Wieso steht "Menschlichkeit" immer in so einem positiven Zusammenhang?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Nicht immer geht es darum, wie der jeweilige M;ensch so ist, als auch etliche Menschen so sind, sondern darum wie Einzelne als die Menschheit an sich z usein hat.

Hätte sie keinen solchen Kompaß, dann hätte es nie Friedensverträge gegeben, keine Charta welcher Art auch immer, keine sonstigen Abkommen, keinerlei gesellschaftlichen Verbesserungen, kein Strafsystem, dass unmenschliches Handeln nicht einfach hinnimmt.

Jegliche Justiz hat zumindest partiell einige menschliche Vorstellungen und Ziele, gleiches gilt für die Regierungen. So können also die obersten Häuptlinge der USA nicht einfach mal so eine Atombombe auf Russland oder Nordkorea abwerfen, alldieweil die eigne Bevölkerung sowie die Staatengemeinschaft das nicht so einfach durchwinkt. Wer nämlich nicht völlig verrottet und verroht ist in moralischer Hinsicht hat weniogstens ansatzqweise ein Empfindugen und Gewissen, dass ihm mitteilt, dass Menschlichkeit allermal besser ist, als bloßes viehisches Handeln.

Die Menschen im Hitler-Faschismus waren nicht samt und sonders vertiert, es waren immer nur ganz bestimmte Menschen, die sich für die KZ-Verbrechen hergaben.

Man darf übrigens nicht vergessen, dass die Nazi-Führung sehr wohl wußte, das ihre Verbrechen in der Bevölkerung keinen Anklang gefunden hätte. Dies der Grund, warum alle Greueltaten in den KZs streng geheim waren.

Damit ist dein Hinweis, dass sich doch die Leute nicht einfach mal so ändern wohl geklärt.

Im übrigen ist es komplett falsch, anzunehmen, dass es nicht Menschen gab und gibt, die von sich aus human handeln. Es gibt zahllose Beispiele dafür, dass Menschen sich massiv für andere einsetzten,.ohne dass es hierfür eine Bezahlung gab, ein bloßer Gotteslohn tat und tut es  in etlichen Fällen eben auch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wieso steht "Menschlichkeit" immer in so einem positiven Zusammenhang?

Tut sie das? Bedenke jeder hat eine andere Meinung. Ich kann deine Einschätzung auch sehr gut verstehen. Es gibt sicher etliche die so denken wie du, doch die frage die sich dann stellen tut ist: Wie nennen wir es dann?

Der Ausspruch wurde wahrscheinlich durch die Gesellschaft erschaffen und mit einer Positiven Bedeutung verknüpft und ist eine gängige Bezeichnung. Selbst wenn man von Seiten der EU oder Deutschlands eine andere Bezeichnung einführen würde, entschiede immer noch die Gesellschaft ob sie diese annehmen tut.

Man kann in den Ausspruch auch so etwas wie ein ideal Bild des Menschen sehen wo nach man sich sehnt, ohne das es feste Regeln dafür gibt, außer der Menschlich zu sein also gut. Auch ist der Begriff universell, denn jeder ist ein Mensch. Egal ob Deutscher, Amerikaner, Israeli, Afghane oder Chinese.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es geht dabei darum was den Menschen ausmacht oder wie der Mensch sein soll. So meint zum Beispiel Johann Gottfried Herder, dass Menschlichkeit nur teilweise angeboren ist und nach der Geburt erst ausgebildet werden müsse: Die Bildung zu ihr sei „ein Werk, das unablässig fortgesetzt werden muß, oder wir sinken […] zur rohen Tierheit, zur Brutalität zurück.“ 

Die Menschlichkeit symbolisiert also das Gute im Menschen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weil das Gute die Basis ist. Es gibt kein Baby das böse geboren wird. Genauso ist es im Tierreich. Kein Tier tut absichtlich einem Artgenossen etwas schlechtes an, es sei denn es folgt aus seinen Instinkten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
kayo1548 25.10.2015, 18:08

"Kein Tier tut absichtlich einem Artgenossen etwas schlechtes an,"

Doch natürlich und auch wir Menschen sind übrigens Tiere.

Die Frage ist aber eher: was ist gut und schlecht? Das sind alles subjektive Definitionen.

