Wieso verwendet man für Internetverbindungen DSL statt direkt LAN?

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9 Antworten

Die Anschlüsse von Haushalt zum "Kasten an der Straße" sind oft mehr als 100 Meter lang. In den "Kästen an der Straße" sind entweder nur Klemmleisten vorhanden, dann sind die Kabellängen auf jeden Fall über 100 Meter. Oder es sind Outdoor-DSLAMs, die für DSL geeignet sind. Möchte man direkt Ethernet zur Verfügung stellen, müssten diese Kästen für ältere Anschlüsse Outdoor-DSLAMs und für neuere Anschlüsse Switches enthalten. Das ist erheblicher Aufwand.

Tatsächlich gibt es hier in der Umgebung Ethernet, kein DSL. Das ist dann mit Fiber to the home (FTTH), also Glasfaser bis in den Keller realisiert. Mit Glasfaser kann man deutlich längere Strecken überbrücken. Mit Kupfer hat man aber keine Chance. Hier wurde aber auch die komplette Infrastruktur dafür neu gebaut. Das lohnt sich nur mit einer recht großflächigen Umrüstung. 30-40 Prozent aller Haushalte hier im Umfeld wurden umgerüstet.

SYSCrashTV 26.11.2016, 22:53

Gut, dann ist unser Dorf vom Fortschritt ausgenommen...

Mal eine andere Frage: Wir haben einen 50MBit/s DSL-Anschluss und meine FRITZ!Box spuckt mir da ein paar Werte zur Dämpfung, usw aus... Kann man daraus ungefähr den Abstand zum DSLAM bestimmen? Der pseudo-DSLAM steht ca. 50-80 Meter weg (weißer großer Schrank). Da dort schon öfter mal ein Auto mit dem lilanen "T" geparkt hat bin ich mir schon recht sicher, dass das was mit den Telefonleitungen zu tun hat...

http://puu.sh/svqnK/80e714b14a.png

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franzhartwig 26.11.2016, 23:46
@SYSCrashTV

Bis in einem Dorf der Fortschritt ankommt, kann schon mal etwas dauern. Wie gesagt, hier war der komplette Neuaufbau der Infrastruktur nötig. Das bedeutet: Ein Provider hat das gesamte Dorf umgebuddelt, Leerrohre verlegt, Glasfaser durchgezogen, in die Häuser gelegt, Kästen an die Straße gestellt, POPs aufgebaut. Und das alles zusätzlich zum Bestand. Andere Provider fummeln immer noch mit der Kupferdoppelader, teils aus den 50er oder 60er Jahren, herum.

Wenn Du 50 Mbit/s DSL hast, stehen keine Pseudo-DSLAMs an der Straße, sondern Outdoor-DSLAMs. Ich frage mich auch, was "Pseudo-DSLAMs" sind. Aus der gemessenen Dämpfung kann man die Leitungslänge nur berechnen, wenn man weiß, was man für eine Leitung hat. Da gibt es unterschiedliche Querschnitte. Hier findest Du einen Überblick: https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Subscriber_Line#Bandbreite.2C_Daten.C3.BCbertragungsrate_und_D.C3.A4mpfung

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Wenn wir mal bei VDSL bleiben:

2-adriges Kupferkabel wird nur für die Strecke vom Kunden zum DSLAM verwendet, die restliche Strecke wird mit Glasfaserkabel realisiert.

Das hat einfach historische Gründe - das Kabel lag schon, man hat die hohen Kosten des millionenfachen Austauschs der letzten Meile gescheut, außerdem hat der technische Fortschritt - etwas unerwartet - immer höhere Bandbreiten am Kupferkabel ermöglicht.

Im  Zuge des Breitbandausbaus wird das Kupferkabel i.d.R. auch duch Glasfaser ersetzt.

Alles was hier bisher beantwortet wurde, ist größtenteils richtig.

Aber wir wollen mal viel einfacher denken.

Das "Team" kann nur so schnell arbeiten wie das langsamste Glied in der Kette. Und das langsamste Glied kann jetzt vieles sein, wie Netzverteiler (die grauen Kästen auf der Straße (Multiplexer)) Kabellage in der Straße/Umgebung.

Da bringt es dir nichts, wenn du im Neubauhaus 1 GB/s Ethernet verbaust wenn der Rest einfach "lahm" und zudem inkompatibel (ohne Modulation) ist.

Kannst dich ja mal über die Idee des Fiber to Desktop schlau machen ;)

Vor- und Nachteile durch Abschirmungen aber auch durch belastungen schlchter aufteilbar (Die Leistung) Da es nur Lichtsignale sind können diese durch zu hohe Belastung einwirkend auf deine Internetgeschwindigkeit sein...--> Vom Anbieter bereitgestellt: 100.000 kb/S ankommen 85.000kb/s -> Verluste durch Belastungen. Du hast den besten Punkt direkt beim Anbieter oder bein Verteiler und Chancen erweitern sich damit direkt am Verteiler sogar auf 105.000kb/s

SYSCrashTV 25.11.2016, 21:28

Also meine DSL-Leitung besteht aus einem Kupferkabel, was hat das mich Licht zu tun? Ich rede nicht von einem Glasfaseranschluss.

