Wieso spricht die SPD von "Gerechtigkeit" und "Veränderung", wenn sie doch 4 Jahre in der Regierung war?

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10 Antworten

Du hast vollkommen recht, alles was dieser Schulzemann betreibt ist nichts weiter als bloße Seifenblasen aufsteigen lassen, bloße Nebelkerzen werfen, Phrasendrescherei, kurzum eine typische Mogwelpackung, wie sie die sPD stets auf Lager hat. Dabei bedient sie schon seit mehr als 150 Jahre die verbale Sozialgerechtigkeit, ein nebulöser wolkiger Begriff, der zu wenig bis garnichts verpflichtet, lediglich ein Wischi-Waschi ausdrückt. Diese moralische Bettelsuppe der sPD ist so was wie eine moderne Bergpredigt, etwas, was bis dato in beiden Fällen der breiten Masse wenig bis garnichts nutzte.

Nachdem die sPD merkte, dass ihr Einfluß in der Bevölkerung dramatisch schwand, hat sie sich wieder mal das soziale Mäntelchen übergeschnallt und geht damit hausieren. Schaut man näher hin, merkt man rasch, dass außer einer Arbeitslosengeld I - Verlängerung nichts weiter vorgesehen ist. Hinzu kommt noch eine versprochene Rentenerhöhung, allerdings ohne Zahlenangaben. Schulz der Scharlatan will halt sich nicht festlegen lassen, sondwern nur die unbedargften Malocher mit seinen Sirenenklängen anlocken, wozu eben auch einige mickrige Lockvögel gehören, die tüchtig aufgeblasen werden.

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Kommentar von Dxmklvw
01.03.2017, 14:16

"Diese moralische Bettelsuppe der sPD ist so was wie eine moderne Bergpredigt, etwas, was bis dato in beiden Fällen der breiten Masse wenig bis garnichts nutzte."

Die Bergpredigt hatte zumindest den Pluspunkt, daß derjenige, der sie gepredigt hat, lt. Bibel auch selbst dazu stand. So etwas habe ich bei der SPD noch nicht entdeckt.

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Die SPD hat ihre soziale Verpflichtung schon lange aufgegeben. In den zehn Jahren seit Einführung der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetze, natürlich auch mit Beteiligung der Grünen, die damals mitregierten, und mit Zustimmung des Bundestages, hätte sie Zeit gehabt, die Fehler zu korrigieren, doch stattdessen wird dies als Erfolg gefeiert. Beim Weltwirtschaftsforum 2005 in Davos hat der damalige Bundeskanzler Schröder verkündet: Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren in Europe aufgebaut. Das Ergebnis ist: Es sind derzeit bei 2,54 Millionen Arbeitslosen aber 6,9 Millionen Leistungsempfänger von Hartz IV. Deshalb hat Frau Nahles die Gesetzgebung bei Hartz IV zum 1. August 2016 auch verschärft.
Nun will die SPD mit der Ungleichheit in den Wahlkampf ziehen und denkt, man müsse nichts ändern und weitermachen wie bisher; so geht die SPD geschlossen dem Untergang entgegen. Leider glauben viele Bürger der Verkündung der Kanzlerin, es gehe uns so gut wie noch nie, die Statistik soll das auch noch belegen, da vereinen jedoch die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung 60 Prozent des gesamten Vermögens auf sich.
Die Bankenrettung in Milliardenhöhe hat die Staatsverschuldung in die Höhe getrieben, doch hört man davon noch etwas? Es wird von den abhängig Beschäftigten gefordert, sie sollen länger arbeiten (auch eine Tat der SPD). Wie man in der Presse lesen kann, jammern die Landtagsabgeordneten über ihre ungerechte Altersvorsorge, wobei sie sich privat absichern müssen und in fünf Jahren einer Legislaturperiode nur Anwartschaften von 300 Euro bis 500 Euro ansammeln können. Den Versicherten der gesetzlichen Rentenversicherung kann man das zumuten, da hat man das Rentenniveau herabgesetzt, damit diese privat vorsorgen sollen, zugunsten der Banken und der Versicherungswirtschaft, bei der heutigen Null-Zins-Politik. So fördert man Politikverdrossenheit, aber nein, es gibt ja jetzt die AfD, da werden sich viele wundern, was da auf uns zukäme, weil sie deren Parteiprogramm nicht gelesen haben; das ist keine Alternative.

Wenn ein Politiker kommt, der begreift, dass die Fürsorgepflicht eines Staates zuerst für seine bedürftigen Bürger besteht und erst in zweiter Linie das Geld für Flüchtlinge Zuwanderer und Sozialbetrüger ausgibt, wird er eine dauerhafte Zustimmung erfahren. Daran vorbeizureden ist keine Lösung. Das gilt für Frau Merkel und Herrn Schulz und insbesondere auch für die Linken und die Grünen, die mit Ihre "Gutmensch Mentalität" hoffentlich zu Recht dort landen, wo bei der letzten Wahl die FDP gelandet ist. Schade, dass bisher nur die AfD begriffen hat wo der Schuh drückt und dass Herr Seehofer nicht viel mehr ist als Merkels Steigbügelhalter.

