Wieso studieren in Deutschland so viele?

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12 Antworten

Hallo!

Das hat wie ich finde mehrere Ursachen!

Zum einen ist es leichter geworden und nicht mehr so elitär wie früher, zu studieren ----> früher war es etwa wegen dem Gesellschaftsdruck kaum möglich, dass jemand aus einer Arbeiterfamilie studierte: Es kam oft vor, dass der Spross eines "harten Handwerkers" auch ins Handwerk musste, obwohl er mehr gekonnt hätte, weil der geringe Bildungshorizont seiner Eltern Studierte per se als "Großkopferte" oder "Halbwilde" abfertigte und sie als mittellose Künstler oder Redakteure sah, während man ja nur im "goldenen Handwerk" zu was käme und außerdem "jeder schimpfen würde", wenn der Sohn studiert und nicht sofort für einen Chef buckelt und knechtet, bis mit 35 der erste Bandscheibenvorfall kommt.

Heute sind die Jugendlichen viel freier in ihrer Berufswahl!

Zum anderen ist das Ausbildungswesen für viele unattraktiv geworden, da es nicht mit der Zeit gegangen ist & die meisten Berufe noch immer unterrichtet werden wie vor 20-25 Jahren. Es gibt noch immer das Problem mit i.welchen Larry-Jobs wie Kopieren, Autowaschen, Putzen usw. das nicht zur Lehre zählt & bitter lächelnden Lehrherren, die Sprüche wie "Lehrjahre sind keine Herrenjahre, du weißt nicht, wie gut es dir geht, ich wurde damals in der Lehre noch verkloppt und mein Vater hat mich daheim noch mehr verprügelt, also sei zufrieden" ------> und bei aller Liebe, ich kann jeden Schulabgänger verstehen, der sich das ersparen möchte & entweder das Abi nachholt und studiert oder zum Bund geht. Keiner hat Lust, sich erniedrigen zu lassen und als billige Arbeitskraft Dreck aufzukehren. Und ja, es gibt genügend Betriebe, die nachwievor mit Zuckerbrot und Peitsche ausbilden & da muss sich mMn keiner wundern, wenn die Kiddies eher das Abi nachholen und studieren als sich emotional erniedrigen und psychisch fertigmachen zu lassen.

Ansonsten sind "gute Ausbildungen" oft nur schwer zugänglich, da die Anforderungen oftmals irrwitzig hoch sind und kein potenzieller Bewerber in der Lage ist, diese zu erfüllen, sich ergo garnicht erst bewirbt. Solche Firmen erwarten in der Regel einen Top-Schüler, der am besten in jedem Fach Einser und Zweier hat & wer das nicht bringt, der ist außen vor. Egal wie gut er fachlich sein mag. Damit hält man sich vllt. irgendwelche unqualifizierten Spatzenhirne fern, aber vergällt auch Leute, die an sich super gut geeignet wären.

Auf einer Lehrstellenbörse, die ich auch beruflich besucht habe, sprach ein Personaler zwar von Nachwuchssorgen und Problemen, die STellen zu besetzen, aber auf meine Frage, wieso man nicht einfach den Notenschnitt etwas absenkt und nicht so gnadenlos selektiert, stammelte er eigentlich nur Standartphrasen in den Raum und man merkte ihm an, wie hilflos er war... das kann's auch nicht sein, aber das würde an dieser Stelle zu weit ausholen.

So gibt letztlich eines das andere & da auch die Berufsberatung in den Schulen oft so lückenhaft und schlecht ist, dass die Kiddies in der 10. Klasse noch nicht wissen, was sie eigentlich werden wollen oder welche Möglichkeiten für sie bestünden, wählen sie statt dem Sprung ins kalte Wasser das kleinere Übel in Form eines beliebigen Berufskollegs, das sie zur Fachhochschulreife führt. Auch das kann man verstehen ----> nur ein Beispiel aus meiner Vita.. ich habe 2007 die Mittlere Reife abgelegt & mehr als die Hälfte der Klasse hat damals weitergemacht, weil man nicht wusste was man werden soll und die Berufsberatung in Gemeinschaftskunde kaum stattfand. Ich selbst lernte Industriekaufmann, aber auch weil es mir zu blöd war, noch drei Jahre auf eine Schule zu gehen -----> ich wollte gleich Geld verdienen, hatte eine durchaus recht schöne Lehrzeit.

