Wieso werden einem Suizidmethoden im Internet auf dem Silbertablett präsentiert?

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5 Antworten

Methodendiskussion ist auf den meisten Plattformen nicht gestattet. Selbst in so manch einem dubiosen Chat wird diese Form des Rates nicht unterstützt und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln unterbunden.

Allerdings herrscht auch im Internet das marktwirtschaftliche Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Solange Menschen nach Methoden fragen, wird es auch immer wieder Menschen geben, die dieses Bedürfnis befriedigen. Das Marktgleichgewicht will schließlich auch im Netz erhalten bleiben - selbst wenn es um Methodendiskussion geht.

Jetzt kann man natürlich die Frage in den Raum stellen, warum Menschen dies tun und wie sowas sein kann aber in einer digitalen Welt in der mit Kinderpornografie, "Snuffvideos" (Aufnahme einer realen Tötung eines Menschen) und fragwürdigsten Drogen gehandelt wird fragt man sich so einiges.

Ein Grund kann zum einen sein, dass die Empathie fehlt und der Ratschlag eher aus persönlicher Belustigung gegeben wird. Ansonsten geht die Methodendiskussion von dem Standpunkt aus, dass ein Suizid nicht vermieden werden muss - eventuell sogar erwünscht ist. Eine "Anti-Suizid"-Haltung wird in dem Sinne abgelehnt beziehungsweise nicht "aufgezwungen". Der Ratgeber rät dementsprechend meist Methoden, die an den Wunsch des Fragenden angepasst sind. Oftmals suchen Menschen mit suizidalen Tendenzen nach Suizidmethoden die "kurz und schmerzlos" sind weil sie "nicht leiden" wollen. Der Ratgeber entzieht sich der Pflicht der Hilfeleistung, sieht sich aber in der moralischen Verpflichtung dem Suizidenten eine Möglichkeit zu bieten nach den seinen Vorstellungen sterben zu können. Es geht primär darum die Entscheidung des Anderen zu akzeptieren und die Entscheidung des Anderen zu unterstützen.

Der Ratgeber in der Methodendiskussion überlässt damit die Entscheidung komplett den Fragenden und beantwortet schlicht die Nachfrage mit einem Angebot. 

Es gibt sicherlich noch mehr Motive jedoch sind das die beiden, die mir am geläufigsten sind. 

Liebe Grüße.

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Ganz einfach: es gibt diesbezüglich keine Vorschriften oder Regeln.

Im Internet gibt es eine vielzahl an Selbsthilfeforen, Diskussionsplattformen und Online Gemeinschaften die es Menschen mit psychischen Problemen ermöglicht sich über ihre Erkrankung auszutauschen, oder nützliche Tipps durch andere Nutzer zu bekommen wie die eigene Erkrankung besser bewältigt werden kann.

Und viele dieser Webseiten haben sogenannty AGBs und Forrenregeln sowie zuverlässige Moderatoren die, die Forenaktivität überwachen. Somit solll insbesondere das Thema der Suizidalität besser kontrolliert werden. Bestimmte Beiträge in denen Suizidmethoden dargestelellt werden, Suzidgedanken oder absichten verhamlost werden oder die Suche nach Suizidpartnern gestartet werden, werden meistens auch umgehend gelöscht.

Aber es gibt auch Seiten die ganz bewusst die Meinungs- und Pressefreiheit für sich ausnutzen Suizidmethoden zu veröffentlichen und sie jedermann zugänglich zu machen.

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei
zu äußern und zu verbreiten […]. Die Pressefreiheit und die Freiheit
der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. (Art. 5, Abs. 1 GG)

Das ist auch ihr gutes Recht, denn dies liegt auch noch absolut im Rahmen dessen was legal ist.

Man kann eben leider nur den Menschen davon Raten sich von solchen Webseiten fernzuhalten. Denn der Suizidgedanke kann sich bei einem psychisch Kranken Patienten wie ein Krebsgeschwühr ausbreiten und sogar auf Sympathie stossen.

Lg, Anduri87

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Ich würde mal behaupten, jemand der sich wirklich umbringen will, befragt vorher nicht stundenlang Google. Suizid zu begehen ist keine Raketenwissenschaft, das haben Menschen schließlich schon immer getan, weit vor dem Internetzeitalter. Dazu muss man nur mal kurz nachdenken und vielleicht ein bisschen was über die menschliche Anatomie wissen, mehr nicht. Mir fallen auf Anhieb etwa ein halbes Dutzend Möglichkeiten ein, ohne jemals eine entsprechende Website besucht zu haben.

Die Menschen, die meinen, dafür extra Anleitungen schreiben zu müssen, leben vermutlich noch. Das mag für manche eine merkwürdige Art der Selbsttherapie sein, wer weiß. Aufschreiben, um es nicht selbst umzusetzen? Das Internet ist für einige Menschen ein Ort, an dem sie alles über sich Preis geben und ihre Gedanken einfach wahllos niederschreiben können, schließlich sind sie anonym.

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Kommentar von FelinasDemons
28.07.2016, 19:13

Wenn man sich wirklich umbringen möchte will man ja,dass es wirklich klappt. Nicht jeder kennt sich sofort damit aus und muss erst mal im Internet eine passende Anleitung finden. Ich denke eher jemand der wirklich Suizid begehen möchte,fragt nicht erst hier auf gf.net was oft der Fall ist. Aber ansonsten gebe ich dir recht. Das Internet ist anonym man kann leider rein gar nichts dagegen tun:/ Und Danke für die Antwort.

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Das Internet ist'n anonymer Ort, da kann man schlecht gegen vorgehen.

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Kommentar von FelinasDemons
28.07.2016, 18:43

Man kann solche Seiten sperren lassen

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um menschen, die diese entscheidung bereits getroffen haben, zu helfen, ihren tod möglichst schmerzlos zu gestalten?

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