Wieso wird bei Zuwanderung aus kulturfremden Räumen eigentlich immer von "Vielfalt" und "Weltoffenheit" gesprochen?

... komplette Frage anzeigen

20 Antworten

Mal eine Frage: Warst du schon mal in den Großstädten dieser Welt unterwegs? New York, London etc.?

Dort wird dir sicherlich aufgefallen sein, dass sehr viele Menschen unterschiedlicher Herkunft nebeneinander leben können und sich dabei nicht gegenseitig an die Gurgel gehen.

Was glaubst du, wer die Pizzeria, die Döner-Bude oder den Gemüsehandel bei dir um die Ecke gegründet hat und betreibt? In aller Regel sind dies Migranten.

Die Freizügigkeit gehört zu unserer offenen und aufgeklärten Gesellschaft eben dazu. Genau das ist ein Teil unserer Identität. Freiheit. Und diese Freiheit gilt natürlich nicht nur für Deutsche sondern für jeden Menschen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Aus zwei Gründen ist mir der Eingangstext zu sehr Klischee-basiert.

1) natürlich würde ich auch nicht bestreiten, dass ein Zuzug von Menschen mancherorts zu Konflikten geführt hat. Allerdings gilt dies oft auch unabhängig von der Nationalität des Zuziehenden (wer kennt das nicht, dass auch Deutsche Nachbarschaftsstreit haben können?). Und es ist nicht so, dass dieses Konfliktpotential zu 100% überall zutreffen würde. Dieser positive Umstand wird gerne einmal vergessen.

Weder sorgt das Zusammentreffen D + A (Deutscher + Ausländer) automatisch für einen Konflikt, noch ist die Kombination D + D eine Garantie für "Friede, Freude, Eierkuchen". Dass bestimmte Konstellationen automatisch zu Konflikten würden ("alternativlos"), ist ein Klischee.

Dass es mancherorts Konflikte gibt, ist zutreffend.Es ist auch zutreffend, dass es positive Beispiele gibt. Also: ich bestreite nicht die Probleme, ich bestreite den Automatismus.

2) natürlich ist der Satz "Die Einheimische Bevölkerung möchte hingegen, dass Religion aus der Öffentlichkeit verschwindet" nicht zutreffend. Viele Menschen der "einheimischen Bevölkerung" möchten nämlich dieses nicht.

Damit zum zweiten Klischee: die angebliche Einheitlichkeit deutscher Denkweisen und Wertevorstellungen. Ich (und viele andere) haben andere Vorstellungen als andere Deutsche (die ihre Denkweise natürlich ebenso haben dürfen).

Dass ich mich gegen solche "Vereinheitlichungstendenzen" wehre, hat mit der Frage des Zuzugs gar nichts zu tun. Es hat aber viel mit der Frage der Freiheit zu tun.

Freiheit heißt aber nicht, dass man tun kann, was man will. Es gehört dazu, die Regeln einzuhalten. Wer die Regeln einhält, kann auch seine Kultur (wo auch immer die her kommt) hierzulande haben. Ich muss nicht dieselbe Religion wie mein Nachbar haben, ich muss nicht dasselbe essen, ich muss nicht dasselbe anziehen. Ob mein Nachbar in die Moschee geht, Atheist ist, oder Katholik, ist zunächst mal kein Problem.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung


Wieso wird bei Zuwanderung aus kulturfremden Räumen eigentlich immer von "Vielfalt" und "Weltoffenheit" gesprochen?



Was sind denn "kulturfremde Räume"? Räume, in denen menschliche Kultur gepflegt wird, sind sich nie "fremd"! Also kann es nur Räume und Menschen geben, die kulturelle Besonderheiten aufweisen. Wo sich Menschen versammeln oder zusammenleben, die viele verschiedene kulturelle Besonderheiten aufweisen, gibt es eine "Vielfalt" menschlicher Kultur! Durch gegenseitigen kulturellen Austausch können sich auch neue kulturelle Lebensformen entwickeln, ebenfalls ein Ausdruck von kultureller "Vielfalt".

Die Voraussetzung dafür, dass überhaupt Menschen mit kulturellen Besonderheiten zusammenkommen können, ist, dass "Weltoffenheit" herrscht und auf Abschottungen verzichtet wird!

Vielfalt und Weltoffenheit ist für mich zu akzeptieren, dass es auf dieser Welt eine Vielzahl von unterschiedlichen Kulturen ... gibt, die alle das Recht haben in Frieden und ohne äußere Einmischung ihre Kultur auszuleben zu können.