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NewLifeUp 09.10.2017, 10:09

Ohjee, weißt du ich bin 24. Als Antwort hätte ich dir meine nächste Frage. Vielleicht willst du dir mal lesen?

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Es studieren immer mehr Leute, weil es durch Automatisierung und Co. immer weniger "einfache" Tätigkeiten gibt und dafür immer mehr hochqualifizierte Fachkräfte benötigt werden.

Hochschulabsolventen werden also nachgefragt. Wo die Nachfrage nach Fachkräften hoch ist, ist die Bezahlung gut und das ist ein Grund, zu studieren.

Außerdem ist es heutzutage aufgrund gesellschaftspolitischer Fortschritte zum Glück einfacher, zu studieren, als früher, etwa durch bessere Ausbildungsförderung oder dadurch, dass inzwischen auch sehr viel mehr Frauen studieren, als dies noch vor Jahrzehnten der Fall war, etc. Im Grunde ist es eine sehr positive Entwicklung, eine gut gebildete Bevölkerung zu haben.

Ob man studieren sollte oder nicht, hängt vor allem von den persönlichen Fähigkeiten und Zielen ab.

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Das Problem ist das das deutsche Schulsystem die Schüler nicht fürs Leben, sondern für die Schule trainiert. Daraus folgt das für viele der einfachste Weg ist, einfach so weiter zu machen, anstatt sich einer Situation stellen zu müssen auf die einem keiner vorbereitet hat, viele unwissende glauben das es bei der Ausbildung und im Leben genau so ist wie in der Schule und das nur die Dinge entscheidend sind, die man messen kann, aber in der Ausbildung und im Leben geht es darum: Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, mit Geduld, Ausdauer und Disziplin ein Ziel zu verfolgen und seine Aufgaben für sich und andere selbständig zu planen und auszuführen, und das lernt man alles nicht in der Schule. Daraus folgt das ein Großteil der Schüler, schlicht Ausbildungsunfähig ist weil sie darauf trainiert wurden möglichst Gut im Schulsystem zu sein.

Das Schulsystem, trainiert sie darauf sich in kurzer Zeit, möglichst viel mehr oder weniger nutzloses  Wissen, in sich reinzustopfen, und es dann an einem bestimmten Termin, möglichst gut wiederzugeben und es dann wieder zu vergessen damit Platz für neues ist, oder weil das Wissen nur für die Klausur von nutzen war. Keiner will einen Mechaniker der erst 2 Wochen lang  lernt wie man einen Reifen wechselt, bevor er einen Reifen wechselt und dabei übersieht das die Bremsscheiben hinüber sind, weil er gerade nur für den perfekten Reifenwechsel gelernt hat. 

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Man verdient später als Akademiker mehr Geld als dies bei Nichtakademikern meist der Fall ist.

Nicht nur in Deutschland studieren mittlerweile zahlreiche Menschen, in den meisten entwickelten Ländern sieht es ziemlich ähnlich aus.

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Viele denken eben dass sie durch ein Studium mehr Geld oder Ansehen haben. Das ist aber nicht unbedingt gut wenn jeder studieren will. Denn die anderen Jobs müssen ja auch erledigt werden. Und manchen Leuten würden Ausbildungsberufe auch viel mehr liegen.

Und man verdient nicht immer mehr durch ein Studium. Mit manchen Studiengängen kann man nachher oft nicht viel anfangen und endet dann als Taxifahrer. Und wenn du dich mit einer Ausbildung im Handwerk später zb selbständig machst, kannst du auch gut verdienen.

