Wieso werden Geringverdienste auch noch versteuert anstatt vom Staat belohnt?

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8 Antworten

Hinzu kommt, dass solch eine Mindestlohn Forderung, wenn sie denn
durchgesetzt wird, dazu führt, dass die Arbeit dadurch teilweise ins
Ausland abwandert

Nicht das Handwerk. Haare wollen nunmal auch hier geschnitten werden und wer wirklich Qualität will, mit Haarwäsche und Pflege, der weiß, dass das nicht 10,- € kostet.

Anstatt also Geringverdienste zu besteuern, wäre es da nicht sinnvoller,
sie zu belohnen, mit einer positiven Steuer - also eine bestimmte Summe
dem Geringverdiener auszahlen, damit er sich am Ende auch noch was
leisten kann, ausser das Notdürftigste.

Der Gedankengang geht in Richtung Grundeinkommen. Wir haben einen progressiven Steuersatz, heißt der Mensch mit 2.000,- € Brutto hat nicht all zu viele Steuerabzüge.

Einkommen unter etwa 12.000,- € brutto wird gar nicht mit Lohnsteuer belegt.

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Kommentar von Mahpee
13.07.2017, 15:28

2000´x 12 = 24000 euro/brutto im jahr.. und auch die lohnnebenkosten schmälern entsprechend den nettolohn während ich von grundeinkommen überhaupt nichts halte. wer geht da noch gerne im niedriglohnsector arbeiten, wenn er kaum mehr erhält als derjenige, der lieber zu hause bleibt, sich seinem hobby widmet und sich hin und wieder etwas dazu verdient?

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1, Bekommen Geringverdiener zuschüsse vom staat. Das nennt sich aufstocker und betrifft Personen die unter dem Hartz IV Satz verdienen.

2. Werden Geringverdiener schon weniger versteuert. Wer mehr verdient hat einen höheren Prozentsatz an steuern bis zum Spitzensteuersatz von 42%, bis zu einer gewissen Grenze bist du auch ganz steuerfrei und hast nur Sozialabgaben

3. Lohnt es grade für Geringverdiener nicht auszuwandern. Meist werden die Berufe in anderen Ländern nicht wirklich besser bezahlt (oder warum glaust du sind so viele Pflegekräfte aus Osteuropa hier) mit einem z.T. schlechteren sozialen Netz. Und auch die AG können nicht abwandern denn oft handelt es sich um vor Ort Dienstleistungen wie Putzen, Haare schneiden oder pflegen.

4. Hält dich niemand davon ab dir was besser bezahltes zu suchen.


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Kommentar von Mahpee
12.07.2017, 20:40

Eine meiner Verwandte ist Friseurin. Besser bezahlt werden, wo soll sie danach suchen? Selbst der 300 km entfernte Friseurladen-Besitzer kann ihr auch nur das zahlen, was sie schon jahrelang verdient. Und verdient hat sie mit Sicherheit mehr. Kaum krank, null arbeitslos

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Hi,

zunächstmal finde ich 2000 brutto jetzt nicht wirklich "zu wenig zum leben". Man muss nur mit Geld umgehen können und seine Ansprüche und den Konsum hinterfragen.

Beim Mindestlohn, würde ja jeder zB. die Friseure in deinem Beispiel mehr verdienen und somit ist der Friseuladen-Besitzer "gezwungen" die Preise zu erhöhen, wenn sein Betrieb sonst nicht mehr wirtschaftlich sein kann.

Und bei diesem Beispiel wird auch keiner ins Ausland abwandern. Bei anderen Branchen mag das vorkommen.

Jemanden "zu belohnen" der wenig verdient ist nicht durchzuführen, weil dann würden die Verantwortlichen in den Unternehmen noch seltener ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn sie den Arbeitnehmern niedrige Löhne zahlen...der Staat stockt ja eh auf...usw

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Kommentar von Mahpee
12.07.2017, 20:44

So lässt es sich leicht argumentieren, damit alles so bleibt, wie es ist

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2000 brutto ist ja nicht wirklich so schlecht, da bekommen viele deutlich weniger. Eine Bekannte arbeitet bei einem Unternehmer im Büro, macht ständig unbezahlte Überstunden wie jeder andere im Büro auch und bekommt auch kaum mehr. Und als Friseuse kann man sich noch sehr viel Trinkgeld steuerfrei erarbeiten, das kommt da ja auch noch obendrauf und etwas nebenher arbeiten ist auch recht einfach. 

Das ist schon Jammern auf hohem Niveau und so viel Steuern zahlt man auch nicht.

Ich denke nicht, dass es Sinn macht, bei allen und jedem drauf zu zahlen, bringt nichts und wäre zu teuer. Dass man in manchen Jobs nichts verdient, das weiß man halt vorher. Und es sind ja sehr viele Berufe, Arzthelferinnen, Pflegekräfte, Reinigungskräfte und viele viele mehr. Von daher kann man eben nur die Leute unterstützen, wo es wirklich nicht zum Leben reicht und nicht einfach jeden Dritten großzügig aufstocken. 

Da ist der Mindestlohn schon der bessere Schritt in die richtige Richtung.

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Die Steuern betragen bei 2k Brutto gerade einmal 200 € wo ist das Problem? Was mehr ins Gewinn cht fällt sind stets die Sozialversicherungen, für diese müssen vom Arbeitnehmer noch 400€ bei 2k Brutto berappt werden. Aber ganz ehrlich, lieber Sozialversichert als Privat.

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Kommentar von Mahpee
12.07.2017, 20:49

Da hast du vollkommen Recht. Warum aber sollte an den Sozialversicherung-Beiträgen nicht ähnlich gedreht werden können?

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Wie sollen Friseure ins Ausland abwandern? 

Es gibt eine Steuerprogression, demnach werden Gerningverdiener am geringsten besteuert und Großverdiener am höchsten besteuert. Was ist daran so ungerecht? 

Sollen Deiner Ansicht nach Gerningverdiener gar keine Steuern bezahlen?

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Kommentar von Mahpee
12.07.2017, 20:11

Friseure war nur ein Beispiel. Es gibt unzählige andere Geringverdiener-Branchen. Kaum ein Schuh, ein Hemd oder eine Hose wird bei uns noch produziert. Auch nur wieder Beispiele von vielen

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Wenn der Staat den Geringverdiener alimentiert haben weder AG noch AN ein Interesse mehr zu bezahlen/verdienen. Aber die Gesellschaft, der Staat muss mehr Geld verdienen um die Zusatzleistungen zu erbringen.

Gerade im Friseurhandwerk werden aber die Trinkgelder "gerne" unterdrückt. Das macht sicher 3-500€ im Monat aus.

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Kommentar von Mahpee
12.07.2017, 20:16

Die Trinkgelder werden als solche schon bei der Lohnzahlung miteinkalkuliert. Das bedeutet paradoxerweise, dass du mit deinem Trinkgeld der Friseuse im Endeffekt eher schadest.

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Ja das was wir hier als regierung haben ist eben ein regime, das in die taschen der Reichen und Kapitalbesitzer wirtschaftet und es von den kleinen nimmt. Sehr einfach. Sie werden ja immer wieder gewählt, nicht........was soll man da sagen.

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Kommentar von Mahpee
12.07.2017, 20:34

Hier spannst du den Bogen viel zu weit. Unternehmer müssen Umsätze und Gewinne einfahren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Deine überaus soziale bzw. sozialistische Denkweise führt erst richtig in den Abgrund. Nicht auf das Unternehmertum und auf Reiche schimpfen! Wenn sie das Weite suchen, dann guckst du

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