Wieso trägt man in Deutschland keinen Mundschutz?

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23 Antworten

Wieso machen wir es nicht wie die Japaner und tragen auch diesen Schutz? 

Weil es eben kulturelle Unterschiede zwischen Japanern und Deutschen gibt. Ich könnte mir vorstellen, dass in Ländern wie Japan oder China eine solche Idee auf mehr Einklang stößt, weil die Menschen von ihrer kulturellen Mentalität her generell distanzierter sind als Europäer. Hier würde man eher sagen: Ich will das Gesicht meines Gegenüber sehen und auch mal mit fremden Leuten plaudern. Da wirkt so ein Mundschutz dann natürlich befremdlich. Wobei man anmerken muss, dass die Deutschen auch schon wesentlich distanzierter sind als Südeuropäer. In Spanien oder der Türkei beispielsweise haben die Leute noch mehr Körperkontakt bei ihrer Kommunikation - es finden mehr Umarmungen, Wangenküsse, Schulterklopfer etc. statt. Aber das ist ein anderes Thema.

Meine Meinung zum Mundschutz sieht folgendermaßen aus: Ich bin dagegen, dass sich so etwas in den Straßen durchsetzt. Das hat in erster Linie mit den oben genannten Gründen zu tun. Ich bin für eine offene, solidarische Gesellschaft mit möglichst vielen sozialen Interaktionen statt für entfremdeten, abgekapselten Individualismus. Dadurch steigt unser Gemeinschaftssinn, unsere Empathie und Menschlichkeit. Indem wir uns aber hinter einer Schutzmauer in unser Paralleluniversum verschanzen, aus Mundschutz, Ohrstöpseln und dem Blick auf dem Smartphone, geht diese Zwischenmenschlichkeit verloren. Auch was Körperberührungen angeht, ist wissenschaftlich bewiesen, dass mehr Körperkontakt zu mehr seelischem Wohlbefinden, zu mehr Glück führt. (https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/interview-mit-prof-matthias-riedel-100.html)

Jetzt ist da natürlich der Punkt mit der Hygiene. Ja, Hygiene ist eine wichtige Errungenschaft unserer Zivilisation. Aber Hygiene muss im richtigen Maß stattfinden. Wenn Babys bzw. Kleinkinder zu hygienisch, zu steril aufwachsen, dann haben sie später ein weitaus schlechteres Immunsystem und ein viel höheres Risiko für Allergien. Mein Motto lautet von daher: Baue ein starkes Immunsystem auf, sodass Du Dich in jede "Schlacht" werfen kannst, statt Dich zu isolieren. Isolation macht Dich psychisch krank und überhaupt wirst Du nie vor allen Viren und (bösartigen) Bakterien (Betonung auf bösartig, weil die Mehrzahl der Bakterien gut für uns sind) fliehen können. Statt also Paranoia vor Krankheitserregern zu haben und Dich mit Mundschutz und Hand-Desinfektions-Gel (auch wieder ein großes Irrtum, es hilft viel mehr, sich einmal die Hände gründlich mit Seife zu waschen, statt mit Desinfektionsmitteln den Säureschutzmantel der Haut zu zerstören und die Fresszellen, Deine körpereigene Krankheitserregerpolizei, abzutöten) zu bewaffnen, tu was für Deine Gesundheit. Das ist eigentlich simpel und nichts, was man noch nie vorher gehört hätte: 1. Gesunde Ernährung (So viel Rohkost wie überhaupt nur möglich, so wenig Zucker/Weizen/Industrieprodukte wie möglich, generell gemäßigte Mengen, 1,5 L trinken). 2. Gesundes Schlafverhalten (Wichtiger als die Stundendauer ist, dass man einen einheitlichen Schlafrythmus hat, also die gleichen Einschlaf- und Aufwachzeiten. Denn entscheidend ist die REM-Tiefschlafphase.) 3. Bewegung (Eigentlich sollte man nicht mehr als 4 Stunden am Tag sitzen. Wir brauchen Bewegung, am besten sollte man 3x die Woche für mindestens 20 Minuten auch mal richtig ins Schwitzen kommen.) 4. Psychische Ausgeglichenheit (Sich die Zeit nehmen, herunterzufahren, zu entspannen, einen Ausgleich zum Berufsalltag zu finden, um dauerhaftem Stress vorzubeugen.) Beachtet man diese vier Aspekte, wird man auch nicht öfter als 1x im Jahr krank. Eine Ausnahme macht natürlich ein Magen-Darm-Virus. Sind Familienmitglieder erkrankt, sollte man in der Tat Desinfektionsspray einsetzen (aber nicht auf die Haut, sondern auf Gegenstände wie Toilette, Türklinken etc.) und kann auch einen Mundschutz tragen. Als in der Schule, in der ich arbeite, ein Norovirus ausgebrochen ist, haben wir auch einen Mundschutz getragen.