Also ich würde vor allem nach Interesse und Fähigkeiten gehen bei der Berufswahl.

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Hallo, das hat zum Teil unterschiedliche Gründe:

Da gibt es die sachlichen Gründe:

-Automatisierung

-Hoffnung auf einen besseren Verdienst

Aber da gibt es auch die anderen Gründe. Inzwischen hat sich bei uns in der Gesellschaft der Gedanke eingeschlichen, dass man nur mit dem Studium "etwas ist" und "etwas" leisten kann. Der Wert von Arbeitserfahrung und auch die generelle Wertschätzung von einer Ausbildung schwindet.  

Wir sollten nicht vergessen, dass vor allem das duale Ausbildung sehr hochwertig ist. Die Mischung aus Theorie und Praxis bereitet einen sehr gut auf das spätere Arbeitsleben vor. Darum werden wir auch teilweise beneidet. 

Bei der Automatisierung muss man bedenken, dass sich nicht jeder Beruf automatisieren lässt, vor allem da, wo es "Menschelt" sprich die Care-Berufe. Dort werden händeringend Mitarbeiter gesucht, ebenso in den Handwerksberufen.  

Das, was man machen sollte, hängt von dem ab, was man machen will und kann Praktika können helfen das herauszufinden. 

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NoHumanBeing 09.10.2017, 14:28

Bei der Automatisierung muss man bedenken, dass sich nicht jeder Beruf automatisieren lässt, vor allem da, wo es "Menschelt" sprich die Care-Berufe. Dort werden händeringend Mitarbeiter gesucht, ebenso in den Handwerksberufen.

Das Problem bei den "Care-Berufen", wie Du sie nennst, liegt meines Erachtens hierzulande vor allem in der viel zu geringen Bezahlung.

Beim Handwerk ist es vermutlich ähnlich. Allerdings wird es hier auch tatsächlich einen Rückgang geben. Durch immer mehr Industrie benötigt es immer weniger Handwerk, ob man das nun gut findet oder nicht. Ich persönlich mag beispielsweise die Backwaren von meinem ortsansässigen Bäcker sehr viel lieber, als die aus der Großbäckerei. Aber natürlich fanden und finden in diesem Bereich gewisse Verschiebungen statt.

Die Industrie verdrängt teilweise tatsächlich das Handwerk, sodass dort langfristig auch tatsächlich weniger Arbeitnehmer benötigt werden. Auch Möbel, Musikinstrumente, etc. sind heutzutage ja Waren, die inzwischen alle auch aus industrieller Produktion erhältlich sind, teilweise (natürlich nicht immer) sogar in erstaunlich guter Qualität. Diese sind dann natürlich sehr viel weniger individuell, weil in großen Stückzahlen produziert, aber dafür oftmals eben auch sehr viel preiswerter. Dann muss ich mir eben überlegen, ob ich mir die höhere Qualität und Individualität leisten möchte oder nicht. Diese Entscheidung kann dann natürlich individuell durchaus unterschiedlich ausfallen. Aber das Handwerk wird langfristig betrachtet sicher abbauen. Mit dem Gedanken im Hintergrund kann man sicher nachvollziehen, warum viele dort nicht mehr ihre Zukunft sehen.

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catchan 09.10.2017, 20:20
@NoHumanBeing

Das Problem mit der Niedrigbezahlung wird immer wieder diskutiert. Fakt ist, dass diese Menschen sehr viel leisten. Meinen Respekt haben sie sicher.

Bei dem Handwerk muss ich dir entschieden widersprechen. Gerade das traditionelle Handwerk wird uns erhalten bleiben. Es ist eher die Industrie, die sich automatisiert und dadurch die Arbeitsplätze wegfallen. 