Dass Menschen "in Frieden und ohne äußere Einmischung ihre Kultur ausleben können", ist ein Völkerrechtsgebot und Menschenrecht! Das zu akzeptieren, hat mit "Vielfalt und Weltoffenheit" nichts zu tun; das nicht zu akzeptieren, ist ein Verbrechen!

Durch Zuwanderung wird nun gerade diese friedliche Vielfalt zerstört.

Nein, keineswegs! Der Friede in einer Gesellschaft wird dadurch gestört, dass Einheimische und/oder Zuwanderer nicht bereit sind, ihre jeweiligen kulturellen Besonderheiten zu akzeptieren und sich mit ihnen ergebnisoffen auseinanderzusetzen.

Die drei Folgerungen, die der Fragesteller am Beispiel syrischer Zuwanderer zieht, sind nicht überzeugend. Weder müssen die Syrer noch die Deutschen ihre Kultur aufgeben, sondern können beide im Rahmen der Gesetze gegenseitige Toleranz für ihre kulturellen Besonderheiten beanspruchen. Integration findet dadurch statt, dass beide Volksgruppen nicht auf Dauer nebeneinanderherleben, sondern sich mit ihren jeweiligen kulturellen Besonderheiten beschäftigen und dafür Verständnis aufbringen. In einer Gesellschaft der "Vielfalt und Weltoffenheit" ist das grundlegend!


So wollen die Syrer z.B. das religiöse Rechte mehr zählen, das
Turing-vollständige weniger Rechte haben oder das mehr Religion an den
Schulen gelehrt wird.


Die Einheimische Bevölkerung möchte hingegen, dass Religion aus der
Öffentlichkeit verschwindet, weltliche Gesetzte mehr gelten als
religiöse, Frauen nicht verschleiert rum laufen etc.





Was religiöse Eigenarten angeht, sei noch einmal daran erinnert, dass Religionsfreiheit in Deutschland im Rahmen der Gesetze das Grundrecht jedes Menschen (!) ist! Weder dürfen die erwähnten Syrer ihre Religion über das Gesetz stellen noch die Deutschen die Religionsfreiheit einschränken, weil sie Religion ablehnen - was übrigens nicht der Realität entspricht, weil sich viele Deutsche immer noch zum Christentum bekennen, weil sie auch Kirchenmitglieder sein wollen und Religionsunterricht an den Schulen befürworten!

All dies führt letztendlich zu Konflikten, die bis in Gewalt ausarten können.

Eine solche unfriedliche Entwicklung zeichnet sich nur dann ab, wenn kulturlose, ungebildete Barbaren aufeinanderstoßen!

Vielleicht liege ich falsch ...

Ja, absolut, wie ich oben dargelegt habe.

MfG

Arnold


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man muss hier unterscheiden zwischen Integration und Assimilation. Assimilation bedeutet, dass man sich vollständig anpasst und seine Wurzeln aufgibt und so an der Gesellschaft partizipiert. Integration hingegen bedeutet, dass man ebenfalls am gesellschaftlichen Leben partizipiert und natürlich auch unter dem Einfluss der Mehrheitagesellschaft steht, aber trotzdem einen Teil seiner ursprünglichen kulturellen Identität wahrt. Durch Assimilation entsteht nicht wirklich eine Vielfalt, durch Integration hingegen schon.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wir haben doch von Westeuropa aus unsere kulturelle Identität anderen übegestülpt, zunächst in den Zeiten des Kolonialismus, wo wir versucht haben, unsere Kultur zu exportieren und die Welt zu missionieren. Dann durch die Bedingungen des Welthandels wo wir Produkte, die in Westeuropa und den USA hergestellt worden sind, in Massen exportiert haben, z. B. Autos. Und die Fassbomben, die Assad auf die Menschen in Syrien wirft, sind auch Teil des westlichen Exports nach Syrien. Wir haben doch das Leben in diesen Ländern massiv verändert, nicht zuletzt deshalb, weil wir umfangreiche Geschäfte mit diesen Ländern gemacht haben, um an deren Erdöl zu kommen.  

Der ganze Syrienkonflikt ist Beweis für die Fremdbestimmung des syrischen Volkes. Da spiegelt sich der Ost-West-Konflikt drin. Und unter tätiger Mithilfe von Russen und Amerikanern wird die kulturelle Identität des syrischen Volkes gerade kaputt gebombt.

