Wieso werden abergläubische Menschen "ausgelacht", aber religiöse Menschen nicht?

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41 Antworten

  • Du hast schon recht, dass zwischen Aberglaube und Glaube so gut wie kein Unterschied besteht. Beides kann man schnell als Mumpitz entlarven.
  • Ich finde aber nicht, dass auf Aberglauben mehr herabgesehen wird als auf Religion, es wird höchstens offener geäußert. Auch streng-gläubige Menschen werden eher belächelt als ernstgenommen.
  • So oder so ist mir schleierhaft, wieso Aberglauben und Glauben auch im 21. Jahrhundert noch so einen Macht über Menschen haben können, wenn man bedenkt wie offensichtlich das alles Mumpitz ist.
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Hallo!

Mir kommt's rein subjektiv eher so vor, als werden religiöse Menschen, die ihrem Glauben in sehr ausgeprägtem Maße nachgehen & auch öffentlich dazu stehen, eher belächelt.. ist zumindest bei uns mit denen, die sich für die katholische oder evangelische Kirchengemeinde total aufopfern geläufig.. aber die tun dafür auch einiges, indem sie sich nach außen hin meist ziemlich peinlich verhalten, einfach negativ auffallen.

Meine subjektive Beobachtung!

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Hallo, das ist in der Tat eine sehr gute Frage! Ich denke es liegt vielleicht an der gesellschaftlichen Anerkennung der Religion! Die Religion ist geschichtlich natürlich eher anerkannt worden als zum Beispiel die "Zauberei". Aberglaube ist ja nichts schlimmes.

Grundsätzlich muss man aber sagen, dass die Vergangenheit zeigt, dass jede Religion auch ihre Zeit brauchte um akzeptiert und danach auch respektiert zu werden! Der Islam kämpft da teilweise heute noch in den Westeuropäischen Ländern drum. Ich selbst habe dazu aber keine eigene Meinung, da ich mich mit dem Thema noch nie wirklich auseinandergesetzt habe. 

Vielleicht sollte man auch mal erwähnen, dass die Masse der "Gläubigen" auch viel mit der Akzeptanz zu tun hat. Dennoch denke ich, dass jede Religion einfach nur Bullshit ist! Heute heißen die Bücher Herr der Ringe und Harry Potter, damals haben sie über den jungen Jesus geschrieben. Nur weil Millionen von Menschen die selbe Lüge glauben wird daraus keine Wahrheit. 

Jeder Mensch sollte an etwas glauben, Glaube ist unheimlich wichtig! Er gibt uns das Gefühl nie alleine zu sein! Deshalb ist Glaube wichtig, Religion überflüssig!

Glaube einfach an was Du willst, Hauptsache Du kannst daran aus voller Überzeugung glauben und es hilft Dir weiter!

Gruß 

der FoX

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Kommentar von scatha
31.01.2016, 02:02

Die Religion ist geschichtlich natürlich eher anerkannt worden als zum Beispiel die "Zauberei".

Auch hier wird die Geschichte von den Siegern geschrieben. Damals wie heute nannte man die Kulthandlungen der besiegten Völker jeweils Zauberei und verbot sie.

Jeder Mensch sollte an etwas glauben, Glaube ist unheimlich wichtig! Er gibt uns das Gefühl nie alleine zu sein! Deshalb ist Glaube wichtig, Religion überflüssig!

Religion im eigentlichen Sinne soll ja genau das sein, was du beschreibst. Wenn sie zu leeren Brauchtum oder Frömmelei wird, ist sie nicht mehr das,was unsere Altvorderen mit "religio" (=Rückverbindung zum Ursprung) beschreiben wollten.

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Das sind eben gesellschaftliche Konventionen: Religion ist akzeptiert, Horoskope, Glaskugeln etc. eher nicht. Und gesellschaftliche Konventionen sind schlicht nicht rational, man muss einfach mit ihnen leben. 