LG


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d1ndu 09.10.2017, 14:48

"Ich will das Gesicht meines Gegenüber sehen und auch mal mit fremden Leuten plaudern"

Natürlich wollen Dienste (BND,BKA...hahaha) das Gesicht sehen:-DD

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und man ist 2-3 mal im Jahr krank. Du vielleicht, ich nicht. Ich bin seit mehr als 15 Jahren ohne jegliche Erkältungskrankheit durchs Leben gekommen. Die richtige Ernährung, eine den Temperaturen angepasste entsprechende Kleidung und die Vermeidung von Menschenansammlungen in geschlossenen Räumen macht das möglich.

Japan ist das risikoscheuste Land der Welt. Es gibt viele Menschen in Japan, die sich trotz bester Gesundheit hinter eine Maske aus den verschiedensten Gründen wohler fühlen als ohne. Dafür gibt es auch einen speziellen Ausdruck: masuku date, das übersetzt ungefähr soviel bedeutet wie Show-Maske. Da die Maske Teil des Alltagsstraßenbildes ist, fallen die Träger nicht weiter auf. 

Die japanische Wikipedia listet verschiedene mehr oder minder einleuchtende Vorteile für das Tragen einer masuku date auf, zum Beispiel: Wer Pickel hat, kann sich einfach dahinter verstecken. Wer einen zwiebeligen Braten gegessen hat, muss keine Angst mehr haben, unangenehm aus dem Mund zu riechen. Wer sich nicht rasieren wollte oder konnte, kann die Stoppel unter der Maske verbergen. Nachts hilft die Maske, das Gesicht nicht auszutrocknen. Sie hilft dem Träger, sein Gesicht zu bewahren, wenn der Ärger um die Mundwinkel zuckt. Sie gibt dir ein generelles Gefühl der Sicherheit. 

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Bei Erkältung (oder Magen/Darm-Gedöns) sollte man lieber zuhause bleiben, und nicht auf die Arbeit gehen. Der Fehler ist, dass viele Leute dennoch mit Erkältung (oder anderen Krankheiten) unterwegs sind.

Gegen Feinstaub/Luftverschmutzung mag das ein wenig helfen, aber in Deutschland ist das zumeist nicht nötig. Kann sein, dass dies in Städten wie Peking sinnvoll ist. Wie die Luft in Tokio ist, weiß ich nicht.

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Du musst  bedenken, wie viele Menschen in den
Großstädten wie Tokio leben oder arbeiten, dort verbreiten sich
Erkältungen durch Viren  rasend schnell aus.

Der Mundschutz bzw. die "Maske" gehört auch ein wenig zur Japankultur.

Ich bin jedenfalls froh, dass ich hier in Deuschland nicht mit einem Mundschutz "rumlaufen" muss.

Als gesunder Mensch wird man hier i.d.R. auch nicht so schnell infiziert, ansonsten sollte man sich ein paar Gedanken über die eigenen Abwehrkräfte machen.


Lg

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Die meisten Menschen tragen dort Mundschutz (diese grün/blauen OP Dinger) um sich zu schützen, vor Schlechter Luft (da hilft sowas gar nicht) oder Keimen (da hilft sowas fast gar nicht). Ich vermute das ist eine Kulturelle / Psychologische Sache.

Wo so ein einfacher Mundschutz helfen könnte ist, wenn jemand akut Schnupfen / Husten / Grippe hat. Dann müssen den aber nicht die gesunden, sondern die kranken Menschen tragen! Dann nimmst Du den ständig ab zum Naseputzen, faßt den Rotz an, legst das irgend wo hin, ... ich denke das würde alles schlimmer machen oder minimal helfen.

Um sich selbst zu schützen müßte man mindestens eine echte Schutzbrille mit einer FFP3 Maske kombinieren. Das ist so unangenehm, das es niemand im Alltag tut.

