Wieso spricht man von der Evolutions*theorie* und *Gott*?

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18 Antworten

Die Evolutionstheorie teilt dasselbe Schicksal wie die Relativitätstheorie. Sie ist nicht letztlich bewiesen, sondern nur mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit richtig. Man könnte auch Evolutionswissenschaft sagen. Bei Gott ist es anders. Er ist nicht bewiesen, und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gibt es keine Götter. Aber man muss Gott nicht verstehen oder begreifen. Das macht Glauben soviel leichter als Wissen. Götter bieten für jeden was, auch wenn er noch so wenig Ahnung von Allem hat.

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Kommentar von Bajun
19.06.2011, 08:44

Klasse! Erspart mir die Antwort, weil - besser und prägnanter hätte ich es auch nicht formulieren können!

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Kommentar von Menio
11.07.2011, 12:29

Und in wie fern ist es erwiesen, dass es Gott "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" nicht gibt? Ich will hier jetzt keine Debatte über Evolution oder sonstwas in Gang bringen. Mich würde nur mal die Darstellung deiner Aussage interessieren (Bin kein fundamentalist oder Zuge Joheovas oder sonstwas - Frage bitte nicht provokant falsch verstehen!)

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Evolutionstheorie** ist schon der richtige Begriff.

In der Wissenschaft werden Theorien aufgestellt, geprüft, verbessert. Wissenschaftler späterer Generationen machen neue Entdeckungen, bauen sie in die Theorie ein usw.

Dagegen kann man nicht prüfen, ob es einen Gott (oder sogar mehrere) gibt und - falls es ihn gibt - wie der so drauf ist. Manche Leute glauben halt an Gott, aber mehr als glauben ist da auch nicht möglich. Beweisen geht nicht.

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Das eine die Evolutionstheorie ist eine wissenschaftliche Theorie, die sich auf Wissenschaftliche Erkenntnisse stützt und so lange unverändert gültig ist, bis sie von neuen Erkenntnissen widerlegt oder erweitert wird. Zudem ist sie nicht die einzige Theorie, was unsere Entstehung anbelangt. Da gibt es mehrere...

Der Unterschied zu Gott besteht darin, dass Gott weder bestätigt noch bewiesen werden kann... Er kann nur vom Gläubling erfahren werden, soll heißen bestimmte Ereignisse werden von gläubigen Menschen auf ihn zurückgeführt, somit wird er als bewiesen angesehen. Für gläubige Menschen existiert er, für Atheisten, wie mich, existiert er nicht!

Ich denke, dass auch deshalb von "Gott" und nicht einer "Gottestheorie" gesprochen wird, aus Respekt vor der Religion der Menschen und aus Gewohnheit...

Was mir gerade auffällt ist, dass man die verschiedenen Religionen als Gottestheorien definieren könnte... aber das is wieder ne Theologische Frage, da ich kein Theologe bin und auch nich vorhab zu werden, werd ich darüber jetz nicht weiter philosophieren ;)

LG Tetse

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Kommentar von PatrickLassan
19.06.2011, 20:00

Zudem ist sie nicht die einzige Theorie, was unsere Entstehung anbelangt. Da gibt es mehrere...

Wäre schön, wenn Du welche angeführt hättest.

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Du machst einen unkorrekten Vergleich. Richtiger solltest Du gegenüberstellen

Evolution oder Gott

beziehungsweise

Theologie oder Evolutionstheorie

Mit Evolutionstheorie bezeichnet man die Lehre von der Evolution. Die Evolution selbst findet statt, egal ob wir sie verstehen oder nicht, und Evolution gab es auch schon vor Darwin - die Evolutionstheorie aber nicht, die ist ein Produkt menschlicher Bemühungen um Verständnis.

Und etwas zweites hinkt bei diesem Vergleich: Evolution und Evolutionstheorie sind beides ziemlich klar beschriebene und abgrenzbare Begriffe mit einer relativ engen Bedeutung.

Gott dagegen (und auch Theologie) sind eher schwammige und fast beliebig weit ausdehnbare Begriffe, wo man so ziemlich alles reinpacken kann:

Für die einen ist Gott überall (in jedem Stein, jedem Wassertropfen, ... ), für die anderen ist Gott ein grossgewachsener Einwanderer aus dem Norden (oder Osten), für die nächsten ist Gott ein psychoaktiver Pilz, oder ein Kausalprinzip, oder ein Übervater, oder eine innere Stimme, oder der Chef vom Papst, oder das Helle am Ende eines Tunnels, oder die letzte Hoffnung wenn alle Stricke reissen, oder ein unsichtbarer Gesprächpartner, oder das Über-Ich, oder der Richter der Seelen, oder Drei in eins, oder eine Ausrede, oder eine nicht hinterfragbare Informationsquelle, oder oder oder

Von da her ist es kein Wunder, dass man Gott praktisch immer irgendwie in ein beliebiges Gespräch reinwursteln kann, Evolution oder Evolutionstheorie aber eher selten.

