Wieso werden Rennautos nicht mit Diesel betrieben?

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8 Antworten

Es gibt Rennautos, die Dieselmotoren haben.

Die Herausforderung des Dieselmotors liegt eher im technischen, weshalb der Dieselmotor kaum Verwendung im Rennbetrieb findet.
Besonders ist hier der Mitteldruck zu erwähnen. Das ist ein bissl eine komplizierte Größe, aber sie sagt aus, wieviel Leistung mal Zeit (="Arbeit" ) pro Hubraum abgewickelt wird. Bei Diesemotoren ist dieser Mitteldruck besonders hoch, da das Drehmoment wesentlich stärker ist, als bei Benizinern.
-> Bauteile gehen oftmals leichter kaputt, oder müssen wesentlich dicker oder fester ausgelegt werden, was sie auch schwerer macht! Und Gewicht ist im Motorsport ein KO-Kriterium.

Audi setzt in Le Mans beim 24h Rennen ein Dieselaggregat ein. Das ist aber nur deswegen rentabel, da der Diesel spürbar effizienter ist und bei diesem Langstrecken Rennen effizienz eine besondere Bewertung erfährt und dieser Aspekt auch im Reglement vorgesehen ist. -> Audi macht das aber auch primär aus Marketinggründen!

Aspekte die Andere Nutzer hier angesprochen haben, wie mangelnde Leistung im hohen Drehzahlbereich möchte ich klar abweisen! Das spielt keine Rolle, denn der Vorteil des höheren Drehmoments im niedrigen Drehzahlbereich wäre viel wichtiger. Broblem ist in erster Linie Gewicht und hohe Belastung der Bauteile.

Beim Diesel kommt ein weiterer Aspekt dazu: Der Diesel ist eigentlich nur in Mitteleuropa wirklich etabliert. In den USA oder in Japan schauen sie dich komisch an, wenn du ihnen was vom Diesel erzählst. Diesel ist ein sehr deutsches Phänomen und nur hier werden auch wirklich größere Umsätze mit Diesel-PKWs erzielt. Weltweit erreicht der Diesel nicht derart große Relevanz. Ergo ist auch die Idee Dieselfahrzeuge für den Renneinsatz zu bauen in den Meisten Gebieten der Erde recht abwegig. Diesel verbindet man eher mit Heizungen, LKWs etc..

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An diesem Wochenende läuft das berühmteste Autorennen der Welt, die 24h von LeMans. Wird auch auf Eurosport übertragen.

Da setzte Audi jahrelang Dieselmotoren ein, weil Diesel einen etwas höheren Energiegehalt hat als Benzin.

Seit etwa 2011 (exakte Zahlen müsste ich auch nachschlagen) wurde das Reglement so geändert, dass in der LMP1-Klasse der maximale Energieverbrauch pro Runde (ca. 5 l pro 13km = 37l/100km) vorgegeben wird. Welche Konstruktion dazu verwendet wird, ist den Konstrukteuren völlig freigestellt. Lediglich die max. Größe des Hybrid-teiles ist zusätzlich vorgeschrieben.

Schon letztes Jahr war es so und dieses Jahr sieht es ähnlich aus, dass der Porsche 919 Hybrid die Nase vorne hat. Der hat von allen Fahrzeugen den kleinsten Motor, einen 2L-Vierzylinder Turbobenziner mit knapp 500 PS. Zusammen mit der Leistung des Hybrids bringt er es auf eine Maximalleistung von rund 900 PS. 

Audi tritt mit einem 4L-V6-Turbodiesel mit knapp über 500 PS an, kommt aber gegen Porsche nicht an. Das Konzept von Porsche ist offensichtlich besser in der Lage, die verfügbare Energie in Geschwindigkeit umzusetzen.


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Einsmal vorweg: Es bgibt Dieselrennautos.

Der Verbrauch spielt beim Rennen keine Rolle, da gehts nicht um Wirtschaftlichkeit. Für den Rennsport hat ein Diesel mehrere Nachteile weshalb man überwiegenst Benzinmotoren nimmt. Um mal ein paar zu nennen:

Ein Diesel ist wesentlich schwerer. Bei einem Rennwagen kommts auf jedes Gramm an. Mehr Masse bedeutet weniger Beschleunigung, schlechteres Brems und Kurvenverhalten.

Ein Diesel hängt nicht so zügig am Gas wie ein Benziner, er braucht länger um hochzudrehen.

Und last but not least: Die Literleistung ist beim Benziner auch noch höher.

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Es gibt Rennwagen mit dieselmotor, reden wir aber z.b. von der Formel 1 dann:

Die Drehzahlspanne ist viel geringer als bei Benzinmotoren.
Das Gewicht wäre zu hoch da ein Dieselmotor viel Massiver aufgebaut ist.
Sind Dieselmotoren für dauernde Drehzahlwechsel wie es beim Schaltvorgängen in Rennwägen einfach nicht ausgelegt

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Das Drehmoment von Benzinmotoren ist nicht geringer, jedenfalls dann nicht, wenn man das Getriebe anpasst. Vermuteter Grund für den vornehmlichen Einsatz von Benzinmotoren: Drehfreude und Akustik. 

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Es gibt ein Diesel Rennauto, den https://de.wikipedia.org/wiki/Audi_R10_TDI.

Problem ist die mangelnde Leistung im hohen Drehzahlbereich. Auch die Wartung ist komplexer.

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Verbrauch hat glaube ich im Rennsport noch nie wirklich jemanden interessiert.

Da zählt nur Leistung. Formel 1 Fahrzeuge fahren auch nicht mit Super :)

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Diesel bringt den sofortigen Durchzug.
Benzin hat die höhere Entgeschwindigkeit.

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