Wieso wählen noch immer so wenig linke Partien, wie die Grünen oder die Linke, wenn doch die Armen immer ärmer werden?

18 Antworten

Ich sehe dieses Thema im geschichtlichen Kontext:

Historiker streiten ein wenig darum ab wann genau Massenmord / Krieg als Haupt-Wirtschaftsfaktor und Garant für Machtbeschaffung und Machterhalt Mode wurde. Aber lass uns mal von rund 2.000 Jahren dieser Mode ausgehen. 

Diese Mode sorgte dafür dass das Herdentier Mensch bei uns darauf konditioiniert wurde, jene Lebensweise anzunehmen, jene Ansichten zu vertreten die vorgegeben werden von sogenannten Machthabern. Also von den Dienern des Wirtschaftssystems Massenmord. 

Wie es vor Konstantin I tatsächlich hier in Mitteleuropa zuging lässt sich recherchieren. Ab ihm allerdings mache ich einen Verhaltensstrich der zu Veränderungen in der Gesellschaft führte:

Ab hier verband sich ein monotheistisches Glaubenssystem - welches von ihm verändert wurde auf den Nicäischen Konzilen und zur ersten Spaltung dieses Monotheismus führte - mit Macht. Im Verlauf der Geschichte wurde bis vor kurzer Zeit jede Person bestraft welche selbständig dachte ohne Genehmigung der Herrschenden und es gar wagte sich eine eigene Meinung zu bilden. 

Wann genau Lenin mit wenigen Begleitern dank deutscher Gelder nach Russland transportiert wurde lässt sich ebenfalls recherchieren. Mitteleuropa wollte auf diese Weise die mögliche Aufgabe der eingangs genannten politischen Mode verhindern und hoffte sich auf diese Weise einen neuen Feind aufbauen zu können mittel- und langfristig. Zudem lässt sich diese Maßnahme mit einigem Recht als Vorbereitung auf den 1.. WK interpretieren. 

Innerhalb des 1.WK war dann Russland - nicht zum ersten Mal in der Geschichte Mitteleuropas - ein Angriffsziel. Dieses Angriffsziel ließ sich der Bevölkerung damit erklären dass dort der böse Kommunismus entstand. 

Seither wird massenweise Propaganda gegen soziale Gedanken betrieben. - Ich will hier nicht ausblenden dass Lenins Arbeit und jene seiner Nachfolger durchaus beachtliche Schattenseiten aufweist. Schattenseiten welche in Mitteleuropa als selbstverständliche Staatspolitik betrieben wurden und werden. 

Nun sind also die Menschen schon einige Zeit daran gewöhnt Alles Linke als schlimme, böse und tabuisiert wahrzunehmen. Sie haben sogar zu einem großen Teil Angst davor sich auch nur mit entsprechenden Ideen und Vorschlägen auseinander zu setzen. 

Was ich nicht kenne wähle ich nicht. Das ist logisch. 

Und Was meine Vorfahren nicht wählten will ich erst gar nicht kennen lernen. Denn meine Vorfahren werden schon ihre Gründe gehabt haben. Selbstverständlich auch und oft gerade dann wenn sie sich der Förderung oben genannter Mode verschrieben haben. 

Denn stelle Dir nur mal vor: 

Es gibt Krieg und Keiner geht hin. - Wie viele Waffenfabriken müssten dann schließen? Wie viele Arbeitsplätze müssten durch andere Möglichkeiten ersetzt werden? 

Es gibt Hunger und Durst und Alle werden satt. Einige Lebensmittel-Großkonzerne würden pleite gehen denn genau diese verantworten täglich 40.000 Tote durch Hunger und / oder Durst. Arbeitsplätze gingen verloren und würden durch solche ersetzt werden welche für alle Menschen gesunde und nahrhafte Lebensmittel produzieren ohne unser existentielles Lebensmittel Wasser zu vergiften. 

Die Folge wäre womöglich dass wir Menschen beginnen zu erlernen einander auf Augenhöhe zu begegnen. Eine gefährliche Thematik für Herrschsucht und Machtgier. 

