Wieso vertragen Afrikaner und Asiaten weniger Milch als Europäer?

6 Antworten

Weil bei ihnen in der Regel im Erwachsenenalter eine Laktoseintoleranz besteht, wie sie auch hier in Europa manche Leute haben. Hier wird diese Intoleranz häufig irrtümlicherweise als "Allergie" oder gar "Krankheit" wahrgenommen, da die meisten Europäer Milch ganz gut vertragen. Es handelt sich tatsächlich jedoch um eine ganz normale Reaktion des Körpers darauf, dass man dem Säuglingsalter entwachsen ist und ist unter den Säugetieren im übrigen auch verbreitet,

Asolut richtig! DH!

Es wäre eher als krankhaft zu bezeichnen, wenn man (artfremde) Milch nach dem Säuglingsalter noch verdauen könnte ;-)

0

So pauschal kann man das nicht sagen. Italiener vertragen z.B. Milch auch schlecht. Die sagen Milch in den Kaffee macht man nur für alte oder kranke Menschen. Ansonsten trinken die kaum Milch.

Bei den afrikanischen Leuten vertragen z.B. Maasai sehr gut Milch. Kann man also auch nicht pauschalieren.

Im Hochland wie der Mongolei vertragen die Leute auch Milch.

Warum? Weil es Gegenden gibt, in denen keine für Menschen essbare Pflanzen wachsen. Dafür wächst dort Gras und Gestrüpp. Damit wir Menschen dort überleben können, brauchen wir ein Zwischenglied, das Gras und Gestrüpp für uns essbar macht. Das sind eben z.B. Rinder, Yakh, Rentiere usw. Die fressen Gras, weil sie es verwerten können. Dadurch erzeugen sie für den Menschen Milch und Fleisch. Über diesen Umweg können Menschen also auch in kargen Regionen überleben. Dass einige dann Milch besser vertragen ist nur Gewohnheit. Denn der menschliche Säugling hat einen Labmagen, der Lab bildet, um menschliche Muttermilch verdauen zu können. Wenn man nun über das vierte Lebensjahr hinaus den Milchkonsum beibehält (dann eben z.B. Kuhmilch), bleibt der Mensch daran gewöhnt und es wird ihm zumindest nicht schlecht. Gesund ist Milch für ihn aber trotzdem nicht. Kuhmilch ist für das Heranwachsen junger Kälber gemacht, und für einen erwachsenen Menschen ein denkbar falsches Lebensmittel. Durch die Gewohnheit und jahrhunderte Selektion wird uns vielleicht nicht sofort von Milch schlecht, aber wir werden auf lange sicht trotzdem krank davon: Krebs, entzündliche Prozesse, Fruchtbarkeitseinschränkung bei Männern durch das enthaltene Östrogen, vermehrte Schleimbildung, Förderung diverser Allergien (Leute, die an Heuschnupfen leiden können durchaus völlig symptomfrei werden, wenn sie Milch weglassen), Osteoperose, da Milch zwar Kalzium enthält, zugleich aber auch Kalium, was die Ausscheidung beschleunigt.

Fazit: Kein Mensch verträgt Kuhmilch wirklich. In der Vergangenheit war es nur ein Notnagel zum Überleben, bei einer Lebenswerwartung von 30-40 Jahren in der Steinzeit bis zum Mittelalter war das nicht weiter tragisch, aber heute spüren wir, wie krank der Kuhmilchkonsum macht, auch wenn uns nicht sofort davon schlecht wird.

Bei Europäern ist eine Genmutation stärker verbreitet, die macht, dass man auch als Erwachsener noch Milch trinken kann. Viele Asiaten und Afrikaner sind Laktose-Intolerant, was ursprünglich der "Normalzustand" des Mensch nach den Kleinkindalter war.

Es kann laut manchen Forschern sein, dass diese Genmutation sehr wichtig war, um eine Besiedelung der kälteren Regionen im Norden zu ermöglichen...

wir gewöhnen uns an Milch weil wir damit aufwachsen, für die bedarfsdeckung von Kalzium ist das sehr wichtig. In Asien wird viel mehr Soja gegessen, Asiaten brauchen Milch nicht um ihren bedarf an nährstoffen zu decken. sie haben einfach andere Ernährungsgewohnheiten.

Nein, das ist Gewohnheitssache. Ich habe in der Zeitung gelesen, dass die Michproduzenten in den letzten Jahren den Export nach Asien, ums mehrfache verdoppeln konnten.

Was möchtest Du wissen?