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Auf Theorien - siehe Einstein - kann man schlüssig aufbauen. Aber obwohl es philosophisch gesehen viele Gottesbilder gibt, kommt kaum ein Philosoph ohne Gott aus. Solange das Universum mehr Geheimnisse, denn fixe Tatsachen birgt, solange wir nicht wissen, wie es möglich ist, daß außerhalb und innerhalb des Universums alles seinen geordneten Weg geht, werden wir auf die verschiedenste Weise auf Gott, eine höhere allmächtige Kraft, zurückgreifen. Allerdings ist Gott genauso wenig bewiesen wie Moses.LG

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Eine Theorie ist in der Wissenschaft keinesfalls eine Hypothese, sondern eine Mischung aus Fakten und Hypothesen. Die Evolutionstheorie dient dazu, die Evolution zu erklären, welche slebst eine Tatsache ist. Esgibt ja auch die Begriffe Erkenntnistheorie, Wissencshaftstheorie und Zahlentheorie und keine dieser Begriffe sagt aus, dass jemand die Existenz der Wissenschaft, der Erkenntnis oder von Zahlen infrage stellt.

Dass man von Gott spricht und nicht von Gottestheorie, oder -hypothese (letzteres kommt aber manchmal vor und ist korrekt. ersteres wäre ein Oxymoron), sagt genauso wenig über die existenz eines Gottes aus, wie die Rede von Einhörnern über die Existenz von Einhörnern aussagt.

aber Gott wird immer als selbstverständlich, sicher und bewiesen gesehen / zumindest so gesprochen.

Nein, nur von einigen Monotheisten.

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Am Anfang jeder Erkenntnis stand die Theorie eines Wissenschaftlers - die sich dann entweder als plausibel erweist, oder durch Experimente bestätigt wird. Trotzdem können in den jeweiligen Zusammenhang noch andre Dinge mit reinspielen, die wir heute noch nicht wissen oder ahnen.

Gott (als persönliche Wesenheit) ist eine Fiktion der Menschen mit jahrtausende langer Tradition - die Macht der Priester und Kirchen war stets so groß, dass man seine Existenz nicht anzweifeln durfte, ohne aus der menschlichen Gemeinschaft ausgestoßen oder getötet zu werden. Gott wird also aus reiner Gewohnheit nicht in Frage gestellt.

Ein "göttliches Prinzip", eine "Macht des Guten" kann man in der Logik der Schöpfung allerdings schon erkennen...

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Gute Frage! Das ist mir so noch nie aufgefallen.. Wahrscheinlich spricht man von einer Theorie, weil es nicht sicher belegt ist. Und Gott ist nunmal der Name eines transzendenten Wesens, da liegt vermutlich der Unterschied. Zwischen der Benennung eines Namens und einer faktischen These.

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Auch für einen gläubigen Christen, für den die Bibel das Wort Gottes ist, muss die Evolutionstheorie nicht im Widerspruch zur Schöpfungsgeschichte stehen, Dass Adam und Eva in unschuldiger FKk-Manier sich im Paradies, das irgenwo zwischen Euphrat und Tigris lag, getummelt haben, bis sie den Einflüsterungen der Schlange erlegen sind, können nicht einmal die Autoren des Mythos (nach neueren Forschungen die Priesterschrift, Quelle Wikipedia)) ernstlich geglaubt haben. Das ergibt sich schon daraus, dass in Genesis 4, 14-15 beschrieben wird, dass Adams Sohn Kain, nachdem er seinen Bruder Abel erschlagen hat, die Rache seiner Mitmenschen fürchten muss, welcher bitte? Es hab ja nur seine Eltern und seinen Bruder Seth. Und woher bitte stammt dann Kains Frau, die er in Vers 17 schwängerte? Die Autoren der Priesterschrift waren doch intelligente Leute, sie hätten diesen Widerspruch doch gar nicht geduldet, wenn sie sich nicht im achten vorchristlichen Jahrhundert von vornherein in Klaren waren einen Mythos zu publizieren, um ewig göttliche Wahrheit in dieses dkicheterische Gewandt zu kleiden (so hat es mein Konfirmations-Pfarrer Poppe, Gott habe ihn selig, im Konfirmanden-Unterricht ausgedrückt).

Diese Mythen sind aber großartig, hier muss nach meinem Glauben der Heilige Geist kräftig mitgeholfen haben: Das ganze erste Kapitel der Genesis: "Es werde Licht!" welche ein Entwurf für den Urknall aus göttlichem Willen. "Und die Erde war wüst und leer" wie passend für einen Planeten mit lebensfeindlicher reduzierender Uratmosphäre von Wasserstoff, Methan, Ammoniak und CO2. Die gewaltigen Regengüsse, die Trennung von Land und Meer, die Umwandlung in eine oxidierende Atmosphäre durch die Pflanzenwelt, das können jene Priester so nicht gewusst haben, das hat ihnen der HErr durch seinen Geist eingegeben. Die sieben Schöpfungstage für Vorgänge, die sich über Milliarden Jahre unserer Zeitrechnung, die nicht die Zeitrechnung GOttes ist, hingezogen haben, sind Symbol seines Planes, indem es für die Schöpfung einen Anfang gibt, erschaffen durch das Wort (Joh. 1,1) des HErrn, und auch ein Ende, das mündet in der Ewigkeit, aus der der Schöpfer stammt.