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Ich glaube, weil man Abergläubische nicht damit beleidigt, man sagt nur seine Meinung, und das hat sich glaube ich auch so entwickelt, dass man da mehr lacht. Denn bei einer Religion verletzt man die Person mehr, wegen seinem Glauben, und der Herkunft, Ursprung ...etc. Deswegen sollte man immer vorher nachdenken, was man zu jemandem sagt, und ob es denjenigen damit verletzt. Denn jeder kann sich sein eigenes Bild von einer Religion machen, finde ich. Ob gut oder schlecht, aber man sollte andere damit nicht verletzten. Ich glaube Abergläubischen könnte das vielleicht weniger ausmachen, als Religiösen. 

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Die Abergläubischen werden auch von religiösen Leuten besonders deshalb ausgelacht, weil sie als Außenseiter weitgehend individuelle Rituale pflegen, die weder einer umfassenderen religiösen Lehre folgen noch den kultischen Bedürfnissen größerer Glaubensgemeinschaften gerecht werden. Den Abergläubischen mangelt es am schützenden Kollektiv.

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Wieso werden abergläubische Menschen "ausgelacht", aber religiöse Menschen nicht?

Worauf basiert Deine Vermutung? Ein paar Minuten vor Deiner Frage wurde eine andere Frage, die mittlerweile gelöscht wurde, von "Simon1344378"
gestellt, die etwas ganz anderes aussagt: "Wollte Fragen wie es sein kann, dass Menschen an eine Religion(bsp.römisch-katholisch) glauben können. Sind diese Menschen tatsächlich so geistig Eingeschränkt?"

Zumindest die meisten Gläubigen meinen, der wahren Religion anzugehören und, egal ob gläubig oder nicht, so nimmt jeder an, dass er die Wahrheit insofern kennt, wie er oder sie diese wissen will. Insofern ist dies gleichzusetzen mit der Annahme, dass zumindest die meisten Gläubigen annehmen, der wahren Religion anzugehören, wohingegen eben diese meisten Gläubigen annehmen, dass Andersgläubige, gelinde ausgedrückt, falschen Religionen angehören, ja sogar dass Mitglieder einiger christlicher Religionen Mitgliedern anderer christlicher Religionen ihnen den Status einer christlichen Religion aberkennen, obwohl sie erstens diese andere Religion nicht einmal kennen und zweitens andere Religionen oft dahingehend weit christlicher sind, weil in diesen eher das gelebt wird, was laut der Bibel Christus gelehrt und vorgelebt hat. 

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Kommentar von mindesten
02.01.2016, 13:03

Ziemlich erschreckend wie manche Menschen denken, dass sie in der Lage sind über andere und ihr "geistiges Vermögen" urteilen zu können. 

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Auch religiöse Menschen werden oft genug ausgelacht. Die Atheisten halten sich für schlau und besserwissend als gläubige oder abergläubige Menschen, aber die Wahrheit ist, dass niemand von uns weiß, ob oder was z.B. nach dem Tod kommt. Deshalb ist es sinnlos, zu behaupten, dass jeder, der z.B. an ein Leben nach dem Tod glaubt, altmodisch oder sogar dumm ist. Aber es gibt leider Menschen, die das nicht verstehen können oder wollen...

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Weil das eine gesellschaftlich akzptiert ist, das andere nicht.

Es besteht sowohl rein rechtlich als auch rein logisch kein Utnterschied zwischen dem Glauben an einen Gott und dem Glauben an den Weihnachtsmann - nur ist eben das eine gesellschaftlich akzeptierter :)

Ist einfach Ausdruck unserer heutigen Gesellschaft, in der Religion noch ein (m.E. nach zu großer) Platz eingeräumt wird.

Lg

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Kommentar von suziesext04
02.01.2016, 15:08

"dass der Glaube etwas prinzipiell anderes sei als der Aberglaube, ist von allen Aberglauben der grösste." K.H.Deschner 'Kriminalgeschichte des Christentums, Einleitung Bd.1'

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Ausgelacht werden Minderheiten, also Leute, deren Lebenseinstellung von der öffentlichen Meinung als Außenseiter wahrgenommen werden.

Wer einer größeren anerkannten Religionsgruppe angehört, ist keine Minderheit.

In keinem Fall kommt es auf den Wahrheitsgehalt eines Glaubens an. Solange man glaubt, was die Mehrheit glaubt, dann kann man (objektiv) noch so falsch liegen und man ist dennoch en vogue.

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Kommentar von lalaloaoaoa
25.01.2016, 23:04

Fast niemand lacht Behinderte aus, obwohl sie eine Minderheit sind.