Wenn du das Handwerk automatisch auf die Herstellung von Waren reduzierst, war bei dir noch nie etwas kaputt, weswegen du dann froh warst, wenn jemand gekommen ist.

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Ein Studienabschluss ermöglicht durchschnittlich eine bessere berufliche Stellung und bessere Verdienstmöglichkeiten.

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Weil mechanische Tätigkeiten in wenigen Jahren kaum noch von Menschen gemacht werden, also versucht man einen Ausbildungsweg zu gehen, der so bald sich nicht von autonomen Robotern ersetzen lässt.

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Messkreisfehler 08.10.2017, 22:50

lol, du schaust zu viel Science Fiction...

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CATFonts 08.10.2017, 22:53
@Messkreisfehler

Nein, ich beobachte die Entwicklung autonomer Systeme. Wennn ich allein die Entwicklung selbstfahrender Autos betrachte. Noch vor 20 Jahren wäre ein selbst einparkendes Auto reine SF, heute kann es jeder kaufen. Denke da mal 20 Jahre weiter

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ChrisW10021999 09.10.2017, 01:52
@Messkreisfehler

Bus-, Taxi-, und LKW-Fahrer wird es in 10 Jahren nicht mehr geben. Guck dir mal die Top-Modelle von Mercedes-Benz an oder Tesla. Die haben schon Autopiloten, die zwar noch nicht perfekt funktionieren, aber bald schon.

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NoHumanBeing 09.10.2017, 02:03
@ChrisW10021999

Jepp.

Autonome U-Bahnen gibt es ebenfalls (Nürnberg). Irgendwann wird das sicher auch auf den Fernverkehr ausgeweitet. Systeme zur so genannten "Zugbeeinflussung" sind auf den Fernstrecken ja bereits vorhanden.

Autopiloten gibt es ebenfalls und die fliegen vermutlich sogar besser, als ein Mensch. Zumindest können sie Maschinen handhaben, die ein Mensch überhaupt nicht mehr handhaben kann. (Viele Militärjets beispielsweise lassen sich ohne Autopiloten überhaupt nicht mehr fliegen.)

Paketzustellung kann per Drohnen erfolgen o. ä.

Ich persönlich halte diese Entwicklung übrigens nicht für negativ, weil wir letztlich dadurch "reicher" werden. Die Preise für die entsprechend automatisierten Dienstleistungen werden nämlich massiv zurückgehen, schließlich verlangt eine Maschine kein Gehalt. Dann muss nur noch die Wartung durch Menschen erfolgen und das lässt die Personalkosten schrumpfen, die in nahezu allen Branchen den mit Abstand größten Kostenfaktor darstellen.

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ChrisW10021999 09.10.2017, 02:40
@Messkreisfehler

@Messkreisfehler

Laut einer Oxford-Studie soll es bereits in 20 Jahren in den Industrienationen eine Arbeitslosenquote von bis zu 50% geben. Auf Grund der Digitalisierung und Automatisierung.

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CATFonts 09.10.2017, 10:31
@NoHumanBeing

Dann denk mal darüber nach, WER da dann reicher wird, denn wie du richtig schreibst verlangen Automaten kein Gehalt, also bekommen die dann nicht enötigten Menschen auch kein Gehalt. Und wenn die Systeme wirklich derart autonom funktionieren, warum sollten die ihre Kumpels nicht auch warten können?

Das Geld fließt dann aber nur noch in einer Richtung, Vom Verbraucher zum Produzenten, und damit die Verbraucher überhaupt etwas haben, um sich die Segen der Automatisierung überhaupt leisten zu können, wird man sich etwas einfallen lassen müssen.

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NoHumanBeing 09.10.2017, 13:18
@CATFonts

Und wenn die Systeme wirklich derart autonom funktionieren, warum sollten die ihre Kumpels nicht auch warten können?