Nun war ich ein böser Mensch. Ob meine Ausführungen nun ernst gemeint sind oder nicht mag jeder Leser für sich entscheiden. 

Wie du weißt, gefallen mir deine Beiträge im allgemeinen sehr gut, aber im folgenden Text verstehe ich nicht, was du uns sagen willst.

>Wann genau Lenin mit wenigen Begleitern dank deutscher Gelder nach Russland transportiert wurde lässt sich ebenfalls recherchieren. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Iljitsch_Lenin

>Unter den 33 Reisenden, die am 9. April 1917 in zwei D-Zugwagen am Grenzübergang Gottmadingen aufbrachen und am Abend des 11. April in Sassnitz eintrafen, waren 19 Bolschewiki – neben Lenin auch Karl Radek, Grigori Sinowjew, Nadeschda Krupskaja und Inessa Armand. 

Deutschland wollte damit natürlich in Russland eine Regierung an die Macht bringen, mit der man schnell Frieden schließen konnte. Dies gelang ja auch mit dem Regierungsantritt von Lenin.

>Mitteleuropa wollte auf diese Weise die mögliche Aufgabe der eingangs genannten politischen Mode verhindern und hoffte sich auf diese Weise einen neuen Feind aufbauen zu können mittel- und langfristig. 

Unter Mitteleuropa verstand man damals die Mittelmächte Deutschland und Österreich. Meinst du Frankreich, England, Schweiz und Italien haben den Kommunismus mit gezieltem Kalkül unterstützt? Glaube ich nicht, dass die schon so weit geplant haben.

>Zudem lässt sich diese Maßnahme mit einigem Recht als Vorbereitung auf den 1.. WK interpretieren. 

Der 1. Weltkrieg wurde bekanntlich durch die panslawistische Bewegung ausgelöst, unterstützt vom zaristischen Russland. Der Zar wurde damals wegen seiner vielen Hinrichtungen von der SPD nur der "Blutzar" genannt, und die SPD (damals noch wirklich "links") drängte den deutschen Kaiser immer wieder aus humanitären Gründen gegen Russland Krieg zu führen, um die Russen vom Zaren zu befreien.

>Innerhalb des 1.WK war dann Russland - nicht zum ersten Mal in der Geschichte Mitteleuropas - ein Angriffsziel. Dieses Angriffsziel ließ sich der Bevölkerung damit erklären dass dort der böse Kommunismus entstand. 

Den Krieg hatte Russland, bzw. sein Verbündeter Serbien angefangen. (Können wir gerne mal drüber diskutieren.) Der Kommunismus galt dem deutschen Kaiser nicht als "böse". Ganz im Gegenteil wollte er Deutschland langsam in eine Sozialdemokratie führen. Für den Kaiser war Sozialdemokratie, Sozialismus und Kommunismus so alles ziemlich dasselbe. Deshalb und wegen der Erfolge deutsch-sprachiger Wissenschaftler und des gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland und Österreich wollten die imperialistischen Nationen Frankreich, GB und USA doch unbedingt einen Krieg gegen Deutschland und Österreich. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Deutsches_Reich)

>Wilhelm II. laut Otto von Bismarck, als er sich weigerte, Soldaten zur Niederschlagung eines Streiks im Ruhrgebiet zu schicken[3]: Die Unternehmer und Aktionäre müßten nachgeben, die Arbeiter seien seine Untertanen, für die er zu sorgen habe; wollten die industriellen Millionäre ihm nicht zu Willen sein, so würde er seine Truppen zurückziehen; wenn dann die Villen der reichen Besitzer und Direktoren in Brand gesteckt, ihre Gärten zertreten würden, so würden sie schon klein werden“

Der "Kommunistenfeind" war Otto von Bismark (Sozialistengesetze), weshalb er auch vom Kaiser Wilhelm II gefeuert worden ist.