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die grossen religionen haben sich etabliert, weil sie abgesehen von dem glauben an ein hoeheres wesen vor allen dingen moralische richtlinien enthalten, die der gesellschaft zutraeglich sind.

in den usa z.b. spielt die bibel/das christentum auch eine grosse weltliche rolle, in vielen vornehmlich islamischen oder vorwiegend buddhistischen laendern ebenfalls. das liegt nach meiner einschaetzung daran, dass die grundlehren in diesen grossen religionen auch fuer weniger glaeubige sinn ergeben.

du sollst nicht toeten, nicht stehlen, deine eltern ehren ... etc. sind ja durchaus gesellschaftlich sinnvolle gebote.

aberglaube hat dagegen i.d.r. keinen gesellschaftlichen wert. aberglaube ist verschuettetes salz ueber die schulter werfen, 7 jahre unglueck beim zerbrechen eines spielgels, unglueck, weil man unter einer leiter durchgeht etc.

das hat neben wissenschaftlicher unbewiesenheit auch keinen sozialen aspekt oder wert. es ist noch nicht mal ein echter zusammenhang da.

in die zukunft schauen zu wollen mit kristallkugel oder karten hat auch keinen gesellschaftlichen wert und betrifft i.d.r. ja nur den einzelnen kunden.

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Kommentar von Stkuber
02.01.2016, 11:33

Die 10 Gebote sind aber heute nicht mehr nützlich, im Gegensatz zu früher.

Dafür haben wir ja jetzt Gesetze

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Kommentar von SeifenkistenBOB
16.01.2016, 02:34

Mit ein bisschen Sapere Aude hätte auch jedes Individuum auf die 10 Gebote kommen können.

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Kommentar von Purphoros
25.01.2016, 08:55

Durch Religion diktierte Moral ist nichts, das der Gesellschaft zuträglich wäre.

Eine Moral, die diktiert und aufgedrückt wird, lehrt nur, was laut Dogma richtig und falsch ist, aber nicht, wieso etwas richtig oder falsch ist. Der Indoktrinierte lernt nur, dem Dogma zu gehorchen. Ich verweise hierbei auf Kreuzzüge, Jihad, und viele andere große und kleine Untaten, die durch religöse Moral gerechtfertigt wurden und werden. Auch das Gegenteil ist möglich, so manche Indoktrinierte sehen ohne ihren Glauben keinen Grund sich an einen Moralkodex halten. Ich habe selbst mit einigen Menschen gesprochen, die ernsthaft gefragt haben: "Wenn es keinen Gott gibt, warum sollte ich dann nicht einfach tun, was mir gefällt, töten, wen ich möchte, und mir nehmen, was ich will?" Sie hatten selbst keine Antwort auf diese Frage. Darüber hinaus ist eine diktierte Moral unbeweglich, limitiert auf die Doktrin. Man kann ja nicht einfach mal 5 neue Gebote an die alten zehn anhängen und so tun als ob sie schon immer auf Moses Tafeln gemeißelt waren.

Im Kontrast dazu steht die eigene Moral. Mit Empathie, Kritischem Denken, und dem Austausch von Gedanken mit anderen kann das Individuum selbst eine Moral finden. Es ist eine Moral, die nicht auf Gehorsam, sondern auf Überlegung und Überzeugung beruht. Dadurch ist sie zum stabiler: Weder das Wegfallen der Autorität noch das Einwirken durch Authorität können eine Moral aus Überzeugung ins Wanken bringen oder manipulieren. Jedoch ist eine Moral durch Überzeugung in der Lage, erweitert zu werden, indem das Individuum fortwährend Werte analysiert und immer neue Konzepte in seine Überlegungen einbezieht.

Eine Moral zu diktieren, hilft der Bildung eines Rechtsbewusstseins ebenso sehr, wie es beim Laufenlernen hilft, huckepack getragen zu werden.

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Ich denke weil viele Religionen schon über Jahrhunderte/Jahrtausende von den Massen anerkannt werden, sind die meisten menschen daran gewöhnt. "Aberglaube" wird als "Aberglaube" bezeichnet weil er wahrscheinlich nicht so stark etabliert ist und es keine großen Menschengruppen gibt die gemeinsam daran glauben. Meiner Meinung nach sollte jeder an das glauben an das er möchte. 

