Wieso spritzt man diesel mit bis zu 3000 bar ein?

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2 Antworten

Das könnte man. Aber fahren könnte man damit schlecht und das Auto zieht eine Abgaswolke wie eine Dampflok hinter sich her. 

Mit je mehr Druck man einspritzt, desto feiner wird der Kraftstoff zerstäubt. Diesel wird seit nunmehr 20 Jahren (fast) immer direkt eingespritzt und gelangt nicht wie bei älteren Benzinern gasförmig in den Brennraum. Kleinere Tropfen bedeutet eine größere Oberfläche, was zu einer besseren Verbrennung führt. In unserer heutigen Zeit muss man immer mehr Leistung aus immer weniger Kraftstoff holen. Da sind immer höhere Einspritzdrücke, (leider) ein geeignetes Mittel.

Übrigens: Die Abgasemissionen ,,sinken" dabei eher virtuell. Die Masse an Feinstaub wird zwar (etwas)  kleiner, die Partikelgröße des Rußes wird durch die kleineren Tropfen aber auch kleiner. Und deswegen dringt der Feinstaub aus aktuellen Dieselmotoren viel tiefer in der Lunge ein, als derjenige eines alten Golf 1 Wirbelkammerdiesels. 

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Je feiner der Diesel zerstäubt ist (und das geht einfach nur mit höherem Druck) desto besser verbrennt er im Motorraum. Sprich: sparsamer und weniger Russentwicklung.

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Kommentar von Vando
03.02.2016, 19:06

weniger Russentwicklung.

Soweit in der Theorie richtig. Aber in der Praxis nimmt die Masse leider nur geringfügig ab, die Partikelgröße sinkt und  die Menge ist umso größer. Leider ist das nichts gutes, da so die Rußpartikel beinahe bis in die Lungenbläschen kommen.

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