Was viel Hilft und auch in Europa an vielen Waschbecken beworben wir ist Händewaschen. Nicht kurz Seife drauf die man runter spült, sondern richtig, ne Minute Hände waschen. Denn das ist, wo wir die Keime wirklich mit verteilen und aufnehmen.

Ich kenne ein par Ärzte die nett hallo sagen, aber nicht die Hand schütteln. Irritiert erst mal, macht aber unglaublich Sinn und ich finds gut.

Wie oft im Jahr die Leute krank sind hängt viel mit der persönlichen Hygiene zusammen (wie oft wasche ich Hände, wie oft fasse ich mir ins Gesicht), damit, wie das eigene Immunsystem so drauf ist (viel Streß, etc.) und wie das Klima ist. In manchen Regionen der Welt begünstigt das Wetter monatelang die Verbreitung von Krankheiten (feucht aber nicht zu kalt).

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TeeTier 08.10.2017, 10:28

Mit Verlaub, aber du weißt nicht, wovon du sprichst. In Japan trägt NIEMAND grün/blaue OP-Masken, sondern meist weiße oder mit Mustern versehene Atemschutzmasken.

Und diese Schützen sehr wohl gegen Tröpfcheninfektionen, Bakterien, Sporen, Pollen oder Rußpartikel in der Luft. (Gerade bei Heuschnupfen helfen diese Masken enorm!) Händeschütteln gibt es dort sowieso nicht, da man sich bei der Begrüßung verbeugt oder einfach den Kopf senk.

Der dritte Punkt, in dem du falsch liegst ist, dass man diese Masken zwar auch trägt, um sich in der Bahn nicht anzustecken, aber es ist in Japan Konsens, dass man eine Maske trägt, wenn man selbst (!) erkältet ist, gerade um die anderen Menschen nicht anzustecken (aus Rücksicht), sobald man vor die Haustür geht! (Manchmal auch zu Hause um die Ansteckungsgefahr für andere Familienmitglieder zu reduzieren.)

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matmatmat 08.10.2017, 10:49
@TeeTier

Sowas in Kombination mit Schutzbrille oder eine Vollmaske?

http://thumbs4.ebaystatic.com/d/l225/m/mZEKtsjzwCEl35iyOrofw3g.jpg

Dann hat sich das in den letzten Jahren sehr verändert. Die Leute die ich an internationalen Flughäfen treffe tragen sowas:

https://www.arktis.de/blog/schweinegrippe-kann-auch-unterhaltsam-sein/

Das ist der Stoff von OP Masken bunt bedruckt. Die schützen so gut wie gar nicht vor Infektionskrankheiten, ähnlich wenig vor Sporen, ein wenig vor Pollen und natürlich vor größeren Rußpartikeln ähnlichen großen Klumpen in der Luft aber kaum vor "Feinstaub". Da sind wir dann wieder bei der Luftqualität, nicht bei Infektionen. Läßt aber immer noch die Augen vollkommen ungeschützt.

Keime bekommt man nicht nur übers Händeschütteln an die Hände, sondern vor allem durch das gemeinsame berühren von Oberflächen (Türgriffe, Wasserhähne, ...).

Das man so Masken tragen kann, um andere vor sich zu schützen - so werden Sie im OP ja auch verwendet - habe ich gesagt. Aber entweder sehe ich jede Woche nur schwerkranke Reisegruppen, oder das sehen nicht alle so...

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Generell wird man in der Bahn und auf Arbeit von allen Seiten angerotzt und angeniest und man ist 2-3 mal im Jahr krank

Wer 2-3 mal im Jahr krank ist, hat entweder ein grundsätzliches Problem (z.B. chron. Krankheit, Immunschwäche etc.) oder er macht etwas grundsätzlich falsch (zu wenig Händehygiene etc.).

Das Tragen eines -vergleichsweise- lächerlichen "Mundschutzes" hat damit wenig zu tun.

(Ich kenne diesen "Trend" aus anderen S-O-asiatischen Staaten)

Und zu deinem hier mehrfach angebrachten Beispiel des Mundschutzes bei OPs:

Es macht einen recht erheblichen Unterschied, ob Teile meiner Mundflora beim Sprechen / Niesen / Husten in eine offene Bauchhöhle eines multimorbiden Patienten oder auf eine intakte Haut durchschnittlicher Bevölkerung treffen - ob du dir das nun vorstellen kannst, oder nicht.

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PlueschTiger 09.10.2017, 15:55

(zu wenig Händehygiene etc.).

Oder gerade zu viel. Siehe Allergien.

