wieso werden alte atheisten oder atheisten, die im sterben liegen plötzlich gläubig?

14 Antworten

Urban legend bzw. Unterstellung, die gerne von fundamentalistischen Christen verbreitet wird. Dawkins hat mal (halbironisch) in einem Interview gesagt, dass er auf seinem Sterbebett eine Tonbandaufnahme macht, damit man ihm das nicht posthum nachsagt.

Das habe ich zwar jetzt noch nicht gehört. Aber ich kann mir schon vorstellen, daß man im Alter sich verstärkt Gedanken darüber macht, wie es weitergeht und was nach dem Tod kommt und sich dann mehr damit befaßt und vielleicht dann erst "den Ruf" wahrnimmt.

Weil den meisten der Tod Angst bereitet.

Sie versuchen sich das eigene Ableben erträglicher zu gestalten, in dem sie sich im letzten Moment in eine der gängigen Ewigkeitsgeschichten flüchten.

Das mag aus der Perspektive von jungen Menschen sehr Opportun erscheinen, ist aber umso näher man dem eigenen Tod kommt, sehr leicht nachzuvollziehen und verzeihlich.

Hängt meiner Meinung nach in der Tat sehr mit dem Alter zusammen. In jungen Jahren habe ich mich auch als Atheist bezeichnet, nach der Jugend eher als Agnostiker, das ist auch so geblieben. Spiritualität scheint eines des Grundbedürfnisse für die meisten Menschen zu sein. Wer auch immer glaubt dies mit Zynismus in Frage zu stellen, also die Wertvorstellungen anderer Menschen zu verachten oder verspotten, hat meiner Meinung nach die größte Baustelle bei sich selbst. 

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