Wieso werden Flüchtlinge mit Fisch versorgt, anstatt ihnen das Fischerhandwerk beizubringen, um für sich selbst sorgen zu können?

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15 Antworten

Klingt sehr biblisch. 

Hierzulande ist Angeln für die meisten ein Hobby und es kann sein, dass man stundenlang dasteht und nichts fängt. Man braucht einen Angelschein und ggf. noch eine andere Genehmigung. Man braucht eine Angel! Außerdem je nach Art des Angelns noch andere Ausrüstung, die erst mal verfügbar sein muss.

Oft muss man auch Geld zahlen, um an einem Ort angeln zu dürfen. 

Das alles muss erst mal da sein. Da würde ja noch der Gemüsegarten im Flüchtlingsheim sinnvoller sein. Außerdem denke ich nicht, dass man Flüchtlinge speziell mit Fisch versorgt - der ist meist teuer - sondern ggf. Fisch hin und wieder angeboten wird. Allerdings (außer Fisch in der Dose) sicher nicht von der Tafel. Und auch nur ausnahmsweise in Großküchen, die ggf. Flüchtlinge versorgen. Wer Geld bekommt, wird sicherlich erst mal versuchen, günstige Lebensmsittel zu kaufen, da dazu gehört Fisch - außer Dosenfisch in einigen Fällen - eher nicht. 

Ich stelle mir gerade vor, wie sich Flüchtlinge organisieren, um ihre Rinderzucht zu beginnen, damit sie kein Fleisch kaufen müssen....

Wir kaufen unsere Grundnahrungsmittel ja auch meist im Supermarkt. Man kann eine Empfehlung geben, was günstig einzukaufen ist und was man daraus zubereiten kann, aber selbst züchten oder angeln oder jagen ist mit viel zu viel Aufwand (vor allem im Vorfeld: Genehmigung, Schein, Ausrüstung) verbunden. Ein Punkt, der bei der hiesigen Tafel auffiel, war, dass Flüchtlinge andere Lebensmittel erbaten als Einheimische, weil sie andere Gerichte kannten. Ein paar (internationale) Rezeptideen für gängige günstige Lebensmittel, die vielleicht in deren Heimat nicht so verbreitet sind, wäre möglicherweise ein Ansatz zum Sparen bzw. zur sinnvollen Planung von Mahlzeiten.

Das ist eine nette Idee, aber nicht jedes Land liegt am Wasser und in diesen Ländern ist Fischerei bereits verbreitet. In Deutschland kann nicht jeder iwo iwas fischen.

Es ist einfach nicht rentabel oder zielführend.

Ganz einfach, weil Krieg herrscht. Die Flüchtlinge sind hier, weil sie hier sicher sind, warten ab bis der Krieg vorbei ist und gehen dann wieder nach Hause. Das Problem ist nicht dass sie unfähig sind eine wirtschaftlich funktionierende Gesellschaft zu formen.

Da ich mir nicht sicher bin ob du dich auf das Sprichwort beziehst oder das wörtlich meinst versuche ich es mal wörtlich zu erklären. 

Es ist vorerst wahrscheinlich einfacher und billiger erst mal alle mit Fisch zu versorgen als jedem einzelnen das fischen beizubringen. Auf längere Sicht werden sie dann wahrscheinlich auch das fischen gelehrt werden damit sie dann ihre eigenen Fische fangen können ohne sie von jemand anderem zu bekommen. 

Hi,

Mal so als theoretische Nachfrage, von wo soll denn besagter Flüchtling kommen und wo soll er angeln? 

in den verseuchten Kriegsgebieten von Aleppo, wo Chemie und Biowaffen eingesetzt wurden?

In der Wueste von Marroko?

In der Steppe Afrikas?

oder doch lieber in Indien, wo die Fluesse so tolle neue Farben dank Kleidungsherstellung bekommen haben? 

Warum hat dich deine Mutter gesäugt, statt dir beizubringen, eine Kuh zu melken? Richtig, weil du als Säugling bedürftig warst und Menschenrechte hattest. Im übrigen gibt es viele gebildete und gelernte Flüchtlinge. Ich kenne darunter Architekten und Arzthelfer. 

Das freut mich wirklich sehr für dich :) schade nur, dass in unserem Land nichtmal die Arzthelfer ihren Leuten helfen können, "da wir ja gar nicht wissen was sie können." Also müssen sich unsere Ärzte um die Neuankömmlinge kümmern, obwohl es ja eigentlich auch die "so gebildeten" Flüchtlinge machen könnten. Läuft einiges schief in diesem Land.

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@Nickinator

An den Hotspots wird es durchaus betrieben, dass geflüchtete Ärzte und Arzthelfer sich an den Erstuntersuchungen beteiligen können. Im Übrigen haben derart qualifizierte Leute die Möglichkeit, mit einer sogenannten blauen Karte schneller wieder in ihren Beruf einzusteigen und damit tatsächlich der Gesellschaft zu nützen. Ich finde, bei der Flüchtlingsdebatte sollte viel eher die Feststellung im Mittelpunkt stehen, dass im Nahen Osten einiges schief läuft.

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Weil sie, wenn man sie wählen lässt zwischen den gefangenen Fischen und der Arbeit des Fischers, lieber die Fische wählen. Ganz vernünftig.

Da wird sich bestimmt gleich jemand beschweren, da er meint, ihm würde sein Arbeitsplatz weggenommen werden.

Und wenn sie garnicht arbeiten heisst es wieder faule Socken sollen arbeiten gehen.^^

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Um welche Flüchtlinge geht es jetzt?

Und .. sollen alle Flüchtlinge Fischer werden? ^^

Ein flüchtling, der zuhause von Beruf Fischer war wollte in Deutschland Fischen gehen, aber als er erwischt wurde hat man ihn als Schwarzfischer bestraft. Weil man in deutschland einen amtlichen deutschen Fischereischein braucht  !

Damit erübrigt sich eine antwort auf deine Frage.

Dir hat es anscheinend auch niemand beigebracht, wenn du so eine Frage stellst. Nur, weil jemand Flüchtling ist, heißt das nicht, das er unwissend und unselbständig ist und in seiner Heimat nicht zurechtkam. Er hatte und hat immer noch ein Leben, das sich abseits anfeindender oder plakativ polemischer Kommentare abspielt(e).

Nur werden sie so behandelt, als seien sie unwissend und unselbstständig. 

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Soll das ein Fake sein?1,5 Millionen Flüchtlinge sollen fischen gehen??Wo denn???Unsere Meere sind hoffnungslos überfischt???Sie haben tolle Berufe gelernt.Diese sollten auf das deutsche Niveau angepasst werden.Sie kommen aus Regionen in denen kaum Fisch gegessen wird.Sind doch keine Eskimos.

Weil in unserem Land momentan so einiges falsch läuft....

Wo sollen sie denn fischen? Im Baggersee?

Möchtest du wirklich das hundertausende Flüchtlinge zum Angeln gehen? So viele Seen haben wir doch garnicht.

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