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beamer05 09.10.2017, 16:16
@PlueschTiger

Die meisten meiner Kolleg(inn)en (ob operativ, ob konservativ tätig) als auch ich haben nach jahrzehntelanger mehrfach täglicher Händedesinfektion keinerlei Probleme mit Allergien.

DARAN (an zu viel Händehygiene) liegt es also meist nicht, wenn Allergien entstehen.

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ChoppedPork 09.10.2017, 19:24
@beamer05

Es bekommt auch erstmal niemand direkt Allergien, nur weil man sich paar mal öfter die Hände desinfiziert.

Das Problem ist, dass wir generell zu sauber leben. Dadurch wird das Immunsystem geschadet und der Körper reagiert bei Sachen wie Hausstaub oder Blütenpollen über.

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PlueschTiger 13.10.2017, 11:08
@beamer05

Das Desinfektionsmittel schadet aber auf Dauer der Haut. Ansonsten siehe was ChoppedPork geschrieben hat. In der Regel braucht man sich nur Gründlich mit seife waschen, etwa 20 oder 30 Sekunden, dann sind fast 100% der Bakterien Tod.

Zudem tut selbst mein Hautarzt dinge wie Seife Kritisieren. Er ist nicht gegen Hygiene, doch die Heutigen sehr Gängigen Produkte sind Gift für die Gesundheit. Er meinte zu mir das man in Afrikanischen Ländern mal gern 8 Wochen Urlaub nehmen muss um Menschen mit Ekzemen zu finden und anderen Westlichen Krankheiten. Eine Kollegin aus Südamerika hat ihn mal gefragt wieso es in der EU und Amerika so viele Allergiker gibt, während das bei ihnen kaum auftritt. Antwort des Arztes Glaube. Es gibt dort nicht so viele Chemikalien, mit den die Menschen ihren Körper belasten. 

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Wenn ich nicht krank bin, kann ich auch niemanden anstecken und brauche keinen Mundschutz. Und wenn ich alle Jubeljahre mal krank bin, bleibe ich zuhause.

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Die tragen oft wegen der schlechten Luft. Außerdem sind dort viel mehr Menschen auf engsten Raum wodurch das Risiko einer Ansteckung höher ist. Das ist nicht höflich, das ist traurig. Da ich in den letzen 10 Jahren keinen Tag krank geschrieben war sehe ich hier keinerlei Veranlassung dazu.

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M1603 08.10.2017, 09:46

Die tragen oft wegen der schlechten Luft.

Benenn mal bitte ein paar japanische Ortschaften, wo die Luft schlechter ist, als in Deutschland. Du wirst wahrscheinlich keine finden.

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M1603 08.10.2017, 09:55
@Ecaflip

Da musst du aber schon mit einem vielfachen mehr Luftverschmutzung kommen, damit deine Behauptung Gewicht hat. Japan ist sicherlich nicht signifikant staerker verschmutzt, als Deutschland und eine Metropole wie Tokyo in Deutschland wuerde hier sicherlich aehnliche Werte zeigen (wenn es sowas denn geben wuerde).

Mundschutz traegt man in Japan ganz sicher nicht, weil alles verstaubt ist.

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Ecaflip 08.10.2017, 10:03
@M1603

Ich weiss ja nicht, was du als vielfaches mehr verstehst, aber die Werte sind teilweise schon das 3-4fache. Dass Tokyo grösser als Städte in Deutschland sind stimmt aber das tut ja nichts zur Sache, dass dort die Luftverschmutzung höher ist.

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GravityZero 08.10.2017, 09:50

In Japan kenne ich mich nicht aus, bin jedoch öfters in China und Großstädte sind dort übel.

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matmatmat 08.10.2017, 10:09
@M1603

Ja, aber Japan ist Teil Asiens, auch wenn es seine kulturellen Eigeneheiten hat. Auch in China tragen in den Metropolen viele Menschen diesen Mundschutz...

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TeeTier 08.10.2017, 10:34
@matmatmat

Asien ist ein riesiger Kontinent! China und Japan sind nicht vergleichbar! Da hat Deutschland und Rumänien ja noch viel mehr Gemeinsamkeiten!

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GravityZero 08.10.2017, 09:58

Dann lass die Luft weg, die Zahlen sagen aber etwas anderes. Dann hast du immer noch den Aspekt mit vielen Menschen auf wenig Raum, gerade in den großen Städten. Wie gesagt, in Deutschland sehe ich keinerlei Grund hierfür.