Vergiss nicht: Die gesamte Besiedlung Westeuropas ist durch die indogermanische Völkerwanderung etwa im Jahr 2000 vor Christus erfolgt. Wir alle bzw. unsere Vorfahren sind irgendwann mal aus dem vorderasiatischen Raum eingewandert. (siehe angehängte Karte) Betrachte einfach die Syrer, die jetzt zu uns kommen als Nachzügler von damals.

Zu den Voteilen der kulturellen Vielfalt empehle ich Dir den UNESCO-Bericht "In kulturelle Vielfalt und interkulturellen Dialog investieren"
https://www.unesco.de/fileadmin/medien/Dokumente/Kultur/Weltbericht\_FINAL.pdf Denn das kann man nicht mit ein paar Schlagworten beantworten.



  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der einzelne sollte dort leben können, wo er leben will, egal wo auf der Welt.
Zu den einzelnen Punkten:

1. + 2. Jeder Mensch wurde irgendwie sozialisiert. Selbst wenn sich jemand assimiliert, so investiert er zumindest einen Teil dieser Sozialisierung - der frühere Einfluss ist nicht einfach weg. So wird auch die Kultur, in die sich assimiliert wird, beeinflusst. Doch kulturelle Beeinflussung gab es schon immer und die deutsche Kultur gibt es nach über 1000 Jahren noch immer. Altes verschwindet (und ist oft trotzdem noch abrufbar) und Neues entsteht. Auch kann es sogar zu neuen Kulturen kommen, welche die Vielfalt noch erhöhen.

3. Viele Vorstellungen widersprechen sich, nicht nur auf interkultureller Ebene, sondern auch innergesellschaftlich auf diverse Arten. Dies muss nicht zum Konflikt führen. Gerade deine Beispiele sind hier zu überdenken. Es gibt auch einige Deutsche, die wollen, dass Religion wieder mehr an Bedeutung gewinnt und auch intensiver an Schulen gelehrt wird. Nur ein Teil der Deutschen ist außerdem gegen Verschleierung. Dem anderen Teil ist es egal oder es sind Deutsche, die selbst Verschleierung tragen.

Die Situation in Frankreich hat zudem nichts mit kultureller Differenz an sich zu tun, sondern v.a. mit wirtschaftlicher Benachteiligungen bestimmter Gruppen. Ich verweise hier außerdem einmal auf den Entstehungshintergrund der Banlieues.

Mal davon abgesehen gibt es die Globalisierung. Es ist nicht möglich, dass sich Kulturen nicht bei anderen Kulturen einmischen - auf die ein oder andere Weise.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du siehst das grundlegend verkehrt, nämlich schwarzweißmalerisch. Du implizierst in deiner These, dass Akzeptanz von Andersartigen zu Verlust der eigenen Identität führt. Das ist völlig absurd. Die eigene Identität ist keine Konstante. Zwar hat jeder Mensch seine Grundsätze, aber seine Sicht auf die Dinge wird durch seine persönlichen Erfahrungen geprägt. Und somit gefährdet die Auseinandersetzung mit dem Fremden nicht die eigene Identität, sondern erweitert viel mehr ihren Horizont. Es kann das eigene Kulturbewusstsein sogar stärken, wenn man das Fremde kennengelernt hat und dort akzeptiert und respektiert wurde. Vielfalt ist eine Stärke jeder modernen Kultur.

Wer dagegen von vornherein Akzeptanz und Interesse an Andersartigen verweigert, bleibt statisch in seiner Weltanschauung verhaftet und radikalisiert sich darin. Bald schon taucht der Gedanke auf, dass nur die eigene Kultur die einzig richtige ist und alles fremde eine Gefahr für sie darstellt. Genau das ist deine - offenbar völlig unreflektierte - Einstellung. Und das ist die Einstellung, die zu Konflikten führt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

die alle das Recht haben in Frieden und ohne äußere Einmischung ihre Kultur auszuleben zu können.

Erstmal heißt kulturelle Vielfalt tatsächlich nichts anderes, als dass in einem bestimmten Raum viele verschiedene Kulturen existieren.

Und keine Kultur bzw. Gemeinschaft hat ein absolutes Recht auf Nichteinmischung. Man darf sich zwar nicht willkürlich in andere Gemeinschaften einmischen, aber es gibt Situationen, in denen das geboten ist, z.B. um einen Völkermord zu stoppen.

Es gibt nun genau 3 Möglichkeiten wie das vonstatten gehen kann.

Falsch. Du vergisst die vierte Möglichkeit: Alle Kulturen akzeptieren einen bestimmten, kulturunabhängigen Grundkonsens an Werten, nämlich die Achtung der Rechte der anderen, das Bemühen, für sich selbst zu sorgen und die Tugend der Toleranz. Es findet also Integration statt.

