Wieso werden ausländische Abschlüsse nicht anerkannt?

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8 Antworten

Weil Schulabschlüsse in vielen anderen Ländern den deutschen nicht gleichwertig sind. Beispiel: In Deutschland muss man, um ein Abitur zu erreichen, ca. 10 Fächer in der Oberstufe belegt haben(bei 36 Wochenstunden) und mindestens zwei Fremdsprachen. In England reichen DREI Fächer in der Oberstufe, mit maximal 25 Wochenstunden, und Fremdsprachen sind in der Oberstufe nicht einmal Pflicht.

In England ist man z.B. normalerweise im Alter von 23 Jahren "fertiger" Lehrer - in Deutschland sind "Jung"- Lehrer meist 27 Jahre oder älter. Ein Gymnasiallehrer muss in Deutschland mindestens 2 Fächer komplett studiert haben - in den meisten Ländern der Welt nur EINS. In Deutschland muss ein Sprachenlehrer i.d.R. ein Latinum besitzen - nicht aber außerhalb Deutschlands.

In Amerika und England ist fast jede Ausbildung nach der Schule "Studium" - bei uns wäre das "Ausbildung". Man kann zB. in England auch an einem Kosmetik-College "studieren".

Einen Doktortitel kann man in Länden wie Kolumbien mit links erwerben (notfalls mit der ausreichenden Menge an Geldscheinen), hier ist das schon etwas schwieriger.

Trotzdem gilt aber: innerhalb Westeuropas werden mittlerweile die meisten Abschlüsse gegenseitig anerkannt! Anerkennungsprobleme haben eher Absolventen aus als "exotisch" geltenden nicht-europäischen Ländern.

Die Abschlüsse werden geprüft und dann entsprechend eingestuft. Das geht zwar viel zu langsam, ist aber wegen der unterschiedlichen Inhalte im Prinzip richtig.

ganz einfach weil die anfoderungen diesen abschluss zu bekommen in versch. ländern oftmals so unterschiedlich sind,dass bspw. ein diplom im ausland nicht soviel wert ist wie eines aus deutschland. das problem sollte zwar durch die einführung des bachelor und masters (den es ja auch im ausland als solchen gibt) gelöst werden,jedoch sind die bestimmungen immernoch nicht dieselben.sodass man da durchaus pech haben kann und vor dem selben problem der anerkennung steht...

Das schliesst den Markt, sagen wir es mal so. Mit dem Abi geht es ja noch, aber lass mal eine Berufsausbildung anerkennen. Stell mal vor, dann müsste sich Frau Merkel wahrscheinlich mit Hunderten von nicht-deutschen Meisterbetrieben herumplagen.

Dazu kommt noch, dass Deutschland viel zu spezialisiert ist. In anderen Ländern gibt es keinen Unterschied zwischen Industriekaufmann, Aussenhandelskaufmann, Bürokaufmann oder Versicherungskaufmann. Man erwartet einfach, dass das Personal flexibel ist, während man in Deutschland erwartet, dass das einfache Volk mit Scheuklappen einfach geradlinig auf einer Bahn läuft. Wie nennen sich nochmal die, die sich in keinen Berufszweig einkeilen lassen? "Quereinsteiger"! Gerne für den Verkauf gesucht.

Übrigens hat mir das Abi in Spanien nicht geholfen, ich musste da die Selectividad machen, eine Zentralprüfung. Und so einfach war es auch nicht.

Quatsch, in Europa sind Bachelor- und Masterabschlüsse gleichwertig anerkannt.

... nun war die Ausgangsfrage aber ausdrücklich nach einem Nicht-EU Land.

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Ich kenne eine Jordanierin, die in ihrem Heimatland zwar Geographie studiert hat, aber in Deutschland nicht mal in der Lage ist, einen Stadtplan zu lesen.

Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage zumindest teilweise.

nein, aber es werden z.t. andere inhalte vermittelt

Weil man hier in dem Wahn begriffen ist, das beste Bildungssystem der Welt zu haben.

...und die PISA-Studie bestätigt das ja auch immer :/

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@CountDracula

Unser Bildungssystem IST eines der besten (vllt nicht DAS beste, aber eines davon). Nicht weil wir Lernmaschinen am laufenden Band produzieren, wie die Japaner, sondern weil bei uns jeder die Möglichkeit bekommt zu studieren, auch ohne 30.00€ Studiengebühren bezahlen zu müssen. Es ist natürlich nicht perfekt da die sozialen Unterschiede noch zu großen Einfluss haben, das liegt z.T. aber auch an den Menschen selbst. Wer sich anstrengt der schafft auch was - und das sag ich die in ner Sozialwohnung aufgewachsen ist. In den USA hätte ich niemals studieren können weil mir das Geld gefehlt hätte, hier bekomm ich jeden Monat 670€ Bafög vom Staat.

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