Wieso werden Waldorfschulen oft abwertend bewertet/verspottet?

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10 Antworten

Hallo PsychoHead!

Gäbe es überwiegend Waldorfschulen in Deutschland für alle Kinder, würden die "normalen" Schulen verspottet werden. Die Norm kennt jeder - das ist normal! Was außerhalb der Norm liegt, ist ungewöhnlich, unbekannt, unnormal.

Sachlich bewerten kann man nur, was man kennt. Wer was nicht kennt, kann sich kein Urteil bilden, hat sich aber selber ein eigenes Bild nach eigenen Vorstellungen zusammengebaut.

Hinzu kommt noch die fehlende Akzeptanz vieler Menschen in Bezug auf vielen Dingen. Die Wahl einer Schule der anderen Art kann nicht richtig eingeordnet werden. Halbwahrheiten und Gerüchte verbreiten sich schnell und halten sich hartnäckig.

Ja, so sind wir Menschen! :(

Wieso sind wir Menschen, wie wir sind? Gute Frage! ;-)


Das pädagogische Prinzip der Waldorfschule

Das System der Waldorfschule geht auf das Waldorfprinzip von Rudolf Steiner zurück und entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mittlerweile sind Waldorfschulen in der ganzen Welt vertreten. In Deutschland sind die Waldorfschulen staatlich anerkannte Ersatzschulen in freier Trägerschaft. Aktuell gibt es in Deutschland 225 Waldorfschulen, weltweit sind es 1.101 Einrichtungen.

Der Bildungsweg an Waldorfschule beginnt bereits in den entsprechenden Kindergärten und geht dann ohne merklichen Übergang in die Grundschule und die Sekundarstufe I über. Generell endet die Waldorfschule nach 12 Jahren Unterricht. Danach bekommen die Schüler ein ausführliches Zeugnis, mit dem sie sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten können. Zusätzlich kann ein 13. Schuljahr an der Waldorfschule absolviert werden, das mit der Allgemeinen Hochschulreife, dem Abitur, abgeschlossen werden kann. In diesem letzten Schuljahr wird nicht mehr nach den pädagogischen Grundsätzen der Waldorfschule, sondern nach den Methoden der Gymnasien unterrichtet, um eine Vergleichbarkeit der Abschlüsse sicherzustellen.

Das pädagogische Prinzip der Waldorfschule besteht aus einem drei-gliedrigen System. Vermittelt werden demnach: intellektuell-kognitive Fähigkeiten – das Denken künstlerisch-kreative Fähigkeiten – das Fühlen handwerklich-praktische Fähigkeiten – das Wollen Epochen und Fachunterricht an der Waldorfschule

Der Unterricht folgt keinen festen Lehrplänen, sondern gliedert sich in den Epochen-Unterricht und den Fachunterricht. Jeder Schultag beginnt mit dem mindestens zweistündigen Epochen-Unterricht, der vom Klassenlehrer abgehalten wird und über mehrere Wochen hinweg ein spezifisches Thema behandelt. Der Fachunterricht wird dann von entsprechenden Fachlehrern abgehalten und beinhaltet zum Beispiel Fremdsprachen, Religion oder auch Sport und handwerkliche Fächer. Dabei wird bei der Waldorfschule vor allem in den ersten Jahren weitestgehend auf Schulbücher und ähnliche Unterrichtsmaterialien verzichtet. Auch die Neuen Medien werden nur sehr begrenzt eingesetzt. Dadurch soll die Lehrer-Schüler Beziehung intensiviert und für den Schüler verstärkt direkte sinnliche Erfahrungen möglich gemacht werden.

Lehrer sollen nach den Grundsätzen der Waldorfpädagogik durch lebendigen Unterricht zur Autoritätsperson werden, Schüler sollen durch den vornehmlich praktischen Unterricht lernen sowie durch intensive Zusammenarbeit z. B. bei Projekten mit den Mitschülern soziale Kompetenzen entwickeln.

Leistungsbewertung an der Waldorfschule

Die Waldorfschulen verzichten auf Noten. In den Zeugnissen erfolgt keine Bewertung der Schüler nach dem ‚sehr gut‘ bis ‚ungenügend‘ Prinzip, mit Ausnahme des Abiturzeugnisses nach der Klasse 13. Stattdessen werden die Leistungen in ausführlichen Texten beschrieben, wie es auch in den ersten beiden Jahren auf der Grundschule der Fall ist. Dabei wird auf die individuellen Fähigkeiten, Talente und Entwicklung der Schüler eingegangen. Auch auf die Entwicklung der sozialen Kompetenzen wird besonderen Wert gelegt.