In diesem Fall können alle Mitglieder der Gemeinschaft ihre angestammte Kultur(oder auch jede selbstgebastelte Kultur) weitgehend frei ausleben, auch größere Konflikte werden vermieden.

Es ist also möglich, dass verschiedene Kulturen friedlich zusammenleben. Dass das geht, sehen wir ja auch in der Realität: Hier in Deutschland leben Menschen unterschiedlichster Kulturen zusammen. Deutschland funktioniert im Großen und Ganzen ziemlich gut, wir haben auch keine größeren Konflikte aufgrund der Kultur(und ganz konfliktfrei kann es in einer Gesellschaft nie ablaufen).

Und im übrigen sind auch die einzelnen Kulturen nicht so homogen, wie du sie darstellt. Wieder Beispiel Deutschland: Die Wertevorstellungen z.B. einen säkularen Humanisten und eines fundamentalistischen Katholiken sind extrem unterschiedlich. Trotzdem schaffen es beide Gruppen, friedlich zusammenzuleben. Nach deiner Vorstellung dürfte das nicht möglich sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du gehst bei allen Deinen Annahmen von falschen Grundannahmen aus.

1. Kultur ist an Nationalität gebunden.

Mir ist jeder Holländer oder Skandinavier kulturell näher als ein Bayer oder Sachse.
Das führt direkt zu 2.

2. Kultur könne homogen sein.

Selbst innerhalb nationaler Kulturräume gibt es weitere Diversifikationen. Migration von Eingeborenen sorgt schon allein für lokale Vielfalt.

Was uns direkt zu 3. führt.

3. Kultur könne statisch sein.

Niemals war Kultur etwas, was "fertig" war. Eine Kultur, die sich nicht verändert, ist tot. Du forderst tote Kulturen. Immer schon haben sich verschiedene Kulturräume gegenseitig befruchtet. Elend entsteht immer erst dann, wenn versucht wird, Kultur als in sich abgeschlossen zu betrachten.

Wollte man Dein Anliegen ernst nehmen, müßten wir einen Rückbau unserer heutigen Kultur auf den Stand des Mittelalters vornehmen. Oder gar noch früher.

Arabische Zahlen, lateinisches Alphabet, amerikanische Musik, Lehnswörter (z.B. "Fenster" entstammt nicht dem deutschen Kulturkreis) usw.

Nein. Kultur lebt von Austausch, Übertragung, Ergänzung, Entwicklung. Wer das stoppen oder gar zurückdrehen möchte, stellt sich selbst außerhalb unserer Kulturtradition.

 Unstrittig muss natürlich sein, dass unser verfasstes Recht uneingeschränkt für jeden gilt. Keine Religion, keine kulturelle Gepflogenheit kann sich darüber hinweg setzen. Die oberste Instanz der Gesellschaft ist unsere in der Gewaltenteilung verfasstes Staatsgefüge. Hier gibt es nichts zu relativieren.

Kultur erhalten erfordert also nachgerade, Einflüsse von Außen zuzulassen, diese aufzunehmen, zu integrieren. Daraus entsteht in der Summe immer etwas Neues, was besser ist als seine Teile.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Syrer wollen die Religion garnicht in den Vordergrund rücken. Wieso sollten die das wollen ?! Außerdem ist die heimische Bevölkerung auch religiös und will die Religion auch nicht einschränken. Zweitens hat sich die Religion sowieso aus den Geschäften des Staates herausgezogen.

Auch sind deine Theorien Quatsch,beide Kulturen können nebeneinander existieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Man kann das auch anders machen, nämlich mit dem syrischen Nachbarn  nebeneinander leben. Man selbst akzeptiert, das die Frau vom Syrer mit Kopftuch rumläuft und der Syrer akzeptiert, das meine Frau ein Top mit Spghettiträgern an hat.

Ich stelle für seine Kinder am Nikolaustag eine Kleinigkeit vor Tür, ebenso sind die zu Ostern zum Eier suchen eingeladen und sie laden uns am Ende des Ramadan zum Fasten brechen ein.

Wo ist das Problem?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von realsausi2
14.09.2016, 13:01

Das ist eine Utopie, bei der es mir eine Gänsehaut macht. Nur solche Toleranz führt uns langfristig zu einer gesunden Gesellschaft.

1

Es gibt auch 4.

