Wieso tut USA nichts gegen Saudi Arabien?

11 Antworten

Diese innenpolitischen Taten von Saudi Arabien, interessieren den USA ueberhaupt nicht. Das waere die moralische Schiene gewesen, die allerdings nicht zur Kenntnis genommen wird.

Es geht um das Oel, welches die Saudis reichlich haben, somit haben sie auch Dollar, womit die letzte Lieferung aus den USA mit 30 Milliarden $ geordert wurde.

Im Jemen fuehren sie gemeinsam Krieg, somit wird dieser Waffenberg langsam abgebaut und muss wieder erneuert werden.

Saudi Arabien ist auch ein Stuetzpunkt der USA, die Ambitionen gegen den Iran sind ja von hier aus gut zu regeln.

Schwule, Demokratie in SA, was fuer Thema?

Ende ersten Weltkrieges liefen sich in der Wüste die Schurken Al Wahhab und Ibn Saud über den Weg.
Ibn Saud wollte sein Königsreich gründen, Al Wahhab (ehedem Nomaden und radikale Sunniten) den Wahhabismus zur Staatsreligion erheben.

Die Saudis buddelten im Sand herum und stießen auf Oel. Mit der Plörre konnten die nur nichts anfangen, mangels Laternen in der Wüste.
Wohl aber die Ami's.
So vereinbarten die Ami's mit den Saudis einen Deal, Oel gegen Sicherheit, selbstverständlich zum Dumingpreis.
So nahm die Geschichte ihren Anfang.

Zu jener Zeit, Ende des Ersten Weltkrieges, war der gesamte "Grüne Halbmond" gerade die Osmanen (Türken) losgeworden. Nur wußten die verschiedenen Stämme nicht wirklich etwas anzufangen mit dieser neugewonnenen Freiheit.
Weshalb sich Großbritannien und die USA anboten, eben dort eine Ordnung zu errichten.
So wurden künstliche Staaten, mit willkürlicher Grenzziehung quer durch alle Stammesgebiete, gegründet (Lybien, Syrien, Iraq usw.) und das Britische Mandatsgebiet Palästina, aus dem später Jordanien und Israel als Staaten hervorgingen (Balfour Erklärung).
Genau jene Ordnung fliegt dem Westen heute um die Ohren.
Seien es nun Stammesfehden oder Religionskonflikte zwischen Schiiten (u.a.Iran) und Sunniten (Syrien, Iraq).
Die Kurden gingen in jener Zeit leer aus, weshalb sie nunmehr danach streben ihr Kurdistan zu erhalten.
Die Siedlungsgebiete der Kurden erststrecken sich von Süd-Türkei über ostliches Syrien bis Nord Iraq.

Das ist die Kulisse, vor der das Schauspiel abläuft, im dem Russland und USA ihrerseits Vormachtsinteressen verfolgen.
Die Türkei ist im Spiel zurück, der kärgliche Rest des ehemaligen Osmanischen Reiches, strebt nach neuem Einfluss, im Nahen Osten.
Millitärisch ist es unpässlich erst lange über den großen Teich heranschippern zu müssen.
Es ist ungleich geeigneter vor Ort seine Basis zu haben, weshalb sich für die Ami's die Saudi's anbieten.
Wie für die Russen eben Syrien, als Aufmarschgebiet.

Oel, der Schmierstoff vor allem der westlichen Industrieländer spielt dabei natürlich eine Rolle.
Oel macht die Scheichs reich und verschafft den Amis, ob ihrer Dollars, den notwendigen Einfluss ihre Interessen durchzusetzen.

Hin und wieder erweist sich die Personalpolitik als verunglückt. Besonders, als Hussein sich als Störenfried zeleberierte.
Statt die Flanke gegenüber Iran zu sichern, zündelte er ausgerechnet im Golf herum.
(Seit wann beißt man die Hand die einen füttert?).
Die Ami's taten das, was sie gedachten in der Region zu sein, eine Ordnungsmacht, und legten los. Schubsten Hussein aus dem Sattel und destabilisierten damit den Iraq.
Auftritt Al Qaida und IS, beide wahhabitischen Ursprungs.
Und rums da brannte die Luft und brennt auch weiterhin.
Ausgang bis auf weiteres offen.

P.s. gibt noch ein paar Nebenkriegsschaupätze, wie Afgahnistan und Pakistan.
Der Alptraum jedoch wäre, wenn ein Gottesstaat, wie der Iran, zu einer islamischen Bombe, in Form einer Atombombe kommen würde.
Was die Ami's tunlichst trachten zu verhindern.

Kompliment - da ist nicht ein Wort zuviel - ehrlich, locker und flockig formuliert und paßt dabei wie die brühmte Faust aufs Auge !

Eventuell noch zu ergänzen wäre, das der Ami mittlerweile finanziell als "kleiner" Bittsteller vor der saudischen Türe stramm steht, und somit ganz schön schlechte Karten hat um sein sonst so großes Maul aufzureißen.

Die Saudis würden es ihm ganz schnell mit Schuldscheinen stopfen, den Ölhahn zudrehen und beim Amis würd alles bestenfalls nur noch quitschen !

Das wird aber in der Öffentlichkeit gern zwangs-totgeschwiegen - zur Not mit einem Unfall, einem gezielten Genickschuß oder Gratis-Urlaub z.B. ggf. auf dem schönen Guantanamo.

