Wieso stirbt das Christentum immer mehr aus?

20 Antworten

Guten Abend LilyInstaGirl1,

zurückblickend ist aus meiner Sicht jede Kirche, die groß wird, ein Magnet für Machthungrige und Geldgierige, dadurch wird die Kirche zum Unternehmen. Es fehlen die Vorbilder. Die werden ersetzt durch unbiblische Regeln zur Stabilisierung der Macht. Das Leben der Vorstände ist nicht mehr authentisch und, durch die falschen Regeln, das der Gläubigen auch nicht.

Das macht auf Dauer unglaubwürdig. Und die Wenigsten können zwischen Kirche/(Namens) Christen und Gott/Evangelium unterscheiden.

Ich bin der Überzeugung, auch das, was sich jetzt Wissenschaft nennt, aber nicht wissenschaftlich vor geht, sondern leere Thesen verkauft und reinen Lobbyismus betreibt, fügt der wahren Wissenschaft großen Schaden zu.

Hallo LilyInstaGirl1,

das Christentum hat, meiner Auffassung der Geschichte nach, nur darin gelebt, dass es um es herum politischen Einfluss gegeben hatte. Der ist in meinen Augen seit der Aufklärung bedeutungslos geworden.

Dazu kommt, dass Glaubensinhalte zwar weiter gepredigt werden, aber die Menschen in dem, worum es geht, keinen Attraktor finden. Eher erscheint eine in moderne Zeiten verschleppte Archaik seit Zeiten attraktiver zu sein.

Betrachten wir dazu Göttlichkeit, die ja Jesus gerade in der Einheit mit Gott und in der Liebe sehr proklamiert hatte. Sie würde Fülle und Freiheitsgrade schaffen, wenn es eine hinreichend große Gruppe Göttlicher Menschen gäbe. Nicht-Göttlichkeit, z.B. sich von jemandem etwas zu nehmen, ist einfach für viele Individuen zu erfüllen.

Zumal schließt eine Rationalität - aus dem nach der Aufklärung eröffneten Denken für alle Menschen - etwas "jenseits" rational erfassbarer Welten aus. Damit gerät Gott, der als eine Art Meta-Persönlichkeit im Raume stand, immer mehr zur rationalen Absurdität: Glaube, den ich ehedem nur als eine gewisse Annäherung an Gott sehe, wird damit gleichermaßen absurd.

Es ist denkbar, dass eines Tages weitere Aufklärung Göttlichkeit glaubensunabhängig bewusst werden lässt - und damit dorthin führt, was das Christentum ursprünglich gemeint hatte: Göttlichkeit. Entweder geht das Christentum als Religion darin auf - oder es bleibt mit oder ohne dieses Aufklärung zu einem gewissen Grad (ggf. für eher wenige Menschen) bestehen. Es kann so zu einer gesellschaftlichen Polarisierung in Göttlichkeit, Nicht-Göttlichkeit und einem Glauben irgendwo dazwischen kommen.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Nur in Europa sinken die Zahlen, aber in Asien und in Afrika wächst das Christentum, zum Teil sogar stark. In Südamerika ist das Christentum auch stark vertreten, hier gibt es eine interessante Verschiebung (mehr in Richtung der Evangelikalen). Das heißt, zwischen Europa und dem größten Teil der Welt besteht ein deutlicher Trend-Unterschied.

Weil sich das Christentum in so viele Wiedersprüche verstrickt hat, dass es seit der Zeit der Aufklärung zwar langsam, aber doch viele Menschen merken. Wie viele sich widersprechende Wahrheiten kann ein Mensch ertragen, ohne zu zweifeln?

Die Muslime werden es auch noch merken, sie hatten halt noch keine solche Epoche, aber die wird auch für sie noch kommen.

Die meisten, die man gemeinhin als Atheisten bezeichnet, sind aber meiner Erfahrung nach eher Agnostiker. Die werden auch immer mehr. Auch unter Muslimen.

Es kann sein dass es im ersten Moment widersprüchlich erscheint, wenn man sich genauer damit beschäftigt merkt man dass sich eigentlich gar nichts widerspricht.

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@Kevin358

Nein finde ich nicht. Nenn mir doch mal ein paar dieser Widersprüche

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@Kevin358

No front aber das werd ich mir nicht alles durchlesen

wäre hilfreicher wenn du Strichpunkte oder Sätze geschrieben hättest

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@LilyInstaGirl1

Kann ich leider nicht. Wenn du meine Argumente wissen willst, lies dir ALLES durch. Schau dir wenigstens die 2. Seite an, da steht nicht so viel. Ist nur ne Auflistung von Widersprüchen

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@Kevin358

Ich hab mir ein paar durchgelesen und fast alles davon ist aus dem alten Testament, das nunmal nicht das Christentum ist

die meisten Widersprüche sind entweder keine Widersprüche oder es geht um Kleinigkeiten die auf einfache Übersetzungsfehler und interpretationsmissverständnisse zurückzuführen sind

ich sehe keine bedeutenden Widerstand.

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@LilyInstaGirl1

Doch das "Alte Testament gehört zum neuen" wie viele Christen immer sagen. Und warum sollte Gott Fehler machen?

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@Kevin358

Nein das alte Testament ist das Judentum.

wo soll Gott bitte Fehler gemacht haben?

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@LilyInstaGirl1

Es ist nicht das Judentum 🤦🏻‍♂️ Die TORA gehört zum Judentum also die 5 Bücher Mose, das restliche alte Testament gehört zum Christentum und wird vom Judentum nicht anerkannt. Die 5 Bücher Mose gehören aber natürlich auch zur Christlichen Bibel. Da Gott ja der Autor der Bibel ist, sollte es keine Widersprüche geben. Auch nicht im "unwichtigen alten Testament"

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@LilyInstaGirl1

Also ändert Gott seine Meinung? Dann gelten ja auch die 10 Gebote nicht mehr 😌

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Die meisten, die man gemeinhin als Atheisten bezeichnet, sind aber meiner Erfahrung nach eher Agnostiker.

Falsch, Atheismus und unabhängig von Agnostizismus.

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Tja wenn man nur die Landeskirchen berücksichtigt, kann natürlich durchaus der Eindruck entstehen, dass die Christen immer weniger werden. Das muss aber deshalb nicht unbedingt insgesamt zutreffen, sondern, so wie es bei mir der Fall ist, können manche, die zumindest zuvor aktiv in einer anderen Kirche waren, nur die Konfession, deshalb aber nicht gleich die Religion gewechselt haben.

Und selbst wenn die Leute immer mehr aus dem Christentum aussteigen, wundert mich das recht wenig, weil besonders die Landeskirchen es mit der Treue gegenüber der Klarheit der Bibel, was besonders der Lehre des Sohnes Gottes gemäß der Klarheit der Evangelien wichtig ist, nicht so genau nehmen.

Ich meine nicht die Kirche ich meine Menschen die an Gott glauben und nach der Bibel leben. Diese werden immer weniger.

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@LilyInstaGirl1

Sorry, aber das sehe ich nicht so. In den Landeskirchen werden die Leute vielleicht weniger, aber deshalb werden es nicht weniger Leute, die an Gott glauben. Auch ich bin als Jugendlicher in der EKD inaktiv geworden und als Erwachsener schließlich ausgetreten, aber meinen Glauben an Gott hatte ich nie verloren, obwohl ich über Jahre hinweg keine Kirche besucht hatte.

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