Wieso tragen die meisten Muslime Kopftücher, obwohl die ersten Menschen nackt waren?

18 Antworten

Die meisten Muslimas, die Kopftücher tragen, tun dies, weil sie glauben, dass es in ihrer Religion so vorgeschrieben sei. Dabei stimmt das gar nicht. Der beste Beweis dafür ist ein ganz einfacher: Zur Zeit des Propheten gab es bei der Gebetswaschung keine Geschlechtertrennung, Frauen und Männer haben gemeinsam die rituelle Waschung vollzogen. Da die Haare bei der Gebetswaschung befeuchtet werden, ist es selbstverständlich, dass die Frauen sie in diesem Moment nicht bedeckt hatten (klar, sonst hätten sie diese ja nicht anfeuchten können). Wenn es also eine religiöse Pflicht gewesen wäre, dass Frauen ihre Haare vor den Männern bedecken müssen, dann hätte es logischerweise eine Geschlechtertrennung bei der rituellen Waschung gegeben. Die gab es aber nun mal nicht. Und auch sonst findet sich im Koran keine Kopftuchpflicht vor (hier findest Du eine exakte Analyse: http://tavhid.de/?p=1416). Trotzdem hat sich dieses Irrtum, man müsse als Muslima ein Kopftuch tragen, mit der Zeit sehr verbreitet. Dazu müssen wir einen Blick in die Historie werfen:




Im gesamten Mittelmeerraum und natürlich auch in den Wüstengegenden, bedeckten in damaligen Zeiten Männer wie Frauen schon aus rein klimatischen Gründen ihren Kopf, um sich vor Sonne und Staub zu schützen. Das galt für Christen, Juden und Muslime aus einem ganz profanen Grund, dem Klima. In der islamischen Kultur wurde das Kopftuch dann zu einem sozialen Statussymbol, das zwischen "freien" und "unfreien" Frauen unterscheiden sollte. Frauen von höherem gesellschaftlichen Stand verschleierten sich, Dienerinnen und Sklavinnen war es bei Strafe verboten, sich zu verschleiern (Das von allen Rechtsschulen anerkannte Werk "El-Mebsut" besagt, dass der Weggefährte des Propheten und zweiter Khalif Omar ibn al Khattap eine Sklavin schlug, weil sie ihre Haare bedeckte.). Es hatte also rein gar nichts mit der Religion zu tun, denn die Dienerinnen und Sklavinnen, denen es verboten war, ein Kopftuch zu tragen, waren ja ebenso Muslime. Erst später, lange nach dem Tod des Propheten, missbrauchten dann besonders konservative Prediger diese ursprünglich soziale Regelung zu einem religiösen Gebot. Sie behaupteten, muslimische Frauen seien dazu verpflichtet, Kopftücher zu tragen und begründeten es damit, dass die Haare ein Reizobjekt darstellen würden, das die Männer provozieren würde.




Das Kopftuch (und erst recht andere Verschleierungsformen, wie der Tschador, der Niqab oder die Burqa) sind also eindeutig keine religiöse Pflicht, sondern wurden erst später (von Männern, wohlbemerkt) als solche bezeichnet. Selbstverständlich können sich Muslimas verschleiern, wenn sie meinen, dass sie damit dem Gebot, in der Öffentlichkeit nicht zu aufreizend zu erscheinen, näher kommen. Nur ist es eben keine Pflicht. Ich persönlich halte nicht viel von derartigen Verschleierungen, da sie den Islam in meinen Augen falsch darstellen. Außerdem missfällt mir die Moral, die hinter diesen Verschleierungen steckt: Männer werden als rein triebgesteuerte Wesen gesehen, die gar nicht anders können, als Frauen mit offenen Haaren sexuell zu belästigen. Und Frauen werden zum einen einzig auf ihre Sexualität reduziert, zum anderen sind sie es auch noch, die für das Fehlverhalten der Männer büßen müssen, indem sie das Handicap auf sich nehmen, täglich mit irgendeiner Verschleierung herumlaufen zu müssen. Ich finde ein solches Menschenbild nicht richtig.


LG

Nun ich bin Christin aber mit einem Muslim befreundet. Die Musliminnen tragen Kopftuch aus Ehrfurcht vor Gott und um nicht von anderen Männern ausser ihrem Ehemann begehrlich wegen ihrer Haare betrachtet zu werden. Eigentlich haben viele Christinnen frueher beim Gebet ihre Haare auch bedeckt gehalten. Ich bedecke meinen Kopf auch wenn ich bete da die Engel schauen und aus Ehrfurcht vor Allah. Im Paradies frueher war das wohl nicht nötig und ich habe im Koran keine explizite Kopftuchplficht gefunden aber man wird so auch Haarfetischisten los die sich krankhaft fuer Haare interessieren. Da Haare fuer manche Männer auch einen sexuellen Reiz darstellen finde ich es gut dass sich die Musliminnen meist mit bedecktem Haar bewegen.

Adam und Eva hatten im Paradies Kleidung an!
Surah Taha, Verse 118:
"Es ist für dich gesorgt, daß du darin weder Hunger fühlen noch nackt sein sollst."

Anschließend wurden sie nachdem Sündenfall tatsächlich Nackt auf die Welt geschickt.
Surah Al-Araf, Verse 27:
"O Kinder Adams, lasset Satan euch nicht verführen, (so) wie er eure Eltern aus dem Garten vertrieb und ihnen ihre Kleidung entriß, um ihnen ihre Scham zu zeigen"

Anschließend haben sie sich geschämt und sich was zu bedecken gesucht.

Genauso wie Adam und Eva kommen andere Menschen auch Nackt auf die Welt und müssen sich nach dem Vorbild im Paradies bedecken.

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