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Ich denke, dass man globaler denkt, wenn man eine höhere Bildung hat. Menschen, die keine so hohe Bildung haben, denken eher in ihrer eigenen kleinen Welt, im Rahmen der Familie, der Stadt oder "der eigenen Leute" (eigene Nation).

Im Grunde sind wir alle Menschen auf demselben Planeten, egal, wie wir aussehen, wie unsere sexuelle Orientierung ist, wie unsere Sprache ist oder wo wir herkommen.

Das bedeutet nicht, dass ein gebildeter Mensch die Familie oder "die eigenen Leute" nicht schätzen würde. Aber er sieht eher den großen Zusammenhang.

Dazu würde auch passen, dass einer der bedeutendsten (und auch witzigsten) deutschen Denker, Arthur Schopenhauer, den Nationalismus ablehnt. Er hat sich stets für Ideen interessiert. Dennoch nun ein Zitat eines anderen Menschen.

"Schlaue Menschen diskutieren Ideen; durchschnittliche Menschen diskutieren Ereignisse; kleinliche Menschen diskutieren über andere Personen."
(unbekannter Autor)

Unser Planet kennt in Physik und Chemie und Biologie keine nationalen Grenzen. Wichtig sind nicht die einzelnen Personen, sondern die Ideen, die uns als Menschheit gemeinsam voranbringen.

Ich habe gehört, dass auch in Shanghai die Luftqualität besser geworden ist (auch ohne die Grünen), weil auch die Chinesen inzwischen verstanden haben, dass Menschen vor Industrie-Abgasen geschützt werden sollten. Das ist eine positive Entwicklung, an deren Anfang eine Idee stand.

Ich schicke mal vorweg, dass ich kein Mitglied der Grünen bin und auch nicht zu deren Stammwählerschaft zähle, sondern immer vesuche mir ein möglichst objektves Bild zu machen. Also eher der Typ Wechselwähler.

Wenn ich, ohne diese Statistik zu kennen, gefragt worden wäre, hätte ich auch vermutet, dass die Kurve so verläuft wie sie es tun. Es wird nun sicherlich sehr schwierig hier so zu antworten, dass sich niemand angegriffen fühlt. Wie bei allem, so gilt natürlich auch hier, dass sich meine Einschätzungen auf die Mehrheit beziehen und mir ist klar, dass es davon immer Ausnahmen gibt.

Wenn ich Bildungsabschlüsse mit Bildung gleichsetze, dass liegt nahe, dass sich gebildete Menschen internsiver in die Politik hineinarbeiten, weil mehr von Ihnen die umfangreichen Zusammenhänge erfassen. Eine Partei wie die Grünen bietet Positionen, mit denen sich viele identifizieren können, ohne dass dabei zu viele große Widersprüche entstehen. Natürlich gibt es auch da Konflikte wie Frieden und Bundeswehr. Aber letztlich werte ich das erst mal als positiv, da auch Friedensliebenden Menschen klar ist, dass man sich nicht aus allem raushalten kann oder es damit getan ist Blümchen zu verteilen.

Die anderen beiden großen Parteien erhalten auch Zustimmung, jedoch sind die Positionen weniger standhaft, je detaillierter man sich damit auseinander setzt oder es gibt innerhalb der Partei keinen ausreichenden Konsenz.

Bei der FDP zeigt die Kurve ja auch nach oben, allerdings ales auf so einem niedrigen Level, dass es kaum erkennbar ist. Die Liberalen finden einfach seit langer Zeit nicht zu sich und man weiß ja kaum noch für was die eigentlich stehen.

Die Linke könnte m.E. besser dasstehen, wenn sie mal klare Kante zeigen würde und konsequent DDR-Ablasten ablegen würde (Thema "Unrechtsstaat DDR).

Die AfD macht ja praktisch nur das zum Thema, womit sie gegen von den anderen Parteien abheben kann. Eben sehr gerne mit deutlich rechten Themen. Ich vermute mal, dass der Masse der Wähler weder anderes von der Partei bekannt ist, noch dass es sie überhaupt interessiert. Mit populistischen Themen Leute einfangen, die sonst nichts interessiert.

Also ja, ich denke, dass da ein kausaler Zusammenhang besteht.

Dass die ökonomischen Bedingungen da nennenwert reinspielen glaube ich nicht. Denn wenn Bildung = Hochschulabschluß = guter Verdienst bedeutet, dann wären diese Wähler bei anderen Parteien besser aufgehoben. Ich denke, dass die Ideologie bedeutsamer ist.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Liegt vermutlich in erster Linie daran, dass man, je geringer der Bildungsgrad ist, eher die entsprechend etablierten Parteien kennt, als Parteien wie die Grünen, aber auch dass deren Konzept einfach weniger auf das abzielt, was Leute mit geringerem Bildungsabschluss sich wünschen.

Ansonsten ist die Statistik ein wenig irreführend, Beachtet man, dass die CDU etwa 30% der Stimmen hat und von diesen etwas über 20% mit Hochschulstudium gewählt haben ergibt sich im Endeffekt dasselbe ergebnis wie bei den Grünen, die 20% der Stimmen haben und in etwa 30% Hochschulabschluss.

In diesem Sinne: Rein numerisch haben wohl in etwa gleich viele Akademiker etc. beide Parteien gewählt. Die CDU greift halt zusätzlich die Unterschicht ab, wodurch die Grafik entsprechend zustande kommt. Das heißt beide Parteien sind für Akademiker wohl ähnlich attraktiv.
Abgesehen davon, dass das die Europawahlen waren, wie man sehen kann und die Grünen, wenn ich mich recht entsinne in 2019 einen ziemlichen Aufwind hatten, der jetzt wieder abgeflaut ist.

Dieser Aufwind war vermutlich eher im FFF Umweltschutztrend zu finden und dem rannten halt eher junge gebildete Menschen und Studenten nach... ob das nun ein ANzeichen großartiger Bildung und großartigen Verständnisses ist, ist eine andere Frage.

Ich glaube das hat viel mit dem demografischen Wandel zu tun.

Viele Junge leute tendieren eher zu einem höherwertigen Bildungsabschluss, diese jungen Leute wählen auch aktiv die Grünen, während Die CDU wählerschaft z.B. einen höheren Anteil an älteren Menschen besitzt und früher war es nicht so üblich hohe Bildungsabschlüsse zu erzielen.

Interessant wäre eine Statistik die noch das Alter beinhaltet, damit könnte man direkt meine These wiederlegen oder untermauern.

Ich habe mir gerade erst den Link überhaupt angeschaut, damit untermauert sich meine These.

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So einfach ist das nicht: Es fällt auf, daß in Universitätsstädten, in denen die Geisteswissenschaften vorherrschen, die Grünen dominieren (z. B. Freiburg oder Tübingen); in Universitätsstätten mit Technischen Hochschulen oder Technischen Universitäten dagegen vermag ich ein Übergewicht der Grünen nicht zu beobachten.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Klingt interessant. Hast du dazui Quellen?

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@x290914x

Nein, ich habe zunächst an einer TH studiert und bin später an eine Uni-Stadt gewechselt, wodurch mir dies aufgefallen ist.
Dies mag damit zusammenhängen, daß ein jeder an einer TH eingeschriebene Student derart mit anspruchsvollen Vorlesungen, Übungen, der Bearbeitung von Übungsblättern und dem Schreiben (und Bestehen!) von Klausuren eingedeckt ist, daß er für Politik keine Zeit hat.

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