Wieso verbraucht ein Tesla nicht 375kwh?

14 Antworten

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Das ein ist die maximal mögliche Leistung des Antriebes in kW, das andere ist die verrichtete Arbeit in kWh also Kilowattstunde. Bei einem Föhn z. B. ist das relativ einfach. Hat dieser eine Leistung von 2000 Watt, also 2 kW, verbraucht dieser, wenn er eine Stunde läuft, 2 kWh. Bei einem Auto gibt es aber keinen konstanten Leistungsbedarf. So hat man bei der Beschleunigung aus dem Stand den höchsten Bedarf bedingt durch die Trägheit der Masse. Ist eine Masse erst einmal in Bewegung bewirkt die Massenträgheit, dass das Fahrzeug die Bewegung beibehält. Dem Bestreben der Beibehaltung dieser Bewegung steht der Luft- und der Rollwiderstand entgegen. Wenn ein Auto also erstmal auf 100kmh beschleunigt ist muss also nur noch die Erhaltungsenergie zugeführt werden, die in Abhängigkeit zum Roll- und Luftwiderstand steht. Deshalb braucht ein Elektroauto im normalen Betrieb bei konstanter Geschwindigkeit von 120 kmh um die 20 kWh. In der Stadt oder auf kurvenreicher Landstraße braucht ein Elektroauto im Gegensatz zu einem Verbrenner sogar weit weniger Energie weil ein großer Teil der Bremsenergie über den Elektromotor, der dann als Generator benutzt wird, in die Batterie zurück gespeist wird. In der Fachsprache nennt man die Rekuperation.

Weil immer nur eine Teillast abgerufen wird. Auch ein Porsche mit 370 KW benötigt bei 120 km/h nur etwas 25 - 30 KW.

Ein Tesla hat ganz andere Nachteile. Die Herstellung der Akkus benötigt sehr viel Energie und haben eine begrenzte Lebensdauer. 

Für die Herstellung von 1 KWh Speicher werden 125 kg CO2 emittiert

Deshalb hält man die Speicherkapazität bei Elektroautos für Normal -Verbraucher wie z.B. den Nissan Leaf mit 24 KWh klein, denn es fällt nach einer gewissen Zeit der Umtausch an. Trotzdem muss man mit dem Nissan erst 28 Tsd Kilometer fahren bis man en CO2-Verbrauch eines VW Golf eingeholt hat. Mit dem Tesla könnte man nie den Golf mit der CO2 Emission einholen.

Der Tesla ist daher kein Vorbild für Elektroautos.

naja, bei einer akkulaufzeit von 1-1,5 mio km hat ein tesla viel zeit um einen "golf" emissionstechnisch "einzuholen"

dafür bläst er dann keinerlei stickoxide in die luft, erzeugt nur einen kleinen anteil an feinstaub (reifen) und kann mit regenerativer energie gefahren werden
......dazu macht er VIEL mehr spass wie ein "golf" :-P

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@dagobert68219

Eine Studie des schwedischen Umweltministeriums hat gezeigt, dass die Ökobilanz eines Tesla Model S erst nach acht Jahren günstiger als bei einem Verbrenner wird. Verantwortlich dafür sei die Produktion des Lithium-Ionen-Akkus. Da fallen enorm hohe Mengen von CO2 an. Deshalb könnten nicht einfach nur 40 Millionen Autos mit Verbrennungsmotor gegen 40 Millionen Elektroautos ausgetauscht werden.

Mein Golf fährt mit E10, also 10% regenerativer Anteil am Benzin.

Die Leistung des Tesla veranlasst den Fahrer "aufs Gas"zu treten, nur so zum zeigen was so unter der Haube steckt. Nur bedeutet das vermehrten Reifenabtrieb

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Ich weiß ja nicht, auf welche Geschwindigkeit sich diese Messung bezieht. Nehmen wir an, diese 100 km werden mit 20 kWh Verbrauch in zwei Stunden durchfahren. Dann sind das pro Stunde 10 kWh Verbrauch. Das ist also eine Leistung von 10 kW. Bei einer halben Stunde Fahrzeit wären das rechnerisch schon 40 kW Leistung, unter Berücksichtigung des erhöhten Luftwiderstandes vielleicht 50 oder 60 kW. Das sind schon ziemlich moderate Werte.

Die „theoretische Leistung“ wird sich vermutlich auf die oberste kurzfristig erzielbare Leistung beziehen. Das könnte z.B. ein Kavalierstart mit vollbeladenem Wagen am Berg sein.

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