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TeeTier 08.10.2017, 10:38
@GravityZero

Ich wohne - wenn ich in Deutschland bin - am Rande von Berlin, wo es kaum Verkehr gibt. Und da ich ein Mikroskop besitze, habe ich bemerkt, als ich die Unterseite von Lindenblättern untersucht habe, dass diese voll mit Rußpartikeln sind.

Alles voll mit unförmigen, klebrigen, schwarzen Krümeln! Und das atmest auch du normalerweise ein.

Und davon abgesehen helfen solche Masken sehr gut bei Pollenallergien, weil man damit faktisch keine Pollen mehr einatmet. Das einzig verbleibende Problem sind dann die Augen, aber eine Maske lindert die Beschwerden in Nase und Atemwegen enorm!

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weil wir nicht so krankhaft steril sind

wer steril ist, lebt ungesünder, wie jemand, der auch mal in den Dreck fasst, da der Körper keine Abwehrkräfte mehr produziert

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Hast du selber mal einen länger getragen? Das fühlt sich furchtbar an!

Ich vermeide es wenn irgend möglich Leuten die Hand zu geben. Ist unhöflich bei uns, aber gesünder. Man kann es ja auch sagen: lieber nicht, hab Schnupfen oder so. Auch wenn es gar nicht stimmt. Egal...

Ich möchte die Gesichter sehen können! Wenn man sich vermummen muss, stimmt meiner Meinung nach irgendwas nicht.

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Ich habe mal gehört, dass dieses Tragen von Mundschutz im Japan auch (mit) damit zusammenhängt, dass in den Grosstädten häufig Smog herrscht - und die andauernde Belastung damit sich auf die Bevölkerung ebenfalls gesundheitsschädlich mit auswirkt.

...Wäre es bei uns so wie dort, würden wir vermutlich alle ebenso vermummt  auf den Straßen rumlaufen.

Es kann natürlich sein, dass sich in den fernöstlichen Ländern noch andere Riten und Bräuche um diesen Aspekt mit ranken, jedoch werden nicht die alleine für diesen Umstand ausschlaggebend sein. Zumindest glaube ich das persönlich nicht.

....Ich nehme mal an, ich selbst fühle mich so wohler und "ungebundener". Würde einen beständigen Mundschutz etwas mit Klinik-Atmosphäre gleichsetzen....

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TeeTier 08.10.2017, 10:31

In Japan gibt es nicht mehr Smog, als in Deutschland. Genau genommen ist die Luft in deutschen Großstädten deutlich schlechter.

Vermutlich verwechselst du Japan mit China. :)

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wer sollte dir verbieten einen Mundschutz zu tragen!

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cubalibre19 08.10.2017, 09:44

Keiner. Aber die Frage ist, wieso das nicht bei und gesellschaftlich verbreitet ist. Und warum so aggressiv?

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TeeTier 08.10.2017, 10:47
@Biberchen

Ich mache das auch in Deutschland seit über 20 Jahren, aber mir ist dabei ehrlich gesagt völlig egal, ob mir da jemand folgt, oder nicht. Niemand tut das aus Prinzip oder um jemanden zu überzeugen.

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in den Ballungszentren ist häufig Smogalarm - das ist der häufigste Grund für die Maske. 

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matmatmat 08.10.2017, 09:55

Nur das dann leider keiner eine Maske trägt die was hilft, leider :-(

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TeeTier 08.10.2017, 10:39

Das stimmt nicht. So etwas habe ich in Japan noch nie erlebt. Du verwechselst das mit China!

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Das wäre ja ein Zeichen von Schwäche. In dem Punkt sind wir ganz empfindlich. 

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Der gesellschaftliche Herdentrieb bestimmt unsere Gewohnheiten und Mundschutz ist eben noch keine öffentliche Gewohnheit. Ich kann mich noch erinnern, als Leute, die sich freiwillig einen Sicherheitsgurt ins Auto montieren ließen, für Spinner gehalten wurden. Mit einem Mundschutz giltst du auch als Spinner.

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Einmal weil es umständlich ist und zweitens weil es dem Immunsystem auch überhaupt nicht hilft.

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TeeTier 08.10.2017, 10:42

Natürlich hilft das dem Immunsystem! Ohne Maske könnte ich im Sommer kaum raus gehen, wegen starker Pollenallergie.

