Wieso studieren manche Leute freiwillig Psychologie und hören täglich stundenlang die Probleme von anderen?

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12 Antworten

hören täglich stundenlang die Probleme von anderen?

Du hast eine falsche Vorstellung vom Berufsbild des Psychologen.

Im wirtschaftlichen Bereich übernehmen Psychologen auch häufig Aufgaben aus dem Personalwesen, da diese eine besonders gute Menschenkenntnis erfordern. Als Berater oder Coach arbeiten Psychologen entweder in Festanstellung oder selbstständig. Letzteres erfordert jedoch zumeist einige Jahre Berufserfahrung und die entsprechenden Kontakte, um sich ein eigenes
Standbein aufzubauen.

https://www.absolventa.de/jobs/channel/human-resources/thema/berufsbild-psychologe

http://bdp-verband.org/beruf/index.shtml

Es gibt viele Einsatzmöglichkeiten und es nicht auf "Probleme" anderer beschränkt.

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Mit Verlaub, aber manchmal kann man bei solchen Fragestellungen einfach nur noch von einer dermaßen mentalen Verflachung sprechen, da es schon weh tut oder stehst Du tatsächlich so weit entfernt von der Wirklichkeit des realen Lebens?

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Es macht Spaß zu sehen, dass man anderen mit seinen Ratschlägen und Tipps helfen kann. Es macht Spaß ihnen zu helfen, ihr Leben zu erleichtern, ihre Angst zu vermindern und ihnen wieder den Spaß am Leben zu zeigen. Es macht Spaß zu sehen, wie froh sie über eine Hilfe und eine Bezugsperson sind.

Dafür muss man sehr feinfühlig und emphatisch sein. Wenn man das ist und dazu gerne hilft, dann macht es Spaß.

Es gibt so viele verschiedene Studiengänge. Es ist normal, dass man sich für die einen interessiert und für andere gar nicht. Allerdings solltest du nicht von dir auf andere schließen.


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Ich bin Krankenpflegerin. Kann man mir deshalb unterstellen ich habe Spaß daran Exkremente anderer Menschen zu berühren? Nein, weil es um viel mehr als nur das geht.

 In der Psychotherapie zu arbeiten heißt mehr als nur "die Probleme" der anderen anzuhören. Es geht darum die Menschen im Ganzen zu sehen, ihre Ansichten und Taten im Zusammenhang mit ihrem ganzen Sein zu betrachten, Probleme zu erkennen und für jeden Menschen individuell herauszufinden, wie er sein Problem lösen kann. 100 Menschen mit der gleichen Erkrankung zu behandeln heißt nicht 100 mal die gleiche Therapieform anzuwenden. Jeder Mensch ist verschieden, jeder Mensch hat eine andere Geschichte, jeder Mensch braucht auf seine Bedürfnisse die exakt angepasste Hilfe. Ich glaube das ist (mit eben der Interesse an Psychologie /-therapie) der "Reiz" für Menschen diesen Beruf zu erlernen/studieren. Die Vielfältigkeit der Menschen.

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weil manche menschen (mich eingeschlossen) sich das gerne anhoeren. gerne das verhalten der leute deuten und analysieren, sich ihre probleme anhören und versuchen den menschen so gut es geht zu helfen. 

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Diese Menschen sind an der Psyche des Menschen interessiert. In der Psychologie geht es nicht nur darum, sich die Probleme von Menschen anzuhören, sondern auch um die Erklärung von bestimmtem Verhalten, Entwicklungen und deren Ursachen.

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Also, ich würde mal sagen, es zeugt nicht gerade von großer Intelligenz, wenn du schreibst, "Ist doch klar, dass es deutlich spaßigere Alternativen gibt...".

Weil ein intelligenter Mensch würde nicht von sich auf andere schließen. Der eine Mensch interessiert sich für das Thema Gesundheit, der andere für Recht, der nächste für Maschinen, ein anderer für Physik...

Dies sollte eigentliche jedem Menschen klar sein. Die Interessen bzw. Neigungen sind unterschiedlich. Wenn dir nicht mal dies klar ist, dann sagt dies eben eine Menge über dich aus....

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Aus dem gleichen Grund, aus dem es andere in sozialen Berufen tun: Um Menschen zu helfen. So schwer nachzuvollziehen?

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Welcher Job klingt denn für dich nach Spaß? Ist einfach schön Leuten zu helfen und hinter die Kulissen zu blicken.

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so n Frageschema kann man auf viele menschliche Tätigkeiten anwenden: Warum rennen Männer stundenlang hinter ner aufblasbaren Lederkugel her? Warum hauen sich leichtbekleidete Kerle vor ner Menge johlender Zuschauer in die Fresse, ohne irgend n erkennbaren Grund?

Psychologen hören sich übrigens nicht stundenlang fremde Probleme an, sondern sie leiten psychisch Kranke an, ihre Probleme, Blockierungen und Behinderungen in den Griff zu kriegen. Die Methoden dafür sind ganz unterschiedlich, es gibt Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, Gestalttherapie, es gibt Kurzzeit-Therapien wie Neurolinguistisches Programmieren (NLP) wo überhaupt nicht eine Minute lang Anamnese gemacht wird, sondern bestimmte Übungen, Visualisierungen, Refraiming usw

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Kommentar von HansH41
04.10.2016, 18:42

"ohne irgend n erkennbaren Grund?"

Die bekommen eine Menge Geld dafür.

Aber Danke für deine lustige Antwort.

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Der Philosoph Gerhard Nebel (1903 - 1974) erklärte in dem Buch "Sprung von des Tigers Rücken" (Stuttgart 1970) die Beliebtheit von Studienfächern wie Psychologie und Soziologie damit, dass sie sich "durch Auswendiglernen von Jargon bewältigen lassen". 

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Die Frage ist schon etwas ironisch: Du fragst, was Psychologen antreibt, ständig Leidensgeschichten zu hören - nun ja... um das zu verstehen, müsste man vielleicht Psychologe sein ;-)

... Denn Psychologie ist nicht nur die Leidgeschichte, sondern die Gesamtheit und der Zusammenhang unseres Erebens und Verhaltens

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