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Das ist leider das stereotypische Denken der Gesellschaft. Religionen sind auf der Welt verbreitet, gerade in islamischen Ländern wachsen die dortigen Bürger mit ihren Religionen auf und richten ihr Leben danach aus. Esoterische Dinge waren gerade im Mittelalter sehr verpönt (mild ausgedrückt), die Menschen wurden als Hexen dargestellt und umgebracht (Hexenverbrennungen). Zwar wird heute nicht mehr so verfahren, aber diese negative Einstellung gegenüber der Esoterik ist der Gesellschaft erhalten geblieben. Menschen, die sich damit beschäftigen und daran glauben, gehören der Minderheit an, weshalb sie zwar heute nicht mehr verbrannt werden, aber dafür nicht ernst genommen werden. 

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Weil "abergläubische" Menschen sagen, sie würden ja nicht wirklich an das Zeugs glauben. Diskrepanz zwischen Wort und Tat.

Oder sie glauben wirklich daran, und es ist gesellschaftlich akzeptabel, diese Vorstellungen in der Öffentlichkeit lächerlich zu finden, andere aber nicht.

Übrigens kann man als Atheist ebenso religiös und auch militant-religiös sein wie als Theist. (Stichwort: Sowjetunion und Satellitenstaaten)

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Kommentar von PWolff
01.01.2016, 21:35

Diskrepanz zwischen Wort und Tat.

Ist leider nicht in allen Fällen so akzeptiert lächerlich wie es es verdient hätte.

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Kommentar von Ryuuk
01.01.2016, 21:37

Nur ist Kommunismus ist keine Religion also fällt das eher flach.

Und ideologisch zu sein ist nicht das selbe wie religiös zu sein.

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Glauben ist viel einfacher und bequemer als Lernen, Forschen und Denken. Deswegen sind Religionen so verbreitet.

Weil aber die Menschen nicht nur etwas glauben, sondern auch im Recht sein wollen, bilden sie mehr oder weniger große Gemeinschaften, innerhalb deren sie einander versichern, dass sie die Wahrheit gepachtet haben.

Wer etwas anderes glaubt oder besseres weiß, wird von der Mehrheitsgemeinschaft auf vielfältige Art und Weise bestraft. Darunter fällt auch das Lächerlichmachen.

Im Allgemeinen, aber nicht immer,  ist Aberglaube leicht als unsinnig zu erkennen ("nur Mäuse haben Grund, sich von einer schwarzen Katze zu  erschrecken"). Viele Dinge, die zum "rechten Glauben" gehören (was dies auch sein mag), sind ebenfalls unsinnig; aber wenn hohe Herren mit hohen Hüten auf hohen Sitzen es verordnen, wird aus dem Unsinn oft ein tieferer Sinn.

Ich würde also meinen, dass der entscheidende Unterschied zwischen Glaube und Aberglaube darin liegt, dass der Glaube besser organisiert, institutionalisiert, verbreitet und mit weitaus mehr Macht ausgestattet ist als der Aberglaube.

Und, wie bekannt ist, kann man Machtlose mit geringerem Risiko auslachen als Mächtige.


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Kommentar von Gegengift
02.01.2016, 17:58

Glauben ist viel einfacher und bequemer als Lernen, Forschen und Denken. Deswegen sind Religionen so verbreitet.

Herrlich simpel manche Erklärungsmodelle. "Glauben" im religiösen Kontext hat allerdings nur teilweise etwas mit dem "Glauben" zu tun,  wie er im Sprachgebrauch verwendet wird. Das sollte einem schon klar sein eigentlich.

aber wenn hohe Herren mit hohen Hüten auf hohen Sitzen es verordnen, wird aus dem Unsinn oft ein tieferer Sinn

Die meisten Religionen entstanden als Volksbewegungen und unterliefen die vorhandenen Herrschaftsstrukturen. Der Zugang zur Spiritualität macht die Menschen unabhängig von den Lehren und Ideologien ihrer Artgenossen.