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Hier ein Zitat von Archimedes: "Gib mir einen Punkt, wo ich sicher stehen kann, [einen Hebel, der lang genug ist,] und ich bewege die Erde mit einer Hand"

Das entscheidende ist das mit dem Hebel der lang genug ist! Einen solchen besitzen die USA gegenüber Saudi Arabien nicht, stattdessen sind sie teilweise wirtschaftlich angewiesen mit diesem Land zu kooperieren! Lg

Weil Saudi Arabien und USA enge Handelsbeziehungen pflegen. Saudi Arabien verkauft günstiges Öl an USA und Europa und Saudi Arabien erhält sogar Waffen aus dem Westen.

Gerade mit Deiner Frage müsstest Du jetzt erkannt haben, was unter den militärischen Menschenrechtskämpfen seitens der USA und der NATO zu halten ist.

Glaubst Du nun wirklich noch, dass die USA mit der NATO in Syrien, Lybien oder der Ukraine gewesen ist, um Menschenrechte zu verteidigen?

Man hat dort überall nur die legitimierte Regierung beseitigt. Ich glaube nicht einmal, dass in den Ländern die Menschen mehr unterdrückt werden als die Bürger in westlichen Ländern. Dafür hat es für diese Menschen dort aber NATO-Bomben über deren Köpfen gehagelt.

Nein. Es geht in den NATO-Kriegen um geopolitische Interessen:

Also einmal mehr Macht über den Erdöl-Handel und andere Bodenschätze zu gewinnen und zweitens, um noch mehr NATO-Basen an und um Russland zu errichten.

Und da Saudi-Arabien sehr eng und kooperativ mit den USA zusammenarbeitet, ist es der US-Administration auch gleichgültig, wie dieses Land dort mit den Menschen umgeht.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Beobachtung, Recherche, Analyse, Intuition, Wissen

Lustig. Du glaubst nicht, dass die Menschen dort mehr unterdrückt werden als hier, obwohl du dort für solche Posts im Gefängnis säßest? Albern.

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@AalFred2

Prinzipiell ist bei uns nur die Methodik anders.

Sicher, man darf sich hier zwar beschweren, dass die Steuern zu hoch sind oder die in der Politik nur unfähig sind. Eben, weil sowas auch niemandem weh tut.

Wer es aber wagt, den Finger in die Wunde zu legen, das Kind beim Namen nennt, öffentlich politisch unangenehme Fragen stellt und Sachverhalte tiefgehend hinterfragt, dem droht hier eine mediale Hinrichtung durch Zeitungen und TV bis hin zu Jobverlust und Existenzentzug. DAS ist UNSERE Form der Freiheit.

Und ich spreche hier jetzt nicht nur über jene, die irgendwelchen bedenklichen Randgruppenideologien angehören. Auch solche, die lediglich gegen Krieg und für Frieden demonstrieren müssen u.U. mit Konsequenzen rechnen. Wer für Frieden ist, gefährdet ja viele unterschiedliche Wirtschaftsinteressen.

Die Mächtigen sind sehr schlau und wissen natürlich, dass es wesentlich einfacher ist zu regieren, solange die Menschen an die Meinungsfreiheit glauben. Es gibt dann ja wesentlich weniger Widerstand. Nach dem Prinzip: Rückschrittliche Diktaturen tyrannisieren ihre Bürger; fortschrittliche Diktaturen manipulieren ihre Bürger.

Und wer möchte garantieren, dass es bei uns nicht irgendwann wieder so weit kommt, dass wir befürchten müssen, von der Staatsgewalt abgeholt zu werden, wenn wir Widerstand gegen den Mainstream leisten?

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@RhoMalV

Prinzipiell ist das nur sinnfreies Geschwafel, welches mit der Realität nichts zu tun hat.

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@AalFred2

Wenn Du die Wahrheit gepachtet hast, was ist dann die Realität?

Ich für meinen Teil halte es für zu naiv, an eine Friede-Freude-Eierkuchen-Welt zu glauben oder besser gesagt, an eine Welt, die uns die Medienwelt vorgaukelt.

Den Blick stets in andere Teile der Welt abzulenken, um zu zeigen, wie schlecht es Menschen in gewissen anderen Ländern haben und dass es uns im Verhältnis dazu noch gut geht, lässt uns in diesen Trägheits- und Genügsamkeits-Modus hineinfallen und unsere Wahrnehmung dafür vernebeln, was vor unserer Haustür passiert.

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@RhoMalV

Was konkret passiert hier denn schlimmes, was nicht im Fokus ist?

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@AalFred2

Schrittweiser Abbau der Privatsphäre und Meinungsfreiheit (gutes Beispiel: das Netzwerkdurchsetzungsgesetz).

Kriegspropaganda gegen Russland und die gleichzeitige mediale Verunglimpfung von Friedens-Demos.

Politikdarsteller arbeiten mehr denn je nur noch für die Interessen von Lobbyverbänden und Investoren und gegen die Lebensinteressen der Völker.

Ich finde, das genügt schon, um abzusehen, wohin für uns die Reise in Zukunft gehen wird.

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@RhoMalV

Blödsinn. Alles, was im NetzDG steht, war auch schon vorher verboten. Über die Massnahmen, die die Privatsphäre einschränken, wird kritisch berichtet.

Wenn mit russischen Waffen nicht gerade zivile Verkehrsflugzeuge abgeschossen werden, gibt es keine Kriegspropaganda gegen Russland. Ein mediale Verunglimpfung von Friedensdemos gibt es schon gar nicht.

Das dämliche Politikerbashing ohne jeglichen faktischen Hintergund ist eigentlich gar keinen Kommentares wert.

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