Wieso waren die deutschen Generäle so schlecht im WW2?

9 Antworten

Ob das zutrifft, kann ich nicht einschätzen.

In den Kadettenanstalten des Kaiserreichs (z. B. der Preußischen Hauptkadettenanstalt) wurde Wert auf Allgemeinbildung gelegt.

Inwiefern das zutrifft ... Es gab Generäle mit viel Ahnung von Strategie.

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Die cholerische Reaktion des einfältigen Hitler auf den ersten Bomberangriff der Briten auf Berlin, die Umstellung der Strategie, statt die Luftverteidigung der Briten weiterhin zu schwächen und einen Bomberkrieg zu starten, ließ die Luftschlacht um England scheitern. Ohne den Sieg über England einen Zweifrontenkrieg. Ein Zweifrontenkrieg, bei der Größe der Gegner, war nicht zu gewinnen.

Lies doch mal „Erinnerungen eines Soldaten“ von Heinz Guderian (Generaloberst der Wehrmacht) oder „Verlorene Siege“ von Erich von Manstein (Generalfeldmarschall). Vielleicht revidierst du dann deine Meinung, die Generäle der Wehrmacht hätten nur wenig Ahnung von Strategie gehabt. War nicht ganz so einfach für sie mit dem GRÖFAZ als Boss 😉

Hätte Hitler z.B. nicht die Pläne von Mansteins zum Ausbruch aus dem Kessel von Stalingrad und zur Sicherung eines Abzugskorridors (Unternehmen „Donnerschlag“) gestoppt, hätte der Untergang der 6. Armee unter Umständen vermieden werden können.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Leider sind diese Einträge extrem Subjektiv geschrieben. Da die Generäle sich hier natürlich möglichst gut darstellen wollten. Aber wir haben ja heute die meisten Daten und wissen dass Hitler leider mehr Ahnung von Strategie hatte als seine Generäle.

Hätte Hitler z.B. nicht die Pläne von Mansteins zum Ausbruch aus dem Kessel von Stalingrad und zur Sicherung eines Abzugskorridors (Unternehmen „Donnerschlag“) gestoppt, hätte der Untergang der 6. Armee unter Umständen vermieden werden können.

Möglicherweise hätte man damit einen taktischen Sieg erringen können, das ist Wahr. Aber strategisch wäre es eine vernichtende Niederlage gewesen.

Mit dem Rückzug aus Stalingrad wäre der Weg in den Kaukasus für alle Zeiten versperrt gewesen, was dann auch bereits das Ende des Krieges bedeutet hätte.

Zugegeben, am Ende hat alles nichts geholfen, aber Hitler hatte durch seine Entscheidung zumindest noch eine kleine Chance das Öl im Kaukasus zu erobern.

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@Veteran45

Das mit dem Zugriff auf die Ölreserven war sicher ein Argument. Rückblickend ist es natürlich einfach zu behaupten, dass Stalingrad auf keinen Fall zu halten war, denn wir alle wissen nicht, welche Informationen den Entscheidungen damals zugrunde lagen. Trotzdem waren z.B. von Manstein und Guderian m.E. gute Generäle (das hatten sie zuvor ja bereits beim Frankreich-Feldzug bewiesen).

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@Minzie2002
Das mit dem Zugriff auf die Ölreserven war sicher ein Argument. Rückblickend ist es natürlich einfach zu behaupten, dass Stalingrad auf keinen Fall zu halten war, denn wir alle wissen nicht, welche Informationen den Entscheidungen damals zugrunde lagen.

Wow schön mal eine echte Antwort und keine Beleidigung zu bekommen! Vielen Dank dafür!

dass Stalingrad auf keinen Fall zu halten war, denn wir alle wissen nicht, welche Informationen den Entscheidungen damals zugrunde lagen.

Ganz genau, die Wehrmacht hatte immer geglaubt die Russen stünden kurz vor dem Zusammenbruch.

