Wieso wird bei der Umwandlung einer MAC in eine LLU das 7. Bit umgekehrt?

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2 Antworten

Die Begründung findet man im RFC 4291:

"The motivation for inverting the "u" bit when forming an interface identifier is to make it easy for system administrators to hand configure non-global identifiers when hardware tokens are not available.  This is expected to be the case for serial links and tunnel end-points, for example.  The alternative would have been for these to be of the form 0200:0:0:1, 0200:0:0:2, etc., instead of the much simpler 0:0:0:1, 0:0:0:2, etc."

Man möchte am Interface ID erkennen, ob dieser global oder lokal eindeutig ist. In der MAC-Adresse bedeutet 0 global eindeutig und 1 lokal administriert. Hat man nun Interfaces, die keine Hardware-Adresse mitbringen, muss man den Interface ID selbst vergeben. Ein solcher selbst vergebener Interface ID ist niemals garantiert global eindeutig. Hier müsste also, wenn man beim Schema der MAC-Adresse bleibt, das u-Bit auf 1 gesetzt werden. Weil das unbequem ist, hat man beschlossen, die Bedeutung dieses Bits im Interface ID umzukehren.

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Um erkennen zu können, ob der Interfaceidentifier auch global eindeutig ist oder nicht.

Da MAC-Adressen als global eindeutig gelten, wird das Bit invertiert (also gesetzt, weil es im Regelfall bei MAC-Adressen 0 ist)

Näheres steht im RFC RFC4291 Abschnitt 2.5.1.

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