Wieso stellen Leute ihr Leben in Frage?

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7 Antworten

Viele Menschen kommen irgendwann an den Punkt, an dem sie versuchen, Sinn im Leben zu finden. Oft in der Midlifecrisis. Klassischerweise entstand so ja die Philosophie. 

Ja, es kann sein, dass so etwas passiert, wenn man zu viel nachdenkt - manchmal kann einen ja so eine Irrealitätsgefühl überkommen - aber ich denke, es wird auch durch Medien geschürt, eben solche Filme wie "Matrix". Da ist nun einmal eine Idee im Raum, die man vorher so nicht hatte, und man beschäftigt sich damit. Und dann tendiert man ggf. dazu, immer stärker in Betracht zu ziehen, dass diese Erklärung für unsere Welt stimmt.

Vermutlich vor allem, wenn man eine entsprechende Disposition hat. Woher diese kommt, kann sicher unterschiedlich sein - grundsätzliche Tendenz, sich und die Welt in Frage zu stellen, zu philosophieren, Grundängste, langweiliges Leben oder viel Stress/ Ängste im Leben und die Tendenz, diese durch entsprechenden Glauben zu verstärken. Sicherlich spielt auch der Austausch mit Gleichgesinnten heute eine große Rolle.

Man merkt immer wieder, dass entsprechende Ängste/ Theorien Konjunktur haben, nachdem entsprechende Filme/ Bücher/ Serien rauskamen. Ein Teil der Erklärung mag in der mangelnden Bildung einiger "Gläubiger" liegen: Wenn man keine andere Erklärung hat, glaubt man das, was einem eine Geschichte gerade "plausibel" erklärt hat. Anders ist ja nicht nachzuvollziehen, warum 2012 viele tatsächlich ziemlich stark davon überzeugt waren bzw. große Angst davor hatten, das Weihnachtsfeste nicht mehr zu erleben ("Mayakalender").


Teilweise ist unsere Welt ja auch so komplex und einige Nachrichten so unglaublich - aber wahr - dass man geneigt ist, alles Mögliche unkritisch zu glauben, weil man sich vom Recherchieren der Hintergründe überfordert fühlt. Immer stärker wird das in den Nachrichten klar, wo etwa irgendwelche Bilder aus einer anderen Region und Situation zur Unterlegung von Nachrichten über Katastrophen etc. genommen werden oder einfach irgendwelche Gerüchte über rührselige oder empörende Reaktionen und Aussagen diverser Betroffener in Umlauf gebracht werden (z.B. "Jeder Flüchtling bekommt ein Smartphone/ Flüchtlinge bekommen mehr als deutsche Arbeitslose" etc.).

Wir leben in einer Welt, in der viele Menschen vieles, das sie erleben und Geräte, die sie verwenden, nicht mehr bis ins Detail oder überhaupt nicht verstehen. Man kommt zwar gut zurecht, hat aber wenige Kenntnisse über Hintergründe. Das bezieht sich oft auch auf Nachrichten (man glaubt einfach die Sichtweise, die einem in den Nachrichten präsentiert wurde ohne nachzufragen, ob es auch eine andere Sichtweise gäbe, die die Bewertung der Situation umkehrt oder mindestens in Frage stellt).

Insofern ist man durch die Komplexität der Welt und die Überforderung, diese komplett zu verstehen - Politik, Technik, Naturwissenschaften etc. - geneigt, auch Absurdes zu glauben und Ängsten nachzugeben. Dies besonders, da Ängste auch immer wieder durch verschiedene Medien - Nachrichten und Dokus genauso wie Filme und Bücher - geschürt werden.

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Was ist der Unterschied, ob jemand der Meinung ist, dass uns ein Supercomputer steuert oder Leute der Meinung sind, wir nur den Gesetzen von Allah zu folgen haben. Da ist der Supercomputer doch nur die etwas modernere Version für Allah oder "Allmächtiger Gott". Wenn man den Supercomputer nur als Hintergrundvermutung erfährt, ihn ebensowenig direkt zu Gesicht bekommt wie den Allah oder "Allmächtigen Gott", stellt sich die Frage, wer schwingt sich da als deren Interpret auf und trägt da nur nicht zu hinterfragende Masken vor sich her, als Beglaubigung für seine persönlichen Allmachtsansprüche? Manchen Massenmenschen ist das wie bei der Carrera-Rennbahn nur die starre Führung, dass man sein Leben nicht selbst verantworten muss, sich in der Gruppe aber stark fühlen kann. Allein sind es Hanswürste - in der Gruppe gefährliche Mörder, vom gemeinsam vorgeschobenen Höheren Wesen gerechtfertigt. Weniger krass laufen die meisten dieser Theorien darauf hinaus, dass man selbst für die angeblich missgestaltete Welt und sein eigenes Handeln keine Verantwortung hat. Das ist das Eichmann-Prinzip: Ich habe ja nur Befehle ausgeführt.

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Kommentar von auaauamehr
23.04.2016, 17:43

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Kommentar von berkersheim
23.04.2016, 17:52

In diesem Fall auch, was andere schon geschrieben haben. Das muss ich ja nicht wiederholen. Es geht bei GF darum, dem Fragesteller möglichst viele Anregungen zu geben. Da lasse ich sogar mal stehen, dass der Wirrwar von Matrix angeblich wissenschaftlichen Anspruch erheben kann.

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Seit es Menschen gibt fragen sie sich woher sie kommen und was der Sinn des Lebens ist. Ich habe es aufgegeben da es darauf sowieso keine Antwort gibt. 

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Der Mensch ist nun einmal von Natur aus sehr neugierig, und wenn es dann auch noch um solch fundamentale Dinge wie das eigene Leben geht, versucht er da natütlich auch, erklärungen zu finden

Ich hoffe, meine Antwort hat dich zufriedengestellt ;)

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Wir suchen halt nach einer Erklärung.

Soweit mir bekannt ist die Theorie einer Matrix aus wissenschaftlicher Sicht nicht so weit hergeholt wie man denken mag.

Evtl. Lässt sich ja die ein oder andere Frage klären und es eröffnen sich neue Wege..

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Warum müssen Leute Leute in Frage stellen, die das Leben in Frage stellen? Warum kann man das "anders sein" anderer nicht einfach akzeptieren ohne dies zu hinterfragen? 

Hmm, ich sollte eine Frage dazu eröffnen. *grübel

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Kommentar von Gamerx3x
23.04.2016, 12:03

Ne gute fr

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Vil weil se zu viel Fernsehen schaun xD oh mann frag doch so jemanden wenn er dir übern weg läuft die müssen es ja wissen. ..

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