Wieso verdient ein Autor nur einen kleinen Anteil seiner verkauften Bücher?

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10 Antworten

Meine Cousine veröffentlicht Frühjahr 2017 ihr erstes Buch. Sie bekommt für jedes verkaufte Buch 75 Cent. Es kommt aber auch immer auf den Verlag und das Projekt an und ob der Verlag sich bei einem selbst oder andersrum meldet und das fließt auch in den Preis ein.

75cent sind außerhalb des Kontext genommen, nicht viel,da hast du recht. Aber ich selber schicke mein erstes Buch heuer an einen Verlag und träume jetzt sozusagen noch davon, dass einer es überhaupt nehmen wird. Autor ist nämlich wie viele glauben, ganz und gar kein einfacher Beruf. Wer es einmal schafft, tatsächlich von einem Verlag veröffentlicht zu werden, hat den größten Meilenstein erreicht, doch es folgen auch weitere Hindernisse!
Jeder Autor hat klein begonnen, J. K. Rowling hat zb auch nicht damit gerechnet, dass ihre Harry Potter Romane so weltweit brilliant ankommt. Da werden die 75 Cent wieder viel.
Jeder hat die Möglichkeit wie auch bei alle anderen Berufen, Autor zu werden, aber nur wenige schaffen es wirklich dazu.
Ich hoffe es ist irgendwie verständigen, was ich damit sagen wi. ;) LG

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Rubezahl2000 10.02.2016, 00:54

@ EinfachIch221: Hoffentlicht habt ihr drauf geachtet, dass es ein seriöser Verlag ist und kein Pseudo-Verlag, der euch mit Kostenfallen im Kleingedruckten des Vertrags über den Tisch zieht.
Ein seriöser Verlag verlangt KEIN Geld vom Autor!

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EinfachIch221 10.02.2016, 01:03

1. Hat der Verlag meine cousine angesprochen, weil sie Illustratorin für Kinder und Jugendbücher ist und sie ist alt genug dass sie weiß was sie tut und mit wem sie zusammenarbeitet und mit wem nicht! 2. Weiß sie wie auch ich das, und sie muss auch KEIN Geld zahlen, hab nichts davon in meinem Kommentar erwähnt, oder?! Sondern nur dass was auch in der Frage war, das eigene Bekommen des Geldes! 3. Habe auch ich schon genug Erfahrung und einen Schweizer Autor als kostenlosen Lektor, weil wir mal zusammen ein Theaterstück geschrieben haben, der mit mir und zusammen schaut, welcher Verlag für mein Buch passend ist! Und 4. Geht es mir auf die Nerven, dass man sich immer gleich rechtfertigen muss, wenn man etwas über dieses Thema schreibt...es gibt einige Menschen die sich damit auskennen, vor allem die, die unter so eine Frage, antworten!

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potterhead4ever 10.02.2016, 01:09

Ich danke dir für diese Antwort! Möchtest du mir vielleicht verraten unter welchem Verlag das Buch deiner Cousine angenommen wurde und was für eine Art von Buch es sein soll? :)

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@ potterhead4ever

Ganz einfach, weil ein Verlag ja auch für das Lektorat, den Druck, die Vermarktung und noch mehr zuständig ist.

Wieviel ein Autor dann verdient, ist Verhandlungssache.

Wenn du ein Buch schreibst und das dann verkaufen willst, verlangt ein Lektor auch nicht wenig. Die verlangen Geld pro Zeile zum überprüfen und teilweise muss das Buch umgeschrieben werden. Da kann schon mal ein Betrag von ein paar Hundert Euro zusammenkommen, je nachdem wie viele Seiten ein Buch hat..

Dann hast du das Buch aber immer noch nicht verkauft und musst dich selber um eine Vorstellung bei der Öffentlichkeit kümmern. All das macht ein Verlag für dich.

Wenn du völlig unbekannt bist, dann ist das noch schwerer. Wenn Promis Bücher schreiben oder ihre Memoiren veröffentlichen, dann kommen teilweise die Verlage auf die Leute von selber zu.



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Ich habe mit einem Autor gesprochen.
Dieser verkauft ein Buch für ca.8-10€.
( bin mir nicht mehr ganz sicher )
Jedenfalls bekommt er pro verkauftes Buch 60-80 cent.
Das hängt mit den Kosten zusammen, die gedeckt werden müssen.
Denn das Buch muss gedruckt, optional illustriert und vertrieben werden.
Einige Menschen sind damit beschäftigt.
Daher der geringe Gewinn für den Autor.

Gruß !

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Der Verlag trägt die Druckkosten, Werbung, Lektoriat und Vertrieb. Das ist ein sehr hoher Anteil.

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Ok, viele Antworten hast du unten schon gelesen (dass ein Verlag einen Großteil der Kosten für die Buchproduktion trägt usw.), das ist auch richtig.

Aber was man leicht vergisst: Der Autor bekommt für dieses eine Buch 5 - 10%. Wenn dasselbe Manuskript bei einem anderen Verlag erscheint oder in andere Sprachen übersetzt wird, bekommt er nochmal seine Tantiemen - ohne mehr Arbeit damit zu haben als eine Unterschrift unter den Vertrag zu setzen. Das kann über viele Jahrzehnte immer mal wiede erfolgen.

Außerdem erzielt er manchmal nicht unbeträchtliche Einnahmen durch Lesungen aus seinem Werk.

In sofern lohnt es doch, viel zu schreiben und vor allem: gut.

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Das liegt daran, das Der Verlag die Bücher druckt, Vermarktet , verkaufen lässt. Das muss ja auch bezahlt werden. Als Autor hat man es generell schwer, das Finanzielle zu bewältigen

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Ein seriöser Verlag wird wohl nicht viel mehr pro Buch rausbekommen wie der Autor, den er verlegt. Im Gegensatz zum Autor hat er sogar noch jede Menge Personalkosten zu tragen. Nicht nur Lektorat, Umschlaggestaltung usw. müssen bezahlt werden, sondern auch allgemeine Kosten wie Buchhaltung, Bürokosten etc.  Dann kommen Werbung, Produktions- und Lagerkosten dazu, 50% zwackt sich der Handel ab.

Was denkst du, sollte der Autor denn bekommen?

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Drucken, Werbung, Verkauf im Geschäft muss der Verlag tragen.

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