Jeder behält seine Kultur, lebt aber auch mit der neuen friedlich und interessiert zusammen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich halte es für ausgesprochen weltfremd, zu vermuten, es hätte irgendwo auf der Welt jemals diese einheitliche Lebenswelt schon mal gegeben.

Schon immer gab es in Deutschland unterschiedliche Lebenswelten, Adel und Bauern, Arm und Reich, Berliner und Menschen aus der Niederlausitz.

Mag sein dass dies in bestimmten Ghettos auf dem Land hinter Dresden oder im Villenviertel von Berlin nicht so spürbar war.

Wer aber die Erfahrung im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen hat, sieht vor allem im Anderen den Menschen. Nicht den Juden, Deutschen, Afrikaner oder Syrer.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja, diese kulturalistische Eindimensionalität entspricht dem Kulturrassismus, der in der neuen Rechten gepredigt wird und seinen Rassismus nicht mehr rassisch "begründet", sondern eben kulturalistisch.

Da du in einem freien Land lebst, darfst du gefahrlos und frei von staatlicher Verfolgung deinen Traum von einer "reinen" kulturellen völkischen Gemeinschaft gerne bekunden und meinetwegen auch leben.

Ich esse trotzdem weiterhin meinen leckeren Gemüsecouscous, höre internationale Rock-, Pop- und Jazzmusik und kopuliere lieber mit einer knackigen Ausländerin als einer verfetten Landsfrau, capice?! :-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du hast die Probleme benannt, die Probleme wollen die meisten nicht hören oder sich nicht eingestehen und eben deswegen wird es euphemistisch als Vielfalt verkauft, als ob Vielfalt ein Wert in sich selbst wäre.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das ist ziemlich genau die Philosophie der Identitären Bewegung, also neurechtes Gedankengut.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Gronkor
14.09.2016, 12:25

Ja, so was wie "Ethnopluralismus". Im Prinzip läuft diese Denke auf eine Art weltweiter Apartheid hinaus. Ich bin weg hier.

7

zuwanderer weiten den horizont (unter anderem)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Immer??

Unfug.

Dafür das das mit dem "immer" so nicht stimmt, dafür sorgen schon AfD und Konsorten.

Mal wieder eine Suggestiv- und Aufmischfrage aus der rechten Ecke.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das stimmt, sehe ich ungefähr genau so. Gewalttätige Konflikte sind wohl in der Konstellation unausweichlich, wobei Syrer nicht ganz so problematisch sein dürften, wie z.B. Türken, da sie soweit ich weiß häufig nicht ganz so religiös sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Lennister
15.09.2016, 13:11

Gewalttätige Konflikte sind wohl in der Konstellation unausweichlich

Wann gab es denn z.B. in Singapur oder Kanada gewalttätige Konflikte eines Ausmaßes, das die innere Sicherheit des jeweiligen Landes gefährdet? Oder in Deutschland? 

2

Endlich einmal eine fundierte Ausführung zu diesem heiklen Thema. Ich kann deinen Thesen zu 100% zustimmen und bin ebenso der Meinung dass jedes Volk seine Kultur in seinem Land ausleben kann und auch schützt.

Was ist daran bitteschön "rechts?" Jedes Volk, auch das deutsche hat das Recht seine Kultur zu bewahren und übermässige Zuwanderung führt zwangsläufig zu Konflikten.

Wenn jetzt wieder irgendwelche pseudolinken Ideologen mit der Nazikeule kommen dann kann ich darüber nur noch lächeln. Das ist mittlerweile über 70 Jahre her, es gibt keine Nazis mehr die sind alle in den "ewigen Jagdgründen."

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von realsausi2
14.09.2016, 12:58

es gibt keine Nazis mehr die sind alle in den "ewigen Jagdgründen."

Es steht gerade noch einer in Deutschland vor Gericht.

Der ist 95 Jahre alt.

Es gibt aber umso mehr Neo-Nazis, die die gleiche ScheiBe im Hirn haben.

8
Kommentar von hydrahydra
14.09.2016, 13:07

es gibt keine Nazis mehr

Ach, und der NSU war was? Und wer hat in den letzten Jahren all die Flüchtlingsunterkünfte angezündet? Und die Leute, die bei Demos gern mal "Frei, Sozial, National" brüllen, was sind die?


Was ist daran bitteschön "rechts?"

Die Idee, dass man "seine" Kultur bitteschön nur in "seinem" Land ausleben soll, ist rechts. Früher nannte man das Blut-und-Boden-Ideologie, und der zweite Aufguss, der heute grassiert, ist da nicht weniger braun.

7

Was möchtest Du wissen?