Und wenn eine Maske nichts bringt, warum tragen dann die Chirurgen bei einer OP ne Maske? Damit schützt man eben nun mal seine Umgebung und Japaner nehmen somit Rücksicht auf ihre Mitmenschen in der Bahn oder im Supermarkt.

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Ecaflip 08.10.2017, 12:43
@TeeTier

Ich meine es hilft dem Immunsystem nicht in der Zukunft. Man atmet ja nicht nur kiloweise Ebola-Viren ein sondern auch einige weniger gefähliche, woran das Immunsystem 'üben' kann.

Bei einer OP ist es etwas anderes, da man oft mit inneren Körperteilen und -Flüssigkeiten in Berührung kommt, wo eine Infektion doch schwerwiegender sein könnte.

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PlueschTiger 09.10.2017, 16:05
@Ecaflip

Vor allem sind bei einer OP keine der Natürlichen Schutzbarrieren, zwischen inneren Organen und Erreger vorhanden.

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Verhüllungen sind in Deutschland verboten (oder bald jedenfalls)!

In Asien, bes. in Japan und China, hat das aber mit der Luftverschmutzung zu tun, weniger mit Hygiene.

Aber Recht hast Du in einem: Infektionen werden durch Händeschütteln, Klobrillen usw. im "Abendland" mehr gefördert!

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DanyXXY 08.10.2017, 13:19

Mit Verlaub, wenn ich fragen darf, wie oft warst Du denn schon in Japan? Ich war schon dort und kann mich über diese Vorurteile und die Verwechslungen mit China immer nur aufregen.

Die Luft in Tokio war jedenfalls besser als in den meisten Diesel-Feinstaub geplagten deutschen Großstädten. Und natürlich werden diese Masken nur aus Rücksichtnahme und Schutz der Mitbürger vor Ansteckungen getragen.

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666Phoenix 08.10.2017, 13:52
@DanyXXY

ich wollte keinem japaner zu nahe treten. die luft in chinesischen großstädten ist definitiv bedeutend schlimmer.

die "achtung" und den "respekt" vor mitbürgern in japan wage ich allerdings sehr zu relativieren. das trifft bestenfalls auf verwandte und bekannte zu.

genau wie in ganz asien hatte auch in der geschichte japans ein einzelnes menschenleben noch nie viel wert!

 

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Es gibt auch Menschen in Deutschland die einen Mundschutz tragen

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Der Mundschutz dort ist weniger Höflichkeit und mehr Selbstschutz und Angst.

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TeeTier 08.10.2017, 10:45

Nein, es ist tatsächlich Rücksichtnahme auf die Mitmenschen. Wenn man einen Anflug einer Erkältung hat, und man muss irgendwie unter Leute, dann setzt man sich eine Maske auf, um das Ansteckungsrisiko zu senken.

Zur Winterzeit, wenn man viel Bahn fährt, ist es natürlich auch Selbstschutz.

Bei einem Chirurgen in einem OP-Saal sagst du ja auch nicht, dass er das aus Höflichkeit, Selbstschutz oder Angst tut, oder? :)

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PlueschTiger 09.10.2017, 16:03
@TeeTier

Bei einem Chirurgen in einem OP-Saal sagst du ja auch nicht, dass er das aus Höflichkeit, Selbstschutz oder Angst tut, oder? :)

Nenne mir 1 Arzt dem das wohl des Patienten interessiert! Zitat meines EHEMALIGEN Hausarztes auf den Hinweis von mir das ich als Patient auch rechte habe: "Das interessiert mich nicht." Als ich ein Halbes Jahr später eine Überweisung brauchte und kein anderer Arzt da war hat man sich geweigert mich zu bedienen, wegen UNGEBÜRLICHEN Verhalten in der Vergangenheit. Patienten Rechte Einfordern = ungebührliches Verhalten. Ich könnte dir mehr solcher Grauen, seitens der Ärzte erzählen als dir lieb ist und das nur von den Erfahrungen meiner Familie. Meiner Oma hat die angebliche sorge der Ärzte um das wohl der Patienten das leben gekosten und ca. 9 Monate Qualen gebracht.

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In Japan trägt man im Alltag Mundschutz, weil man so viel Höflichkeit und Rücksicht hat seine Mitmenschen nicht mit Infektionen anzustecken. 

Wirklich? Wahrscheinlich ist es mehr eine Frage von Selbstschütz. Und sich so immer vor Infektion zu schützen, reduziert die Wirksamkeit des Immunsystems.

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