Wieso will Boris Johnson nicht britischer Premier werden?

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5 Antworten

Weil er den Dreck den er gemacht hat nicht wegräumen will.

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Kommentar von Mambo96
30.06.2016, 16:45

besser hät ich das nicht sagen können 👍

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Wieso will Boris Johnson nicht britischer Premier werden?

Das hat mehrere Gründe: 

1. Er wollte es nie. Es ergab sich so.

Johnson hat vor allem einen persönlichen Streit mit seinem Partei-Kollegen Cameron ausgetragen. Das Amt des Premierministers (das Cameron inne hat(te)) hat ihn dabei sicherlich gereizt, doch nicht um jeden Preis.

Wichtiger war ihm, "über Cameron zu siegen". Einen persönlichen Sieg davonzutragen. 

2. Das Volk hasst ihn zunehmend.

Johnson war einst ein sehr beliebter Bürgermeister von London. Das ist mittlerweile vorbei. Jetzt wird er offen auf der Straße angefeindet; und vor seiner Tür stehen Leute mit Plakaten, auf denen "Piss off, Boris!" ("Verpiss dich, Boris!") steht. Das kratzt an seinem Ego.

Und mit seinen Lügen hat er sich auch unter den eigenen Partei-Freunden mächtige Feinde geschaffen. Es wäre nicht einmal sicher, dass er gewählt werden würde. Und diese Blamage gibt er sich wohl nicht.

3. Er ritt zwar mit Farage in den gleichen Sonnenuntergang; doch auf getrennten Pferden.

Diese Metapher will sagen: Johnson ist alles andere als überzeugter "Brexit"-Freund, wie es etwa Farage ist. Vielmehr hat er diese "Brexit"-Position nur eingenommen, um Cameron zu ärgern. Genauso gern (wahrscheinlich sogar sehr viel lieber) hätte er für "Bremain" gekämpft, wenn Cameron die "Brexit"-Position eingenommen hätte.

Insofern ist es schwer vorstellbar, dass er sich von Farage dulden lassen würde. Das müsste er aber politisch machen, um seine Partei wieder (mit Gewalt) zu konsolidieren, nachdem er sie im Wahlkampf um den Brexit auf eine harte Zerreißprobe gestellt hat.

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Persönlich "an Ansehen gewinnen" könnte er in diesen Zeiten auch nicht, denn der nächste Premierminister wird einen ganzen Haufen höchst unangenehmer Nachrichten für die Briten zu verkünden haben.

Auch das ist nichts für den Sunnyboy Johnson.

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Abgesehen von seiner persönlichen Meinung wird ihm auch unterstellt, dass er politisch äußerst schwach auf der Brust sei. Er könne hervorragend reden und Menschen mitreißen. Aber "Führen" soll er nicht können, behaupten manche. 

Doch genau das braucht Großbritannien jetzt, wenn es nicht endgültig den Bach runtergehen will: Starke Führungspersönlichkeiten, die sich bei den kommenden Vertragsverhandlungen mit der EU ebenso durchsetzen können, wie bei Gesprächen mit Konzern-Leitungen, wenn es um den Verbleib von Arbeitsplätzen in Großbritannien geht...

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Kommentar von paulklaus
01.07.2016, 13:53

...und nun war ihm auch noch sein Mitstreiter GOVE in den Rücken gefallen, mit dem er ein gutes Team zu bilden gehofft hatte...!

pk

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Berechtigte Frage, allerdings denke ich das er die exakte Antwort nur selbst weiß. Ich würde nach dem Austritt aus der EU (Stichwort Brexit) auch ungern Premier werden, 

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Weil er genau weiß dass GB nun am Arsch ist und er nicht die Eier hat, das was er angefangen hat zu Ende zu bringen!
Sein Plan war doch: Knapp verlieren und weiterhin gegen die EU hetzen, um den Sonderstatus GB in EU weiter auszubauen!

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Weil er zu feige ist etwas zu Ende zu führen, womit er selber unter anderem angefangen hat

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