Rein objektiv betrachtet gibt es weder gutes noch schlechtes, sondern nur Dinge die man selber anhand von Wert- und Moralvorstellungen entsprechend bewertet.

2
ScienceBuster 25.10.2015, 18:19
@kayo1548

Doch natürlich und auch wir Menschen sind übrigens Tiere.

Haha, danke ich weiß schon. Ich meinte damit natürlich das übrige Tierreich.

Die Frage ist aber eher: was ist gut und schlecht? Das sind alles subjektive Definitionen.

Rein objektiv betrachtet gibt es weder gutes noch schlechtes, sondern nur Dinge die man selber anhand von Wert- und Moralvorstellungen entsprechend bewertet.

Das ist so nicht ganz richtig. Wir sind keine reinen Instinkttiere. Unser Bewusstsein ermöglicht erweiterte Sozialempfindungen wie zum Beispiel Moral. Das unterscheidet uns hauptsächlich von der Tierwelt. So sind gut und böse für uns absolut plausible Eigenschaften im Gegensatz zu den reinen Instinkttieren, die ohne Empfindung handeln. Ist es nötig ein Rudelmitglied zu töten, wird das im Tierreich auch getan. Ein Mensch kann sich dem wiedersetzen und ist somit eine faszinierende Ausnahme in der Tierwelt.

0
kayo1548 25.10.2015, 18:49
@ScienceBuster

"Wir sind keine reinen Instinkttiere. "

richtig, aber auch viele andere Tiere sind das nicht.

ich denke man sollte sich das eher als "Strahl" vorstellen; auch die Defintion mit "offenen Regulationen" trifft das denke ich gut

Wir Menschen sind sicher die Tiere, die am meisten über solche Regulationen verfügen und daher je nach Kultur und Umfeld recht unterschiedlich agieren und versuchen gewisse Bedürfnisse zu befriedigen, was im Prinzip eine genaile Überlebensstrategie ist, da sie höchstmögliche Anpassung ermöglicht.

"So sind gut und böse für uns absolut plausible Eigenschaften "

ja und es ist schon sehr interessant, wie jeder Mensch sich entsprechend ein Bild davon macht.

Aber klar: durch unsere offenen Regulationen sind solche Dinge auch sehr wichtig.

" Ein Mensch kann sich dem wiedersetzen"

Ja, kulturelle Dinge können da auch überlagern.

Im Einzelfall ist es auch im übrigen Tierreich so, dass je nach Kontext Tiere anders handeln (natürlich nicht so ausgepärgt wie bei uns Menschen)

Das faszinierende am Mensch ist auch finde ich, dass er das analysieren und in Zusammenhang setzen kann.

Der Mensch kann hinterfragen warum er wo wie handelt und durch das nachvollziehen auch andere Situationen schaffen.

Neben den kulturellen Errungenschaften finde ich persönlich das sehr faszinierend.

0

Es geht weniger, was in den Menschen überwiegt. Es geht eher darum, welchen Effekt eine Gemeinschaft hat. 

In Angola gab es eines der längsten Bürgerkriege. In 70 Jahren ging es nur um den Profit von Diamanten gegen den Profit von Öl. Doch keiner der Bürgerkriegspartei, kein einziger Teilnehmer, auch nicht die Korrupten Warlords machten mehr Profit, wie jetzt im Frieden.

Es gibt unzählige Bereiche in der Gesellschaft, in dem Menschlichkeit einfach eine Notwendigkeit ist.

Im Grunde gilt das auch für das Dritte Reich, weil ich alle anderen sich ja erst beteiligt haben, als sie selbst angegriffen wurden. Hätten die Siegerparteien keine Menschlichkeit in den Reparationszahlungen gezeigt, wäre Europa ärmer als Sierra Leone! Das wäre auch nicht sehr profitabel für USA und Konsortien.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

es ist ein Instinkt,  zuerst an sich, dann an die Familie, die Sippe, die Stadt und an sein Land zu denken. Greueltaten begeht man dann also nur an den anderen, die nicht dazu gehören. Dementsprechend ist da die Hemmschwelle und auch die Moralität eine andere.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

um das handeln der menschen schönzureden, normalerweise müsste es genau andersherum sein

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?