Wir Menschenkinder können nur staunend dieses Wunder der Evolution erforschen, dafür gab uns GOtt den Verstand, beschreiben, und mit dem, was in unseren schwachen Kräften steht, nutzen und bewahren. Wo ist da der geringste Widerspruch zwischen Schöpfungsaussage und Evolutionstheorie?

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Kommentar von DarkSepia
19.06.2011, 13:50

All diese Ähnlichkeiten, die sich hereininterpreitieren lassen ändern nichts daran, diass die Schöpfungsgeschichte nicht nur in einem Buch mit absurden Geschichten eingebettet sind, sondern auch selbst Absurditäten beinhalten. Beispielsweise geht es um sprechende Schlangen, eine Sintflut, Tag und Nacht ohne Sonne und so weiter.

In einigen Textstellen Übereinstimmung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu sehen, hieße, sie aus dem Kontext zu reißen.

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Kommentar von Wasserhut
20.06.2011, 09:42

Das ergibt sich schon daraus, dass in Genesis 4, 14-15 beschrieben wird, dass Adams Sohn Kain, nachdem er seinen Bruder Abel erschlagen hat, die Rache seiner Mitmenschen fürchten muss, welcher bitte?

Ganz einfach: Die Menschen des 6. "Schöpfungstages", von denen auch Adam abstammte. Und: Es gab zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal Seth.

Und woher bitte stammt dann Kains Frau, die er in Vers 17 schwängerte

Auch von der Menschheit des 6. Tages. Die Geschichte von Adam und Eva ist nichts anderes als die Fortsetzung der Schöpfungsgeschichte mit den 6 Tagen. Hat man das einmal verstanden, lösen sich alle scheinbaren Widersprüche in Nichts auf.

"Und die Erde war wüst und leer" wie passend für einen Planeten mit lebensfeindlicher reduzierender Uratmosphäre von Wasserstoff, Methan, Ammoniak und CO2. Die gewaltigen Regengüsse, die Trennung von Land und Meer, die Umwandlung in eine oxidierende Atmosphäre durch die Pflanzenwelt

Gut erkannt. Eine treffendere Beschreibung für die Urerde als "Tohuwabohu/wüst und leer" ist kaum vorstellbar. Aber wieso sollten die Schreiber das nicht gewusst haben? Ich würde die Wissenschaft von damals nicht unterschätzen.

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weil nicht bewiesen ist, wie genau die Evolution vonstatten ging, und solange dies so ist, ist es eben immernoch eine Theorie. Erst wenn jede kleinste these überprüft wurde wird aus der Theorie ein Fakt :)

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Kommentar von FindKeinName
18.06.2011, 23:34
  • überprüft und bewiesen
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Kommentar von DarkSepia
19.06.2011, 13:47

Erst wenn jede kleinste these überprüft wurde wird aus der Theorie ein Fakt

Evolution ist so oder so Fakt, egal, wie weit wir sie erklären können.

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...den "Gottesbegriff" darf man als ein Axiom (eine Art Prinzip) ansehen - und als ein solches ist der "Theoriebegriff" dafür wiederum nicht nötig.

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Die Evolutionstheorie erhebt eben nicht den Anspruch die Frage nach Gottes Existenz lösen zu können. LG - B.

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Ich finde, da werden zwei völlig unterschiedliche Dinge vermischt.

Gott ist ein Wesen (oder was auch immer), das im Rahmen bestimmter religiöser Vorstellungen (nenn sie meinetwegen religiöse Theorien) als gegeben angenommen wird.

Der Urknall ist ein Ereignis, welches gemäß bestimmter kosmologischer Modelle und Theorien (die von der Mehrheit der Kosmologen getragen werden) vor mehr als 13 Mrd. Jahren stattgefunden hat.

Entsprechend kann man dann von "dem Gott" oder "dem Urknall" reden, ohne jedes Mal von "der Gotttheorie" oder "der Urknalltheorie" reden zu müssen.

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Die ET ist deshalb eine Theorie, weil sie gut belegt ist. Eine Theorie ist das festeste in der Wissenschaft. Gott hat diesen Status noch nicht erreicht. "Gottestheorie" klingt außerdem etwas seltsam.

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Verschiedene Worte und verschiedene Herangehensweisen, um derselben Sache auf die Spur zu kommen: Leben...

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Weil Gott auf einem anderen Bolzplatz spielt als die Evolutionstheorie...

Religion funktioniert ja grundsätzlich anders als Wissenschaft.

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Weil die Wissenschaft davon lebt, dass man sie widerlegt und neu erfindet.

Religion lebt von sinnlosem Gehorsam.

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Kommentar von PatrickLassan
19.06.2011, 20:01

Religion lebt von sinnlosem Gehorsam.

Wohl eher vom Glauben.

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Gott erschuf die Himmel und Erde nicht durch Evolution!

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Kommentar von Heywood
31.08.2011, 19:37

Stimmt. Der ist doch damals zusammen mit dem fliegenden Spaghettimonster durch sein Universum geflogen und hat wild um sich herum geschaffen und kreirt, gell?

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