Na, das wäre doch noch viel besser! ;-)

Dann denk mal darüber nach, WER da dann reicher wird, denn wie du richtig schreibst verlangen Automaten kein Gehalt, also bekommen die dann nicht enötigten Menschen auch kein Gehalt.

Das Geld fließt dann aber nur noch in einer Richtung, Vom Verbraucher zum Produzenten, und damit die Verbraucher überhaupt etwas haben, um sich die Segen der Automatisierung überhaupt leisten zu können, wird man sich etwas einfallen lassen müssen.

Da denkst Du falsch.

Waren und Dienstleistungen haben nur deshalb einen Preis, weil Menschen Aufwand treiben müssen, um sie herzustellen bzw. bereitzustellen, dafür vergütet werden wollen und diese Kosten wieder hereingeholt werden müssen.

Letztlich geht jeder einzelne Cent an einen Menschen. Ein Roboter verlangt kein Gehalt.

Durch die Automatisierung wurden und werden Waren und Dienstleistungen daher immer günstiger, weil der Aufwand, sie zu produzieren/bereitzustellen immer niedriger wird. Waren aus einer vollautonomen Produktion werden daher, asymptotisch und idealisiert betrachtet, wenn die Maschinen erst einmal refinanziert sind und tatsächlich kein Mensch mehr eingreifen muss, einen Marktpreis von exakt null haben. Es muss ja niemand mehr einen Finger krumm machen, damit die Waren entstehen. Sie entstehen "mühelos", "von selbst" und in prinzipiell beliebig hoher Stückzahl. Daher haben sie keinerlei Wert.

Die Entwicklung in diese Richtung konntest Du in den vergangenen Jahrzehnten bereits beobachten. Der Lebensstandard ist heute allgemein sehr viel höher, als beispielsweise in den 50-er oder 70-er Jahren. Wir sagen immer, die Kluft aus Arm und Reich ginge immer weiter auseinander. Dem mag ja so sein, aber insgesamt haben wir heute dennoch alle sehr viel mehr. Das bedeutet, die Hypothese, dass die Armen immer ärmer werden und die Reichen immer reicher, ist falsch. Richtig ist, dass selbst die Armen tatsächlich immer reicher werden, aber die Reichen werden dies noch viel schneller. Somit wächst die Kluft - die Differenz, die dafür verantwortlich ist, dass "Menschen sich abgehängt fühlen" - obwohl es "absolut betrachtet" allen immer besser geht.

Viele Güter, gerade technische Güter, werden durch die Automatisierung immer billiger. Heute hat jeder ein Smartphone - ist Standard, dementsprechend kosten die Dinger auch nicht mehr wirklich viel. Mein letztes hat weniger als 200 € gekostet - Neupreis!

Dazu sind die Gehälter heutzutage sehr viel höher, als früher. Wenn sich diese Trends fortsetzen, kosten Waren und Dienstleistungen irgendwann (fast) "nichts mehr" (asymptotisch betrachtet kosten sie tatsächlich nichts mehr) und dann sind wir alle reich - insbesondere auch materiell reich - selbst, wenn wir dann alle arbeitslos sein und kein Geld mehr verdienen werden. Letztlich ist das doch der perfekte Zustand - materiell reich und dennoch alle Zeit der Welt.

Also ich freue mich auf die Entwicklung! :-)

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NoHumanBeing 09.10.2017, 13:19
@ChrisW10021999

Na, dann wird sich unser Wirtschaftssystem wohl ändern und es wird Alternativen zum Erwerbseinkommen geben müssen, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Diese Entwicklung war in meinen Augen ohnehin längst überfällig.

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ChrisW10021999 13.10.2017, 01:37
@NoHumanBeing

Vielleicht ist das kontrovers diskutierte bedingungslose Grundeinkommen die Lösung? Wer weiß....

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Weil man in Deutschland die Möglichkeit geboten bekommt und es viele versuchen.