Waldorfschulen in Deutschland

Wer sich vor Ort von der Philosophie der Waldorfschulen oder auch der Waldorf Kindergärten informieren will, findet beim Bund der Freien Waldorfschulen eine Übersicht über sämtliche Einrichtungen in Deutschland.

http://www.bildungsxperten.net/wissen/was-ist-die-waldorfschule/

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das ist irrational in 99 % aller entspr. Meinungen. Die Hauptgründe für diese Vorurteile sind:

  1. Es sind die Kenntnisse zu dieser Pädagogik sehr oft nicht ausreichend vorhanden

  2. Es ist das Image des R. Steiner, der als " Konkurrent" der christl. Kirchen angesehen wurde und von diesen entspr. "kommentiert" wurde ("Esoterik-"-Vorwurf)

  3. Es sind außerdem die erlebbaren(!) Persönlichkeiten, die als Absolventen der Waldorfschulen häufig eine positive Stärke der Person zeigen , die beneidet werden kann

  4. Es ist gegenüber den staatl. Schulen die organisatorisch und schulpraktisch kindgemäßere und nachhaltigere Schule- was sich die staatl. Schulen aus finanziellen Gründen bisher nicht leisten konnten (Bildungspolitik des Landes).

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Es ist doch eine - leider - weitverbreitete Unsitte gerade über Dinge/Inhalte über die man nichts oder fast nichts weiß, sich negativ auszulassen.

Walddorfschulen haben, soweit ich mich erinnere, ein etwas anderes Leistungskonzept als öffentliche Schulen, wenn Dich das wirklich interessiert, findest Du über eine der Suchmaschinen bestimmt eine ganze Menge - auch wahrer - Informationen im Net.

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Kommentar von October2011
26.10.2012, 23:18

Es ist doch eine - leider - weitverbreitete Unsitte gerade über Dinge/Inhalte über die man nichts oder fast nichts weiß, sich negativ auszulassen.

In der Regel sind es die ehemaligen Waldorfschüler selbst, die sich als Erwachsene über ihre alte Schule lustig machen.

October

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Ich glaube, die Tatsache dass es einfach eine 'andere' Schule ist, macht das ganze etwas ungewöhnlich. Deshalb lästern viele darüber.

Dort wird sich etwas mehr mit der Natur und der Kunst befasst. Und auch in einigen anderen dingen unterscheidet sich das ganze von Gymnasium, Realschule und so. Ich bin mir da nicht sicher, aber ich meine das ist so ;)

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eine waldorfschule oder auch baumschule sind schule die mit schwachen kindern zusammen arbeiten.

vieles ist da sehr viel leichter als auf eine sonder oder hauptschule. früher galten die kinder dieser schule als dämlich was heute leider immer noch vertreten ist,aber viele die von einer baumschule kommen studieren und sind ziehmlich hohe tiere.

auf so einer schule lernt man z.b seinen namen tanzen.das macht für viele keinen sinn aber für die kinder der schule hilft es sehr.

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Kommentar von lisabisa
26.10.2012, 23:11

Baumschule bedeutet aber... Gärtnerei....?!

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Kommentar von ellymaria
29.10.2012, 18:21

du hast absolut KEINE AHNUNG von einer waldorfschule ! was für ein unsinn ...

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Kommentar von hasifritzi
13.02.2013, 10:17

Sowas dummes habe ich selten gehört. Ich bin sprachlos. Warst du überhaupt in irgendeiner Schule ?????

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Nicht jeder versteht das Konzept und immer wieder machen sich Menschen über Dinge lustig, die sie nicht verstehen.

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Auf den schulen geht es eigentlich mehr so um Kunst. Da lernen die Kinder ihren Namen zu tanzen, dass ist der grund warum die Schulen oft verspottet werden(Geistig eingeschränkt)

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soviel ich weiss bekommen die schüler da keine zensuren, und sie müssen nicht die ganze zeit im klassenzimmer sitzen, wenn sie keine lust mehr haben, können sie aufstehen, rausgehen, essen gehen ect.

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Kommentar von ellymaria
29.10.2012, 18:22

"so viel ich weiß" ... sry aber da weißt du reichlich wenig !

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Informiere dich doch einmal über Anthroposophie und mache dir selbst ein Bild.

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