sind die auf Amtshilfe im entsprechenden Land angewiesen. Und wenn die Server zB. in Syrien stehen, haben die Behörden dort eventuell gerade anderes zu tun.

Schließlich (und das ist für mich der Hauptgrund) stellen ja nicht die Betreiber von Burning Series sondern die Nutzer die Links und Videos ein. Dadurch genießen die Schutz nach §10 Telemediengesetz, wo es heißt:

Diensteanbieter sind für fremde Informationen, die sie für einen Nutzer speichern, nicht verantwortlich, sofern [...] sie keine Kenntnis von der rechtswidrigen Handlung oder der Information haben [...]

Das Bundeskabinett hat aber im Oktober diesen Jahres einen Gesetzesentwurf beschlossen, der das ändern soll. Danach soll §10 Telemediengesetz nicht mehr für Seiten gelten, auf denen hauptsächlich urheberrechtswidrige Inhalte gepostet werden. Dadurch kommen leider neben illegalen Video-Plattformen auch Fanfiction, Fanart und Remix-Plattformen in rechtliche Schwierigkeiten.

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2015/09/2015-09-16-telemediengesetz.html (ganz unten im Artikel)

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Der finanzielle Schaden ist ein weit verbreiteter Mythos.

Die meisten Leute die einen Film (illegal) herunter laden würden auch kein Geld für die DVDs/Blu-Rays oder Kinokarten bezahlen. Die echten finanziellen Einbussen der Filmehersteller sind also ehrlich gesagt sehr viel geringer als Angegeben. Da leiden die Kinos mehr unter schlechten Synchros, langweiligen Filmen, überhöhten Preisen und unnötigem 3D.

Trotzdem würden sie natürlich gegen diese Seiten vorgehen... wenn sie könnten. Viele dieser Seiten werden in Ländern gehostet, in denen sie viel Schutz geniessen. Ausserdem muss sowas auch erst mal vor Gericht durchgeboxt werden.

Deswegen werden nur die grössten Anbieter dieser Art (Piratebay, Megaupload, Rapidshare) von den Rechteinhabern attackiert.
Kleinere Seiten würden einfach den Provider und die Domäne wechseln und das Spiel beginnt von vorne.

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Kommentar von n3y9x
26.11.2015, 15:28

"Der finanzielle Schaden ist ein weit verbreiteter Mythos."

Das würde ich gerne belegt haben.

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Bs.to hostet die Serien nicht, sie verlinkt lediglich die Hoster.

Dadurch wird die Grauzone ausgeschöpft.

Ich persönlich nutze Netflix und Bs.to, weil ich zu ungeduldig bin, aber trotzdem dafür Zahlen möchte.
So zahle ich auf Netflix, schaue aber meist auf Bs.to und ähnlichen Seiten.

Beruhigt mein Gewissen enorm.

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Naja... theorethisch tut bs.to ja nichts verbotenes... serien streamen ist denke ich eine rechtliche Grauzone oder so

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Kommentar von n3y9x
26.11.2015, 15:15

Das Schauen ist ne rechtliche Grauzone, dass hosten von Inhalten fremder Urheber jedoch ne klare Straftat

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welcher "materieller Schaden" entsteht denn?

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Kommentar von n3y9x
26.11.2015, 15:14

Die Publisher machen viel weniger Gewinn, da die Leute Serien illegal im Internet streamen statt zu zahlen.

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