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DSL und LAN sind völlig verschiedene Begriffe. Im normalen Sprachgebrauch: DSL verbindet einen sogenannten Übergabepunkt  mit dem Internet (über einen DSL-Anbieter), LAN (Lan Area Network) ist wie der Name besagt eine lokale Anbindung zwischen PC und Router (per LAN-Kabel). Die Verbindung zwischen Übergabepunkt und Router wird auch per LAN-Kabel hergestellt. Ricardo

LAN und DSL sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. LAN ist eine logische Aggregierung von Rechnern. Es gibt auch noch weiter wie MAN oder WAN. DSL ist ein übertragungstechnisches Verfahren.

asdundab 25.11.2016, 21:40

Mit LAN war hier Ethernet gemeint.

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Denkfehler, denn Zuleitungen sind erheblich länger als 100 meter. Lan hat jedoch keine so große Reichweite in einem Kabel, ohne dass man das jeweils wieder verstärkt.

Das wäre jedoch umständlich, alle paar Meter einen Verstärker in das Kabelnetz einzubauen.

Zudem der DHCP, den sollte man nicht vergessen. Der weist im Lan einem Teilnehmer eine IP zu. das wäre zudem hinderlich. Das Ding kann halt nur 254 IPs vergeben. Wenn da einer 30 Geräte anschließt, dann kappt der andere Teilnehmer raus unter Umständen

Zudem hätte je nach Einstellung innerhalb eines LAN-Netzwerkes jeder unter Umständen Zugriff auf die Rechner aller anderen, was auch nicht so optimal wäre.

Deswegen macht man das nicht


asdundab 25.11.2016, 21:37

1. und 2. Abschnitt stimmen, aber der 3. und 4. machen keinen Sinn. Man könnte ein Ethernet Verbinung (eine solche war wohl in der Fwage gemeint) genauso gut trennen wie z.B. bei DSL. DHCP muss es nicht in jeden (LAN-)Netzwerk geben. Man könnte auch innerhalb eines LANs Adressen via PPPoE vergeben, wie es z.B. im DSL gemacht wird.

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feinerle 25.11.2016, 21:41
@asdundab

Ja, richtig.

Nur was machst Du, wenn der unbedarfte Anwender in seine Netzwerkeinstellungen geht und da halt einfach mal handisch eine Adresse fest einstellt. Wenn die jamnd anderes bereits nutzt, bricht das Ding zusammen.

Das hat zu viele Unwägbarkeiten dabei, es muß für den DAU geeigent sein.

DAU? Dümster anzunehmender user.

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Orkano33 25.11.2016, 21:37

"das Ding" also der Server, kann richtig eingestellt Millionen an Adressen vergeben.

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asdundab 25.11.2016, 21:46

Wenn das Netzwerk richtig aufgebaut ist geht das nicht. Du kannst dein DSL via eines normalen Modems auch in ein Ethernet umwandeln, manipulieren kannst du allerdings nichts, da du dich via PPPoE verbinden musst, das könnte man genauso in einem Ethernet verkableten Haushalte machen.

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100m sind ja auch sehr weit im weltweiten netz... außerdem würden bei 8(?) Leitungen pro anschluss schon relativ große Mehrkosten entstehen was Kabel und andere Dinge angeht.
Industrielles lan hat mehr als 1gbit/s (glaub 10) aber die Zukunft steckt definitiv in der optischen Datenübertragung.

SYSCrashTV 25.11.2016, 21:31

Nun es ging mir ja auch nur um die "Letzte Meile" zwischen DSLAM und DSL-Client, zwischen den Kästen ist ja schon läufig Glasfaser um den Verteiler schnell anzubinden.

Trotzdem wundert es mich halt, warum Neubauten immer noch ein scheinbar altes 2-Adriges Telefonkabel angeschlossen bekommen... ungeschirmt nicht vergessen...

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Für 1GB Lan brauchst du 8 Adern!

Speziell abgeschirmt mit mind. CAT 5 Standard


SYSCrashTV 25.11.2016, 21:26

Ja und wieviel hat LAN? Ich komme da zufällig auf 8...

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asdundab 25.11.2016, 21:42

Du solltest die Frage nochmal lesen, dort steht doch bei Neuverlegungen. Des Weiteren haben die meisten Telefonhausanschlüsse entweder 12 oder 20 Adern; allerdings sind diese nicht verdrillt, was Ethernet auf einer so großen Entfernung unmöglich macht.

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asdundab 25.11.2016, 21:48

Ja, die Frage ging ja aber darum, warum man, wenn man neue Kabel verlegt nicht z.B. Ethernet Cat 6a nimmt, statt den normalen Telefonkabeln.

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BleibMensch 25.11.2016, 21:57
@asdundab

Die kleinen Anschlusskasten der Post müssten dann erneuert und entsprechend mit Routern und Switches etc.  aufgerüstet werden, wenn dem Nutzer die dadurch entstehenden Kosten 1:1 übertragen werden könnten und dieser dem einwilligt, eigentlich kein Problem! 

Und genau da ist der Hund begraben! Zudem müsste parallel die alte Hardware weiterbetrieben werden, für alle , die das nicht (zahlen) wollen!

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