Das ca. 80% der Studenten von wirklich ernst zu nehmenden Studiengängen nach dem 2 Semester wieder abspringen , zeigt allerdings dass nicht alle die ein Studium beginnen wirklich dazu geeignet sind.

Wenn man Studieren will , dann sollte man sich etwas mit guten Jobaussichten und einer vernümpftigen Perspektive suchen.

Hatten anfang dieses Semesters 2 Studentinen die Germanistik studiert haben bei uns in der Vorlesung , denen dann am Ende ihres Studiums aufgefallen ist , dass man mit dem Studium wirklich sehr misserable Jobaussichten hat.

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Solltest du dir nicht sicher sein , ob du für dass Studium geeignet bist dann empfehle ich dir es einfach zu probieren.

Im schlimmsten Fall schmeißt du 1 Jahr in die Tonne , weißt aber danach woran du bist.

Such dir aber auf keinen Fall so einen Studiengang aus der einfach nur lächerlich ist , wie Genderstudies oder so einen Müll.

Von einem BWL-Studiengang rate ich übrigens auch ab , da der Markt mit BWL-ern geflutet wird und du teilweise deutschlandweit oder sogar international auf Jobsuche gehen musst , wenn du nicht zufällig schon was im Studium findest.

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In Deutschland ist der Studentenanteil niedriger als in den meisten anderen EU-Ländern. Anders als dort bietet hierzulande auch das duale Ausbildungssystem gute Berufsperspektiven.

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Das deutsche Bildungssystem produziert aktuell massenweise Abiturienten.

Weil nämlich die Anzahl der produzierten Abiturienten der Öffentlichkeit als Maßstab für die Qualität des Bildungssystems verkauft wird.

Um die Zahl von Abiturienten zu erhöhen hat man z.B. als Bundesland zwei Möglichkeiten....: entweder man bildet die Jugendlichen intensiver und besser aus ( teuer, aufwenig, langwierig ) oder man senkt einfach die Anforderungen an die Hochschulreife. Und letzteres ist in den vergangenen Jahren passiert....: man vergleiche einfach mal die Anforderungen die an Abiturienten vor 15...20 Jahren gestellt wurden mit denen von heute.

Das hat dann übrigens auch den Nebeneffekt, daß endlich auch mal eine steigende Zahl von Kindern von Migranten aus dem Moslem-Kulturkreis Abitur bekommt. Und sowas ist für die Multikultifans in der Politik extrem wichtig.

Wie hoch der Anteil von Abiturienten ist die wirklich was auf dem Kasten haben merkt man daran, was der Großteil von ihnen studiert......: nix mit Maschinenbau, Elektronik, Physik oder sonstwas handfestem..., sondern vorzugsweise Geschwätzwissenschaften..., " was mit Medien... " , irgendwas mit " sozial "...., ect.

Mit einer soliden handwerklichen Ausbildung + anschließender Qualifikation kommt man heutzutage immer noch gut zurecht, auch wenn man vielleicht mal gezwungen ist Deutschland zu verlassen.

Zerspanungsmechaniker ist jetzt nicht unbedingt der Brüller...., Mechatroniker oder Industriemechaniker wäre eher zu empfehlen. Danach zwei...drei Jahre in dem Job arbeiten und sich dann vorzugsweise zumindest als Techniker qualifizieren. Kann man übrigens Berufsbegleitend machen.

Studium kann man machen, aber man sollte sich im klaren darüber sein das ein " Bachelor " eben bei weitem nicht mehr das ist was ein deutscher Dipl.Ing. mal war.

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NoHumanBeing 09.10.2017, 00:13

man vergleiche einfach mal die Anforderungen die an Abiturienten vor 15...20 Jahren gestellt wurden mit denen von heute.

[..]

Studium kann man machen, aber man sollte sich im klaren darüber sein das ein " Bachelor " eben bei weitem nicht mehr das ist was ein deutscher Dipl.Ing. mal war.

Was "vor 15 bis 20 Jahren" war, kann ich Dir leider nicht sagen.

