Wieso verändert sich die tägliche Tageslängenänderung ganz weit im Norden nicht so, wie man es erwartet?

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3 Antworten

Der Unterschied besteht darin, dass Kiruna innerhalb des Polarkreises liegt. Dort wird die jahreszeitlich bedingte Zunahme der Tageslänge im Januar dadurch überlagert, dass die Sonne im Winter (z.B. im Dezember: https://www.timeanddate.de/sonne/schweden/kiruna?monat=12&year=2016) üebrhaupt nicht aufgeht, die Tageslänge beträgt also 0 Sekunden. Dieser Effekt verliert in den darauffolgenden Monaten zunehmend an Einfluss, bis die Tageslänge in Kiruna einen ähnlichen Trend aufweist wie etwa in Hamburg.

Übrigens: hier kannst du die jährlichen Tageslängen in Kiruna (https://www.timeanddate.de/sonne/schweden/kiruna) und Hamburg (https://www.timeanddate.de/sonne/deutschland/hamburg) vergleichen.

Dass die Tageslänge ungefähr nach einer Sinusfunktion schwankt, gilt nur für relativ kleine Breiten so ungefähr. Im Allgemeinen trifft dies aber nicht zu. Ich möchte nicht auf die geometrischen Einzelheiten eingehen (obwohl dies interessant sein könnte).

Nutze aber doch die Möglichkeiten der Website, die du schon angegeben hast. Dort kann man sich ja auch tolle Grafiken anschauen, die z.B. genau den Verlauf der Tageslänge über das ganze Jahr durch Kurven darstellen. Experimentiere dort ein wenig mit verschiedenen Städten auf ganz unterschiedlichen geographischen Breiten !

Weil a) die Erde keine Scheibe ist (es liegt eine Krümmung vor) und b) die Sonne am 21. März das Äquinoktikum erreicht.

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