Wieso war Afrika ein Herrenloses land?

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6 Antworten

Die Europäer erkannten Anfangs lediglich Stammesgesellschaften (Tribalismus). Die Verständigungsprobleme trugen einen erheblichen Teil dazu. In den Teilen Afrikas, für die man bereits Kontaktpersonen hatte, die "beiden Sprachen" beherrschten, erkannte man sehr schnell, dass es durchaus etablierte Königsreiche gab und verhandelte lediglich mit dem entsprechenden König.

Später, beim Rennen um Afrika, und somit bei der Definierung von Grenzen, wurden die Stammesgesellschaften als Hindernis angesehen; weil die Gebiete einzelne Stämme sich meistens über mehrere geplanten Grenzen hinweg zogen. Dabei kam erneut der Gedanke, Schwarzafrika als Herrenlos zu betrachten. Dann wäre die Festlegung der Grenzen einfacher. Die erwähnte Bezeichnung benutzte auch Adolf Lüderitz beim Kauf der 1. Kolonie Deutschlands (Namibia). Man habe ihm gesagt, das Gebiet sei Herrenloses Land.

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Weil es entweder tatsächlich unbewohnt war oder den Eingeborenen ausgeprägte Rechtsbegriffe, die unserem privaten Grundeigentum entsprechen, fehlten.

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Hallo

weil der Papst das nun mal als Stellvertretter Gottes so deklariert hat. Mit der päpstlichen Rechstauslegung waren alle die nicht Katholisch waren eben Gottlose in einem Land ohne Herrgott. Das nutzen die katholischen Kolonialmächte also Italien, Frankreich, Spanien und Portugal als Rechtsgrundlage für alles. Nur England und Holland hatten eine leicht andere Politik.

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napoloni 20.11.2012, 11:34

Soso, also waren Engländer und Holländer beispielsweise am Sklavenhandel unbeteiligt? ;o)

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IXXIac 20.11.2012, 18:31
@napoloni

Hallo

die Holländer haben nicht kolonialsiert sondern nur Handelsstützpunkte betrieben (Kompanien) und sich weder gross um Religion und/oder die Politik dort gekümmert noch sich drum gekümmert wie die Handelsprodukte zu den Stützpunkten gekommen sind. Aber Sklaven waren damals schon Handelsware und wird ja bis heute geahndelt (Der grösste Sklavenabnehmermarkt ist ja der nahe und mittlere Osten ua weil Sklaverei im Islam angeblich legitimiert ist).

Sklavenhandel gabs es schon vor der Kolonilisation in Afrika als innerafrikansiche Handelsware (Siehe auch die Bibel). Der grosse Sklavenhandel war aber ein traditionel Arabisches Handelsgeschäft.

Erst durch den Exporthandel zu den Kolonien wurde aber ein grosses Geschäft draus.

Es gibt auch Anzeichen das auch in Europa Sklaverei über Jahrtausende üblich war und nicht nur in Rom oder bei den Griechen

Der englische Staat hat sich ähnlich wie Holland verhalten aber die englischen Kaufleute haben sich eben Gewinnorientiert verhalten und bei Problemen hat dann der englische Staat seine Machtinteressen durchgesetzt (Sieh zb den Opiumkrieg). 1772 wurde Skavenhandel im UK verboten um 1800 wurde der Sklaventransport unter britischer Flagge verboten.

Holland und England hatten auch differnzierte Mittel die lokale Bevölkerung zu einer Wertschöpfung zu bringen. Beide haben auf Ihre Handelsmacht also auf Geld vertraut. Und darauf damit sich eben langfristig in fremde Staatswesen einzukaufen der dann eben im Inland selbst für die Ausbeutung sorgte.


Papst Nikolaus V. legitimierte den Sklavenhandel in der Bulle "Divino amore communiti" (Aus göttlicher Liebe zur Gemeinschaft) am 18. Juni 1452

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Erstens ist Afrika ein Kontinent und zweitens war dieser Kontinent durchaus bewohnt, also alles andere als herrenlos.

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Wer hat Dir denn das erzählt?

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Afrika war kein herrenloses Land. Nur haben die weißen Kolonialisten sich nicht darum geschert und die Schwarzen nicht als Menschen gesehen.

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