Und dieser Schulz. Allein schon mit was für Zahlen Schulz um sich wirft. Sehen und hören sich gut an. Sind aber falsch!!!!! Welcher Politiker, egal ob SPD, CDU, Linke, Grünen usw., will nicht durch Phrasen und Märchengeschichten an die Macht kommen???? Sind alle gleich. In erster Linie geht es nur um einen gefüllten Geldsack und eine üppige Pension.

Und noch ein ganz wichtiger Hinweis:

Ich muss bei dem ganzen Wahlkampf-Theater immer an Herrn Müntefering denken, der nach der Wahl seine Wähler gescholten hat, weil sie den Versprechungen der SPD glaubten.

 - (Politik, Regierung)
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In einer Koalition kann keine Partei alle Punkte umsetzen. So hat die CSU ihre Autobahnmaut, die CDU ihre Sparpolitik und die SPD eben Mindestlohn, bessere Teilhabe für Behinderte und mehr Geld für langjährig beschäftigte Rentner erreicht.

Als Kanzler könnte Schulz sicher mehr durchsetzen. Aber natürlich wird auch er mit einer Koalition zusammen regieren müssen.

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Das sind die üblichen versprechen die Gemacht werden vor einer Wahl. Würde denke ich jeder machen um die Stimmen des Wählers zu bekommen. Am besten schaut man sich an, was die Partei(n) in der Vergangenheit wirklich umgesetzt haben bzw. Worüber sie abgestimmt haben.

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Kommentar von voayager
01.03.2017, 14:14

es gilt noch immer der alte Spruch: "nach den Wahlen, kommt das Zahlen" !

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Sorry, sie hatten einen größeren Regierungs-Partner und trotzdem wurde einiges erreicht. Wenn der Partner nicht will - nutzt das garnix !

Es ist nicht leicht, ein komplettes exestierendes Konzept auf einmal umzustellen, schon wegen des jährlichen Etats. Deshalb dürfte erlaubt
bei entsprechendem Regierungs-Auftrag noch einiges noch  besser zu machen. Es ist nichts verwerfliches Fehler einzustehen - wenn man bereit ist - dies zu ändern.

Alles Klar - Herr Kommisar

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Die Lösung ist ganz einfach: Auf die Dummheit der Massen setzen hat sich schon immer bewährt.

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Die SPD hat sich auch in der amtierenden Großen Koalition für mehr soziale Gerechtigkeit erfolgreich eingesetzt.

Im Ergebnis haben wir dadurch mit dem Mindestlohne eine fulminante Erhöhung von Nirdriglohneinkommen zu verzeichen, Erhöhungen des Kinderledes, des BaföGs, des ALG 2, eine massive Verbesserung des Unterhaltsvorschusses für Alleinerziehende etc.pp.

Lediglich Anspruchsverwahrlosung "berechtigt daher dazu, sich "verarscht" vorzukommen.

Tatsächlich aber schreibt Schulz hier lediglich mit Augenmaß ein klassisches sozialdemokratisches Thema fort, dass uns maßgeblich diese von nahezu allen in der Welt beneideten sozialen Verhältnisse eingebracht hat.

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Kommentar von AalFred2
01.03.2017, 12:42

Weder die marginale Erhöhung des Kindergeldes noch die des ALG2 waren ein Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit. Die BAFöG-Erhöhung nach 6 Jahren auch nicht wirklich.

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Kommentar von PatrickKegger
01.03.2017, 12:47

Es ist unverschämt von der SPD die Themen der Linke aufzugreifen und als eigene Werte zu deklarieren. Zum Beispiel forderte die Linke Jahre lang einen flächendeckenden Mindestlohn. Wenn schon diesbezüglich die SPD es so hindreht, dann betrifft es sicherlich auch viele andere Themen.

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"Irgendwie fühle ich mich verarscht."

Kein Wunder. Es gehört seit 1913 zu den Kernkompetenzen der SPD, so mit ihren Wählern umzugehen. Manch einer hat das inzwischen begriffen - viele andere aber immer noch nicht. Die wundern sich dann jedes Mal auf's Neue.

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Merkel war und ist Kanzlerin und bestimmt, was gemacht wird. Da hat die SPD nur geringen Spielraum, aber einiges haben sie schon durchgesetzt. Das kannst du alles nachlesen.

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Kommentar von Larissa85
01.03.2017, 12:33

Wo kann man denn das nachlesen? Gibt es dafür eine offene Seite?

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um gut da zu stehen und wieder gewählt zu werden?

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