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@Maarduck

Du beziehst Dich auf Wikipedia als Quelle, ich habe aus dem Gedächtnis zusammen gefasst was ich aus Büchern von international anerkannten Historikern weiß. Hier eine neuere vorgestellt:

http://www.sueddeutsche.de/politik/ausbruch-des-ersten-weltkrieges-deutschland-und-oesterreich-sind-hauptverantwortlich-1.2061512

Zudem scheint Dein Politikverständnis ein anderes zu sein als es den Tatsachen entspricht: 
Politik setzt sich langfristige Ziele und ist bestrebt diese kurz- und mittelfristig durch Handlungen umzusetzen. 

In Büchern fand ich Nachweise darüber dass die Verhandlungen mit Lenin sich über Jahre zogen und in diplomatischen Kreisen Mitteleuropas bekannt waren. Auch ihr Sinn und Zweck. 

Dass Mitteleuropa einen Krieg brauchte lässt sich auch in manchem Buch nachlesen. Unterlegt durch einkopierte Beweise. 

Auch der Zar hatte einen Krieg nötig. Aus den gleichen Gründen wie Mitteleuropa. Es herrschte also Einigkeit in diplomatischen Kreisen zum Thema. Es war nur noch die Frage wie und wo anfangen. 

Womöglich findest Du im Archiv von dradio noch andere Literatur zum Thema wenn Du nach 

Andruck - Das Magazin für politische Bildung

schaust. 

Die Beschäftigung mit den Gründen für den Ausbruch dieses Massenmordes ist eine gute Lektion über Politik. Zumindest dann wenn nicht nur auf Wikipedia und den aktuell Herrschenden in diesem Staat als Quelle zurück gegriffen wird. 

Wikipedia lügt hier. Denn es war logischerweise davon auszugehen dass Lenin in Russland eine Revolution auslösen würde welche diesen Staat schwächen würde. 

Nein. Ich glaube nicht dass die gesamte mitteleuropäische Diplomatie sich einig war sondern ich weiß es. Anhand von Belegen die sich vor Jahrzehnten dazu gesehen habe. Abgedruckt in Büchern die sich mit der Thematik beschäftigen. 

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Man kann es nicht nur an wenigen Programmpunkten aus den Manifesten von Parteien ausmachen. Eine spezielle Partei kann man nicht zu 100% mögen. Es gibt immer Kontroversen, da eine Partei nur ein Zusammenschluss von ähnlichen Meinungen ist.

Ich vermute mal, dass Menschen,vom momemtanen Standpunkt aus gesehen, nicht sehr auf solche Punkte achten. Man beachte Flüchtlingskrise, Terror in Europa, Asylpolitik etc. Das verbreitet sich rasant durch die Medienwelt und keiner bleibt verschont. Es sind die aktuellen Themen, die die Politik beeinflussen. Oder wer sagt heutzutage noch etwas über den NSA- Skandal? Wo ist die Piraten-Partei, die dadurch populär wurde? So gut wie verschwunden :)

Das Argument, dass viele sich an aktuellen Entwicklungen orientieren, halte ich für stichhaltig, auch wenn ich so ein Denken nicht nachvollziehen kann. :-) Man sollte sich doch lieber mehr an grundsätzlichen Haltungen einer Partei orientieren.

Danke!

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@MrMcSauerkraut

"Sollte" ist der richtige Begriff. Doch dem Normalbürger kann man nicht zumuten, sich ein Parteiprogramm durchzulesen...

Aussagen, öffentliche Stellungnahmen von Parteien/ Politikern/ Intelektuellen, die durch die Medien an den Mann gebracht werden, haben den größten Einfluss auf die Meinungsbildung.

Nichts zu danken :)

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Die Grünen haben ihren Charakter leider extrem gewandelt. Es gab in letzter Zeit einige Bundesländer in denen sie mit der SPD und denLinken eine Regierungskoalition hätten bilden können, aber es vorgezogen haben mit der CDU zu koalieren. Das sagt doch wohl alles, oder?

DieLinken sind o.k., haben aber ein Wahrnehmungsproblem. Das ist ihre "Deutschfeindlichkeit". Sie meinen damit natürlich das deutsche Regierungssystem, aber beim deutschen Volk kommt es oft so an, als ob die deutschen Menschen gemeint wären. Und wir haben noch immer viele Biodeutsche in Deutschland, die sich da von den Linken angegiftet fühlen. 

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