 Trotzdem waren z.B. von Manstein und Guderian m.E. gute Generäle (das hatten sie zuvor ja bereits beim Frankreich-Feldzug bewiesen).

Waren sie, keine Frage. Nur sahen sie eben die wirtschaftlichen Aspekte des Krieges oft nicht. Und schoben am Ende eben einfach alles auf den toten Hitler.

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@Minzie2002

Du stimmt ihm zu? Ohne eine Streitmacht kann man keinen Zugriff machen und die Deutschen waren dabei eine ganze Armee Dank der Entscheidungen des Deppen namens Hitler zu verlieren. Warum wollten die Generäle einen Rückzug? Das hatte doch Gründe, nur das sinnlose Festhalten Hitlers an Stalingrad und das vorherige Wegwischen jeglicher Bedenken, besiedelte den Untergang der 6 Armee.

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@PaulSmart

Ich glaube, die Schwierigkeit bei der Bewertung der strategischen Fähigkeiten Hitlers und seiner Generäle liegt darin, dass wir (80 Jahre später) deutlich mehr an Informationen haben, als die damaligen Befehlshaber (es gab damals ja noch keine Satelliten- und Drohnenaufklärung in HD). Und bei der nachträglichen Beurteilung von strategischen Alternativen ist man ganz schnell in einer Schleife hypothetischer Kriegsverläufe, die sich nachträglich weder bestätigen noch ausschließen lassen (im Sinne von: hätten wir an der Ostfront irgendwann Ruhe gehabt, wäre alles noch schlimmer gekommen, weil die Amerikaner Atomwaffen gegen Deutschland eingesetzt hätten, etc.). Und es ging bei der ursprünglichen Frage ja auch in erster Linie um die strategischen Qualitäten der deutschen Generäle, nicht um die obligatorische Verurteilung von Hitler.

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@Minzie2002

Genau, es geht um die strategischen Qualitäten der deutschen Generäle. Wenn man die Frageerklärung des Fragestellers liest, geht es aber auch um Hitlers strategische Qualität: Hitlers Mentalität war geprägt von Sturheit, Eigensinn, Unflexibilität und Vergeltungsdrang, wodurch sich auch seine Kriegsführung auszeichnete. Die Generäle waren schon von Berufswegen Gehorsam gewohnt und so wagten sie erst Bedenken zu äußern, als der (Armee-)Karren festgefahren war, obwohl diese Situation voraussehbar war. Der Gefreite Hitler war derartig verbohrt und einfältig in seinem Denken und Handeln, wie es genug Zeitzeugen bestätigt haben, dass er als Kriegsherr und Stratege völlig ungeeignet war - ein Krieg mit diesen Ausmaßen kann nicht mit einem unflexiblen /sturen und cholerischen Oberbefehlshaber gewonnen werden.

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Mal davon abgesehen, dass ich selbst keine Ahnung von strategischen Kriegshandwerk habe, da also nix zu sagen kann:

Wäre das nichts, über das ich mich beschweren würde😉

dass ich selbst keine Ahnung

Für dich:

Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. - Albert Einstein
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@Sturmtruppe45

Ich hab ja die Diskussion nicht aufgehalten oder sie für Quatsch befunden, sondern nur mein Empfinden darüber formuliert, wäre die Niederlage daran gelegen gewesen.

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@Aquila3811

Dein Empfinden kannst du doch auch deiner Katze erzählen, aber bitte unterlasse es in sachlich-hochwertigen Diskussionsforen.

Es ist nicht gewünscht.

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@Sturmtruppe45

My goodness. Sachlich hochwertig.... Wenn es dein Bestreben ist, das jedem hier mitzuteilen, dann musst du den ganzen Tag beschäftigt sein.

Wie du wohl bei anderen, wesentlich schlimmeren Nebenkommentaren reagierst? Die Frage war rhetorisch.

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Natürlich suchen sie taktisch wichtige Ziele aus. So gewinnt man nun mal Kriege.

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