Mein Vater jedenfalls hatte immer gemeint, wir hätten im Abitur etwas mehr gelernt, als er damals, insbesondere wäre aber das anschließende Studium sehr viel intensiver und tiefgehender gewesen, als noch zu seiner Zeit, zu der es das Diplom übrigens noch nicht gab, sondern der Studienabschluss noch Graduierung hieß, also beispielsweise graduierter Ingenieur oder Ing. grad. anstelle von Diplomingenieur oder Dipl.-Ing.

Aber, wie gesagt, dazwischen liegen nicht nur 15 bis 20 Jahre, sondern eher 35 bis 40 Jahre.

Das Studium bis zum graduierten Ingenieur jedenfalls hatte damals eine Regelstudiendauer von drei Jahren, innerhalb der es aber auch tatsächlich zu studieren war. Heute haben wir alleine sechs bis acht Semester (also drei bis vier Jahre) für den Bachelor (der ja faktisch nichts mehr wert ist) und anschließend weitere zwei bis vier Semester (also ein bis zwei Jahre) für den Master, insgesamt für beides zusammen aber mindestens zehn Semester (also fünf Jahre).

Und das ist die Regelstudienzeit, in der die "gestrafften" Bologna-Studiengänge ja nicht tatsächlich zu studieren sind. Mir kann also niemand erzählen, die Anforderungen sein heute geringer. Ganz im Gegenteil! Die Anforderungen sind also - zumindest im Studium - tatsächlich massiv gestiegen, was auch irgendwie logisch ist, schließlich wächst der Korpus des menschlichen Wissens immer weiter - und das sogar näherungsweise exponentiell. Ebenso gestiegen sind die Anforderungen von Wissenschaft und Wirtschaft, die ja inzwischen der Ansicht sind, mit Absolventen eines "lediglich" grundständigen Studiums ohne anschließendes weiterführendes, postgraduales Studium "nichts mehr anfangen zu können", was teilweise sicher fachlich begründet ist (die Welt ist heutzutage nunmal komplizierter), teilweise aber sicher auch durchaus eine gewisse Überheblichkeit zum Ausdruck bringt.

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Diese Frage meinst du jetzt nicht ernst oder?!

Ich selber finde das schön, dass viele Menschen studieren! Das zeigt doch, dass die Menschen zielstrebig sind und  etwas aus ihrem leben machen wollen! Was ist daran falsch?

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Libertyyy 08.10.2017, 22:47

Hat er doch nciht gesagt dass es falsch ist. Er wollte nur wissen wieso

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2001Jasmin 08.10.2017, 22:49
@Libertyyy

ist doch logisch.....

Man hat mehr Lohn, und kann viel mehr Berufe (höher gestellte) ausüben.

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NewLifeUp 08.10.2017, 22:52

Wohl nicht immer verdient man da mehr?

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2001Jasmin 08.10.2017, 22:53
@NewLifeUp

also als Arzt verdienst du wohl mehr als wenn du Schreiner bist oder?

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Novosibirsk 09.10.2017, 01:42
@2001Jasmin

Schon wieder ein typisches Vorurteil, das wohl dem Bild des Arztes aus der Doko-Soap des Fernsehens entnommen ist.
Viele Ärzte in Krankenhäusern werden zunächst einmal als Praktikanten oder Assistenzarzt eingestellt und bekommen erst nach Jahren die Chance, mehr zu verdienen.
Andererseits kann ein Schreinermeister mit mehren Gesellen  ein überdurchschnittliches Einkommen haben.

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NewLifeUp 08.10.2017, 23:00

Krasses Beispiel. Wie denkst du eigentlich?

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2001Jasmin 08.10.2017, 23:01
@NewLifeUp

das kann ich dir sagen wenn du mir erklärst wie du denkst ;D

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NewLifeUp 08.10.2017, 23:53

😂😂😂

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