Wieso stumpft die Gefühlswahrnehmung mit dem Alter ab?

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6 Antworten

Als Kind bist du noch nicht so sehr durch Erfahrungen (vorallem negativen) beeinflusst und du gibst dir nicht so viel darauf, was andere über dich denken könnten.

Als Erwachsener ist man sehr stark darauf konzentriert, korrekt zu sein. Also "erwachsen"; keine unnötigen Gefühle zeigen (am besten gar keine), immer ernst sein und keine "kindischen" Dinge anstellen.

Dass man da auf Dauer abstumpft, sollte da irgendwo nachvollziehbar sein :)

Kinder nehmen das ganze halt viel lockerer, erlauben sich Spaß zu haben, und nehmen sich auch den Spaß. Sie sehen die Welt viel postiver - zum einen durch ihre positivere Grundeinstellung, aber auch dadurch, weil sie noch nicht die Möglichkeit hatten, so viele schlechte Erfahrungen zu sammeln. Und wenn sie es doch tun, dann sind sie meist schlauer als Erwachsene:
Erwachsene schrecken von etwas ab, womit sich schlechte Erfahrungen gemacht haben. Kinder ersetzen die schlechte Erfahrung durch Gute ;-)

Kurz zusammen gefasst: Erwachsene stumpfen ab, weil sie ihre Bedürfnisse zurückstellen und ignorieren, um den Gesellschaftsnormen zu entsprechen.

Das ist übrigends oft ein Grund für viele psychische Krankheiten; bzw. so lassen sich viele heilen: Indem man wieder auf seine Wünsche und Bedürfnisse hört. Denn das ist es, was Erwachsene verlernt haben und uns so sehr von Kindern unterscheidet.

Das sollte auch erklären, warum Jugendliche "schwanken": Sie sind auf der Zwischenstufe zwischen Kind und Erwachsener müssen sich nun entscheiden, zu wem sie gehören möchten: Kind und Spaß, oder Erwachsener und Ernst?


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Kommentar von acidfairy
15.05.2016, 00:10

wow vielen Dank das hilft mir sehr weiter !

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Als Kind sind alle Eindrücke noch ungewohnt und neu, daher nimmt man es auch intensiver wahr. Je älter man wird, desto mehr Erfahrungen sammelt man und ist nurnoch selten mit wirklich neuen Situationen und Eindrücken konfrontiert, man gewöhnt sich an viele Umstände und nimmt sie dadurch auch weniger intensiv und beeindruckend wahr.

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Ich denke je aelter man wird, desto mehr sieht man Zuammengaenge und hat Proportionen, deshalb macht man nicht gleich aus jeder Muecke einen Elefanten. Aber aeltere koennen noch genauso tief fuehle, kann ich dir versichern :)

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Du hast zwei richtige Antworten erhalten:

  • Einmal ist durch die Gewohnheit vieles nicht mehr so aufregend.
  • Zum anderen nimmt man in dem Maße seine Gefühle zurück, als man schlechte Erfahrungen gemacht hat. Das ist reiner Selbstschutz.

Grundsätzlich ist ein Mensch in jedem Alter zu tiefen Gefühlen fähig - was immer diese auslösen mag. Im fortgeschrittenen Alter gilt es einmal, die Augen offen zu halten für die vielen schönen Dinge im Alltag, an denen die meisten achtlos vorbei gehen, und zweitens abzuwägen, ob man sich gegenüber anderen Personen öffnen kann oder besser verschlossen bleiben sollte, um keinen Schaden zu nehmen (also flexibel zu sein).

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Die 'sensible Phase' bezeichnet eine besonders aufnahmefähige Phase im Leben eines Kindes, in der es besonders intensiv erlebt und empfänglich für äußere Eindrücke ist. Diese steigert somit zB. die Lernbereitschaft und den 'Aufnahmewillen' des Kindes.

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Kann ich nicht bestätigen.

Weder härte ich ab, noch entferne ich mich von mir selbst.
Was soll das überhaupt heißen?

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