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Meiner Meinung nach läuft das nicht aufs Selbe hinaus. Aus zwei Gründen:

Die Weltreligionen sind sehr bekannt, wenn auch oft nicht im Detail (Ich meine z.B., dass fast jeder Deutsche schonmal vom Islam, Christentum oder Judentum gehört hat, aber nicht unbedingt die heiligen Schriften gelesen und mehrfach interpretiert hat). Wenn man hört, dass jemand einer Weltreligion angehört, ist das meistens nichts, wo man noch weiter nachfragen muss. Bei anderen Auffassungen, Religionen oder Glaubensrichtungen muss dagegen oft nachgefragt werden, was es überhaupt bedeutet. Und was einem Menschen nicht bekannt ist oder er nicht auf Anhieb versteht, kann gerade bei Glaubensfragen schnell als Spinnerei abgetan werden.

Das Wort "Aberglaube" urteilt bereits über die von dir genannten Praktiken und sagt aus, dass sie ein falscher Glaube sind. Was du beschreibst, kann man eventuell als Esoterik bezeichnen. Diese Praktiken werden nicht ernst genommen, weil es viel zu viele Vorurteile gibt. Die Kirche bezeichnet Esoterik und Okkultismus als schlecht, falsch und z.T. sogar als Sünde. Durch Medien werden "abergläubische" Menschen oft als dumm, verrückt oder böse dargestellt. Eine Zeit lang habe ich mich sehr für das Thema Magie und Übersinnliches interessiert. Bekannte, die davon etwas mitbekommen haben, waren zunächst verwirrt. "Du glaubst, dass du eine Hexe bist? Willst du auch mit einem Besen fliegen?" Nicht jeder, der Karten legt, erfüllt das gesamte Klischee eines Esoterikers. Viele Menschen wissen gar nichts über die Rituale, haben Halbwissen und Vorurteile.

Was zwar nicht deine Frage beantwortet, aber mir trotzdem wichtig ist: Religionszugehörigkeit ist akzeptiert und wird vielen Menschen anerzogen, ohne dass sie es hinterfragen. Menschen, die ihre eigenen Überzeugung haben, werden zwar oft nicht akzeptiert, haben sich aber selbst Gedanken zu dem Thema gemacht. Ob dabei etwas Rationales bei herauskommt, sei wie bei jedem Glauben dahingestellt, aber auslachen sollte man niemanden.

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Vermutlich, weil mehr Menschen religiös sind als abergläubisch. Außenstehende Menschen schließen sich fast immer der Mehrheit an.( Mitläufer)

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Weil eben viele Menschen an einen allmächtigen Vater glauben, aber nur wenige an... Glaskugeln...

Das Christentum ist schlicht etablierter als jede Vorstellung eines abergläubischen Menschen.

Jeder Europäer hatte schon einmal irgendetwas mit dem Christentum zu tun.

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Kommentar von Stkuber
01.01.2016, 21:56

Ja und? Ändert ja trotzdem nicht, dass beides völliger Quatsch ist.

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Kommentar von IDC16
01.01.2016, 22:45

Sehe ich auch so, aber das war die Frage.

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Kommentar von comhb3mpqy
01.01.2016, 22:49

Meiner Meinung nach ist das Christentum kein Quatsch. auch in der heutigen Zeit berichten Menschen davon, dass Jesus sie gesund gemacht hat. Es gibt keine wissenschaftliche Erklärung, warum diese Menschen gesund wurden. Kennen Sie die erfüllten Prophezeiungen der Bibel? Ich glaube, dass diese durchdachte Welt nicht aus Zufall entstanden ist, sondern, dass sie geplant wurde.

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Kommentar von IDC16
01.01.2016, 23:07

Danke, dass du mir das Schreiben erspart hast, Ryuuk. :D

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Da hast du allerdings Recht. Nur werden gläubige Menschen sich selbst genausowenig auslachen wie abergläubische. Wenn du aber beide Gruppen als Aussenstehende/r betrachtest, kannst du sie beide auslachen, wenn die ganze Angelegenheit nicht so traurig wäre.

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Dankeschön für diese Frage. 

Ja, es kommt auf dasselbe heraus nur ist es den wenigsten bewusst. Vermutlich ist eine Religion, die von der Menschheit öffentlich anerkannt wird und für die teilweise auch bezahlt wird eher annehmbar

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