Wieso verdienen Krankenpfleger nicht 4000-5000 Euro Brutto im Monat?

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Weil das Geld ja auch irgend woher kommen muss!

D. h., dass Alten-/Pflegeheim rechnet mit den Krankenkassen ab und bekommt für diverse Tätigkeiten vorgeschriebene Sätze pro zu pflegenden Menschen je nach der Pflegestufe.

Bedenkst du bitte auch, dass 5 000,00 € brutto für den Arbeitnehmer für den Arbeitgeber tatsächlich 7 000,00 € - 7 500,00 € bedeuten, da er ja auch noch den Arbeitgeberanteil für Krankenkasse, Rentenversicherung usw. tragen muss. Wenn beispielsweise auf deinem Gehaltszettel die Krankenkasse mit 412,81 € bedacht sind, hat der Arbeitgeber in etwa die selbe Sunmme zu zahlen.

Wenn ein Pflegeheim nun 30 Mitarbeiter hat, hätte dieses Pflegeheim alleine schon 300 T€ an Personalkosten. So, nun hätte das Pflegeheim noch keine Heizkosten, Wasserkosten, Strom, Umlagen, Müllentsorgung, Nahrungskosten, Medikamente, Anschaffungen, Verwaltungskosten usw. gedeckt.

Wenn die Gehälter von 2 500,00 € auf 4 - 5 000,00 € anwachsen sollen, würden aus "deinen" 412,81 € monatlich dann halt 643,56 € werden, die dir von deinem Lohn/Gehalt abgezogen würden, weil die an die Alten- und Pflegeheime zu zahlenden Pflegestufen dann entsprechend angehoben werden müssten. Wärst du bereit monatlich mehr als 200,00 € mehr Abzüge haben zu wollen?

4000 - 5000 Euro finde ich sehr viel... besonders da ich mir denke, dass man sich die Arbeit im Pflegebereich an vielen Orten angenehm gestalten kann, wenn es zugelassen wird.

Ich hab mal an der Kasse im Lebensmittelgeschäft gearbeitet und um die 1000 (oder waren es 1200?) Euro dafür bekommen - das fand ich etwas wenig... da man dann kaum was zur Seite legen kann auch wenn man Vollzeit arbeitet...  da wäre ich eher für eine Anhebung des Mindestlohn... 

In der Pflege bekommt man bis zu 2000 Euro netto zusammen - da konnte ich dann sparen und wenn der Alltag da wo man arbeitet gut organisiert ist und es klare Regeln und Grenzen gibt, die jeder kennt, dann kann die Arbeit auch ok sein. 

Ob die Arbeitszeiten schlecht sind ist relativ... ich fand es eigentlich ganz gut... es gab 12-Stunden-Dienste und dafür hat man dann mal einen zusätzlichen Tag frei, weil man so schneller mehr Stunden beisammen hat... Nachtdienste sind auch ok für mich - denn ich hab ja keine Familie oder sowas. 

Gute Frage. :-) Gerechtfertigt wäre es. Ich würde es unterstützen. Aber Fakt ist, dass Krankenhäuser oft nicht viel Geld haben und Pflegepersonal keinen hohen Stellenwert bei unserer Regierung zu genießen scheint. Wenn ich schon von "Mutti" Sprüche wie "den Pflegemangel können wir ja über unsere Flüchtlinge ausgleichen" höre, dann könnte ich kotzen. Für alles ist Geld da, aber das Pflegepersonal darf sich für einen kleinen Hungerlohn den Arsch aufreißen.

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